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Fernsehtischempfänger 210

Fernsehtischempfänger 210; Grundig Radio- (ID = 2174728) Television
 
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Fernsehtischempfänger 210; Grundig Radio- (ID = 187081) Television
 
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Fernsehtischempfänger 210; Grundig Radio- (ID = 1032825) Television
Grundig Radio-: Fernsehtischempfänger 210 [Television] ID = 1032825 933x871
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For model Fernsehtischempfänger 210, Grundig (Radio-Vertrieb, RVF, Radiowerke):
Ausgestellt im Rundfunkmuseum der Stadt Fürth.
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Grundig (Radio-Vertrieb, RVF, Radiowerke)
alternative name
 
Grundig Portugal || Grundig USA / Lextronix
Year: 1953 Category: Television Receiver (TV) or Monitor
Valves / Tubes 19: 6BQ7 6J6 EF80 EF80 EF80 EF80 EAA91 PL83 EF80 PABC80 PL82 ECL80 PCL81 EC92 PL81 PY81 PY81 EY51 MW36-44
Main principle Superhet with RF-stage; ZF/IF 27000/21500/5500 kHz
Wave bands VHF incl. FM and/or UHF (see notes for details)
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 220 Volt
Loudspeaker Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil) - elliptical
Power out
from Radiomuseum.org Model: Fernsehtischempfänger 210 - Grundig Radio-Vertrieb, RVF,
Material Wooden case
Shape Tablemodel, low profile (big size).
Dimensions (WHD) 520 x 475 x 425 mm / 20.5 x 18.7 x 16.7 inch
Notes

Empfangsbereich: 10 Kanäle im VHF-Band I und III.

Die erste Ausgabe des Fernsehtischempfängers 210 wurde im Frühjahr 1953 vorgestellt. Der Kanalschalter Sach-Nr. 269-001 war mit den amerikanischen Röhren 6BQ7 (If= 0,4A) und 6J6 (If= 0,45A) bestückt, die Heizung des Tuners erfolgt daher aus einem separaten Netztrafo.

Im Bild- und Ton-ZF-Teil kam die Röhre EF80 zur Anwendung.

Die Endstufe der Horizontalablenkung war mit zwei Schalterdioden PY81 bestückt, der Hochspannungsgleichrichter EY51 war mit dem Zeilentrafo zusammengebaut vergossen.

Siehe auch zweite Ausgabe des Grundig 210 mit u.a. 300mA-Röhren im Kanalschalter und EF94 in den ZF-Verstärkern.

Net weight (2.2 lb = 1 kg) 28.5 kg / 62 lb 12.4 oz (62.775 lb)
Price in first year of sale 998.00 DM
External source of data Erb
Mentioned in -- Original-techn. papers.
Literature/Schematics (2) Funkschau (April 1953, Heft 7, S. 128; Heft 8, S. 153)


All listed radios etc. from Grundig (Radio-Vertrieb, RVF, Radiowerke)
Here you find 6051 models, 5260 with images and 4077 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.



 


Forum contributions about this model
Grundig Radio-: Fernsehtischempfänger 210
Threads: 2 | Posts: 13
Hits: 2829     Replies: 1
  grundig: 210; ungewöhnlicher Zeilentrafo ohne Ferritschenkel
Bernhard Nagel
17.Nov.15
 
  1

Im Grundig Type 210 Fernseher ist ein Zeilentransformator einer mir bisher unbekannten Konstruktion eingebaut: Im Gegensatz zum Vorgänger, den Fernseh-Standgerät (080), gibt es keinen rechteckigen (zweigeteilten) Ferritschenkel-Kern, der sonst für die Horizontalübertrager von Fernseh-Empfängern gebräuchlich ist.

Die "Primärwicklung" des Autotrafos befindet sich in kapazitätsarmer Kreuzwickeltechnik aussen. Darauf sind im gelben Isolierschlauch 2 Windungen zur Heizung der DY80 befestigt.

