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Stern 7E84

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Stern 7E84; Stern-Radio Rochlitz (ID = 574098) Radio
 
Stern 7E84; Stern-Radio Rochlitz (ID = 643203) Radio
 
Stern 7E84; Stern-Radio Rochlitz (ID = 2157155) Radio
 
Stern 7E84; Stern-Radio Rochlitz (ID = 2482059) Radio
 
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Stern-Radio Rochlitz: Stern 7E84 [Radio] ID = 1637614 800x600
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For model Stern 7E84, Stern-Radio Rochlitz, VEB, RFT, (Ostd.) - vorm. Graetz AG:
eigenes Gerät, keine eigene Sammlerseite
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Stern-Radio Rochlitz, VEB, RFT, (Ostd.) - vorm. Graetz AG
Year: 1950/1951 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 10: EF13 ECH11 EBF11 EF12 EM11 EL11 EL11 EF14 EF14 or EF12 EZ12
Main principle Superhet with RF-stage; ZF/IF 468 kHz
Wave bands Ready for FM, has Broadcast, Long Wave, several Short Wave.
Details Record Player + Tape Recorder
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 110; 127; 150; 220; 240 Volt
Loudspeaker 2 Loudspeakers
Power out
from Radiomuseum.org Model: Stern 7E84 - Stern-Radio Rochlitz, VEB, RFT
Material Wooden case
Shape Tablemodel, Box - most often with Lid (NOT slant panel).
Dimensions (WHD) 625 x 505 x 415 mm / 24.6 x 19.9 x 16.3 inch
Notes

Kombigerät anfangs mit Empfänger 7E81/E, später mit 7E81F und 7E81FU . Unter dem Deckel befindet sich ein Tonbandgerät 19 cm/s kombiniert mit einem Schallplattenabspielgerät, das laut Schaltbildbezeichnung 7E84,  nach Weiterentwicklung auch 7E84/9E95 benannt ist.
Gegentaktendstufe - 2 elektrodynamische Lautsprecher auf Frontseite.

Siehe auch Stern-Radio Rochlitz 7E81/FU (ohne Tonband/Plattenspieler).

External source of data E. Erb 3-907007-36-0
Source of data Radiokatalog Band 2, Ernst Erb
Mentioned in Kundendienstschrift Nr. 18, Stern-Radio Rochlitz
Literature/Schematics (1) -- Original-techn. papers.


All listed radios etc. from Stern-Radio Rochlitz, VEB, RFT, (Ostd.) - vorm. Graetz AG
Here you find 111 models, 100 with images and 84 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.


 


Forum contributions about this model
Stern-Radio Rochlitz: Stern 7E84
Threads: 2 | Posts: 19
Hits: 754     Replies: 0
stern-roch: 7E84 ist Empfänger 7E81 + Tonbandgerät
Wolfgang Eckardt
17.Nov.17
  1

Zu diesem Empfänger gibt es ein paar Irritationen wegen der vorgefundenen Schaltbilder. Bekannt ist ein

Schaltbild-Magnetton-Gerät 7E84,

das ein damals um 1950 übliches Tonbandgerät mit 2 Röhren (EF14 + EF12) darstellt. Daraus lässt sich nun schlussfolgern, dass es sich um ein eigenständiges TB-Modell 7E84 handeln könnte. Dem ist aber nicht so. Bisher ist noch kein solches TB als Schatulle oder Koffer bekannt, nur als Einbau-Chassis in einem Empfänger mit dem Chassis des 7E81 von Stern-Radio Rochlitz. Dieses Chassis besitzt auch kein eigenes Netzteil, nur einen Stecker mit 8-poligem Stahlröhren-Sockel für die Stromversorgung.

