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326 (326U) LW/MW

326 ; Eumig, Elektrizitäts (ID = 2033150) Radio
 
326 ; Eumig, Elektrizitäts (ID = 2033173) Radio
326 ; Eumig, Elektrizitäts (ID = 2106439) Radio 326 ; Eumig, Elektrizitäts (ID = 1606146) Radio
326 ; Eumig, Elektrizitäts (ID = 121565) Radio 326 ; Eumig, Elektrizitäts (ID = 796670) Radio
326 ; Eumig, Elektrizitäts (ID = 307167) Radio 326 ; Eumig, Elektrizitäts (ID = 2033255) Radio
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326 ; Eumig, Elektrizitäts (ID = 2106439) Radio
Eumig, Elektrizitäts: 326 [Radio] ID = 2106439 1400x1073
Select picture or schematic to display from thumbnails on the right and click for download.
For model 326 (326U) LW/MW, Eumig, Elektrizitäts und Metallwaren-Industrie-Gesellschaft mbH; Wien
 
Country:  Austria
Manufacturer / Brand:  Eumig, Elektrizitäts und Metallwaren-Industrie-Gesellschaft mbH; Wien
Year: 1951/1952 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 4: UCH42 UAF42 UL41 UY41
Main principle Super-Heterodyne (Super in general); ZF/IF 478 kHz; 2 AF stage(s); Reflex
Tuned circuits 6 AM circuit(s)
Wave bands Broadcast (MW) and Long Wave.
Details
Power type and voltage AC/DC-set / 110; 125; 150; 220 Volt
Loudspeaker Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil) / Ø 10 cm = 3.9 inch
Power out
from Radiomuseum.org Model: 326 [LW/MW] - Eumig, Elektrizitäts und
Material Bakelite case
Shape Tablemodel, Mantel/Midget/Compact up to 14" width, but not a Portable (See power data. Sometimes with handle but for mains only).
Dimensions (WHD) 235 x 165 x 140 mm / 9.3 x 6.5 x 5.5 inch
Notes

Der ZF-Verstärker (UAF42) arbeitet in Reflexschaltung als 1. NF-Stufe.

Net weight (2.2 lb = 1 kg) 2.5 kg / 5 lb 8.1 oz (5.507 lb)
Price in first year of sale 695.00 ATS
Collectors' prices  
External source of data E. Erb 3-907007-36-0
Source of data Radiokatalog Band 2, Ernst Erb
Literature/Schematics (1) -- Original-techn. papers.


All listed radios etc. from Eumig, Elektrizitäts und Metallwaren-Industrie-Gesellschaft mbH; Wien
Here you find 251 models, 214 with images and 171 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.



 


Forum contributions about this model
Eumig, Elektrizitäts: 326
Threads: 5 | Posts: 24
Hits: 2378     Replies: 8
  eumig: 326 (326U); noch eine Kondensator-Frage
Michael Reinelt
15.Feb.14
  1

Guten Morgen allerseits,

den mit dem roten Punkt markierte Kondensator möchte ich austauschen, da sehr niederohmig. Leider bin ich verwirrt: in einem der Schaltpläne hier fehlt der Kondensator (und der 1 MOhm Widerstand) komplett, im anderen Schaltplan ist er mit 300pF angegeben, bestückt war bei mir 200pF/500V.

Zum einen verstehe ich den Zweck dieses Kondensators nicht (für NF erscheinen mir die 200pF viel zu niedrig, HF an der Endröhre kann ich mir nicht erklären). Da ich den Hintergrund nicht verstehe, weiss ich auch nicht wie kritisch die genaue Kapazität ist

Zum zweiten Frage ich mich welche Spannungsfestigkeit der Kondensator haben sollte. Meiner Meinung nach eher nicht so hoch, da er auf beiden Seiten an Anondenspannungspotential hängt (wobei die Endröhre ein höheres Potential aufweisen dürfte als die Röhre davor).

Hintergrund der Frage: ich habe hier 220pF/160V oder 470pF/630V und bin mir nicht sicher welchen ich nehmen soll.

Vielen Dank im Voraus!

