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41W (S41)

41W ; SABA; Villingen (ID = 335161) Radio
 
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SABA; Villingen: 41W [Radio] ID = 58629 777x596
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For model 41W (S41), SABA; Villingen:
Sammlung M. Monego
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  SABA; Villingen
Brand
 
Schwer & Söhne, GmbH
Year: 1931/1932 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 5: RENS1204 RENS1204 RENS1204 RES164 RGN1054
Main principle TRF (Tuned-Radio-Frequency but use of regeneration unknown); 2 Special; 1 AF stage(s); Anode bend detection
Tuned circuits 3 AM circuit(s)
Wave bands Broadcast (MW) and Long Wave.
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 110-220 Volt
Loudspeaker - This model requires external speaker(s).
Power out
from Radiomuseum.org Model: 41W - SABA; Villingen
Material Bakelite case
Shape Tablemodel, with any shape - general.
Dimensions (WHD) 410 x 210 x 310 mm / 16.1 x 8.3 x 12.2 inch
Notes Der SABA 41W wurde durch den 1929 durch SABA verpflichtete Eugen Leuthold entwickelt, wie schon vorher Modell 35 (S35) mit dem grossen Markterfolg dank neuartigem Schaltungskonzept (rückgekoppelte Anodengleichrichter mit Kathodengegenkopplung). Mit dieser Reihe des S41 bzw. 41W von Leuthold hat SABA wiederum als einzige Firma in Deutschland eine bedeutende Neuerung eingeführt, nämlich Automatische Lautstärkeanpassung, Fadingausgleich oder AVC (Automatic Volume Control, später genannt AGC, Automatic Gain Control). In den USA kannte man die allerdings schon ab 1927 und ab 1929 wurde sie dort verwendet. Für Deutschland ist das im Radiokatalog Band 1 so festgehalten: "1931 verfügt die Modellreihe S41 (31W, 44, T44) von Leuthold über den ersten automatisch geregelten Schwundausgleich (AGC, aut. gain control) auf dem deutschen Markt."

Text aus dem Sommer/Winter-Katalog Prohaska 1931: "Saba 41 W, Vierröhren-Schirmgitter-Empfänger. Der qualifizierte Europa-Fernempfänger höchster Leistung, mit eingebautem regulierbaren Tonmodulator und Stördämpfer. Ein Dreikreisempfänger hoher Qualität mit absoluter Einknopfbedienung. Ausgerüstet mit wählbarer automatischer Lautstärke und 4 Schirmgitterröhren in elegantem Bakelitgehäuse. Für Wechselstrom. Preis ohne Röhren 198,- Verw. Röhren 3 x RENS1204, RES164, RGN1054 82.-.
Net weight (2.2 lb = 1 kg) 11 kg / 24 lb 3.7 oz (24.229 lb)
Price in first year of sale 198.00 RM +
Collectors' prices  
Source of data Katalog Radio-Zentrale Prohaska 1931/32 / Radiokatalog Band 1, Ernst Erb
Circuit diagram reference Lange + FS-Bestückungstabellen
Mentioned in Saba-Diplomarbeit
Picture reference Das Modell ist im «Radiokatalog» (Erb) abgebildet.


All listed radios etc. from SABA; Villingen
Here you find 1553 models, 1413 with images and 1041 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.




 


Forum contributions about this model
SABA; Villingen: 41W
Threads: 3 | Posts: 17
Hits: 2431     Replies: 2
  saba: 41W (S41); Luftspulen sind vor-selektiert
Dietmar Rudolph
30.Mar.15
 
  1

Der Saba 41W ist ein Dreikreiser mit "Luftspulen", d.h. ohne Kerne aus HF-Eisen.

Es ist interessant zu sehen, daß diese Spulen keine Abgleichmöglichkeit für die Induktivität haben. Andererseits werden sie mit Hilfe eines Dreifach-Drehkondensators gemeinsam abgestimmt. Folglich ist es erforderlich, daß alle 3 Spulen eines Empfängers die gleiche Induktivität haben; andernfalls ändert sich die Durchlaßkurve und die Empfindlichkeit beim Abstimmen.