Erklärungsversuch: Um 1950 lief der Großsuper 7E81 in Rochlitz vom Band (häufig auch als Reparationsleistung für die Besatzungsmacht), und es gab die Forderung, auch einen leistungsstarken Empfänger mit einem Tonband auszustatten. In Rochlitz wurde ein Tonbandgerät kombiniert mit einem Plattenspieler entwickelt und auch als Einbauchassis gebaut. Das Gehäuse des 7E81 entsprach den Größenverhältnissen, und man baute das Gehäuse so um, dass das Oberteil ein hochklappbarer Deckel ist, unter dem sich das TB-Chassis befand und nannte das komplette Modell 7E84, bestehend aus dem Chassis des 7E81 (7E81F) und darüber das TB-Chassis.
Man druckte kein komplettes Schaltbild diese Radios + TB sondern gab zum Schaltbild des Empfängers (Chassis eines 7E81) nur noch ein zusätzliches mit dem TB heraus und nannte es "Schaltbild-Magnetton-Gerät 7E84" - meinte aber eigentlich "Schaltbild-Magnettton-Gerät zum Empfänger 7E84".  

Nur durch diese "Sparmaßnahme" sind die Irritationen, die das TB-Schaltbild hervorrief, zu erklären.

Eine zweite Irritation entstand nun dadurch, dass dieses TB-Chassis weiterentwickelt wurde und zusätzlich einen Löschkopf erhielt. (War damals nicht selbstverständlich!) Ein neues Schaltbild wurde herausgegeben mit veränderter Modellbezeichnung:

Schaltbild-Magnetton-Gerät 7E84 / 9E94.

Daraus ließe sich nun ebenfalls schlussfolgern, dass es ein verbessertes eigenständiges Tonbandmodell 7E84/9E94  gibt - gibt es aber nicht!

Erneuter Erklärungsversuch: Große Radios waren damals gefragt und man setzte dem 7E81 "noch eins drauf" und ein 9E91 wurde gefertigt, nun auch mit Tasten. Aus den gleichen Gründen - wie oben beim 7E84 beschrieben - wollte man diesem inzwischen auch mit UKW versehenen Empfänger auch ein Tonbandgerät einbauen. Da das im 7E84 eingebaute TB-Chassis inzwischen verbessert wurde (z.B. Löschkopf zusätzlich), nannte man den Empfänger mit dem Chassis des 9E91 + verbessertem TB-Chassis nun 9E94.
Das Schaltbild des TB erhielt eine neue Bezeichnung. Da das Chassis auch in den älteren 7E84 (7E81+TB=7E84) eingebaut werden konnte und in den neueren Empfänger 9E94 (9E91+TB=9E94), bekam es die Modellbezeichnung "Schaltbild-Magnetton-Gerät 7E84/9E94".

Und wieder gilt die gleiche Vorgehensweise der Rochlitzer: Sie gaben kein Gesamtschaltbild heraus sondern nur zusätzlich zum Schaltbild des 9E91 das Teilschaltbild des TB mit der entsprechenden Bezeichnung. Aber auch hier gilt: ein eigenständiges Tonbandgerät als Schatulle oder Koffer ist nie entstanden.
Zusätzlich muss noch angemerkt werden, das bisher auch noch kein Modell Stern 9E94 bekannt ist. Wahrscheinlich entstanden nur ein paar Geräte als Messemuster, die verschollen sind.

Fazit: Die beiden Rochlitzer Modelle 7E84 und 9E94 sind keine reinen Magnetton-Geräte - obwohl die existierenden Schaltbilder mit ihrer Beschriftung das vermuten lassen könnten - es sind Empfänger mit zusätzlich eingebautem Tonband-Chassis:

Wolfgang Eckardt

 

 

 
Hits: 6049     Replies: 17
Unbekanntes DDR-Magnetbandgerät
Michael Zirke
14.Mar.06
  1 Wer hat schon mal so ein Gerät gesehen und kann dazu etwas aussagen?