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Hans-Werner Ellerbrock
20.Feb.14
  2

Anmerkung 21.2.14 EE: Korrektur siehe Post 4. (Danke)
Es wäre nicht richtig, hier zu ändern, weil dann der Bezug zu Post 3 falsch wäre. So ist es nun prima.
Post 3 zeigt was Sache ist.

Guten Tag Herr Reinelt!

Beim 300pF in Reihe mit dem 1MOhm handelt es sich um eine Mitkopplung, bei der die hohen Frequenzen verstärkt auf das Gitter gegeben werden. Dadurch soll der Frequenzgang des NF-Verstärkers verbessert werden, weil die Endpenthode durch ihre inneren Kap. und der Ausgangsübertrager die obere Grenzfrequenz senken.

Einfach mal das RC-Glied abtrennen und hören, was sich dann in den oberen Tonlagen ändert. Ansonsten den 300pF auf jeden Fall wechseln, wenn er zu hohe Kapaz. und einen zu niedrigen Isolationswid. hat. Auch mal den Kondens. gegen andere Werte tauschen. Hörbare Unterschiede gibt es wahrscheinlich erst bei 1nF und mehr.

Zur Spannungsfestigkeit. Die Differenz zwischen beiden Anoden liegt bei ca. 100V. Der 160V-Typ m.E. knapp bemessen. Wenn Sie einen 250V-Typ nehmen ist da schon reichlich Sicherheit. Auch der 470pF/630 ist ok.

Gruß von Hans-W.Ellerbrock

Hans M. Knoll
20.Feb.14
 
  3

Zitat im Post 002

„Beim 300pF in Reihe mit dem 1MOhm handelt es sich um eine Mitkopplung, bei der die hohen Frequenzen verstärkt auf das Gitter gegeben werden. Dadurch soll der Frequenzgang des NF-Verstärkers verbessert werden, weil die Endpenthode durch ihre inneren Kap. und der Ausgangsübertrager die obere Grenzfrequenz senken“.
#

Hallo die Herren Reinelt und Ellerbrock

Es ist schon erstaunlich was man im RMorg. lernen kann.

Es ist aber richtig, dass an der Anode der EL41  wegen des Anstiegs des induktiven Widerstandes beim Ausgangstrafo, verursacht durch die  Zunahme von (omega * L)  oder Z, die Höhen verstaerkt anfallen würden.  Vermehrt  dadurch, weil  das Z der Schwingspule die ebenfalls eine ansteigende Impedanz aufweist, durch Transformation  auf die Anodenseite des Ausgangstrafo den Anstieg  des Anpassungs -Widerstandes unterstützt.  Das gilt jedoch nur, wenn das R/C - Glied (300pF und 1 Megohm) nicht angeschlossen wird.

Es wird im Post 002 von einer Mitkopplung gesprochen. Eine Mitkopplung ist in der Technik jedoch eine Rückkopplung, was dort auch angenommen wird.

Damit das funktioniert,  muesste die UL41 zwischen  G1 und Anode eine Phasenlage von 360° haben. Bis heute haben Röhren dieser Art, einen Phasenlage  von 180°. Daher ist die Wirkung des R/C- Gliedes eine Gegenkopplung  die dem Anstieg der Verstaerkung bei hohen Frequenzen
entgegenwirkt  weil sonst dadurch   die Verzerrungen  bei Pentoden  stark zunehmen.
Siehe hier: Text knoll


Zugleich wird damit eine Bassanhebung erzielt. Was der Entwickler wie ich meine, eher beabsichtigt hatte, als das Vermeiden des  Anstieg der Verzerrungen bei den hohen Frequenzen. Festlegen kann ich mich da jedoch nicht.. Der Kondensator (10nF) parallel zum AÜ bewirkt das schon, siehe Text  (Bild 8) im Link 

Das sollte nochmals überdacht werden, ob das so stehen bleiben soll.

Hans M. Knoll


 

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Hans-Werner Ellerbrock
21.Feb.14
  4

Tut mir leid, da habe ich mich vertan. Hatte mich zu sehr auf die Rückkopplung im Audion versteift.

Dank an Herrn Knoll für die Anmerkung.

Möchte meinen Post II auch gleich korrigieren.

