Phonosuper "Schneewittchensarg" SK55 Ch= RC32
Braun; Frankfurt
- Paese
- Germania
- Produttore / Marca
- Braun; Frankfurt
- Anno
- 1963–1968
- Categoria
- Radio (o sintonizzatore del dopoguerra WW2)
- Radiomuseum.org ID
- 1402
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- Numero di tubi
- 5
- Numero di transistor
- Semiconduttori
- SM150
- Principio generale
- Supereterodina (in generale); ZF/IF 455/10700 kHz; 2 Stadi BF
- N. di circuiti accordati
- 6 Circuiti Mod. Amp. (AM) 10 Circuiti Mod. Freq. (FM)
- Gamme d'onda
- Onde medie (OM), lunghe (OL) e MF (FM).
- Particolarità
- Giradischi (non cambiadischi)
- Tensioni di funzionamento
- Alimentazione a corrente alternata (CA) / 110; 220 Volt
- Altoparlante
- AP magnetodinamico ellittico (magnete permanente e bobina mobile).
- Potenza d'uscita
- 3 W (qualità ignota)
- Materiali
- Vari materiali
- Radiomuseum.org
- Modello: Phonosuper "Schneewittchensarg" SK55 Ch= RC32 - Braun; Frankfurt
- Forma
- Soprammobile con pulsantiera/tastiera.
- Dimensioni (LxAxP)
- 580 x 244 x 290 mm / 22.8 x 9.6 x 11.4 inch
- Annotazioni
-
Weiss lackiertes Metallgehäuse mit Seitenteilen aus Holz (Esche-Furnier) und Acrylglasdeckel;
Phono-Chassis P2 (entspricht PS2) mit Stereo-Kristall-System ELAC KST107.
Einstellknöpfe und Tasten in graphit, Senderknopf weiss mit rotem Punkt.
Letztes Modell dieser Serie ("Schneewittchensarg" / Snow White's Coffin).Wellenbereiche: UKW 87,5-104 MHz, MW 530-1600 kHz, LW 145-340 kHz
- Peso netto
- 11 kg / 24 lb 3.7 oz (24.229 lb)
- Prezzo nel primo anno
- 438.00 DM
- Fonte dei dati
- Handbuch RFP 1963 / Radiokatalog Band 1, Ernst Erb
- Bibliografia
- Handbuch VDRG 1964/1965
- Letteratura / Schemi (1)
- -- Original-techn. papers.
- Altri modelli
-
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Elenco delle radio e altri apparecchi della Braun; Frankfurt
Collezioni
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Musei
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Discussioni nel forum su questo modello: Braun; Frankfurt: Phonosuper "Schneewittchensarg" SK55 Ch= RC32
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1 Einführung
Als Erweiterung meines Berichtes vom 30. Januar 2021 "Defekte und Reparaturansätze bei UKW - Tunern" und der ergänzenden Kommentare von Joe Sousa vom 10. Januar 2026 mit Anmerkungen zu dem von ihm favorisierten Kontaktreiniger und einem hilfreichen Link zu Frequenzdrift - Problemen beim GRUNDIG 80U, möchte ich hier über einen Fehler im UKW - Teil eines BRAUN SK55 berichten. Obwohl die Ursache des Fehlers relativ schnell klar war, hat mich dessen Beseitigung einige Zeit beschäftigt.
Der BRAUN SK55 war das letzte Modell der "Schneewittchensarg" - Baureihe und wurde zwischen 1963 und 1968 vertrieben. Da ich im Moment kein schönes Bild meines Gerätes finde, verwende ich das von Gerhard Wickern auf der RM - Modellseite hochgeladene.
Das Gerät hatte ich vor einigen Jahren von einem Freund erhalten, der es im Villenviertel von Wiesbaden aus dem Sperrmüll gerettet hatte. Mein Freund berichtete, dass es seinen sehr wohlhabenden Nachbarn gehört hatte, die es nach Erwerb modernerer Geräte seit vielen Jahren nur noch sporadisch zu Demostrationszwecken einschalteten - meist aber als dekoratives Objekt im Salon zu stehen hatten.