Der jetzige Kenntnisstand ist sehr bescheiden. Am Gerät selbst finden sich weder ein Fabrikschild noch sonst welche Abzeichen, die eine sichere Herstellerzuordnung ermöglichen würden. Einige bauliche Details sprechen für das Meßgerätewerk Zwönitz bzw. für Thalheim, andere wiederum deuten auf Leipzig. Unverkennbar ist die konstruktive Ähnlichkeit des Entzerrerblockes ebenso wie die Anordnung von Tonrolle, Köpfe, Kupplungen, Tonarm und des Bedienfeldes mit der späteren MTG-Serie. Die Laufwerkskonstruktion mit einem fliehkraftgeregelten Reihenschlußmotor, (Standard-Phonomotor) wie er auch im TONKO eingesetzt wurde, macht einen recht krampfartigen Eindruck - besonders auch das Kettengetriebe - und hat mit den späteren MTG´s nichts gemeinsam. Dem Bemühen um kürzesten Leitungsweg ist die absurde Position der Mikrofonbuchse geschuldet. Eine zeitliche Zuordnung wage ich mal mit 1951/52 zu treffen.

Es gibt zu diesem Exemplar keine Schatulle. Der Einbau erfolgte oberseits in einem Rochlitzer Großsuper 7 E 84 von 1952.

Wer kennt dieses Gerät, wo wurde es hergestellt und ist es auch noch in andere Radios oder Musikschränke eingebaut worden?


Mit freundlichen Sammlergrüßen.
Michael


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Wolfgang Eckardt
14.Mar.06
  2 Guten Tag Michael Zirke,

bei  diesem TB muss es sich um die Eigenentwicklung aus dem Stern-Radio Rochlitz handeln, die schon 1950/51 ein TB, ähnlich dem späteren Topas, auf den Markt bachten. Habe es noch nie original gesehen, habe aber eine Kopie eines Prospektbildes ohne weitere Unterlagen.


Die Röhren sind 2xEF14, 19,05cm/s Bandgeschwindigkeit.
Zum Gerät kann ich sonst nichts weiter sagen, nur, dass der 7E84 eigentlich schon 1950/51 existierte, da gab es noch kein MTG aus Zwönitz. Der Empfänger entspricht dem 7E81E, dessen Schaltbild ist im RM.

Viel Erfolg beim Restaurieren
Wolfgang Eckardt 
Jens Dehne
14.Mar.06
  3

Hallo Herr Zirke,

ein solches Gerät befindet sich in meiner Sammlung, dieser "Großsuper" 7E84 welcher unter dem aufklappbaren Deckel dieses Kombigerät serienmäßig eingebaut hat.

Alle o.g. Informationen von Wolfgang Eckardt zu diesem Gerät kann ich soweit bestätigen, allerdings zur Zeit auch keine weiteren hinzufügen.

Das es sich bei dem "Kombigerät Tonband / Plattenspieler" mit großer Wahrscheinlichkeit um eine Eigenentwicklung von Stern Radio Rochlitz handelt, wurde mir von verschiedener Seite mündlich zugetragen, Belege oder Beweise hierzu habe ich bislang keine finden können. Auch ist mir die genaue Typenbezeichnung dieses Einbaugerätes nicht bekannt.

Mein Gerät ist noch in einem unberührten, schlechten, nicht restaurierten Zustand, aber weitestgehend komplett. Leider steht es ziemlich weit hinten in der "Warteschlange", so dass ich im Moment nicht an das Gerät komme. Ich melde mich aber, wenn ich hierzu Neues beitragen kann.

Schöne Grüße aus Erfurt!

Jens Dehne

Michael Zirke
16.Mar.06
  4 Herzlichen Dank für die beigebrachten Mosaiksteine.

Ich muß noch etwas erklären: Dieses Gerät befindet sich nicht in meinem Besitz und der gute Freund, der es zusammen mit dem Empfänger in seiner Sammlung hat, wird es so schnell auch nicht rausrücken. Leider.

Nun gibt es noch einen Streitpunkt, dem ich nochmal nachgehen muß:
nach Aussage der Rochlitzer Kollegen wurde dieses Einbauchassis vom MGZ zugeliefert!

In Zwönitz selbst, sind zum fraglichen Zeitpunkt aber noch keine TB gebaut worden.

Dem stehen die hier gemachten Aussagen entgegen, wonach es sich um eine Rochlitzer Eigenentwicklung handelt - was auch durchaus einleuchtet. Also stellt sich erstmal die Frage, wo das Gerät montiert wurde. Hatte auch SR Rochlitz eine "verlängerte Werkbank" und wenn, wo war die?