Röhre macht 180 Grad Phasendrehung ist richtig. RC-Glied bedämpft hohe Frequenzen. Dadurch wiederum Verbesserung des Frequenzgangs im Hinblick auf tiefe Frequenzen.

Also ein negative feedback (Gegenkopplung).

HWE

Dietmar Rudolph
21.Feb.14
  5

ImTeilschaltbild des Eumig 326U sind hier die Signalwege in der Endstufe eingetragen.

Es ist dies eine regelungstechnische Darstellung für die Signalwege durch die Endstufe. Beim "Schleifen-Weg", also der Rückführschleife ist sofort erkennbar, daß man bei einem Umlauf eine Phasendrehung von 1800 hat, weil die Röhre das Signal in der Phasenlage invertiert. Folglich entsteht so eine Gegenkopplung.

(Die Auswirkung des 10nF Kondensators über dem Ausgangsübertrager ist im Text von Hans Knoll beschrieben, der sich mit der Anpassung von Lautsprechern an die Endstufe befaßt.)

Eine etwas allgemeinere regelungstechnische Darstellung der Rückkopplung findet man bei der Analyse des Audions.

Die Darstellung wird hier nochmal zitiert, weil die Kenntnis davon offensichtlich nicht sehr verbreitet ist.

Zunächst soll der Begriff "Rückkopplung" präzisiert werden. Es gibt

  • negative Rückkopplung = Gegenkopplung (i.a. bei Regelkreisen angewendet)
  • positive Rückkopplung = Mitkopplung (z.B. beim Audion oder beim Oszillator angewendet)

Eine Blockstruktur, wie sie beispielsweise als Regelkreis vorkommt, zeigt das nächste Bild.

F(ω) ist die Eingangsgröße (Führungsgröße)
A(ω) ist die Ausgangsgröße
Z(ω) ist eine Störgröße (bei einer Regelung unerwünscht) Im Beispiel der Endstufe besteht eine Störgröße z.B. aus deren nichtlinearen Verzerrungen.

HR(ω) ist der "Regler" (Dieser muß so dimensioniert werden, daß die gesamte Schaltung vorgegebene Kriterien einhält.)
HS(ω) ist die "Stecke" (Das ist die vorgegene Schaltung, der mit Hilfe der Regelkreisstruktur ein bestimmtes Verhalten "verpaßt" werden soll.)

HG(ω) ist die "Rückführung" (im obigen Beispiel die Serienschaltung eines Widerstandes und eines Kondensators; in der Praxis oft ein Meßwandler, der die Ausgangsgröße in die gleiche Art [z.B. Spannung] wie die Eingangsgröße wandelt. Bei einem Operationsverstärker entspricht das der "äußeren Beschaltung".)

Σ ist eine "Summierstelle"
Wird die Rückführ-Schleife über "-" geschlossen, entsteht eine Gegenkopplung.
Wird die Rückführ-Schleife über "+" geschlossen, entsteht eine Mitkopplung.

Markiert sind die verschiedenen "Wege" der Signale.

  • Vorwärts-Weg 1 (für die Eingangsgröße [Führungsgröße]): HV(ω)=HR(ω)HS(ω)
  • Vorwärts-Weg 2 (für die Störung): HZ(ω)=1
  • Schleifen-Weg = Kreisverstärkung: HO(ω)=HG(ω)HR(ω)HS(ω)

Für die Übertragungsfunktion GF(ω) bzw. GZ(ω) der obigen Regelkreisstruktur ergibt sich allgemein formuliert:

Übertragungsfunktion = Vorwärts-Weg/(1± Schleifen-Weg)

{"+" wenn "-" an der Summierstelle; "-" wenn "+" an der Summierstelle} :

GF(ω) = HV(ω)/(1±HO(ω)): Führungs-Frequenzgang

GZ(ω) = HZ(ω)/(1±HO(ω)): Stör-Frequenzgang

Für den Spezialfall eines beschalteten Operationsverstärkers oder eines NF-Verstärkers mit Gegenkopplung, bei dem die Kreisverstärkung |HO(ω)|  → "unendlich" geht, gilt damit:

GF(ω) = 1/HG(ω), Frequenzgang ist also nur noch von der äußeren Beschaltung abhängig.