Das Gerät war in makellosem Zustand: keine Verletzungen der Eschenholzfurnier - Wangen, keine Kratzer auf der Plexiglasabdeckung.
Zu meiner Überraschung war das Gerät trotz der langen "Untätigkeit" prinzipiell immer noch funktionsfähig. Zu den festgestellten Problemen gehörten:
- Das Gerät liess sich zunächst nicht mehr einschalten: Grund war ein korrodierter Sicherungshalter
- Festsitzende Plattenspielerachse
- Schwergängige Regler
- Kontaktprobleme des Tastensatzes
- Fehlender MW - Empfang
- Beim Abstimmvorgang wurde der Empfang eines Senders auf UKW unter leisem Knacken plötzlich sehr schwach, manchmal setzte er auch vollständig aus. Drehte man die Abstimmung ein wenig weiter, war der Empfang des Senders wieder normal. Wieder ein wenig weitergedreht und der Empfang verschwand wieder. u.s.w. Wirklich extrem lästig! Was die Sache mysteriös machte: Der Effekt trat nur im unteren Teil des UKW - Bandes auf, also zwischen 88 MHz und ca. 96 MHz. Im oberen Teil zwischen 96 MHz und 104 MHz gab es keine Abstimm - Aussetzer.
Die Probleme 1 - 4 liessen sich nach den üblichen Methoden schnell beseitigen. Problem 5 resultierte aus Kontaktproblemen im Wellenschalter und einer fehlerhaften Lötstelle auf der Oszillatorspulenplatte.
Bei Problem (6), also dem sporadische Senderaussetzen beim Durchstimmen, handelte es sich an sich ebenfalls um keine Besonderheit. Es gibt eigentlich nur 2 mögliche Auslöser:
(a) Sporadischer Plattenschluss oder
(b) Kontaktaussetzer zwischen der am Stator befestigten Federbronze - Kontaktfeder und dem am Rotor befestigten Schleifring.
Punkt (a) ist im vorliegenden Fall sehr unwahrscheinlich, da der lichte Plattenabstand des UKW -Drehkondensators bei 0,5 mm liegt.
Die Fehlerdiagnose lief also auf Punkt (b) hinaus. Werden Geräte über sehr lange Zeiträume nicht benutzt, so bildet sich auf den versilberten Oberfächen der Wellenschalterkontakte und der Schleifkontakte des Drehkondensators unter Einfluss des in der Umgebungsluft vorhandenen Schwefelwasserstoffs eine Oberflächenschicht aus Silbersulfid Ag2S. Silbersulfid zeigt unterhalb von 177°C die elektrischen Eigenschaften eines p - Halbleiters. Seine Leitfähigkeit ist bei Zimmertemperatur sehr viel schlechter als die von metallischem Silber. Der Aufbau der Silbersulfidschicht führt also zur Einfügung eines parasitären Widerstandes in den jeweiligen Kontaktpfad.
Während dies im Vor - bzw. Zwischenkreis lediglich zu einer Bandbreitenvergrößerung mit entsprechnder Verstärkungsreduktion führt (Bandbreite x Verstärkung = constant), bewirkt es im Oszillatorkreis eine Reduktion der Schwingamplitude und damit eine Verringerung der Mischsteilheit - im Extremfall ein Aussetzen der Oszillatorschwingungen.
Während die Silbersulfidschicht bei regelmäßiger Benutzung des Gerätes durch den Schleifer zyklisch abgerieben wird, konnte sie sich im vorliegenden Fall über Jahre hinweg aufbauen, was zu den beobachteten Abstimm - Aussetzern führte Natürlich bleibt die Frage bestehen, warum die beobachteten Aussetzer ausschließlich in der unteren Hälfte der UKW - Skala auftraten. Ich vermute, dass das Gerät in den letzten Jahren seiner Benutzung hauptsächlich im oberen Frequenzbereich verwendet wurde, und die Kontakte dort zuletzt "geputzt" wurden. Aber das ist nur eine Vermutung...