Ich gehe erstmal weiter davon aus, von wo auch immer, daß die Chassis zugeliefert wurden. Das ändert nichts daran, daß die Entwicklung in Rochlitz erfolgte, ob aber auch dort geschraubt wurde ist nochmals zu hinterfragen.

Beste Grüße aus der Lausitz
Michael






Michael Zirke
16.Mar.06
  5 Hallo Jens,

es wäre sicherlich von großem Nutzen, wenn Sie bei Gelegenheit das Produktionsdatum Ihres Exemplares ergründen könnten. Ich denke da eher an das Radio als an das TB. Auf letzteres muß dann einfach geschlossen werden.

Beste Grüße
Michael
Michael Zirke
25.Mar.06
  6 Kurz berichten möchte ich an dieser Stelle, was sich inzwischen an Informationen ergeben hat.
Mit allergrößter Wahrscheinlichkeit wurde dieses Chassis in Stassfurt sowohl konstruiert als auch montiert und fand von dort den Weg nach Rochlitz.

Alle Rochlitzer Aussagen gehen in die Richtung, daß es eine Zulieferung war, inzwischen scheiden Zwönitz/Thalheim und Leipzig mit Sicherheit aus.

Es stehen nunmehr nur noch Stassfurt und Köpenik zur Wahl.

Den Köpenikern diese Chimäre zuzuordnen macht aus meiner Sicht keinerlei Sinn, denn dort hatte man ja zur gleichen Zeit das BPG190a auf dem Tisch.

Wie nun weiter?

Sollte die letztlich noch nicht bewiesene Zuordnung zu Stassfurt ausreichend sein um dieses Modell mit den dürftig vorhandenen Daten erstmal anzulegen oder ist es besser, damit noch zu warten?

Beste Grüße aus der Lausitz
Michael


Michael Zirke
09.Apr.06
  7 Nur ein kurzer Statusbericht, um das Thema am köcheln zu halten:

Als einzig neues kann ich berichten, daß die Röhrenbestückung beim vorliegenden Typ EF12 + EF14 ist. Das erscheint logisch und schließt lückenlos auf zu den nachfolgenden MTG-20 Chassis der Staßfurter Produktion.

Bemerkenswert und nahezu einmalig sehe ich die Realisierung der beiden Kupplungen. Unter der Annahme, daß das vorliegende Exemplar diesbezüglich vollständig ist, bestehen die gewichtsabhängigen Kupplungen nur aus den, mit rotem Wollfilz belegten Unterteilen. Das Gegenstück wird hier von der Nabe der jeweiligen Doppelflanschspule gebildet.

Kennt jemand noch ein weiteres Gerät, bei welchem eine derartige Lösung realisiert wurde?

MfG Michael

Michael Zirke
10.May.06
  8 Nun ist wieder ein Monat verstrichen und ich habe auch an anderen Fronten versucht, etwas zu diesen Apparaten in Erfahrung zu bringen. Leider bisher Fehlanzeige.

Wie soll es nun weiter gehen?

Mit 99%-iger Sicherheit wurden diese Geräte bei Sternradio Staßfurt entwickelt und montiert. Genügt das, um eine Modellanlage mit den dürftigen Daten vorzunehmen? Ich sträube mich dagegen als Hersteller "Unbekannt" einzusetzen.



Mit freundlichen Grüßen aus der Lausitz
Michael




Jens Dehne
11.May.06
  9

Hallo Michael,

das Anlegen als neues Modell ist schon OK, auch wenn es noch keinen erkennbaren Namen hat.

Ich würde es "Magnettonbandgerät" nennen und als Hersteller "Stern Radio Rochlitz" eintragen, weil der bisher einzig bekannte Literaturnachweis das im Post 2 von Wolfgang Eckardt gezeigte Prospektbild ist.

In den Bemerkungen sollte vermerkt werden, dass dieses Gerät im Großsuper 7E84 (ID-16682) serienmäßig eingebaut wurde.

Sollte später zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass der Hersteller ein anderer war, lässt sich dann immer noch ändern.