GZ(ω) → 0 , also Störung (durch Nichtlinearitäten) verschwindet.

MfG DR

Hans M. Knoll
21.Feb.14
  6

Hallo Herr Ellerbrock, hallo die Leser.

Auch ein Redakteur weis eben nicht alles ganz genau.

Es ehrt ihn aber, wenn er es wie Sie,  zugibt bzw. erkennt.

Wenn ich nicht das Thema  Anpassung und deren Nebenwirkungen
aufgrund vieler Fehlinformatioen im www, so intensiv bearbeitet haette,
waere auch ich zum Nachdenken gezwungen gewessen.

Herr Reinelt als Fragesteller kann jetzt das was Sie vorschlugen „selbst Testen“
 als Abrundung beisteuern.

Das oft als „Altersbelastet“ belaechelte RMorg. hat damit seine Aufgabe erfuellt.
Das meint, Hans M. Knoll  

Michael Reinelt
23.Feb.14
  7

Werte Herren,

(gerne würde ich "werte Damen und Herren" schreiben, aber leider ist dieses Hoby offensichtlich immer noch eine ziemliche Männer-Domäne)

ich finde es unglaublich faszinierend, welche Welle an wertvoller Information so eine auf den ersten Blick "triviale" Frage aufwirft!

Gerne, sehr gerne werde ich der Aufforderung, konkrete Erfahrungen als Abrundung beizusteuern, nachliefern. Leider bin ich momentan weder dazu gekommen, endlich eine sinnvolle Langdraht-Antenne im Garten zu installieren (da schiebe ich die Schuld aber auf das aktuelle Wetter), noch an dem Gerät weiterzuarbeiten (nicht zuletzet aufgrund des Interesses am Elko-Prüfer und Formierer)

Ich danke Ihnen allen aber jetzt schon für die umfassenden Informationen!

Sobald es meine (leider spärliche) Zeit erlaubt, werde ich aber das Radio per Prüfsender (Funktionsgenerator) beschicken, und die Auswirkungen des fraglichen Kondensators ermitteln. Sehr neugierig wäre ich auch auf eine echte "Klangprobe", dafür brauche ich aber neben der Antenne auch entsprechende Sender...

 

Hans M. Knoll
23.Feb.14
  8

Hallo Herr Reinelt.

Meine Meinung dazu:

Haetten Sie die Frage in einem der einschlaegigen Sammlerforen gestellt, hätten Sie mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Antwort wie diese oder eine ähnliche erhalten:

„Er bestimmt massgeblich den Klang“   Was ja auch stimmt
Ob das bei den Tiefen oder den Höhen passiert, haette Sie auch dort selbst herausfinden
können oder  müssen.
Sie konnten ja auch hier lesen, dass eine Antwort auch wieder einen neue  erfordert.

Wir Redakteure im RMorg.,  sind dem Auftrag gefolgt oder verpflichtet:  das RMorg.  will ein Nachschlagewerk sein. Simple Erklärungen sind hier nicht die Regel.

Schönen Sonntag noch Hans M. Knoll  

Dietmar Rudolph
27.Feb.14
  9

Es soll noch ein Hinweis auf eine frühere Artikel-Serie zur NF-Gegenkopplung im Radio gegeben werden. Das ist zwar schon wieder mehr als 3 Jahre her und anscheinend auch bereits deshalb weitestgehend vergessen wie es scheint.

In dem Text "Die NF_Gegenkopplung im Radio" werden deren Entwicklung und die zeitgenössischen Lösungen dazu vorgestellt.

Interessant ist sicher auch die Gegenkopplung im Schirmgitter der Lautsprecherröhre, deren Weiterentwicklung dann zur Ultra-Linear-Schaltung führte.

Bei diesen Beiträgen wird nur die Gegenkopplung betrachtet. Als vielleicht typisches Schaltbild daraus wird die "Phasenreine Gegenkopplung mit Höhen- und Tiefen-Anhebung von Staßfurt" zitiert, die ein ausgefeilteres Beispiel vom Typ wie beim Eumig 326U zeigt.