Nachdem die Fehlerursache nun geklärt schien, mussten die Drehkondensatorkontakte nur noch gereinigt werden. Diese etwas umständliche Prozedur werde ich im Folgenden beschreiben und die Gelegenheit nutzen, den Aufbau der UKW - Box detailliert zu beschreiben.
2 Chassisdemontage
Die "Schneewittchensärge" von BRAUN gehören zu den Modellen, bei denen das Chassis mit vier M4 -Schrauben an Isolierblöcken unterhalb der Frontplatte aufgehängt war. Eine Reparatur ohne Ausbau des Chassis gestaltet sich in den meisten Fällen als nahezu unmöglich.
Nach Lösen der besagten Schrauben hängt das Chassis an zwei Kabelbäumen: einem zum Netztransformator und zum Plattenspieler führenden, und einem zweiten zur rückwärtigen Anschlussplatte für Antennen, Zweitlautsprecher und DIN - Aufnahme / Wiedergabe - Buchse. Die mit vier M3 Schrauben an der Gehäuserückwand befestigte Anschlussplatte wird gelöst und man kann das Chassis weit genug herausklappen um daran zu arbeiten.
Auf den folgenden Bildern hatte ich die Abdeckung der UKW - Box bereits abgenommen. Dazu später mehr.
Um den Blick auf den Drehkondensator freizugeben, wurde auch der Haltewinkel des Netzteilelkos abgeschraubt und mit Hilfe eines Kabelbinders seitlich abgehängt.
Nun versperrte nur noch die ECC85 den Blick auf den Drehkondensator (hier wurde der Abschirmkamin der Röhre bereits entfernt):
Nach Entfernen der Röhre lag der Drehkondensator zwar frei, war aber nach wie vor schwer erreichbar. Reiningungsversuche der Schleifkontakte mit Hilfe einer langen, spitzen Pinzette und mit Reinigungsmittel gertränkten Kleenex-Bäuschen wurden bald aufgegeben, da sich das Fehlerbild der aussetzenden Abstimmung nicht verbesserte.
Also wurde beschlossen, die UKW - Box auszubauen und so bei verbesserter Zugänglichkeit die Reinigungsversuche fortzusetzen.
3 Ausbau der UKW - Box
Der Ausbau der UKW - Box gestaltet sich relativ einfach.
Zunächst wird die Skala abgeschraubt und das Skalenseilrad abgezogen. Unglücklicherweise wurde letzteres aus Kunststoff gefertigt und mit einem Seegerring auf der Achse fixiert. Ohne die passende Seegerringzange ist es nahezu unmöglich, den Ring ohne Beschädigung des Skalenseilrads abzuziehen. In meinem Fall brach beim Versuch ihn abzuziehen ein Teil der Achsführung ab. Für die spätere Montage des Skalenseilrads ist der Seegerring glücklicherweise nicht zwingend notwendig. Die Fixierung kann auch mit einem Tropfen Lack erfolgen. 
Danach werden fünf Lötverbindungen geöffnet (siehe Bilder):
- Heizung (Blaue Luftdrossel)
- Zwei Antennenanschlüsse (Bandkabel)
- Anodenspannung (Durchführung roter Draht in blauem Isolierschlauch durch den Boden der Box).
- ZF - Ausgang (Koaxkabel in blauem Isolierschlauch durch den Boden der Box).
Den Anodenspannungsdraht und das Koaxkabel sollte man am Tastenaggregat ablöten, keinesfalls innerhalb der UKW - Box, da hierbei aufgrund des gedrängten Aufbaus andere Bauteile beschädigt werden können!
Nach Lösen der drei Blechschrauben, die die Box auf dem Chassis halten (rot eingekreist), kann man die Box etwas anheben und die beiden M3 Befestigungsschrauben entfernen, die die MW - LW - Oszlllatorspulenplatte auf der Rückseite des Drehkondensators halten. Bei eingebauter UKW - Box ist eine der beiden Schrauben von einem ZF - Filter verdeckt. Sie wird erst nach Lösen der Blechschrauben und Anheben der Box zugänglich.