Viele Grüße aus Erfurt

 

Jens Dehne

Wolfgang Eckardt
11.May.06
  10 Hallo Jens, Hallo Michael,
 
genau die Sache mit dem Hersteller ist das Problem. Es verdichtet sich immer mehr, dass Rochlitz wirklich nur der "Einbauer" ist, das TB aber mit aller größter Wahrscheinlichkeit doch in Staßfurt entwickelt wurde, in dieser frühen Form aber noch nicht "so richtig rund lief", dann aber zum MTG weiter entwickelt wurde.

Wenn das Modell im RM angelegt wird - und das sollte  Michael auf jeden Fall machen - dann aber unter stern-stassfurt, weil ja später doch die MTG dort entstanden.
In den Bemerkungen kann man ja etwas dazu schreiben, dass "bisher nur ein Modell bekannt ist, dass in einen 7E84 von Stern-Radio Rochlitz eingebaut wurde".

Mit besten Hobbygrüßen

Wolfgang 
Michael Zirke
18.May.06
  11 Erstmal Danke an Jens und Wolfgang für Eure Tips und Hinweise.

Werde also in den nächsten Tagen dieses Teil genauso anlegen. Als Baujahr können wir uns ja nur das Radio halten denn es ist wohl wenig wahrscheinlich, daß die Rochlitzer in den blauen Dunst hinein einen Kasten zimmerten, ohne daß dazugehörige TB zu haben. Sollte man meinen.
Andererseits, wenn das Chassis des Typ 84 mit dem des Typ 81 identisch ist - ich habe das nun nicht überprüft und vertraue da mal einfach einem bekannten Jenaer Sammler:) - dann gehe ich mal davon aus, daß die Ziffer 4 nur die Gehäusebauform mit integriertem TB kennzeichnet. Es läßt mich stutzen, daß dieses schreckliche Teil soll so eine lange Bauzeit gehabt haben. Das steht irgendwie im Mißverhältnis zu den bisher gerademal 3 aufgetauchten Exemplaren.

Wie dem auch sei, da werde ich halt ein paar Fragezeichen mehr mit einbauen müssen.


Übrigens, was diese "Sparkupplungen" betrifft, habe ich Kunde von einem befreundeten Sammler der ein (vermutlich!) MTG21 besaß. Das war ja bereits von der Mechanik den Typen 22 ff. sehr ähnlich. Bis auf die Kupplungen! Das waren ebensolche einfachen Filzteller wie bei dem hier abgehandelten Vor-Vor-Läufer.

Ich setze einfach mal die Adresse in den Thread wo es um diese Kiste geht. Hoffe, daß niemand daran Anstoß nimmt.

http://www.razyboard.com/system/morethread--rundfunkmuseum-1285660-2871960-0.html

Hier habe ich nochmal größere Bilder. Vielleicht kann ich Jens damit ein bisschen anstacheln, sich mal mit seinem Exemplar - wenigsten informatorisch - zu befassen.....noch besser wäre ja eine Auslagerung;)

Freundliche Grüße nach Thüringen!
Michael

Edit:
Das Gerät ist nun angelegt, zu finden unter der Modellbezeichnung MTG01 - das hatten wir seinerzeit als Arbeitstitel so festgelegt.
Nun bleibt zu hoffen, daß Jens in den nächsten Tagen noch auf ein richtiges Typschild trifft.

mfg. MichaelZ.

GR: Zu lange Links entweder kleine Schriftgrösse oder abkürzen wie hier beschrieben.
Jens Dehne
02.Jun.06
  12

Hallo Michael, hallo Tonbandfreunde,

ich habe mich mal zu meinem Gerät (noch im Originalzustand) vorgearbeitet und ein "schnelles Foto" mit abgenommenen Plattenteller gemacht.



Ein Stromlaufplan des Magnettongerätes ist im Inneren des Radios auf der linken Seite angeklebt.

Daraus geht hervor, dass die Röhrenbestückung dieses kombinierten TB/PLsp. Gerätes 2x EF14 ist, so wie in W. Eckardts o.a. Prospektbildes. In diesem Gerät stecken auch 2x EF14.

