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Körting Supramar (S 5340 WL) S5340WL

Körting Supramar S5340WL; Körting-Radio; (ID = 1029505) Radio
 
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Körting Supramar S5340WL; Körting-Radio; (ID = 2139386) Radio
Körting-Radio;: Körting Supramar S5340WL [Radio] ID = 2139386 1400x1661
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For model Körting Supramar (S 5340 WL) S5340WL, Körting-Radio; Leipzig, später Grassau
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Körting-Radio; Leipzig, später Grassau
alternative name
 
Dietz & Ritter GmbH, Dr.
Year: 1934/1935 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 7: RENS1234 ACH1 RENS1214 AB1 REN904 RES964 RGN1064
Main principle Superhet with RF-stage; ZF/IF 485 kHz
Tuned circuits 7 AM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave and Short Wave.
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 110; 125; 150; 220; 240 Volt
Loudspeaker Electro Magnetic Dynamic LS (moving-coil with field excitation coil)
Power out 3 W (unknown quality)
from Radiomuseum.org Model: Körting Supramar S5340WL - Körting-Radio; Leipzig, später
Material Wooden case
Shape Tablemodel, high profile (upright - NOT Cathedral nor decorative).
Dimensions (WHD) 425 x 540 x 300 mm / 16.7 x 21.3 x 11.8 inch
Notes Suchen Sie mit Modellname, nicht mit Herstellername. Hier ist für diese Meldung - Körting Supramar (S 5340 WL) - S5340WL - extra so.
Einen interessanten Artikel zum Sammlerwert dieses Körting Supramar S 5340 WL finden Sie mit Klick hier. Abstimmanzeige durch Zeigerinstrument.
Net weight (2.2 lb = 1 kg) 23 kg / 50 lb 10.6 oz (50.661 lb)
Price in first year of sale 399.00 RM
Source of data Radio-Katalog Fricke, Radio Groß-Vertrieb, 1934/35 / Radiokatalog Band 1, Ernst Erb
Circuit diagram reference Lange+Schenk+FS-Röhrenbestückung
Mentioned in Radio-Katalog, Mix & Genest Hansawerke, 1935
Picture reference Das Modell ist im «Radiokatalog» (Erb) abgebildet.


All listed radios etc. from Körting-Radio; Leipzig, später Grassau
Here you find 727 models, 574 with images and 419 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.



 


Forum contributions about this model
Körting-Radio;: Körting Supramar S5340WL
Threads: 3 | Posts: 9
Hits: 1885     Replies: 0
korting: S5340WL; Körting Supramar (S 5340 WL)
Ralf Kläs
07.Jun.09
  1

Bei der technischen Restauration eines Körting Supramar S5340WL ist aufgefallen, dass außer dem Ortssender und auch der nur sehr leise, kein Empfang möglich war. Ein Vorstufensuper dieser Bauart muss jedoch einen sehr guten Empfang auf allen Bändern aufweisen. Eine Überprüfung der üblichen Fehlerquellen verlief ergebnislos. Der Anschluss eines Messsenders zeigte aber sehr schnell den wahren Grund des schlechten Empfangs. Alle Bandfilter waren extrem verstimmt, auch die ZF-Bandfilter waren betroffen.

Wie bei Empfängern dieser Art üblich, werden zuerst die ZF-Filter abgeglichen, in diesem Fall auf 485 kHz. Mit Messsender und Oszilloskop war der Abgleich ohne Probleme möglich. Der nachfolgende Abgleich der Bandfilter funktionierte jedoch nicht. Der Fehler zeigte sich sowohl auf Lang- und Mittelwelle, als auch auf Kurzwelle. Das Verstimmen der Abstimmkondensatoren hatte keinerlei Auswirkung auf den Resonanzpunkt des jeweiligen Schwingkreises. Ich öffnete daraufhin einen Bandfilter und überprüfte mit einem Kapazitätsmessgerät die vorhandene Kapazität. Lt. Aufdruck auf dem Bandfilter sollte eine Maximalkapazität von ca. 40pF erreichbar sein. Ich konnte jedoch lediglich 5-10 pF messtechnisch ermitteln. Also mussten wohl die Trimmer defekt sein.