Nun kann die UKW - Box nach oben herausgezogen werden
4 Aufbau der UKW - Box
Hier zunächst einige Aussenansichten der UKW - Box:
Die Abschirmung der ECC85 wurde als Kamin ausgebildet. Durch die Luft Konvektionsströmung bleibt die Röhre kälter und hat dadurch eine höhere Lebensdauer!.
Hier zur Erinerung noch einmal das Schaltbild des UKW - Konverters und der nachfolgenden AM - Mischstufe.
Nun einige Bilder des Innenaufbaus der UKW - Box.
"C112" ist der Drehkondensator. Seine Anschlüsse ragen in die Box hinein, wodurch stabile und kurze Verbindungen erreicht wurden.
Interessanterweise wurden zwei verschieden Typen von Widerständen eingesetzt:
Für den Kathoden - und Gitterwiderstand der ersten, in Gitterbasisschaltung betriebenen Triode wurden Standard - Kohleschichtwiderstände des Herstellers Beyschlag eingesetzt.
Bei allen anderen Widerständen handelt es sich um induktivitätsarme Kohlemasse - Typen des Herstellers VITROHM - siehe auch hier. Letztere tendieren leider dazu, über längere Zeiträume ihre Werte zu ändern. Selbst dann, wenn die Widerstandswerte etwas außerhalb der Toleranzgrenzen liegen, sollten sie nicht leichtfertig durch andere Widerstandstypen ersetzt werden, weil sich dadurch die Kreis - und Brückeninduktivitäten im Bereich der Oszillatortriode mit schwer abschätzbaren Folgen ändern können.
Hier noch einige Detailbilder der Verdrahtung (die Durchtrittspunkte der Drehkondensatoranschlüsse sind wieder farbig eingekreist):
Abschließend noch zwei Bilder zur Deckel - Befestigung. Beim GRUNDIG 80U hatte es ja infolge von "Aluminium - Fließen" Probleme mit der Langzeitstabilität des Deckelkontakts mit der Box gegeben. Dies hat man hier durch eine geschickte Konstruktion vermieden.
:
Der Deckel wurde zur Verbessereung der Biegesteifigkeit seitlich gefalzt und läuft auf der Unterseite in zwei Lachen aus, die in entsprechende Schlitze in der Box eingreifen. Auf der Oberseite wird der Deckel mit der Box verschraubt. Gute Kontaktgabe resultiert aus einem Konstruktionstrick: Der Deckel wurde etwa auf der halben Höhe mit zwei Sicken versehen, die leicht federnd auf den Rand der Box drücken und somit guten und dauerhaften Kontakt gewährleisten.
5 Betrieb der UKW - Box im ausgebauten Zustand
Im Folgenden wurde die ausgebaute UKW - Box mit einem externen Netzgerät betrieben. Das Koaxialkabel der ZF - Auskopplung wurde hierbei über eine kurze twisted-pair Leitung an die Anschlusspunkte am Tastenaggregat geführt und die Box mit Uf = 6,3 V und Ua = 165 V (siehe Schaltbild) betrieben. Der gemessene Anodenstrom entsprach recht genau dem im Schaltbild angegebenen Sollwert von 9 mA.
Die im Gerät vorgefundene ECC85 hatte übrigens die ELCOMA - Kennung: "tU5 - Δ4C4". Sie wurde also von PHILIPS / Heerlen in der 4. Woche März 1964 hergestellt. Obwohl es sich vermutlich um die Originalbestückung handelte, zeigte die Röhre beim Test auf FUNKE W20 noch 100 % Emission!
Nun wurden die Reinigungdversuche fortgesetzt. Zunächst wurden die Schleifkontakte mit einem Silberputzmittel behandelt, wie es auch für Silberbesteck und Münzen etc. verwendet wird. Mit "Hagerty Silver Bath" hatte ich in der Vergangenheit sehr positive Erfahrungen gemacht. Nach einigen Minuten Einwirkungszeit wurden die Kontakte mit Äthanol gewaschen. Die Abstimmaussetzer waren zwar weniger häufig aber immer noch untragbar.