Zu Ende der '30er Jahre gab es bereits sehr interessante und aber auch wirkungsvolle Gegenkopplungs-Schaltungen. Entsprechend ausgestattete Geräte klingen auch heute noch hervorragend, wenn diesen z.B über einen Minisender eine von einer hochwertigen Signalquelle (UKW, DVB-T, DAB+, CD, ....) stammende Modulation angeboten wird.

MfG DR

 
Hits: 1743     Replies: 3
eumig: 326 (326U); eigenartiger Kondensator
Michael Reinelt
04.Feb.14
  1

Hallo allerseits,

in meinem Eumig finde ich einen Kondensator (siehe Bild) der nicht nur mechanisch beschädigt ist (am Foto schlecht zu erkennen, auf der Rückseite hat der eine ordentliche Delle) sondern auch elektrisch "pensionsreif".

Nun finde ich am Schaltplan keinen Kondensator mit 0.22uF. Der einzige der aus meiner Sicht in Frage käme, ist der 0.5uF zwischen den Widerständen 10k/30k zwischen zweitem Bandfilter und Endröhre.

Allein farblich (rosarot! wie mädchenhaft!) sieht mir der aus wie nachträglich ausgetauscht.

Interessanterweise finde ich auch auf einem Bild hier zum Modell einen offensichtlich nicht originalen mit 0.22uF.

leider bin ich schaltungstechnisch noch nicht so fit, um beurteilen zu können welche Funktion dieser Kondensator hat, und inwieweit der Wert kritisch ist.

jetzt stellt sich mir die Frage, womit austauschen: 0.22uF oder 0.47uF?

Danke schon mal!

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Bernhard Nagel
04.Feb.14
  2

Die Aufgabe des Kondensators (im Original laut Schema 0,5 µF, roter Punkt) ist, die Anodenspannung der UAF42 zu sieben, also den Restbrumm klein zu halten. Warum ist das überhaupt erforderlich, die UAF42 ist auf den ersten Blick doch der ZF-Verstärker?

Eumig 326, Schaltungsauszug ZF-NF

Das Radio weist eine Schaltungsbesonderheit auf, die als Reflexschaltung schon in der Frühzeit des Rundfunks eingesetzt wurde. Der ZF-Verstärker wird nach Demodulation mit der Diode der UAF.. als erste NF-Verstärkerstufe eingesetzt. Der Lautstärkeregler, Teil des Demodulator-Arbeitswiderstandes, ist mit seinem Schleifer über einen Trennkondensator 10 nF an einen Anzapf des ZF-Gitterkreises geschaltet. So wird die ZF-Stufe erneut als NF-Verstärker verwendet. Am Fusspunkt des Anodenkreises liegt die verstärkte NF an, die über einen 10 nF Kondensator und einen 100 kΩ Längswiderstand zum Steuergitter der Endröhre gelangt.

Der Vorteil: Man spart eine Röhre ein. Etwas nachteilig ist, dass für einen stabilen Betrieb nun zusätzliche Siebmittel für diese Verstärkerstufe erforderlich werden, ein weiterer Widerstand und der 0,5 µF Kondensator. Zur Entkopplung der HF sind kleine Siebkondensatoren (500 pF und 200 pF, grüne Punkte) erforderlich, die auch den übertragenen NF-Frequenzbereich in den Höhen etwas bedämpfen. Bei MW und LW-Empfang fällt das aber nicht sehr ins Gewicht.

Der Ersatz des 0,5 µF Kondensators sollte wegen der Brummsiebung möglichst nicht kleiner ausfallen, der Wert an sich ist aber unkritisch. 0,68 oder 0,82 µF (mind. 250 V) können ebenfalls eingebaut werden falls der Wert 0,47 µF nicht zur Hand ist.

Heribert Jung
04.Feb.14
  3

Hallo Herr Reinelt,

wenn der Kondensator auf der einen Seite auf Masse hängt und auf der anderen an den beiden Widerständen 30kΩ und 10 kΩ, dann ist es der mir 0,5µF in der Schaltung eingezeichnete Kondensator. Das können Sie im Gerät besser erkennen als ich auf dem Foto.

