Capella 643 BD643A/03 3D Ausführung

Philips Radios - Deutschland

  • Año
  • 1954/1955
  • Categoría
  • Radio - o Sintonizador pasado WW2
  • Radiomuseum.org ID
  • 19588
    • Brand: Deutsche Philips-Ges.

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 Especificaciones técnicas

  • Numero de valvulas
  • 9
  • Principio principal
  • Superheterodino en general; ZF/IF 468/10700 kHz
  • Número de circuitos sintonía
  • 8 Circuíto(s) AM     11 Circuíto(s) FM
  • Gama de ondas
  • OM, OL, OC y FM
  • Tensión de funcionamiento
  • Red: Corriente alterna (CA, Inglés = AC) / 110; 125; 145; 200; 220; 245 Volt
  • Altavoz
  • 3 Altavoces
  • Material
  • Madera
  • de Radiomuseum.org
  • Modelo: Capella 643 BD643A/03 [3D Ausführung] - Philips Radios - Deutschland
  • Forma
  • Sobremesa de botonera.
  • Ancho, altura, profundidad
  • 680 x 420 x 280 mm / 26.8 x 16.5 x 11 inch
  • Anotaciones
  • Zweikanal-Verstärkung mit getrennten Endstufen. 3-D-Raumklang.
  • Peso neto
  • 15.5 kg / 34 lb 2.3 oz (34.141 lb)
  • Precio durante el primer año
  • 499.00 DM
  • Ext. procedencia de los datos
  • Erb
  • Documentación / Esquemas (4)
  • -- Schematic

 Colecciones | Museos | Literatura

Literatura

El modelo Capella 643 está documentado en la siguiente literatura.

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Schwerpunkt dieses Reparaturberichtes wird die Instandsetzung des defekten Mehrfunktions-Lautstärkepotis sein, aber zuvor noch ein paar Bemerkungen.

Das Radio hatte ich auf Tipp eines Radiofreundes günstig ersteigern können. An der Abholadresse befand sich ein alter Turmbau, ich las an einem Schild, dass dies ein Kulturdenkmal sei und auch eine Art Kulturverein darin angesiedelt war. Ich zweifelte zunächst, aber dann kam mir auch schon eine ältere Frau mit dem Fahrrad aus der Haustür entgegen. Sie war die Besitzerin des Radios und erzählte mir, wie sie jahrelang ihre Freude an dem Gerät gehabt hatte. Es fiel ihr sichtlich schwer, sich von dem Gerät zu verabschieden, an das sie sicher viele schöne Erinnerungen hatte. Auf mein Angebot hin, ihr das Gerät zu reparieren, entgegnete sie, das sei doch viel zu teuer. Ich versuchte sie noch zu überreden, aber sie lehnte ab und ich erwarb die Capella zu einem symbolischen Preis.

Das Gerät war in gutem äußeren Zustand, allerdings waren wie üblich zwei Tasten gebrochen, das Skalenseil defekt und der Lautstärkeregler war erstaunlich leichtgängig. Außerdem war die Skalenbeleuchtung modifiziert worden: am Netztrafo war eine Diode in die Zuleitung eingesetzt und als Beleuchtung zwei runde große Birnen verwendet worden (Bild 1).
  
 
 
Das Ersetzen des FM-Skalenseils erfolgte routinemäßig und ist hier kein großes Problem, im Einsatz habe ich dabei immer kleine Leimzangen, die man günstig bekommt und mit denen man das Seil an kritischen Stellen mal eben festlegen kann, damit es z. B. nicht wieder von einer Rolle rutscht (Bild 2).
 
 
  
Bild 2:  kleine Leimzängchen sind ein guter Helfer beim Tüfteln am Skalenseil
 
Dann kam der Hauptreparaturpunkt: das Lautstärkepoti. Die Achse ließ sich ohne jeglichen Widerstand durchdrehen. Der Knopf kann aber herausgezogen werden und dann läßt sich damit über Bowdenzüge die Stellung der Ferritantenne verstellen. Hineingedrückt dient der Knopf dann normalerweise als Lautstärkeregler. Nachfolgend zwei Bilder dazu.
 
 
 
 
 
Bei nächsten Bild sieht man die Mechanik: ein Querbolzen, der auf der Potiachse sitzt, wird beim Herausziehen der Achse in einen Zahnkranz herein gezogen, dadurch wird die Rolle betätigt, welche die Züge kontrolliert.
 
 
Meine Vermutung war nun, dass sich in der oberen Zug-/Druckmechanik ein Fehler befinden mußte. Es war also das Poti auszubauen, man merke sich die Stellungen der Züge und Räder oder mache ein Foto, um beim Einbau dann besser voran zu kommen...
 
Das Poti muß zunächst geöffnet werden, hier kann man die Metallzungen aufbiegen und beschädigte Nieten später durch 2mm-Schräubchen ersetzen. Quasi als Gegenstück zu dem unteren Zahnkranz sitzt oben im Potigehäuse ein kleiner Zahnkranz, in den dann ein Bolzen greift, wenn die Achse hineingedrückt wird. Daran sitzt der Schleifer des eigentlichen Lautstärkereglers und mir fiel beim Herausnehmen das abgebrochene Stück des oberen Querbolzens (Pfeil) entgegen. Durch den Bruch des Bolzen war keine Betätigung des Schleifers mehr möglich.
 
Also galt es, diesen zu ersetzen. Leider kann man die Achse nicht einfach heraus ziehen, sondern muss den unteren Bolzen erst entfernen. Ich habe ihn nach vielen Löseversuchen dann einfach abgeknipst, später ausgebohrt und durch einen neuen ersetzt (kleinen Nagel eingesetzt und später verlötet) – den man freilich aber erst dann fest einsetzen darf, wenn die Achse wieder verbaut ist!
 
 
ausgebautes Poti: unten großer Zahnkranz, Potiachse mit zwei Löchern für Querbolzen, kleiner Zahnkranz mit Schleifer, Reststück abgebrochener Bolzen
 
Die Länge des kleineren Bolzens ist dabei kritisch und muss genau bemessen sein, damit alles funktioniert. Ich habe ein Stück dicken Schaltdraht genommen und mit Zweikomponentenkleber fixiert.
 
 
 
Achse mit neuen Bolzen
 
Die Reparatur gelang letztlich, auch das Zusammensetzen des Potis klappte ganz gut und es stellte sich die volle Funktion ein. Zum Abschluss noch ein Blick unter das Chassis, hier warteten noch einige Kondensatoren auf ihre Auswechselung.
 
 
 
Nun noch das Endresultat nach der Reinigung, ein schönes Gerät mit einer schönen Holzmaserung auch rund in die Innenseite herum furniert, dem natürlich auch noch eine neue EM80 spendiert wurde.  

Stefan Weigelt, 05.Apr.09

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