Wie hat Saba dieses Problem gelöst?

Hier sind die 3 geöffneten Spulentöpfe des 41W zu sehen.

Offenbar wurden die Spulen "vorgeprüft" und entsprechend gestempelt (s. Nachtrag). Hier mit den Nummern S41(oben);  305 / I bis 305 / III (für die HF-Stufen 1 bis 3).

Vielleicht kann ein weiterer Besitzer eines 41W nachschauen, welche Stempelung die Spulen bei seinem Gerät haben.
[Öffnen geht ganz einfach: Eine Schraube unten vorne am Topf entfernen und ca. 100 gegen den Uhrzeigersinn drehen. Bajonettverschluß]

Die Durchlaßkurven des 41W wurden anschließend gemessen (nachdem die Töpfe wieder geschlossen waren). Einspeisung über eine "künstliche Antenne" und Meßpunkt (nach der 3. RENS1204 zwischen den beiden 5nF Kondensatoren, also fast am Gitter der RES164) über Oszillographen-Tastkopf.

Hier das Foto von der Unterseite mit dem Meßpunkt. (Die beiden 5nF Kondensatoren sind erneuert.)

Bei Abstimmung auf ca. 500kHz ergibt sich dieser Scan (490kHz - 1,5MHz)

Dann ist auf ca. 650kHz abgestimmt.

Nun auf ca. 1MHz:

Schließlich auf die maximal einstellbare Frequenz von ca. 1,4MHz:

Bei dieser höchsten Empfangsfrequenz könnte man mit Hilfe der Trimmer sicherlich noch etwas nach-abgleichen. Aber insgesamt zeigt es sich, daß der bei Saba angewendete "Spulen-Abgleich" durch  Vor-Selektion recht gute Ergebnisse liefert.

Der 41W (Drei-Kreiser) hat gleichartige Spulentöpfe wie der  E35W (Zwei-Kreiser) und eine ähnliche Bauart.

MfG DR


Nachtrag:

Herr Schmidt hat daran erinnert, daß bezüglich der "Vorselektion" der Spulen bei Saba in der GFGF Schriftenreihe Nr. 5 "Menzel, W.: Saba, Die Produktion von 1924 - 1949" auf S. 92 bei der Beschreibung des 520W folgende Aussage steht:

"Grundlage des Gleichlaufs war eine äußerst sorgfältige Fabrikation nach dem Auswahlsystem: Spulen und Drehkondensatoren wurden gemessen und je nach Wert in 10 verschiedene Gruppen eingeteilt. Durch entsprechende Paarungen wurde die erforderlich Grundgenauigkeit des Gleichlaufs erreicht."

Da die Spulen des 520W ganz ähnlich waren, gilt diese Aussage wohl auch schon für das Vorjahres-Modell 41W.

Martin Steyer
02.Apr.15
  2

In meinem S41W sind die Bezeichnungen identisch: 305/l, 305/ll, 305/lll.

Auf der anderen Seite sind weitere Vermerke, vielleicht ist noch herauszukriegen, was es damit auf sich hat.

Dietmar Rudolph
02.Apr.15
  3

Herr Walter Schmidt hat folgendes Foto seines Gerätes zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Die Bezeichnungen auf den Spulen lauten:

Obere Spule:
1) S41, 377, 305I, B
2) S41, 430, 305II, B
3) S41, 430, 305III, B
Untere Spule:
1) LK
2) LK, 437, 354
3) LK, 354
außerdem taucht auf jeder Spule noch eine 3 und eine 4 auf (Anschlußbezeichnung?)
Wenn ich mir das Zahlendurcheinander ansehe, wage ich fast zu glauben, das "B" deutet die Selektion an (?).
Gruß,
Walter Schmidt

MfG DR

 
Hits: 1396     Replies: 2
saba: 41W (S41);Hilfe bei Widerstandsbestimmung
Frank Ebinger
26.Apr.15
  1

Hallo und Guten Tag!