Dann ist 0,47µF der passende Ersatz. Aber auch mit 0,22 µF dürfte keine Funktionsänderung erkennbar sein, denn er glättet nur die Anodenspannung der UAF42. Machen Sie doch einfach mal einen Versuch, ob mit 0,22µF ein stärkerer Restbrumm zu hören ist als ist mit 0.47µF.

Viel Erfolg,

Heribert Jung

Michael Reinelt
04.Feb.14
  4

Unglaublich, normalerweise bin ich froh wenn ich jeden Tag wenigstens eine neue Sache lerne, aber hier in diesem wunderbaren Forum lerne ich jeden Tag fünf!

ich hab mich schon über die für mich anfangs abstruse Verschaltung des Lautstärke-Potis gewundert, Dank der ausgezeichneten Erklärung von Herrn Nagel ergibt das jetzt Sinn.

 

 
Hits: 1849     Replies: 3
eumig: 326 (326U) Gumminippel erneuern
Michael Reinelt
03.Feb.14
  1

Guten Tag allerseits,

In diesem Gerät sind 7 "Gumminippel" verbaut, vier davon an der Befestigung des Chassis im Bakelit-Gehäuse (die halte ich für weniger kritisch), mit drei weiteren ist der Drehkondensator am Chassis festgeschraubt.

Leider hat an diesen Gummis der Zahn der Zeit sehr wirkungsvoll genagt, die sind enweder steinhart, verformt oder zerbröselt (oder alles gemeinsam). Speziell die Befestigung des Dreko's hat darunter gelitten, dieser hing nur mehr ganz schief drinnen, was u.a. auch dazu geführt hat dass die Spannung des Seilzugs nachgelassen hat, und der Abstimmknopf leer durchgedreht hat.

Diese Gumminippel erfüllen meiner Meinung nach zwei Funktionen: mechanische Entkopplung / Schwingungsdämpfung, und elektrische Isolation. Zweiteres spielt bei der Befestigung im (ohnehin isolierten) Bakelitgehäuse vermutlich keine Rolle, beim Drehko bin ich mir da nicht sicher. Eigentlich sollte dessen Gehäuse ja mit der Chassis-Masse verbunden sein...

Hier fehlt mir momentan etwas die Eingebung, woraus ich dafür Ersatz "schnitzen" könnte. Es handelt sich um zylindrische Gummis, etwa 6mm lang, 8mm Durchmesser, eine Bohrung im Zentrum, und ein "Einstich", dieser sitzt dann in der Bohrung im Chassis, der Gummi kragt vorne und hinten über und ist damit auch fixiert (schwer zu erklären, und ich kann nicht mal ein Foto machen, weil ich nur mehr Brösel habe)

Hat jemand eine kreative Idee, was man hier als Ersatz verwenden könnte? Muss es zwingend Gummi sein, oder darf es auch ein "fester" Kunststoff sein?

Vielen Dank schon mal im Voraus!

 

Giovanni Cucuzzella
03.Feb.14
  2

Hallo Herr Reinelt;

 

falls Sie so etwas meinen:

Dann googeln sie mal "gummidurchführung". Hier z. Bsp. gibt es ein ganzes Sortiment.

Freundliche Grüße

Giovanni Cucuzzella

Michael Reinelt
04.Feb.14
  3

Danke vielmals, auf "Gummidurchführung" wäre ich nciht gekommen (obwohl es eigentlich offensichtlich ist). Manchmal hat man bretter vorm Kopf...

Michael Reinelt
06.Feb.14
  4

Nachtrag eines Leidgeprüften: Es ist darauf zu achten, dass so ein Set auch entsprechend kleine Teile enthält. Wenn der Lochdurchmesser im Chassis 6mm beträgt, und der kleinste Gummi für 8mm Löcher gemacht ist, kriegt man auch mit roher Gewalt maximal den Gummi zerstört, aber denselben nicht ins Loch :-(

Ich hab jetzt hier bestellt, und hoffe die passen (an der Stelle nochmal Dank für diverse Hinweise hier auf diese Seite, hab dort auch gleich jede Menge Kondensatoren bestellt, und die haben sogar Schallwandstoff!)

