• Jahr
  • 1939/1940
  • Kategorie
  • Rundfunkempfänger (Radio - oder Tuner nach WW2)
  • Radiomuseum.org ID
  • 5003

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 Technische Daten

  • Anzahl Röhren
  • 6
  • Hauptprinzip
  • Superhet allgemein; ZF/IF 477 kHz
  • Anzahl Kreise
  • 6 Kreis(e) AM
  • Wellenbereiche
  • Langwelle, Mittelwelle und Kurzwelle.
  • Betriebsart / Volt
  • Wechselstromspeisung / 110; 125; 150; 220; 240 Volt
  • Lautsprecher
  • Dynamischer LS, keine Erregerspule (permanentdynamisch)
  • Material
  • Gerät mit Holzgehäuse
  • von Radiomuseum.org
  • Modell: Imperial 60WK - Stassfurter Licht- und
  • Form
  • Tischgerät-gross, - Querformat (breiter als hoch oder quadratisch).
  • Abmessungen (BHT)
  • 606 x 365 x 300 mm / 23.9 x 14.4 x 11.8 inch
  • Bemerkung
  • Tonblende mit ZF-Bandbreitenregelung.
    Mit gleichem Modellnamen und fast unverändertem Aussehen baute Stern-Radio Staßfurt das Gerät Imperial 60WK 1947/48 mit veränderter Schaltung.
  • Nettogewicht
  • 15 kg / 33 lb 0.6 oz (33.04 lb)
  • Originalpreis
  • 279.00 RM
  • Schaltungsnachweis
  • Lange+Schenk+FS-Röhrenbestückung
  • Bildnachweis
  • Das Modell ist im «Radiokatalog» (Erb) abgebildet.

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 Forum

Forumsbeiträge zum Modell: Stassfurter Licht-: Imperial 60WK

Threads: 2 | Posts: 6

In den Radio-Modellen des Jahrgangs 1939/1940 hat sich (fast) allgemein die NF-Gegenkopplung durchgesetzt. So auch beim Staßfurt J60WK.

 

Die Gegenkopplung führt von der Anode der EL11 über 100pF und ein T-Glied, bestehend aus zwei 2 MΩ Widerständen, einem Serien-Kondensator von 100 pF und 50 pF gegen Masse, dann über den 20 nF Koppel-Kondensator und den 10 kΩ Widerstand zum Gitter der EL11.

Als "Vorwiderstand" von der Anode der EBF11 dient die Parallel-Schaltung von 200 kΩ mit 500 pF.

 

Regelungstechnisch kann diese NF-Gegenkopplung wie folgt dargestellt werden.

 

Aus der Regelkreis-Struktur geht sofort hervor, daß es sich dabei um eine Höhen-Anhebung handelt, verbunden mit einer Baß-Anhebung durch Ca.

Das macht sich am Klang des Radios bei Betrieb mit einem "Heimsenderchen" sehr positiv bemerkbar.

Insgesamt hat der Staßfurt J60WK einen sehr ausgewogenen Klang.

Da das Gerät nun schon fast 80 Jahre alt ist, mußten trotz "artgemäßer Haltung" alle Koppelkondensatoren und fast alle sonstigen Papier-Kondensatoren, sowie fast alle Elkos getauscht werden. Die Koppelkondensatoren hatten zu große Leckströme und deswegen einen zu geringen Gleichstrom-Widerstand ( <107 Ω).

 

Die Fotos zeigen die Chassis-Unterseite links mit den alten (schwarzen) Papierkondensatoren und rechts mit den Ersatz-Kondensatoren.

Die ZF-Filter benötigten einen geringen Nach-Abgleich.

Anmerkung:
Die Spulen für KW (Vorkreis und Oszillator) liegen frei zugänglich in der unteren Hälfte der Verdrahtung. So war es ggf. sehr einfach so ein Radio zu "kastrieren", damit auf KW keine "Feindsender" während des 2. Weltkrieges abgehört werden konnten.

MfG DR

Dietmar Rudolph † 6.1.22, 23.Jan.18

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Kürzlich restaurierte ich dieses Gerät. Dabei fiel auf, dass der Vorwiderstand, der das Schirmgitter der EL11, der E(C)H11 versorgt und über weitere Widerstände weiter zum g2 der EBF11 und zum weniger empfindlichen System der EM11 führt, durchgebrannt war. Dehalb war sein Wert nicht mehr erkennbar. Unter Vorbehalt ergab eine Messung 40 kOhm. Durch diesen Widerstand fließen ca. 4 mA. Laut Schaltplan liegen nach diesem R noch ca. 90 Volt an, so dass ca. 160 Volt abfallen müssten. So würde ein Widerstand von 40k genau richtig sein.

Nun zur Frage:

In allen Schaltplänen des 60WK/GWK (auch in der Variante alt/neu) lese ich immer einen Wert von 10 kOhm. Wenn das so wäre, würde allerdings der Spannungsabfall an diesem 1/4 weniger sein. Eine viel zu hohe Schirmgitterspannung wäre die Folge. Messtechnisch lässt sich das leicht überprüfen. Offensichtlich hat sich also in allen Schaltplanvarianten der Fehler 40k <-> 10k eingeschliffen (die Ziffer 4 ist auch optisch der 1 ähnlich). Besitzt jemand einen "fehlerfreien Plan" (oder liegt der Fehler bei mir)?

Viele Grüße

Stephan Lakomy

Stephan Lakomy, 30.May.18

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