Bei der Aufarbeitung meins Saba 41W bin ich auf ein großes Problem gestoßen. Der 41W ist eigentlich in sehr gutem Zustand bis auf den großen zentralen Widerstand. Dort sind alle Wicklungen bis auf eine defekt. Mit Hilfe eines Schaltplanes konnte ich alle bis auf einen rekonstruieren. Wo ich mir die absolut die Zähne ausbeiße ist der große Widerstand der mit einem roten Fragezeichen markiert ist. Ich finde absolut nicht heraus wo der hingehört und hab daher keinen Widerstandswert. Die grünen Werte habe ich mittels Schaltplan ermittelt; falls da ein falscher Wert dabei sein sollte bitte ich um Korrektur.

Wenn mir jemand weiterhelfen kann würde ich mich sehr freuen.

Vielen Dank schon mal im Vorraus.

 

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Gerhard Heigl
27.Apr.15
  2

Hallo Herr Ebinger,

ich kenne das Gerät nicht, wenn Sie den Schaltplan betrachten werden Sie sehen, dass alle diese Werte des Widerstandes in Serie geschaltet sind. Meines Erachtens fehlt nur der 11k Widerstand. Der unterste 1k Widerstand ist der Anodenwiderstand der 1. RENS1204.
Für die Richtigkeit meiner Theorie kann ich nicht garantieren.

 

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Frank Ebinger
27.Apr.15
  3

Hallo Herr Heigl!

Ihr Hinweis hat mich zur Lösung geführt! Alle Widerstände sind in Reihe und haben jeweils Kontakt; das ist logisch und nachvollziehbar. Ich hatte die Lösung so dicht vor Augen, das ich sie nicht gesehen habe.

Iritiert hat mich ein 10K Dralowit- Filodin Widerstand der am Abgriff zwischen der 1,9k und der 11K Wicklung angelötet war. Diesen hatte ich im Schaltplan auch als den 11K markiert, nun habe ich nach einem weiteren Widerstand gesucht der mit den anderen Verbindung hatte und auf dem Schaltplan keinen gefunden. Als Sie mir den Hinweis gegeben haben das der fehlende Widerstand der 11K sein müßte, wäre der 10K Dralowit wieder übrig gewesen. Im Übrigen wäre der 10K Dralowit (so wie er eingebaut war) mit der 11K Wicklung parallel geschaltet gewesen was in diesem Falle keinen Sinn macht und auch im Schaltplan so nicht eingezeichnet ist.

Die Lösung: Der 10K Dralowit- Widerstand war der Ersatz für den defekten 11K Widerstand. Entweder ist der Defekt schon vor langer Zeit aufgetreten oder man hat auf NOS Ware zurückgeriffen.

Den Dralowit hab ich mittlerweile entfernt da er anstelle der aufgedruckten 10K einen Wert von 0,8M hatte.

Wissen Sie zufällig was diese gewickelten Widerstände für eine Belastbarkeit haben? Dies ist in den Plänen leider nicht angegeben. Da die Widerstandsdrähte ziemlich dünn sind müßten 2Watt Widerstände eigentlich ausreichen.

Vielen Dank und beste Grüße

Frank Ebinger

 
Hits: 2366     Replies: 10
SABA 41x, Typ und Brumm
David Pfister
03.Oct.10
  1

Liebe SABA-Spezialisten

Von einem Bekannten habe ich ein Chassis eines SABA-Gerätes zur Reparatur erhalten. Dazu habe ich zwei Fragen:

Erstens: Das Chassis stammt aus einem Musikschrank mit 78-er Plattenspieler gemäss Abbildung:

Leider habe ich hier nur dieses Foto und das Chassis. Eine Rückwand sei nicht vorhanden oder es steht nichts drauf. Das Chassis entspricht genau jenem des 41W inkl. Untersicht. Hat jemand eine Preisliste oder einen Katalog, damit ich den Typ vervollständigen und hier anlegen kann?