Nicht ganz schlüssig ist für mich auch die Typenbezeichnung auf dem Plan.

Ein Gerät mit der Bezeichnung 9E94 ist mir bisher nicht bekannt.


Soweit erst einmal, viele Grüße!

Jens Dehne

 

PS: Der im Post 11 angegebene Link http://www.razyboard.com/system/morethread--rundfunkmuseum-1285660-2871960-0.html hätte mich mal interessiert, funktioniert bei mir allerdings nicht, auch konnte ich im Forum einen besagten Post nicht finden??

Michael Zirke
02.Jun.06
  13 Danke Jens, das sind ja wieder ein paar Neuheiten!

Tatsache ist, daß in einem der beiden anderen Geräte die Bestückung EF12+EF14 war.
Was jetzt natürlich besonders wertvoll ist, sind das SB und die Typbezeichnung. Bist Du schon auf sowas wie Datumscodes vorgestoßen? Wenigstens auf dem SB sollte doch was erkennbar sein. Vorne links, der Genehmigungsvermerk, kann man da was entnehmen?

Wegen dem Link: Der funktioniert erst, wenn man als Mitglied eingeloggt ist. Kein Problem, ich schalte Dir in 10 Minuten das Board frei, dann klappt das.


mfg. MichaelZ.

Jens Dehne
02.Jun.06
  14

Hallo Michael,

nein, auch unten links ist im SB für mich keine Datumsangabe zu erkennen.



Andere Datumsangaben werden eventuell erkennbar, wenn ich das Chassis ausbaue, dazu muss aber erst einer meiner großen Arbeitsplätze frei werden...

Noch interessanter (jedenfalls für mich) die Bezeichnung 9E94 ?

Schöne Grüße!

Jens


PS: Danke für die zeitweise Freischaltung, hat geklappt.

Michael Zirke
02.Jun.06
  15 Hallo Jens,

nun habe ich mir mal eben den 7E84 hier im Datenbestand angeschaut. Ist also ein "einfacher" AM-Vorstufensuper.

Der 9E94 kann folglich nur die Weiterentwicklung mit integriertem FM-Tuner sein. Das würde ich den Rochlitzern am ehesten zutrauen. Wundern würde es mich nicht, wenn der mit Mischbestückung gelaufen wäre.

Diese Nummer im letzten Bild ist ja wohl kein Genehmigungsvermerk, wie ich es erhoffte, eher ein Ordnungsmerkmal. Somit wenig dienlich. Das wird noch eine Sysiphusarbeit werden!

Freilich ist das alles nur spekulativ. Ich führe es nur an, damit klar ist wonach wir suchen müssen. Es ist davon auszugehen, daß äußerlich keine Abweichungen zum 7E84 erkennbar sind. So ein Kasten wird bestimmt in noch weniger Exemplaren über den Tisch gegangen sein.


Zu der Röhrenbestückung mit 2xEF14 würde ich vorschlagen, daß Du das erstmal als zusätzliche Bestückungsvariante beim Modell ergänzt. Nach meiner unmaßgeblichen Meinung würde ich das alleine nicht für eine neue Typanlage als ausreichend erachten. Aber darin hast Du ja weit mehr Erfahrung als ich :)


Da ich hier nunmal den Link gesetzt hatte, werde ich die Boards solange geöffnet halten, bis wir den Thread hier schließen können - es ist nicht abzusehen, daß das in Bälde sein wird. So kann wenigstens jeder Interessent die bisherigen 2 Seiten Informationen problemlos lesen.

Wie Du vielleicht gesehen hast, habe ich dort noch ein paar andere unbekannte Sachen stehen. Hochinteressant vor allem anderen die neuen Erkenntnisse zur Fa. Brause. Da kommt dann natürlich auch noch was nach. Aber schön der Reihe nach!



Ich werde nun im Umkehrschluß in meinem Thread einen Link hierher setzen. So können sich die dortigen Leser auch hier am Fortgang orientieren und ich muß nicht alles doppelt schreiben.