 

 

 
Hits: 1197     Replies: 2
eumig: Anschlussdrähte Hochlastwiderstand blank?
Michael Reinelt
03.Feb.14
  1

Guten Morgen allerseits,

bei meinem Gerät sind die Anschlußdrähte zum Hochlastwiderstand alle samt und sonders blank, und stehen recht unwillkührlich "in der Gegend herum". Der oberste (für 220V wichtige) Draht war sowieso abgerissen.

Nachdem das Gerät ansonsten sehr sauber aufgebaut ist (alle Verkabelungen sauber rechtwinklig gebogen und anschließend verschnürt) glaube ich nciht dass das der Originalzustand ist.

Falls das tatsächlich so gehört, bitte ich um bestätigung. Falls nicht: was könnte das "Verschwinden" der Ummantelung ausgelöst haben? Die Ummantelungen sind ja aus einer Art "Stoff" (Seide?) und sollten damit auch einigermaßen hitzefest sein; irgendwelche Hinweise auf eine Überhitzung (Verkohlungen, "angelaufenes" Metall) sind nciht zu erkennen.

Auf jeden Fall sieht mir das etwas riskant aus, und ich werde versuchen neu zu isolieren.

 

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Wolfgang Bauer
03.Feb.14
  2

So sieht es im Originalzustand aus.
Gebundener Kabelbaum und die Drähte isoliert.
Bei Ihrem Gerät wurde die hart gewordene Isolierung entfernt.

MfG WB.

 

Attachments

Michael Reinelt
03.Feb.14
  3

Vielen Danke Herr Bauer! Bestätigt meine Befürchtungen... Es ist mir ein Rätsel warum jemand die Isolierung entfernt hätte, das Gerät sieht nämlich sonst absolut unverbastelt aus...

 
Hits: 1228     Replies: 3
eumig: Unterschied KW/LW ohne Skalenglas/Rückwand
Michael Reinelt
02.Feb.14
  1

Guten Morgen allerseits,

ich habe so ein Modell erstanden, leider ohne Rückwand und ohne Skalenglas (letzteres dürfte zerbrochen und dann verlorengegangen sein.

Gibt es eine Möglichkeit das genaue Modell (Kurzwelle oder Langewelle) ohne diese beiden Anhaltspunkte zu ermitteln?

Danke!

 

Dietrich Grötzer
02.Feb.14
  2

Guten Morgen Herr Reinelt.

Ja, auf Grund des Spulensatzes der Eingangs bzw. Oszillatorspulen sollte sich mit einem Blick ermitteln lassen ob Kurzwelle oder Langwelle zusätzlich zur Mittelwelle eingebaut ist.

Kurzwelle: Spulen mit wenigen Windungen, 49m Band, z.B. 250 pF KW-Spule etwa 4µH
 

Langwelle: dicke Spulen mit wesentlich mehr Windungen als Mittelwellenspule, etwa 2,1 mH mit 500pF Drehkondensator.

Mit besten Grüßen D. Grötzer

 

Wolfgang Bauer
02.Feb.14
  3

Da man den Unterschied schlecht von hinten erkennen kann, lohnt sich ein Blick auf den Wellenschalter. Hier Bilder meiner Geräte.

MfG. WB.

Michael Reinelt
03.Feb.14
  4

Herr Grötzer, Danke für den Hinweis auf die Spulen! Auf den ersten Blick ist nur eine Doppelspule sichtbar (siehe Bild) ich vermute das ist die von Ihnen angesprochene "größere Spule" für Langwelle? Es muss noch weitere Spulen geben, vermutlich unter dem Wellenbereichsschalter, und dadurch nicht (oder nur schwer) sichtbar.

Danke auch an Herrn Bauer, nachdem sich bei mir hier auch ein Trimmer verbirgt, dürfte es sich um ein MW/LW Gerät handeln.

Ich habe noch einen weiteren sehr offensichtlichen Hinweis gefunden: nach Reinigung zeigte das bedienrad des Wellenbereichsschalters die Beschriftung "L" und "M". Damit ist es nun eindeutig: ich habe ein Langewellen-Gerät!

 

Nachtrag: Sollte man diesen beitrag nun zum korrekten gerät verschieben? Momentan hängt er am Kurzwellen-Modell...

Beitrag zum LW/MW-Gerät verschoben. WB.

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Eumig, Elektrizitäts: 326
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