Zweitens habe ich das Gerät zum laufen gebracht mit einer Macke. Es brummt gewaltig und zwar nur wenn kein starker Sender einfällt. Die Kondensatoren sind ersetzt resp. geprüft, die Sapannungen auch. Das Schema, das beim 41W geladen ist, ist vor allem im Netzteil etwas abgewandelt, die hier beim 41W geladene Untersichts-Foto sieht aber genau so aus. Auf die Funktion hat das aber keinen Einfluss. Zuerst hatte ich die Eingangsstufe in Verdacht, bis ich dann auf die Idee kam, die kurze Laborantenne abzutrennen, und siehe, der Brumm war weg. So wie es aussieht verstärkt der Empfänger vor allem auch einen NF-Netzbrumm, was ja eigentlich unterdrückt werden sollte. Nur wo? Zudem ist dann auch noch beim Phono-Eingang ein lautes Brummen vorhanden, wenn nicht eine sehr niederohmige Quelle angeschlossen wird. Bei dieser Einschleifung des Phonosignals komme ich sowieso nicht nach. Der Lautstärkeregler wirkt auf die Gegenkopplung aber sehr beschränkt und mit einer Verzögerung von¨über 10 Sekunden.

Besten Dank für Hinweise und freundliche Grüsse

David Pfister

Torbjörn Forsman
03.Oct.10
  2

Vielleicht schlechte Isolation zwischen Heizung und Kathode in einer der RENS1204 ? Ist es ein 50 Hz oder 100 Hz-brumm?

Betreffend dem Tonabnehmereingang, so muss die dort angeschlossene Signalquelle als gitterwiderstand funktionieren, man muss also einen widerstand parallellschalten wenn das angeschlossene Gerät einen Koppelkondensator am Ausgang hat.

Für die Probleme mit Lautstärkeregelung sollte ich zuerst die hochohmige Widerstände beim Lautstärkeregler überprüfen. Mit Dimensionierung laut Schaltbild sollte die Zeitkonstante nur etwa 0,12 Sekunden betragen (1,5 Mohm // 0,6 Mohm // 3 x 0,1 uF).

Dietmar Rudolph
04.Oct.10
  3

Im GFGF Buch "Menzel, W.: SABA, Die Produktion von 1924 - 1949, GFGF Bd. 5, 1995" ist auf S. 84 ein Sabaphon T44H 3-Kreiser wie der 44W (entspricht 41W mit stärkerer Endstufe) mit der Röhrenbestückung 1204, 1204, 664d, PH1561 benannt.

Bei den "Reparaturerfahrungen" wird darauf hingewiesen, daß für den 41W und den 44W "eine gründliche Kontrolle" der für die Lautstärkeregelung zuständigen RC-Glieder erforderlich sei. Kritisch sind danach alle Widerstände und Kondensatoren (Dielektrikum) zwischen der Anode der RENS1204 und dem 800Ω Lautstärke-Potentiometer.

Bilder vom T44H sind leider nicht vorhanden.

MfG DR

David Pfister
06.Oct.10
  4

Erst einmal herzlichen Dank den beiden Herren für die Bemerkungen und Hinweise.

Dazu folgendes: Die Röhren sind geprüft und auch ausgetauscht, was natürlich bei so alten Typen noch nichts heisst. Es ist ein 50 Hz-Brumm mit starker Verzerrung. Wenn ich den niederohmigen Messender anschliesse ist der Brumm weg und die HF-Verstärkung in Ordnung. Dann habe ich es mit einem Hochpass 1kOhm und 15 pF am Antenneneingang versucht, das hat ebenfalls nichts gebracht. Wenn die Antenne angeschlossen wird = Brumm.

Beim Tonabnehmereingang habe ich mal versuchsweise einen 1m-Ohm Widerstand eingelötet. Ohne Erfolg. Wenn man die Anode der zweiten Röhre abklemmt ändert sich auch nichts. Dieser Brumm muss also in der dritten Stufe entstehen.

