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Tefifon T574 Ch= T5717

Tefifon T574 Ch= T5717; Tefi-Apparatebau; (ID = 2114176) Radio
 
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Tefifon T574 Ch= T5717; Tefi-Apparatebau; (ID = 2331183) Radio
Tefi-Apparatebau;: Tefifon T574 Ch= T5717 [Radio] ID = 2331183 1400x1341
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For model Tefifon T574 Ch= T5717, Tefi-Apparatebau; Porz bei Köln:
Gerät steht im "Das Rundfunkmuseum" in Cham
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Tefi-Apparatebau; Porz bei Köln
Year: 1957/1958 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 7: ECC85 ECH81 EF89 EABC80 EM85 EL84 EZ80
Main principle Super-Heterodyne (Super in general)
Wave bands Broadcast, Long Wave and FM or UHF.
Details Other Recorder/Player; Radio Control (+Remote Wire etc)
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 110-240 Volt
Loudspeaker 4 Loudspeakers
Power out
from Radiomuseum.org Model: Tefifon T574 Ch= T5717 - Tefi-Apparatebau; Porz bei
Material Wooden case
Shape Tablemodel, Box - most often with Lid (NOT slant panel).
Dimensions (WHD) 700 x 380 x 310 mm / 27.6 x 15 x 12.2 inch
Notes Schallbandspieler KC1, Drucktasten-Klangregister. Jentsch Chassis T5717.
Net weight (2.2 lb = 1 kg) 18.4 kg / 40 lb 8.5 oz (40.529 lb)
Price in first year of sale 598.00 DM
Collectors' prices  
External source of data E. Erb 3-907007-36-0
Source of data Radiokatalog Band 2, Ernst Erb
Mentioned in Tefifon, Das; Herbert Jüttemann


All listed radios etc. from Tefi-Apparatebau; Porz bei Köln
Here you find 109 models, 96 with images and 96 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.




 


Forum contributions about this model
Tefi-Apparatebau;: Tefifon T574 Ch= T5717
Threads: 1 | Posts: 8
Hits: 5910     Replies: 7
tefi: Reparaturbericht
Franz-Josef Haffner
10.Jan.07
  1

Dieses Chassis eines Tefi 574 bekam ich aus Koblenz zur Instandsetzung. Das Gehäuse verblieb in Koblenz zur Überarbeitung, um das Laufwerk KC1 kümmerte sich ein Bekannter (u.a. Austausch des Tonabnehmerkristalles).

Erst war mal eine Grundreinigung fällig mit Zahnbürste und Soda Reiniger. Die Roststellen interessierten mich im Moment mal noch nicht.
Dann formierte ich die Netzteilelkos. Das helle Leuchten der Formierungslampe über mehr als 1 Stunde zeigte das das Gerät viele Jahre nicht mehr in Betrieb war.

Ich wagte nun das erste Einschalten über eine Vorschaltlampe und erst mal ohne Gleichrichterröhre. Die Vorschaltlampe signalisierte einen Kurzschluss auf der Primärseite des Netztrafo.
Zur weiteren Diagnose klemmte ich einen Fremdtrafo an. Dazu musste ich beide Heizkreise zusammenfassen sowie mangels Mittelanzapfung auf Einweggleichrichtung umbauen.

Es war kein Ton zu hören. Messungen an der EL84 zeigten normale Werte, und beim Messen an g1 gab es auch ein leises Brummgeräusch.
Am TA Eingang ergab der Brummtest nur ein sehr leises Brummen.
Ich überprüfte die Spannungen an der Triode der EBAC80. Dort fehlte die Anodenspannung. Die Widerstände in der Siebkette zur Anode waren in Ordnung, aber der 0,5yF Kondensator hatte Kurzschluss.
Nach dessen Austausch kamen die ersten, hauptsächlich krachenden, Geräusche. Ich reinigte Tastensatzkontakte und Röhrenfassungen. An der ECH81 hatte ich keinen Erfolg und musste eine neue Fassung einbauen.
AM funktionierte nun zufriedenstellend, auf UKW kam nur Radio Salü auf 101,7 MHz. Nach Austausch der ECC85 gesellten sich dann auch tiefer liegendere Sender dazu. Nach etwas Abgleicharbeit war der Empfang optimal.

Das magische Auge EM85 leuchtete nicht. Der Anodenwiderstand (500kOhm) hatte Unterbrechung. Trotzdem war aber auch die Röhre verbraucht. Eine Austauschröhre stand mir nicht zur Verfügung. Also verkabelte ich um auf EM80.

Nun konnte es an die Schönheitsarbeiten gehen wie Entrosten und Lackieren des Skalenhintergrundes,

 und Aufziehen der beiden Skalenseile, was auch ohne Vorlage ganz gut klappte.