An diese Stele verliess mich die Geduld und ich beschloss, den Drehkondensator - Rotor auszubauen und die Schleifkontakte näher zu inspizieren.
6 Demontage des Drehkondensators
Bevor man sich zu dieser Aktion entschliesst sollte man sicher sein, dass man die nötige Geduld aufbringt!
Der Drehkondensator des SK55 hat nämlich eine spezielle Bauform. Normalerweise wird als Rotor - Gegenlager eine Schraube (Justierschraube) mit Kontermutter verwendet (Bild rechts).
Da beim SK55 die MW-LW - Oszillator - Spulenplatte auf der Rückseite des Drehkondensators befestigt ist, fehlte der Platz für die Kontermutter. Um sich gegen eine Lockerung der Justierschraube und die damit einhergehende Verschiebung der Rotorachse abzusichern, hat man das Schaubengewinde mit Lack gesichert. Das führt dazu, dass für das Enfernen der Schraube ein sehr hohes Drehmoment erforderlich ist! Nur mit einem sehr gut passenden Schraubendreher hat man hier Erfolg!
Bevor die Justierschraube herausgedreht wird , muss man daran denken, den Rotor voll auszudrehen - also auf minimale Kapazität. Vergisst man diesen Zwischenschritt, stossen die Rotor- an die Statorplatten und der Rotor lässt sich nicht mehr bewegen!
Nach dem Herausdrehen der Justierschrauben kann man nun den Rotor etwas herausklappen und aus dem Stator herausziehen. Bei diesem Schritt muss man darauf achten, dass die hintere Zentrierkugel und die 9 Kugeln (2,5 mm Ø ) des vorderen Kugellagers nicht verlorengehen.
Hier einige Bilder deszerlegten Drehkos:
Wie man auf den Bildern sieht, haben die Scheiferfedern trotz der vorherigen Behandlung immer noch schwarze Beläge. Etwas besser sehen die Schleifringe des Rotors aus:
Während der Schleifring des Zwischenkreisespakets schon recht sauber aussieht, hat der des Oszillatorpakets infolge der schlechten Zugänglichkeit im eingebauten Zustand, noch dunkle Beläge.
Nach erneuter Behandlung mit dem bereits erwähnten Silberputzmittel, waren dann alle Beläge auf den Kontaktflächen beseitigt:
Der komplizierteste Arbeitsschritt folgt nun: der Wiedereinbau des Rotors. Leider kann man die 9 Kugellager - Kugeln nicht als erstes in die Lagerschale legen und danach die Rotorachse einfädeln. Die Achse passt nicht hindurch weil die Kugeln im eingebauten Zustand in einer Ringnut (Verjüngung) der Rotorachse liegen.
Man muss also so vorgehen, dass man zunächst die 9 Kugeln, mit sehr viskosem Lagerfett auf der Ringnut der Achse fixiert, damit sie bereits in ihrer korrekten endgültigen Position sitzen. Danach fädelt man die Achse in die Lagerschale im Stator ein und zentriert sie mit der rückwärtigen Justierschraube. Auch die Kugel in der Justierschraube sollte man mit diesem Fett fixieren, damit sie beim Zusammenbau nicht versehentlich herausfällt.
Die korrekte Position der Justierschraube erkennt man daran, dass der lichte Abstand zwischen Rotor- und Stator - Blechen beim UKW - Drehkopaket bei exakt 0,5 mm liegt. Wer ein gutes Augenmaß besitzt, erkennt natürlich wann das Rotorblech symmetrisch zwischen den Statorlblechen liegt. Ich habe meinem Augenmaß nicht getraut und eine Fühlerlehre verwendet.