Die hochohmigen Widerstände der Lautstärkeregelung resp. Gittervorspannung sind schwer erreichbar, als nächstes werde ich sehen, wie ich daran komme, ohne das schöne antike Bild zu zerstören. Dazu werden natürlich auch die Kondensatoren kontrolliert. Die drei 0.1mF-Sieb-Kondensatoren sind allerdings noch in Ordnung. Ein versuchsweiser Ersatz hat nichts gebracht.

Beim Typen muss ich leider abwinken. Ich habe mir den T44(W), der hier mit der angegebenen Rörenbestückung dokumentiert ist angesehen. Mein Chassis ist eindeutig identisch mit dem 41W. Es hat keine verstärkte Endstufe (RENS1204 und RES164).

Ich melde mich wieder, wenn die beschriebenen Widerstände und Kondensatoren geprüft sind. Das kann allerdings ein paar Tage dauern. Nochmals herzlichen Dank und Grüsse

David Pfister

David Pfister
16.Oct.10
  5

Nun bin ich zurück. Habe alle relevanten Widerstände und Kondensatoren ersetzt. Die Widerstände hatten zum Teil Abweichungen von 20 und mehr Prozent. Der Empfang ist dadurch etwas besser geworden. Allerdings ist das Grundproblem des Brumms nicht weg. Die Antenne gibt einen Netzbrumm auf den Empfänger, der bis zur Endstufe durchschlägt. Bei einigermassen gutem Sender geht er dann ganz zurück. Das war sicher nicht die Idee des Erfinders, denn das ist bei der Sendersuche z.B. auf Mittelwelle sehr unangenehm. Speziell, weil sich die Lautstärke mit dem vorgesehenen Regler, der ja die Gittervorspannungen der beiden ersten Röhren und die Anodenspannung der Dritten einstellt, nur ganz schwach regeln lässt. Die Verzögerung ist geblieben. Mehr lautstärkeabhängig ist der Einstellwiderstand der Gittervorspannung der dritten Röhre im Kathodenkreis. Der ist aber von aussen nicht einstellbar. Übrigens, der Zentrierwiderstand der Masse bei der Heizwicklung ist nicht einstellbar wie im Schema angegeben. Der Klangregler (Quetscher) funktioniert einwandfrei. Beim TA-Eingang habe ich einen 10kOhm-Widerstand eingebaut, damit ist der Brumm beim allfälligen Schalten auf Grammo - ohne Anschluss - weg.

Gemessen habe ich noch die Spannungen an den Anoden der vier Röhren: 53, 59, 20 und 195 Volt. Als Lautsprecher habe ich das Original mitbekommen (elektrodynamisch).

Nun nochmals meine Fragen:

Wie wird bei einem Mehrkreiser die Netz-Brummeinstreuung durch die Antenne normalerweise unterdrückt?

Was ist von der Lautstärkeregelung zu halten? Ist die normal oder könnte da noch ein Defekt bestehen?

Die Frontplatte aus Pressstoff ist für den Einbau in ein Holzgehäuse vorgesehen, also kein Exot. Was könnte das Gerät für ein Typ sein? (siehe Foto im ersten Post)

Besten Dank für Hinweise im Voraus. Gruss, David Pfister

 

Dietmar Rudolph
19.Oct.10
  6

Möglicherweise liegt hier der Schlüssel zur Lösung:

 

Übrigens, der Zentrierwiderstand der Masse bei der Heizwicklung ist nicht einstellbar wie im Schema angegeben.

Da die RES164 direkt geheizt wird, muß zur Unterdrückung des Netzbrumms die elektrische Mitte der Heizspannung mit Hilfe eines regelbaren Widerstandes (meist Drahtpoti ca. 50 - 100 Ω) abgeglichen werden. Dies ist eine Brückenschaltung, bei deren korrektem Abgleich am Gitter die Brummkomponente verschwindet.