Dann der Austausch der restlichen verdächtigen Kondensatoren.

Es bleibt mir ein Rätsel warum auf diesem weiträumigen Chassis mit so viel Leerraum die EL84 auf einem extra anmontierten Winkelblech plaziert wurde. Auf diese Weise liegt zwischen EABC80 und EL84 ein Abstand von 29cm!

Das Gerät ist vorläufig fertiggestellt. Vielleicht finde ich mal einen besser geeigneteren Netztrafo.

Gruß,
Franz-Josef

Ilja Liebisch
10.Jan.07
  2

Lieber Herr Haffner,

zunächst muß ich sagen, daß Sie da gute, liebevolle
Arbeit geleistet haben. Respekt, ich hätte dieses
Chassis rasch "eingelagert"!

Die Frage, warum die EL 84 auf dem Blechwinkel
sitzt, kann ich Ihnen beantworten: Bei der ersten
Serie der Baureihe T 573/574 ist die EL 84, wo
man sie auch sonst findet; eben neben der EABC 80.
In vergleichbaren Geräten dieser Zeit ist das auch
kein Problem, da über der EL viel Platz oder "Luft"
im Gehäuse ist. Nur befindet sich bei diesem Gerät 
direkt darüber ein Kassettenfach aus Kunststoff, das
die Abwärme der EL überhaupt nicht vertragen kann.

Wie mir ein Ex-TEFI-Mann erzählte, gabs reichlich
großen Ärger um verschmorte Kassettenfächer und
unbrauchbare Bänder. Es galt, eine kostengünstige
und schnelle Lösung des Problems zu finden. Man
verlegte daher die Hitzequelle auf die andere Seite.

Die Lösung ist einfach, aber genial:

- Die Abwicklung von Garantiefällen schnell und billig.
- Unverbaute Chassis fix umgebaut.
- Änderung rein mechanischer Natur.

Dies ist übrigens nur ein "Murks", den die Firma Tefi 
sich geleistet hat. Für den Fall, daß ich mal mehr Zeit 
habe und weitere Informationen finden sollte, werde 
ich hier den absolut größten "Bullsh**" präsentieren,
den Tefi auf dem wichtigen US-Markt verzapft hat.

Ein ganz kleiner Ausblick: "Tefi-Spieler für Amerika? 
Die ham 110 Volt, nä? 110 Volt-Motoren liegen noch 
im Lager, nimm ma`die zuerst wech."  So muß wohl 
der originale Wortlaut in der Fertigung gewesen sein, 
nur hat keiner bedacht, daß dort 60 Hz im Netz sind. 

Wunderbare Tefi-Schallbandspieler, fabrikneu, aber 
absolut unbrauchbar!

Damit es nicht zu Mißverständnissen kommt: Ich liebe 
ALLES von Tefi!!!

Viele Grüße,

Ilja Liebisch 
aka "tefidelia"   

Jacob Roschy
11.Jan.07
  3

Hallo Franz-Josef,

das war mal wieder ein gutes Stück Arbeit, - die sich aber gelohnt hat, wie es aussieht !

" .... einen.... Fremdtrafo mangels Mittelanzapfung auf Einweggleichrichtung umbauen" - kann man zur Not so machen, hat aber gewisse Nachteile: der Trafo wird dadurch aufmagnetisiert, was er nicht gerne hat und der Netzbrumm wird stärker, ggf. unangenehm laut.

Es geht aber ohne viel Aufwand viel besser, so dass man den "Fremdtrafo" für immer im Gerät belassen kann, sofern er die erforderliche Leistung hat:

Wenn man nach einem Trafowechsel eine Gleichrichterröhre beibehalten möchte, obwohl der neue Trafo nur noch einphasig für Brückengleichrichtung ausgelegt ist, kann man die Zweiweg- Gleichrichterröhre mittels zweier zusätzlicher Dioden z. B. 1N4007 zum Brücken- Gleichrichter ergänzen.

Da der Ersatztrafo auch meistens keine zusätzliche Heizwicklung hat, muss die Gleichrichterröhre zusammen im Heizkreis der Empfangsröhren betrieben werden. Dazu muss sie hohe Faden- Katodenisolation aufweisen.

Die nachfolgenden Typen erfüllen diese Forderung:

EZ2, EZ11, EZ40, EZ40A, EZ41, EZ80, EZ81, EZ90, 6X4, 6BX4, 6X5 und 6Z4/84.

Da die Gleichrichterröhre zusammen mit den Dioden meistens einen geringeren Innenwiderstand als der bisherige Selen- Brückengleichrichter hat, kann man mit einem zusätzlichen R1 die Spannung anpassen.

