radiomuseum.org
Please click your language flag. Bitte Sprachflagge klicken.

S106U 1941

S106U; Siera; Belgien (ID = 133965) Radio
S106U; Siera; Belgien (ID = 2058067) Radio S106U; Siera; Belgien (ID = 2058074) Radio
S106U; Siera; Belgien (ID = 2058069) Radio S106U; Siera; Belgien (ID = 2058070) Radio
S106U; Siera; Belgien (ID = 2058068) Radio S106U; Siera; Belgien (ID = 2058071) Radio
S106U; Siera; Belgien (ID = 2058072) Radio S106U; Siera; Belgien (ID = 2058073) Radio
S106U; Siera; Belgien (ID = 133957) Radio S106U; Siera; Belgien (ID = 133959) Radio
Use red slider bar for more.
S106U; Siera; Belgien (ID = 2058067) Radio
Siera; Belgien: S106U [Radio] ID = 2058067 1400x887
Select picture or schematic to display from thumbnails on the right and click for download.
For model S106U 1941, Siera; Belgien
 
Country:  Belgium
Manufacturer / Brand:  Siera; Belgien
Year: 1941 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 4: UCH21 UCH21 UBL21 UY21 or UY1N
Main principle Super-Heterodyne (Super in general); ZF/IF 452 kHz; 2 AF stage(s)
Tuned circuits 6 AM circuit(s)
Wave bands Broadcast and Short Wave (SW).
Details
Power type and voltage AC/DC-set / (110); 125; (200); 220 : see notes Volt
Loudspeaker Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil) / Ø 13 cm = 5.1 inch
Power out
from Radiomuseum.org Model: S106U [1941] - Siera; Belgien
Material Bakelite case
Shape Tablemodel, Mantel/Midget/Compact up to 14" width, but not a Portable (See power data. Sometimes with handle but for mains only).
Dimensions (WHD) 245 x 160 x 130 mm / 9.6 x 6.3 x 5.1 inch
Notes
2 Band reception:
  • BC: 192 - 575 m.
  • SW: 15 - 50 m.
Tuning scale light bulbs type: Neon bulb
Loudspeaker Philips type 9668. No connectors for second loudspeaker or pick-up. 
 
The mains voltage selector has only 2 positions: 125 and 220 Volt. To select 110 or 200 Volt, R38 has to be shorted and the labels on the selector switch have to be exchanged.
 
There is also a later version S106U [1945], in a cabinet with ventilation slots and a scale with the radio station "Herrijzend Nederland". This radio station started its transmissions in October 1944 (after Belgium and the southern part of the Netherlands were liberated) and closed in January 1946.
The station scale of the S106U [1941] is provided with the code number A1 897 78.0, whereas model S106U [1945] carries the later code number A3 217 21.0.
 
This radio is comparable with models Philips 204U and NSF H126U [1941].
 
Attention: chassis connected to the mains
Net weight (2.2 lb = 1 kg) 2.7 kg / 5 lb 15.2 oz (5.947 lb)
Collectors' prices  
Mentioned in - - Manufacturers Literature (Siera memento of tubes and models 1932-1946)
Literature/Schematics (1) -- Schematic
Literature/Schematics (2) Radio Historisch Tijdschrift, Juni 2018

Model page created by Hans-Dieter Haase † 5.2.18. See "Data change" for further contributors.



All listed radios etc. from Siera; Belgien
Here you find 429 models, 386 with images and 161 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.



 


Forum contributions about this model
Siera; Belgien: S106U
Threads: 1 | Posts: 3
Hits: 1915     Replies: 2
siera: S106U (S 106 U); Restaurationsbericht
Hans-Dieter Haase † 5.2.18
21.Aug.05
  1

Befund:
Das Gerät befand sich in einem schlechten und umgebauten Zustand. Die Entscheidung für den Erwerb war die Tatsache, dass es sich um die KW-Version des Kommissbrotes handelte.