Sollte das der Grund sein, ließe sich der Brumm durch einen einstellbaren "Entbrummer" beseitigen.

 

Falls das nichts bringt, könnten Sie die Brummspannung an der Anode der RES164 oszillographieren (oder über ein Multimeter mit C Ankopplung messen)  und zwar

  • ohne Antenne
  • mit Antenne bei schwachem Sender
  • mit Antenne bei starkem Sender

Möglichst in den Modulations-Pausen um festzustellen, ob sich die Brumm-Amplitude mit der HF Feldstärke ändert.

Ändert sich die Brumm-Amplitude in Abhängigkeit von der Stellung des Potis der HF-Verstärkung?

MfG DR

Boris Witke
23.Oct.10
  7

Hallo Herr Pfister,

Da der Brumm je nach Senderstärke verschieden stark ist, wäre an eine Brummmodulation zu denken, d.h. die Netzleitung wirkt als Antenne. Setzen Sie einen Entstörfilter (z.B. Fa. Schaffner) vor den Netzstecker. Besser wirkt ein derartiger Filter im Gerät am Netzeingang. Damit wird ein Eindringen von HF ins Gerät per Lichtnetz ausgeschlossen. Mit dem Erdkontakt (Filtergehäuse) kann man experimentieren, mit dem Chassis verbinden oder nur mit der Netzerde oder gar nicht.

Viel Erfolg,

Boris Witke

David Pfister
27.Oct.10
  8

Noch einmal herzlichen Dank den drei Herren, die sich bis jetzt um mein Problem gekümmert haben. Ich möchte die Reparatur jetzt abschliessen und das Gerät seinem Besitzer zurückgeben.

Hier noch die letzten Ermittlungen: Mit einem Netzfilter habe ich es probiert, das hat aber keine Wirkung gezeigt. Die beiden Widerstände zur Symmetrierung der Heizung der RES164 habe ich versuchsweise durch ein Poti ersetzt. Dabei habe ich festgestellt, dass diese Einstellung relativ unkritisch ist, d.h. ein zusätzliches Brummen trat nur an den Beiden Enden des Potis auf, was verständlich macht, dass SABA hier zwei Festwiderstände eingebaut hat. Im Ganzen hat das Phänomen durch alle Erneuerungen etwas abgenommen, insbesondere ist der Brumm auch leicht zurückgegangen, als das Bodenblech wieder aufgeschraubt wurde. Eine Brummeinstreuung über die Annäherung mit der Hand zu den Röhren ist ebenfalls nur ganz schwach hörbar, der Rest ist alles abgeschirmt. Wie schon einmal erwähnt, ist der Brumm weg, wenn keine Antenne eingesteckt ist. Ich werde dem Besitzer empfehlen, eine gute Langdrahtantenne anzuschliessen, die möglichst in der Nähe des Gerätes abgeschirmt ist. Eintreffende Sender auf LW und MW lassen den Brumm verschwinden. Der Besitzer will ohnehin eigentlich nur den Grammophon damit betreiben.

Die HF-Lautstärkeregelung ist übrigens immer noch verzögert. Lauterstellen mit bis zu zwei Sekunden, leiser stellen von voll auf zu ca. 10 Sekunden. Die Wirkung ist nur etwa 50% und auch noch Frequenzabhängig. Anscheinend hängt das Ganze mit den relativ grossen Siebkondensatoren und den hohen Widerständen in der Schwundregelung zusammen (erstes Gerät mit dieser Regelung, siehe 41W). Auf den Grammoeingang hat diese Regelung praktisch keinen Einfluss. Dieser muss also über ein separates Poti angeschlossen werden.

Schon erwähnt habe ich, dass die Schaltung des 41W einige Modifikationen gegenüber dem dort vorhandenem Schema hat. Die Siebkondensatoren, auch diejenigen über die Anodenwicklung haben z.B. eine gemeinsame Masse. Das Gerät hat einen Lautsprecher mit LS-Übertrager (ausser man würde einen magnetischen Lautsprecher anschliessen) und die Kondensatoren über die Heizwicklung fehlen. Das vorgestellte Chassis entspricht aber bildlich genau denjenigen beim 41W.