 

M.f.G. J.R.

Franz-Josef Haffner
11.Jan.07
  4

Danke für die Info, Herr Liebisch. Da ich nicht das komplette Gerät hier habe bin ich da nicht drauf gekommen. Die Winkelkonstruktion wurde an diesem Exemplar ab Werk angebaut. Die Schweisspunkte wurden vor der Oberflächenbehandlung gesetzt.

Danke auch Jacob, die 2 Dioden werde ich einbauen. Damit erledigt sich dann auch das Problem der zu gringen Anodenspannung. Aktuell habe ich weniger als 200V.

In dem Tefi Chassis ist eine EZ80 eingesetzt. Laut Schaltplan hätte sie eine separate Heizwicklung, aber hier wurden (ab Werk) noch 2 weitere Röhren mit dieser Wicklung versorgt.

Gruß,
Franz-Josef

Franz-Josef Haffner
05.Jul.07
  5

nach einem halben Jahr haben Chassis und Gehäuse endlich wieder zusammen gefunden. KC-1 Laufwerk und Gehäuse sind ebenfalls überarbeitet. Hier dann noch die Abschlussbilder der Aufarbeitung:

 


 

Gruß
Franz-Josef

 

 

 

Jochen Amend
07.Jul.07
  6 Hallo Franz Josef,

Glückwunsch zu der tollen Arbeit! Das hat sich wirklich gelohnt.
Eine Frage dazu hätte ich. Trotz eingabe von mehreren verschiedenen Suchbegriffen in der Forum Suchmaschine bin ich nicht fündig geworden, wie man das System am Tefifon-Abspielgerät KC1 wechselt oder woher ein System zu bekommen wäre. (Diverse Angebote aus Ebay bezweifle ich ob der Kompatibilität)  Ich selbst besitze ein schönes und funktionsfähiges T573 welches dringend eine neue Nadel bräuchte. Ich denke, das eine Art "Austauschanleitung" ganz gut hierzu passen würde.
Zum Modell KC1 hatte Herr Birkner eine Frage diesbezüglich einmal beantwortet. Leider wurde dieser Thread danach nicht mehr weitergeführt.
Es wär schön, wenn hier etwas wissen dazu zusammengetragen werden könnte.

Mit den besten Grüßen,
Jochen
Franz-Josef Haffner
08.Jul.07
  7

Ich habe einen Bekannten der die Kristalle in den Tefi Systemen austauscht. Er benutzt dazu Kristallsysteme von Schallplattenspielern. Eine verbrauchte Nadel ist mir noch nie untergekommen. Ich denke Tefifone werden nicht so intensiv genutzt wie Schallplattenspieler und evtl. hat die Nadel wegen ihrer liegenden Position auch nicht den Verschleiss.
Hingegen sind vergammelte Kristalle (Grünspan) sehr häufig anzutreffen.

Gruß
Franz-Josef

Ilja Liebisch
08.Jul.07
  8

Lieber Herr Haffner,
lieber Herr Amend,

da originale Tefi-Tonabnehmer heute wohl unerhältlich
oder unbrauchbar sind, konzentrieren wir uns lieber auf
die Fremdfabrikate, die Tefi damals verbaut hat:

- Merula-Schumann SK 451

- Ronette TO / DC

Die Merula-Köpfe und Nadeln findet man häufig bei Jukebox-
Märkten, da vielfältig in Musikboxen verbaut.

Ronette bleibt für mich im Austausch immer erste Wahl, da
durch Lizenzfertigung oder wildes Kopieren überall noch gutes
Material auftaucht. Man muß zum Experimentieren aber einen
Ta-Kopf mit original Tefi-Haltewinkel besitzen. Bitte dabei
berücksichtigen, daß Mono- und Stereokopf unterschiedliche
Breiten aufweisen. Der Systemtausch selbst ist problemlos
und man darf sich über das breite Angebot an Abtastnadeln
freuen: Ronette, PE, Coner 33 usw. !

Da die Ronette-Köpfe selbst in Osteuropa und Asien nach-
gebaut wurden, sind qualitativ hochwertige Abtastnadeln
heut keinesfalls Mangelware. Nur immer aufpassen, daß
keine 78er-Nadel gekauft oder verwendet wird!
Der Unterschied ist mit bloßem Auge erkennbar; zu rundlich
und dicklich.

Mein Ratschlag zu dem Tefi-System TC 15:

Keine Zeit & Geld investieren in ein kurzlebiges Teil,
das ohnehin keiner sieht. Besser ausbauen und hinter
Glas packen als Dekostück.

Wer Dir was anderes rät, will nur Dein Geld...

Gruß,

Ilja

 
Tefi-Apparatebau;: Tefifon T574 Ch= T5717
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