Die linke Gehäuseseite war auf der gesamten Breite gerissen, die Lautsprecherbespannung war zerschlissen, die Endstufe war auf UL84 (einschl. Fassung) umgebaut worden, ein zusätzliches Wärmeleitblech war eingebaut, zusätzliche Lüftungslöcher waren in die Gehäuseunterseite gebohrt, Gummipuffer waren unter das Gehäuse geschraubt, die Gummiisolation der Verdrahtungsdrähte war verhärtet und zerbröselte bei der geringsten Berührung, der 55 Ohm-Teil des Vorwiderstands im Heizkreis war entfernt worden und durch einen separaten Drahtwiderstand ersetzt, der Drehko hatte einen nicht zu beseitigenden Plattenschluss durch ausgeschlagene Rotorlagerung, die Glimmlampe zur Betriebsanzeige war durch eine 220V-Type ersetzt (mit der entsprechenden Schaltungsänderung), das Lautstärke-Poti war durch Reparaturversuche stark beschädigt, die Netzzuleitung war eine moderne PVC-Leitung mit Schukostecker, Rückwand verrostet, Antennenbuchse ausgebrochen.
Das Gerät spielte sehr leise mit häufigen Aussetzern beim Abstimmen, starke Krachgeräusche beim Betätigen des Lautstärke-Potis, ca. 265 mA Stromaufnahme und Gerüche von verbranntem Staub.
Soweit die Bestandsaufnahme, ich habe hoffentlich nichts vergessen.

Ausgeführte Arbeiten:
Alle og. Mängel wurden behoben.
Die Schaltung wurde wieder auf UBL21 zurückgebaut und alle nicht zur Originalschaltung gehörenden Komponenten entfernt.
Am schwierigsten war die Reparatur des Drehkos. Hier musste eine mit Schraube und Kontermutter justierbare rückseitige Rotorlagerung eingebaut werden. Anders ließ sich der Plattenschluss nicht beseitigen.
Ebenfalls musste das Lautstärke-Poti ausgewechselt werden, da es nicht mehr zu reparieren war. Da die üblichen Potis im Gegensatz zum Original Zentralbefestigung besitzen, musste hier ein Befestigungsblech mit 10mm-Bohrung eingelötet werden.
Da bei den meisten Verdrahtungsleitungen die Isolation zerbröselte, wurden diese aus Betriebssicherheitsgründen ebenfalls ausgewechselt.
Der 55 Ohm-Widerstand im Heizkreis wurde durch eine kleinere Bauform ersetzt und der besseren Optik wegen unter das Chassis verlegt.( Ein Original des gesamten Widerstandes mit Abgriffen war leider nicht zu beschaffen).
Der zerschlissene Lautsprecherstoff wurde mit beigefarbenem Sprühlack (Rostschutzfarbe, matt) stabilisiert. Das Abschirmblech war nicht sauber zu bekommen. Es wurde deshalb mit Stahlwolle abgeschliffen und mit Zinkspray gespritzt.
Bei der Netzzuleitung wurde der Schnürsenkeltrick angewendet, da gerade keine passende textilumsponnene Leitung vorhanden war.
Der Doppel-Elko im Netzteil war früher schon einmal ausgewechselt worden und konnte beibehalten werden.
Erstaunlicherweise waren die schwarzen Blockkondensatoren vom Isolationswiderstand her ok und konnten belassen werden.
Abgleichversuche wurden nicht vorgenommen, da Skaleneichung und Empfangsleistung in Ordnung waren. Lediglich der nichtoriginale Keramiktrimmer im MW-Vorkreis wurde gegen einen bei diesen Geräten üblichen Drahttrimmer ausgetauscht.
Das Gehäuse wurde einer Radikalkur im Geschirrspüler unterzogen. Der Riss wurde mit Sekundenkleber geklebt und die Löcher auf der Unterseite mit eingefärbtem Kunstharzspachtel verschlossen. Zum Schluss wurde das ganze mit Autopolitur poliert.
Die Rückwand wurde entrostet, neu gespritzt und eine neue Antennenbuchse eingesetzt