Die Hochspannungswicklung befindet sich offenbar innen unter dem schwarzen Gummi-Isolierschlauch, da von dort auch die Verbindung zur Anode der DY80 ausgeht. Erstaunlich ist der recht grosse Abstand zwischen der äusseren (Leistungs-) und inneren Wicklung. Ganz innen im Papprohr befindet sich eine Justiermöglichkeit (für einen Kern?) die von aussen an der linken Seite des Zeilentrafos betätigt werden kann. Ist im obersten Bild erkennbar.

Wahrscheinlich gab es einen weiteren (früheren) Zeilentrafo-Typ für den 210, da an der Innenseite des Zeilenkäfigs ein Hinweis auf eine Kundendienst-Mitteilung 47/54 angebracht ist.

"Achtung! Dieser Horizontalübertrager darf in das FS-Gerät 210 nur nach Entfernung des Impulsübertragers BV 3132 eingebaut werden. Beachten Sie die KD-Mitteilung KD 47/54"

Bei den hinterlegten Modell-Bildern sind zwei Ausführungen des Zeilenkäfigs erkennbar. Die schwarze Ausführung mit Luftschlitzen enthält den Zeilentrafo möglicherweise um 90° gedreht eingebaut, vielleicht eine ähnliche Konstruktion wie die oben gezeigte? Lediglich die Hochspannungsdiode ist laut Schema als EY51 ausgeführt.

Wer kann Innenbilder dieser ersten Ausgabe des ZTR zum Modell laden?
Wer hat die orig. Kundendienst-Mitteilung 47/54 (wohl 1954) vorliegen?


Leider existieren vom FS-Gerät 210 bislang keine Original-Schaltunterlagen. Das bekannte Schema ist im Band 5 der: Lange, Schaltungen der Funk-Industrie (Grundig FS-Geräte), enthalten. Ein Ausschnitt der Zeilenendstufe:

Auffällig für den Grundig 210 und weiteren Modellen (z.B. 310, 550) bis zum Jahrgang 1954/55 ist die Verwendung von 2 Schalterdioden in der Horizontal-Endstufe. Gibt es einen Zusammenhang mit dieser Zeilentrafo-Konstruktion ohne Ferritschenkel-Kern?

Zu weiterführenden Hinweisen dieser Zeilentrafo-Bauart und der notwendigen Beschaltung wäre ich dankbar.

Bernhard Nagel
02.Dec.15
  2

Die entscheidenden Hinweise finden sich im Büchlein P. Marcus, Kleine Fernsehempfangspraxis (RPB 52/54, 1953-55, S.145 ff.) des Franzis Verlags. Grundigs Bauart des eisenlosen Zeilenübertragers (Marcus beschreibt das als Bandfilterkopplung der Zeilenausgangsspule mit der Ablenkspule) vermeidet die Eisenverluste und ebenso die dadurch verursachten Nichtlinearitäten des Zeilenhinlaufs.

Diese Schaltung der Zeilenendstufe nach Bild 146 bzw. 147b (unten) ist wohl besonders anfällig für die Erzeugung von Barkhausen-Kurz-Schwingungen, die sich als senkrecht verlaufende dunkle schmale Störstreifen am linken Bildrand (zu Beginn des Hinlaufs) bemerkbar machen würden. Zur Unterdrückung dieser HF-Störung, die auf den Empfangsteil zurück einstrahlen würde, liegt daher eine zweite Schalterdiode (PY81) in Reihe mit einem Dämpfungswiderstand parallel zur G2-Anode Strecke der PL81 (Bild 147b). Die PY83 ist die übliche Boosterdiode.

Bild 147a zeigt zunächst die Schaltung mit einem Zeilentrafo konventioneller Bauart:

Barkhausen-Kurz-Schwingungen (auch als Elektronentanz bekannt) sind Laufzeit-basierende Schwingungen in Elektronenröhren im UKW- oder sogar UHF-Bereich. Sie können auftreten wenn das Anodenpotential wesentlich niedriger als die G2-Spannung liegt und erfordern keine aussen angeschlossenen Resonanzmittel. (Am Rande sei noch auf einen Forumsbeitrag zu einer Glühlampe verwiesen, die breitbandige UKW-Störungen durch Barkhausen-Schwingungen verursacht.)