Es folgt nun die Beschreibung der Reparatur eines defekten Bandfilterkondensators:

Hier im Bild sind zwei der drei Bandfilter zu erkennen. Beim linken Filter ist der Keramikkörper mit den drei Abstimmkondensatoren noch montiert. Beim rechten Filter wurde dieser bereits entfernt. Vor dem Ablöten ist unbedingt eine Markierung vorzunehmen, damit der Keramikkörper später wieder in gleicher Position aufgelötet werden kann. Ansonsten ist die Demontage problemlos.

Bei dieser Arbeit stellte ich noch einen abgebrochenen Spulenkörper am Boden fest. Dies ist zwar nicht weiter tragisch aber da schon mal geöffnet kann man ihn mit Zweikomponentenkleber wieder mit dem Keramikfuß verkleben.
 

 
  
Hier ist einer der Trimmkondensatoren (auf der Unterseite des Keramikkörpers) gut zu erkennen.
 

 
  
Während der Demontage fiel eine defekte Glimmerscheibe auf. Diese muss später auf jeden Fall ersetzt werden. Die eigentliche Fehlerursache war dies jedoch nicht da der Kondensator vor der Demontage keinen Kurzschuss sondern lediglich zu geringe Kapazität aufwies. 

 
 
Hier nun der vollständig demontierte Trimmer. Die Glimmerscheibe ist noch intakt, muss also nicht erneuert werden. Unter der Glimmerscheibe ist eine Silberbeschichtung zu erkennen. Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass diese infolge Feuchtigkeit am Rand zerstört wurde. (dunkle Ränder)
 

 
 
Und hier nochmals die Stelle in einer Makroaufnahme. Deutlich erkennbar ist die Unterbrechung zwischen der noch intakten Silberbeschichtung und des aufgenieteten Lötanschlusses.
 

 
 
Die defekte Glimmerscheibe wurde inzwischen mit dem Skalpell entfernt. Für die defekte Silberbeschichtung habe ich eine "Ersatzplatte" aus dünnem Kupferblech angefertigt. (recht unten)
Das Kupferblech gibts im Hobbyladen oder auch im gut sortieren Heimwerkerfachgeschäft zu kaufen. Sollte man ohnehin immer griffberit haben. Es eignet sich sehr gut für diverse Abschirmarbeiten.
 

 
Diese Kupferfolie wird nun, wie hier im Bild gezeigt, auf die defekte Silberbeschichtung mit Sekundenkleber aufgeklebt. Man beachte den Lötanschluss.
 

 
Es ist unbedingt darauf zu achten, dass beim späteren Zusammenbau kein Kurzschluss zwischen den Schraubanschlüssen und der Kupferfolie auftritt. Hier im Bild sind die markanten Stellen gekennzeichnet. Am vorderen Lötanschluss braucht dies nicht berücksichtigt zu werden da ja ohnehin eine leitende Verbindung hergestellt werden muss.
 

 
 
 
Sofern die Glimmerscheibe defekt ist, muss eine neue geschnitten werden. Hier im Bild ist eine zu sehen.

Glimmer gibt's im übrigen noch immer im Fachgeschäft zu kaufen. Er wurde und wird als Isolationsbelag zwischen Leistungs-transistoren und Kühlkörper verwendet.

Ist die vorhandene Glimmerscheibe noch intakt, braucht sie natürlich nicht erneuert zu werden. Dann wird die Kupferfolie mit äußerster Vorsicht unter die Glimmerscheibe geschoben.

Ein verkleben der Kupferfolie kann dann entfallen da sie von der Glimmerscheibe gut gehalten wird und nicht verrutschen kann.
 