Danke erstmal für Deine tatkräftige Mithilfe und auf Wiederlesen!

mfg.MichaelZ.









Michael Zirke
01.Jul.06
  16 Liebe Freunde,

nach längerer Durststrecke haben sich nun wieder ein paar völlig überraschende Tatsachen offenbart die zumindest mir bis dato nicht bekannt waren - Euch sicherlich auch nicht.

Zuerst mal etwas "handfestes" - ich habe hier die Schaltbilder von den Geräten MTG 19, 20/21 und 6E64 vorliegen.

Zu letzterem: Es ist ein grundhäßlicher Schrank im Stil der 40-er Jahre. Der simple und ebenso vorsintflutlich anmutende AM-Empfänger Stern 6E64 bietet mit seiner klassischen Stahlröhrenbestückung nichts aufregendes. Die von einer EF11 angesteuerte EL12 sorgt für gute Sprechleistung an den beiden elektrischen Lautsprechern die tonsäulenmäßig in Schrankmitte angeordnet sind. Der linksseitige Rundfunkteil kann mit dem darunterbefindlichen großen und mit separater, nach vorn ausfallender Klappe verschließbaren Plattenfach komplett hinter eine schrankhohen (einschiebbaren?) Klapptür versteckt werden.

Interessant wird es auf der rechten Seite. In Höhe des Radios finden wir hier ein auf einem Auszugboden montiertes Magnetbandgerät MTG 19! Bestückung hier EF14 + EF12, Betriebsspannungen werden direkt per Stahlröhrensockel an der entsprechenden Fassung im 6E64 abgegriffen. Dieses TB besitzt keinen Löschkopf! Es verfügt über ein pultförmiges Chassis und natürlich kann ebenso ein Plattenteller für Normalrillenplatten aufgesteckt werden. Analog zur linken Seite befindet sich auch hier unter dem TB ein Fach mit Ablageständer, diesmal für Magnetbänder, daneben ein Zubehörfach für das Mikro und eine weitere Ablage darunter, die wohl dem Plattenteller bei Nichtgebrauch zugedacht ist. Das alles kann ebenso mit einer nach vorn schwenkenden Klappe separat abgedeckt werden. So entsteht ein aufgeräumter Gesamteindruck. Auch der linke Schrankteil kann über die gesamte Höhe mittels einer (einschiebbaren?) Klapptür verschlossen werden so daß lediglich die schrankhohe, mittige Schallwand frei bleibt.

Ein Bild des MTG 19 ist zu sehen, wenn man dem link im voranstehenden Beitrag folgt. Sonderbarerweise wir das dort in der Endmontage abgebildete Gerät als MTG 20 offeriert. Hat sich nun der Zeitungsredakteur vertan oder wurde ein falsches Bild zum Artikel geliefert? NOCH können wir das nicht abschließend beantworten.

Zum SB des MTG 20/21 wäre erstmal nur zu sagen, daß ich keine gravierenden Abweichungen zum MTG 19 feststellen kann. Es ist also erstmal nicht auszuschließen, daß sich die Geräte MTG20 und 21 in der gleichen optischen Erscheinung wie das MTG 19 zeigen. Mithin wäre auch das Bild von der Endmontage wirklich ein MTG 20.


Viel mehr Klarheit haben wir noch nicht!

Sicher ist, daß das MTG-22b aus dem MGZ mit der klassischen Schwungradmechanik konstruiert ist. Ebenso sicher ist, daß bei diesem Gerät "richtige" Kupplungen montiert sind. Es ist auch genauso als sicher anzusehen, daß es ein MTG mit Schwungradmechanik gab, welches noch mit den einfachen Filzkupplungen ausgestattet ist. Das 22b und folgende sind mit einem Löschkopf ausgerüstet, ebenso besitzen diese Geräte einen mittelgroßen Umlenkbolzen über dem Aufwickeltrieb und eine gleichgroße Umlenkrolle mit Schlaufenfänger über dem rechten Abwickeltrieb. Das Bild des MTG 20? aus der Endmontage läßt dagegen einwandfrei zwei große Umlenkrollen mit Schlaufenfängern, wie sie auch bei den Geräten der BG 190-Familie eingesetzt werden, erkennen. Nicht zu erkennen ist hingegen, welcherart die Bandführungselemente des MTG 19 sind.