Ich möchte jetzt die Frage noch offen lassen wegen der Typenbezeichnung. Dazu habe ich noch keine konkreten Angaben bekommen. Ich möchte dann das Gerät noch anlegen.

Herzlichen Dank für die Beteiligung und freundliche Grüsse David Pfister.

 

Dietmar Rudolph
28.Oct.10
  9

Der Saba 41W hat vor dem Gitter der Endröhre eine T-Beschaltung aus 2 Stück 5nF Kondensatoren und  einem Widerstand von 1MΩ. Dieser Widerstand ist mit der Regelspannung verbunden. Die Regelspannung wird mit einem 0,1μF Kondensator gegelättet. Das ist der 4. Kondensator mit diesem Wert.

Die drei 0.1mF-Sieb-Kondensatoren sind allerdings noch in Ordnung. Ein versuchsweiser Ersatz hat nichts gebracht.

Ist dieser vierte 0,1μF Kondensator auch in Ordnung?

Diese ganze Anordnung ist sehr hochohmig und dürfte daher leicht Brumm einfangen, der dann über den Widerstand von 1MΩ unmittelbar zum Gitter der Endröhre geleitet wird. Da eine Verbindung zur Regelspannung besteht, könnte damit eine Veränderung der Lautstärke des Brumms mit der Empfangsfeldstärke zusammenhängen.

Zur Frage des Typs kann ich nur folgendes spekulieren: Das Chassis des 41W und des 44W sind von den Maßen her identisch.

Kann ausgeschlossen werden, daß bei einer früheren Reparatur das 44W Chassis mit einem 41W Chassis vertauscht wurde?

Handelt es sich damit vielleicht um einen Sabaphon T44W mit dem Chassis eines 41W?

Aufschluß darüber könnten nur noch die Daten des Ausgangsübertragers bringen, der am Lautsprecher montiert ist, falls dieser noch original ist. Die RES164 hat nominell einen Außenwiderstand von 10kΩ, während die RES664d einen Außenwiderstand von 13kΩ hat.

MfG DR

Rüdiger Walz
28.Oct.10
  10

Sind Sie sicher, dass Sie den Brumm nicht durch ein Schaltnetzteil oder eine Leuchtstofflampe in das Gerät bekommen ?

Ihre Beschreibung "Brumm mit Antenne", "kein Brumm ohne Antenne oder starken Sender" deutet darauf hin. Bei einem starken Sender regelt die Schwundregelung die Verstärkung des Gerätes herunter, daher ist der Brumm nicht mehr zur hören.

Brummmodulation tritt eher bei starken Sendern auf, aber bei Ihnen ist es gerade umgekehrt.

Ich habe diesen Effekt vor allem auf Langwelle beobachtet. In meiner Werkstatt mußte ich eine alte Leuchtstofflampe bei Langwellentests immer ausschalten um Brumm zu vermeiden. Ohne Antenne ist das Gerät abgeschirmmt und empfängt die Störung nicht. Das erklärt auch die Verringerung bei Montage des Bodenblechs.

Rüdiger Walz

Ernst Erb
28.Oct.10
  11

Schönes Standmodell mit dem Chassis 41W, das zudem auch einen original-SABA Lautsprecher-Grill zeigt. So als isolierter Thread hat der keine grosse Chance, dass das eigentliche Modell gefunden wird. Darum hänge ich es mal an den SABA 41W, was auch dem Modell selbst mehr Beachtung bringt.

Das Gehäuse sieht serienmässig aus. Das kann aber auch jemand wie Radio Steiner AG lokal als Serie in Auftrag gegeben haben. Der Plattenspieler könnte noch weitere Hinweise geben.

 
SABA; Villingen: 41W
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