 
Hier konnte die alte Glimmerscheibe noch verwendet werden. Die Kupferfolie wurde vorsichtig darunter geschoben. Mit dem Skalpell wurde im Bereich des Lötanschlusses von der Glimmerscheibe ein wenig entfernt.
 

 
Im nächsten Schritt wird das Messingplättchen, also die zweite Platte des Kondensators, wieder ordnungsgemäß verschraubt. Es darf keine leitende Verbindung zwischen Kupferfolie und Messingplättchen entstehen. Anschließend wird am Lötanschluss der Kupferfolie ein Silberdraht angelötet.
 

 
Zum Schluss wird der Silberdraht mit dem aufgenieteten Lötanschluss des Bandfilters verbunden.

Der linke Trimmer wurde noch nicht umgebaut, oberer und rechter Trimmer sind bereits erneuert. Bei beiden wurde auch die Glimmerscheibe ersetzt.
 

 
Und hier nun die Endprüfung. Die Anfangskapazität beträgt ca. 10pF. Das Messingplättchen ist auf größten Abstand zur Kupferfolie eingestellt.
 

 
Die Endkapazität (Messingplättchen komplett aufliegend) beträgt ca. 40pF. Der Trimmer ist also wieder voll funktionsfähig.
 


Sollte die Kapazität zu hoch oder aber auch zu niedrig sein kann man diese durch die Größe der Kupferfolie verändern. Aber auf ein paar pF kommt es nicht an.

Zum Schluss kann noch ein Hochspannungstest erfolgen. Hierzu gibt es spezielle Isolationsprüfgeräte die den Isolationswiderstand messen können. Da nur wenige ein solches Messgerät ihr Eigen nennen können kann auch alternativ folgende Messung durchgeführt werden:

Man lege hierzu 100-200V Gleichspannung an den Kondensator an und überprüfe auf eventuellen Stromfluss zwischen den Platten. Bei ordnungsgemäßer Montage darf keinerlei Stromfluß messbar sein

Vorsicht beim Umgang mit dieser Spannung. Auf eine Strombegrenzung im Kurzschlussfall ist dringend zu achten. Ansonsten löst sich der gerade gefertigte Kondensator in Rauch und Gestank auf.

Wer möchte, kann die Kupferfolien vor dem Einbau noch versilbern. Dies ist durch galvanisieren recht einfach möglich. Die notwendigen Chemiekalien gibts im Fachhandel zu kaufen. Ich habe darauf jedoch verzichtet. Ein messbarer Unterschied war nicht erkennbar. Evt. ist die Langzeitstabilität durch eine Silberbeschichtung besser da nicht so leicht eine Oxidation stattfindet.

Nach der Reparatur aller neun Bandfilterkondensatoren und nachfolgendem Abgleich funktioniert der Körting Supramar wieder wie Anno 1934. Ein perfekter Empfang mit vielen Stationen auf allen drei Bändern ist nun wieder möglich. In den Abendstunden ist mit einer guten Außenantenne auf Kurz- und Mittelwelle ganz Europa sowie Nahost sehr gut empfangbar. Die Trennschärfe ist ebenfalls beachtlich. Eventuell ist noch ein Feinabgleich der beiden ZF-Filter notwendig.

Der Perfektionist druckt mit dem Laser (natürlich auf gealtertem Papier) noch neue "Dr. Dietz und Ritter Aufkleber" und klebt diese auf die Bandfilteröffnungen.
 
Gruß Ralf Kläs, DD2VA
 
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korting: S5340WL; Körting Supramar (S 5340 WL)
André Bassin
24.Jun.04
  1

Hallo,

mein Körting müßte neu abgeglichen werden. Ich fand unter dem Modell einen Abgleichplan und mußte feststellen, dass mein Gerät völlig andere Abdeckkappen hat, so dass ich nichts mit dem Plan anfangen kann.  Alles sieht original aus. Hat jemand ebenfalls diese Kappen und kann mir sagen, wo ich die entsprechenden Trimmer finde? Die auf dem Foto zu sehenden Zahlen habe ich geschrieben-sie stimmen aber nicht mit dem Abgleichplan überein!