Die folgenden Fotos zeigen den Zustand links vor und rechts nach der Restaurierung/Reparatur:

 

 

 

 

 

 

  






































































Ein so restauriertes Gerät befindet sich natürlich nicht mehr im Originalzustand, aber das war es vorher erst recht nicht. Andere Restauratoren mögen zu anderen Ergebnissen kommen. Meine Bemühungen zielen im Allgemeinen darauf ab, ein betriebsfähiges und betriebssicheres Gerät zu erhalten, welches optisch weitestgehend dem Original entspricht. Dabei zu berücksichtigen ist, dass die erforderlichen Materialien auch in einer endlichen Zeit zu beschaffen sind. Kompromisse müssen also immer gemacht werden.

Hans-Dieter Haase

Hans-Dieter Haase † 5.2.18
28.Aug.05
  2

Nach dem Prinzip der größten Gemeinheit kommt es ja meistens noch schlimmer.
Nach dem Einbau in das Gehäuse und anschließender Funktionsprüfung zeigte sich auf Mittelwelle nur leiser und verzerrter Empfang, der dann ganz aussetzte. Kurzwelle war nicht betroffen aber hier ergab sich beim Abstimmen auf einen Sender ein Heulton (akustische Rückopplung auf den Drehko).
Also das Ganze wieder ausbauen und nun doch richtig in die Schwingkreise einsteigen. Die im RM bei der Philips 204U hinterlegten Pläne waren bei der Identifizierung der Spulenanschlüsse eine große Hilfe.
Der Drehko wurde nochmals ausgebaut. Es zeigte sich, dass das Rotorpaket immer noch etwas verzogen war und außerdem nicht genau mittig justiert war. Hierdurch ergeben sich erhebliche Kapazitätsverwerfungen. Außerdem stimmte die Kapazität des Padding-C's nicht. Hier war statt 400pF ein 250pF-Kondensator  eingebaut.
Die Korrektur dieser Fehler und ein Abgleich brachte auf Mittelwelle aber immer noch keine Abhilfe. Es blieb leiser verzerrter Empfang.
Es wurden alle Bauteile in der Mischstufe und im Oszillator überprüft und alle Spannungen und der Gitterstrom des Oszillators gemessen. Auch hier ergaben sich keine Auffälligkeiten. Erst durch Zufall, beim Messen der Anodenspannung des Oszillators und gleichzeitiger Betätigung der Abstimmung, stellte sich lautstarker Empfang auf Mittelwelle ein.
Eine Verstimmung des Oszillators, die auch auftrat, hätte ich erwartet aber keine gravierende Verbesserung des Empfangs. Der versuchsweise Einbau eines Dämpfungswiderstandes brachte keine Änderung, aber der Einbau eines Kondensators von der Anode des Oszillators nach Masse brachte den Erfolg. Die optimale Größe dieses Kondensators betrug 16 pF.
Das Ganze ist natürlich unbefriedigend, aber wurde erst einmal so belassen. Möglicherweise ist ja die MW-Oszillatorspule nicht in Ordnung, aber diese auszubauen und den Becher zu öffnen habe ich nicht gewagt. Hier kann man nur etwas verschlimmbessern. Vielleicht kann mir ja jemand noch einen Tipp geben.

Hans-Dieter Haase

Ernst Erb
26.Feb.18
  3

Da wir zu jener Zeit die Beitragsaufrufe noch nicht zählten, interessiert es mich anlässlich des Nachrufs für OM Hans-Dieter Haase, wie das bei seinem Beitrag von 2005 gelaufen ist. Die Zählung lief erst einige Jahre danach, also sind die Zahlen (unten rechts) auch nur entsprechend der "späteren Zeit".

OM Haase ist viel zu früh von uns gegangen. Hier kann man aber sehen: Unsere Werke bleiben - und das einzige was uns "danach" ausmacht, sind unsere Taten in Erinnerung anderer Menschen und unsere Werke, die andere sehen, hören oder erfahren können.

 
Siera; Belgien: S106U
End of forum contributions about this model

  
rmXorg