Kommen wir nun zu den Chassis die in den Rochlitzer Geräten installiert sind:
Hier sind einwandfrei ZWEI Magnetköpfe zu erkennen! Ich gehe davon aus, daß der Kopf mit der fehlenden Mu-Metallhaube der A/W-Kopf ist und der davor montierte der Löschkopf. Anders geht es ja nicht! Die obere Leitrolle ist noch die vom MTG 20-Bild bekannte Ausführung und die Rolle am Aufwickeltrieb fehlt zur Gänze. Die Position der Mikrophonbuchse ist haarsträubend und wäre in einer Einschub-Einbauausführung nicht haltbar. Dafür sind die Typen MTG 19 und 20 viel ergonomischer konstruiert: Bedienelemente konsequent vorn!

Jens, es wäre sehr hilfreich, wenn es Dir gelänge von Deinem SB ein lesbares Ganzfoto zu schießen; die Frage wird sein, wie Du da die Kamera positionieren kannst. Mit scannen wird es ja wohl nichts werden. Die Schaltungen des MTG19 und 20/21 kann ich Dir mailen, wenn gewünscht.

Das MTG 19 als solches werde ich demnächst mal hier anlegen.


Sonnige Grüße aus der Lausitz
MichaelZ.



Link bitte im aktuellsten Posting benutzen!
Michael Zirke
16.Jul.06
  17 Nun habe ich mal unseren derzeitigen Wissensstand in einem einzigen Thread zusammengefaßt und mit entsprechendem Bildmaterial untersetzt. In dem Zuge habe ich auch auf die hier von Jens eingestellten Bilder verlinkt.In dem Zusammenhang ist es interessant, daß wir auf dem MTG20-Bild aus der Endmontage einwandfrei das an bekannter Position sitzende Typschild sehen können. Leider ist es aber nicht lesbar - was ist schon vollkommen :)An den beiden hier nun bekannten Nachfolgemodellen findet sich an dieser Stelle aber nichts dergleichen, nichtmal die Nietlöcher! Warum hatte man darauf verzichtet? Diese Frage könnte nur spekulativ beantwortet werden, was uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber wohl nicht weiterbrächte. Dennoch bleibt das wohl der Dreh- und Angelpunkt, besonders auch im Hinblick auf die im Schaltbild unter der Typbezeichnung zu lesende Artikelnummer. Deren Nomenklatur paßt so garnicht zu Staßfurt bzw. Rochlitz - oder gibt es da andere Meinungen?

Hier geht es zum Thread im RFM-Forum

Das Board lasse ich freigeschaltet damit jeder Interessent ungehinderten Zugang hat.


(Einen Link bekomme ich hier nicht zustande, der Wysiwig-Editor arbeitet mit meinem System nicht korrekt. Vielleicht könnte mir Eilert da mal ein wenig Nachhilfe geben?)
EM: Ich hoffe, ich habe es richtig gemacht ;-)
Danke Eilert, hast Du, und ich hab es eben wieder versiebt!
Aber nun ist es wieder so, wie es sein soll.....
Jens Dehne
21.Mar.07
  18

Einen weiteren Fakt kann ich nun noch bieten.

Zufällig habe ich kürzlich einen älteren Herrn bei einer Gelegenheit kennen gelernt, der ab 1948 als Entwickler bei Rochlitz in der Konstruktion tätig war. Dieser berichtete, wie er genau dieses Magnetton-Gerät damals für den 7E84 entwickelt bzw. konstruiert hat, nachdem er zuvor ein ähnliches Gerät im VEB Stern Radio Staßfurt gesehen hatte. 

Dieses Gerät sei aber, wie er sagte, eine völlige Eigenentwicklung von Stern Radio Rochlitz. An eine spezielle Typenbezeichnung konnte er sich nicht mehr erinnern....

 

Jens Dehne

 
Stern-Radio Rochlitz: Stern 7E84
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