Vergleichsfoto: http://www.radiomuseum.org/dsp_modell.cfm?model_id=2393

 

Würde mich sehr über Hilfe freuen!

Gruß, Andre Bassin

André Bassin
27.Jun.04
  2

 Kann mir jemand weiterhelfen. Im Schaltbild habe ich so etwas wie eine optische Anzeige entdeckt. Von der Anode der RENS1234 geht´s auf eine Spule zu einem Instrument. Es ist im Schaltbild mit SA gekennzeichnet.

Handelt es sich hierbei um einen Schattenanzeiger? --Und wenn ja, warum ist keiner eingebaut?

Auf dem hier im Museum abgebildeten Supramar, ist der obere Teil der Wellenbereichsanzeige hell (über "kurz" "mittel" "lang" "TA" ). Bei meinem Gerät ist er rot und dahinter verbirgt sich nichts. siehe Foto

Erklärt das evtl. die verschiedenen Abdeckkappen? War ein Schattenanzeiger vorgesehen, oder gibt es Modelle mit Anzeige?

Bis jetzt habe ich nur die ZF abgeglichen und es ist schon etwas mehr zu empfangen. Die anderen Trimmer sind mal irgendwann von der Versiegelung freigelegt worden. Bis jetzt habe ich sie nicht angerührt, weil ich noch Hoffnung habe, etwas über die genaue Lage zu erfahren.

Gruß,

Andre Bassin

 
Hits: 3790     Replies: 5
körting Supramar: (S 5340 WL) S5340WL; Supramar Brummbär
André Bassin
28.Nov.03
  1

Hallo,

vor kurzem habe ich ein Körting SUPRAMAR S 5340 WL erstanden. Es ist unterm Chassis schon neuzeitlich repariert worden- mit anderen Worten, leicht verbastelt (siehe Fotos im FORUM).

Es spielt zwar, doch es brummt und brummt und brummt. Tausch der Elkos brachte auch keinen Erfolg.

Im Inneren sind so viele Bauelemente, dass ich gar nicht so recht weiß wo ich anfangen soll. Normalerweise habe ich nur Einkreiser. Diese Geräte sind im Aufbau irgendwie Übersichtlicher und auch für mich als "Nichtfachmann" durchschaubar.

Kann mir bitte jemand schreiben wie ich die Sache angehen soll? Ich möchte an dem schönen Apparat nichts beschädigen.

Gruß, Andre

Mario Tieke
28.Nov.03
  2

Hallo

Erstmal die Schaltung der gewechselten  Bauteile an Hand des Schaltplanes prüfen und die Verdrahtung auf Kurzschluß prüfen. Sollte hierbei kein Fehler festzustellen sein ist nötig, die fehlerhafte Stufe zu Ermitteln und die Röhren auf Elektrodenschluß ( Heizfaden -> Kathode) zu Prüfen.

Fehlerhafte Stufe ermitteln: Gerät nur mit NF-Teil betreiben - dazu die Röhren des HF-Teils (RENS1234, ACH1, RENS1214, AB1) ziehen. Ist der Fehler weg sind die entnommenen Röhren angefangen mit der AB1 wieder  einzusetzen und nach jeder Röhre prüfen, ob der Fehler wieder da ist. Dieser Fehler läst sich mit dem Lautstärkeregler beeinflußen.

Fehler im NF-Teil: Schaltung auf Kurzschluß prüfen; Kompensationswicklung oder Feldwicklung des Lautsprechers verpolt. REN904 ziehen - Fehler weg - Schaltung und Röhre prüfen.

Fehler im Netzteil: Wicklungsschluß der beiden Heizwicklungen H1 und H2 der Empfängerröhren

Gruß Mario

André Bassin
29.Nov.03
  3

Erstmal möchte ich mich für den Tipp bedanken!