7 Schlussbemerkungen
Nachdem alles wieder zusammengebaut war, funktionierte das Radio wieder problemlos ohne Aussetzer bei der UKW - Abstimmung. Natürlich könnte man sich fragen, ob sich der ganze Aufwand eigentlich gelohnt hat - immerhin funktionierte das Radio auch schon vorher. Die meisten interessanten Sender im Raum Karlsruhe liegen eigentlich sowieso oberhalb der Bandmitte.
Im Grunde genommen ging es mir nur darum zu zeigen, dass man manchmal mit noch anderen unangenehmen Fehlern konfrontiert wird, als mit denen, die Joe Sousa und ich in meinem früheren Bericht angesprochen hatten. Aber mit etwas Geduld kann man auch diese aufspüren und beseitigen.
Nur Mut!
Harald Giese
Harald Giese, 18.Apr.26
Aus dem Lagerbestand einer Radio-FS-Werkstatt bekam ich eine Anzahl von Ersatz-Nadeln geschenkt. Leider war der gesuchte Ersatz-Saphir für den Plattenspieler im SK55 nicht dabei, dafür aber fünf Tonacord ELAC SNM 106. Diese Saphire sind mechanisch ähnlich wie im KST 107 aufgebaut, die Möglichkeit auch 78er Platten abzutasten wird hier nicht beachtet. Die folgenden Fotos zeigen, wie dieser Saphir als Ersatz dienen kann. Zu beachten ist, dass bei diese Arbeit sehr vorsichtig vorgegangen werden muss, damit der Nadelträger nicht beschädigt wird.
Klammer abziehen

Nadelträger abnehmen

Nadel vorsichtig drehend abziehen

Neue Nadel vorsichtig abschälen

In diesem Fall musste mit einem 2mm Bohrer aufgebohrt werden

Neue Nadelträger leicht mit Kleber benetzen und
rechtwinklig mit dem M-Saphir einsetzen

Fertig zum Einsetzen

Heinz LUCAS, 06.Dec.23
Wertes Forum,
ich finde den Fehler nicht und bitte um Unterstützung. UKW ist sehr schwach zu empfangen.
Geprüft sind alle Röhren, ZF ist abgeglichen, Spannungen in diesen Stufen entsprechen den Angaben im Schaltbild.
Die Spannung an pin 6 der ECC85 beträgt nur 77V, laut Plan sollen es 125V sein.
Wo könnte der Fehler liegen?
Heinz Lucas
Heinz LUCAS, 10.Jun.25
Liebe Forumsleser,
zur Zeit habe ich einen "Schneewittchensarg" SK55 auf dem Reparaturtisch, bei dem sich der Plattenspieler (Chassis P2, entspricht Tischgerät PS2) nicht einschalten lässt.

Plattenspieler Braun P2 unterhalb des Plattentellers
Nach Abnehmen des Plattentellers war die Ursache schnell gefunden: Eine Haarnadelfeder fehlt. Sie bewegt die beiden übereinanderliegenden Pertinax- bzw. Pappscheiben gegenläufig, wenn der Tonarm zum Starten nach aussen geschwenkt wird oder sich das Laufwerk nach Ende der Platte abstellt. Die untere (helle) Scheibe trägt die Netzschalter-Kontakte und den NF-Kurzschliesser.

Bei den roten Markierungen wird diese Feder eingehängt.
Frage: Wer kann bei seinem Exemplar des P2 Laufwerks (auch verbaut in Modell TC20 oder dem Tischplattenspieler PS2) mal nachsehen, wie diese Feder aussieht. Dazu ist keine Demontagearbeit nötig, einfach den Plattenteller abnehmen. Nützlich wäre ein Foto der ausgebauten Feder als Vorlage zur Anfertigung. Falls sogar jemand ein Ersatzteil-Laufwerk des P2 übrig hat hat, wäre die ausgebaute Feder die beste Lösung. Auch die Tonarmstütze (klarer Kunststoff, leider zerbrochen) würde bei dieser Gelegenheit gesucht.
Viele Grüße
Bernhard Nagel
Bernhard Nagel, 01.Jun.10





