Nachdem ich die HF-Röhren gezogen habe, brummte es immer noch. Erst als ich die 904 raus hatte, wurde der Brumm weniger.

Habe nochmals die Elkos überprüft und dabei festgestellt, dass ich zwei davon ablöten konnte, ohne dass das Radio aufhörte zu spielen. Die Lautstärke (übrigens unglaublich laut) wurde nur geringfügig leiser. Dann kommt mir es merkwürdig vor, dass ein Elko einen Widerstand überbrückt. Bei den anderen Radios ( Einkreiser) kann ich eine negative Vorspannung an der Endröhre messen. Bei diesem Gerät nicht. 

Es ist wirklich zum Verzweifeln!

 

Mario Tieke
29.Nov.03
  4

Hallo

Die negative Gittervorspannung kann auf unterschiedliche Weise erzeugt werden. In diesem Gerät wird sie durch Kathodenkombinationen (Wiederstand mit Kondensator überbrückt)  im NF-Teil erzeugt. Durch den Stromfluß durch die Röhre entsteht dabei ein Spannungsabfall über diese Kathodenkombination wodurch an der Kathode eine positive Spannung gegen Masse gemessen werden kann. Dadurch ergibt sich,dass das Gitter trotz recht hoher Wiederstände nach Masse 0 Volt aber gegen Kathode eine negative Spannung hat.

Wenn Schaltungsfehler auszuschließen sind und keine Kurzschlüsse vorliegen sollten die Abschirmungen kontrolliert werden, da vermutet werden kann, das irgentwo eine Wechselspannung eingestreut wird.  Der Fehler muß zwischen der AB1 und REN904 liegen.

Gruß Mario

Detlef Boeder
30.Nov.03
  5

Hallo Andre,

in deinem Supramar ist ja "unter schwerst Verbastelung" gewütet worden. Übel! Ich nehme mal direkt bezug auf deinen Text:

>>>Es spielt zwar, doch es brummt und brummt und brummt. Tausch der Elkos brachte auch keinen Erfolg.Im Inneren sind so viele Bauelemente, dass ich gar nicht so recht weiß wo ich anfangen soll. Normalerweise habe ich nur Einkreiser. Diese Geräte sind im Aufbau irgendwie Übersichtlicher und auch für mich als "Nichtfachmann" durchschaubar.Nachdem ich die HF-Röhren gezogen habe, brummte es immer noch. Erst als ich die 904 raus hatte, wurde der Brumm weniger.Habe nochmals die Elkos überprüft und dabei festgestellt, dass ich zwei davon ablöten konnte, ohne dass das Radio aufhörte zu spielen. Die Lautstärke (übrigens unglaublich laut) wurde nur geringfügig leiser. Dann kommt mir es merkwürdig vor, dass ein Elko einen Widerstand überbrückt. Bei den anderen Radios ( Einkreiser) kann ich eine negative Vorspannung an der Endröhre messen. Bei diesem Gerät nicht.<<<

Meinst Du die Elkos, welche man in den Bildern sieht? Ich habe zwar manche Chassisoriginalansichten schon geladen, aber eine Reparaturmappe von dieser Gerätesaison 1934/35 habe ich noch nicht. Es sind ja schon viele Kondensatoren und Elkos getauscht worden. Von Dir oder jemand anderem? Ich frage das deshalb, ob Du sicher sein kannst, das alle Bauteile da angeschlossen sind, wo sie auch vorher angelötet worden waren.

Also ich würde mal nur im Bereich NF/Netzteil anfangen. Stelle dazu das Gerät auf Tonabnehmer TA. Du kannst zusätzlich auch die RC Kopplung 0,2M und 10nF zum ablöten. Überprüfe nochmals genauestens die Verdrahtung aif Richtigkeit der Verbindungen! Die RES964/L496D bekommt ihre negative Gittervorspannung und damit ihre Arbeitspunkteinstellung über einen 500 Ohm Widerstand, der mit einem 6µF Elko überbrückt ist an der Kathode. An diesem R müsstest Du ein paar Volt messen können. Vielleicht 8-10-12-15Volt. Um diese Spannung ist die Kathode nun positiver gegenüber dem Gitter. Das Gitter ist somit negativer wie Mario es schon beschreibt. Wenn das Radio "unheimlich laut spielt" ist diese Spannung vielleicht kurzgeschlossen.Überprüfe alle Bauteile auf Schlüsse in dem Bereich.Tonblende ist hier ein Drehko, auch der Koppel-C zur Anodenseite der REN904 kann Schluss haben. Die Netz-Siebdrossel ist die Feldspule des Lautsprechers. Prüfe ob da alles korrekt angeschlossen ist. Viel Erfolg :-)

Grüsse Detlef Boeder

 

 

André Bassin
30.Nov.03
  6

Hallo,

ich danke für die guten Ratschläge!

Nun aber noch mal ein ganz dickes Dankeschön an Mario Tieke!

Eine fast unglaubliche Sache, die gestern passierte! Ich saß mal wieder den ganzen Tag am Gerät und probierte alles mögliche. Die eingebauten Elkos wurden nicht von mir angebracht, so dass ich keinerlei Orientierung hatte und auch nicht wußte, ob sie alle an richtiger Stelle verbaut wurden. Den Schaltplan hatte ich am PC und das Gerät im Wohnzimmer. Konnte dauernd hin u her laufen, weil mein Drucker den Geist aufgegeben hat. Dann das Problem-Schaltplan und Realität. Bin ein absoluter Anfänger und habe bis jetzt nur ein paar Bücher gelesen.

Plötzlich klingelte das Telefon "Hallo, hier ist MARIO TIEKE- du hast ein Problem mit deinem Körting, wie ich aus dem Forum weiß"

Das war ca. 17oo Uhr.

Es kamen ohne Ende Anweisungen, über das was ich machen sollte. Von da zum kremfarbenen Kondensator messen, die AB1 raus,Kabel vom Masseanschluß des TA-Einganges  an verschiedene Punkte im NF-Signalweg  hin führen, um die NF kurzzuschließen und, und, und.

Der Mario hatte ja auch nur einen Schaltplan am PC und die Fotos (oben ).Außerdem hatte er eine Menge Geduld mit mir. Ihr könnt Euch vorstellen, ich als Anfänger kannte so einige Ausdrücke nicht  und er hat mir dann jedesmal sehr geduldig etwas dazu erzählt und erklärt, wo ich das besagte Objekt finden kann.

Nach 2 1/2 Std. kurz vorm Aufgeben (die Ohren schmerzten schon vom Druck des Telefonhörers) sagte er: Ich weiß auch nicht, es kann nicht wahr sein, doch es scheint als würde irgendwo Netzspannung eingestreut.

Ich erzahlte von einem neuen Poti für die Lautstärkeregelung. Das alte war kaputt und ich baute vor ein paar Tagen  dieses mit gut geprüfte ähnliche ein. An dem Poti war auch der Ein/Ausschalter angebracht.

Das messen ging weiter- von hier nach dort Spannung, Ohm, Kondensator, alles mögliche. Den Lautstärkeregler hatten wir nun enger im Visier

Dann nach über 3 Std. sagte er " Schneide den Netzschalter ab und klemme die blanken Enden so zusammen.

Gesagt getan- Sofort nach dem Einschalten ein exelenter Klang ohne auch nur die Spur von Brumm!

Das neue Poti hatte den Netzschalter zu dicht an dem Regler der Lautstärke, so dass die Netzspannung in die NF einstreute

Wer hätte das geahnt?

Mario, ich danke Dir nochmals für diese tolle Leistung!

Gruß an alle,

Andre Bassin

 

 

 
Körting-Radio;: Körting Supramar S5340WL
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