Die Realisierung der "Zeilenkoppelspule" nach Bild 147b im Vergleich mit einem üblichen Zeilentrafo (oben) zeigt noch einen Ferritstift, der als Einstellung für die Bildbreite fungiert. Die Hochspannungsspule (konisch verlaufende Wicklung mit Federkontakt für die DY80) liegt innen.

Diese Ausführung entspricht der im Ausgangspost vorgestellten Bauart mit auswechselbarer DY80, das ist die zweite Ausführung des Zeilenübertragers. Sie wurde als Ersatz für defekte Übertrager mit angebauter EY51 verwendet und dann generell in den Grundig FS-Empfängern des Jahrgangs 1954/55 eingesetzt.

Die ursprüngliche Ausführung ist bislang nicht als Foto belegt, in der vorläufigen Service-Anleitung zum Grundig 210 (und 610) findet sich immerhin eine Chassisabbildung. Man erkennt den um 90° gedrehten Einbau des Übertragers im Vergleich mit der Version 2:

Innenansicht Zeilenkäfig Grundig 610

Passend hierzu eine Schaltung aus Dr. R. Goldammer, der Fernsehempfänger, S.116, Franzis Verlag 1955:

Der Schaltungsauszug zeigt die erste Ausgabe der Zeilenendstufe (mit EY51) des Standgerätes 610, zusätzlich ist hier ein Impulsübertrager (parallel zu der Ablenkwicklung Z1, Z2 liegend) erforderlich der die Impulse für den Phasenvergleich (Gleichlauf-Nachsteuerung) und Unterdrückung des Zeilenrücklaufs abgibt. Die zweite Ausgabe des Übertragers bekam einen zusätzlichen Anzapf für diese Funktionen, der Impulsübertrager konnte entfallen.

Für zwei Jahrgänge, von 1953 bis 1955, wurden diese "eisenlosen" Zeilenendstufen und den daher erforderlichen 2 Schalterdioden in den Grundig Fernsehempfängern verwendet. Die Idee war prinzipiell wohl überzeugend, auf Dauer war die zusätzliche PY81 jedoch ein sicherlich höherer Kostenfaktor als ein Ferritschenkel-Zeilentrafo üblicher Bauart. Denn ab dem Jahrgang 1955/56 verschwand diese ungewöhnlich ausgeführte Zeilenendstufe aus den Grundig Fernsehern.

Mir ist bislang kein weiterer (deutscher) Hersteller bekannt der dieses Prinzip der "eisenlosen" Zeilenübertrager angewandt hat.

Danke an Hans Knoll der mich mit Literaturhinweisen versorgt hat!

 
Hits: 4362     Replies: 10
grundig: 210; Bestückungsplan gesucht
Dirk Becker
03.Mar.06
  1 Hallo Zusammen!

Ich suche entweder den Schaltplan oder wenigstens den Röhrenbestückungsplan des Gerätes. Bei meinem Gerät wurden leider alle Röhren gezogen und die Filter verstellt. Beim Nachfolgegerät (Grundig 310, Schaltung wird von mir hochgeladen) hat man doch zu viel geändert um dieses als Referenz benutzen zu können.

Gruß aus dem Hunsrück

Dirk Becker
Dirk Becker
04.Mar.06
  2 Erst einmal vielen Dank an Herrn Knoll für das Hochladen des Schaltplans. Damit bekomme ich das Gerät heute abend vielleicht schon wieder ans Lufen. Was mir leider noch fehlt ist die Bestückung des Kanalwählers. Laut Modellseite gehören dort PCC84 und ECC81 hinein. Ich würde mich freuen, wenn mir das noch jemand bestätigen könnte.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Dirk Becker
Dirk Becker
09.Jul.13
  3

Das Gerät ist mittlerweile wieder bis auf die HF/ZF-Stufen betriebsbereit und auch die Bildröhre scheint noch brauchbar zu sein. Leider ist die zum Gerät gehörige Dokumentation recht dünn und schwer aufzutreiben. Herr Knoll hat mir schon sehr weiter geholfen.

Bei meinem Gerät fehlten alle Röhren und die ZF-Trafos waren (sind) alle verstimmt. Ich bin mir auch nicht ganz sicher, wo die Bild-ZF liegt, die war bei diesen frühen Geräten leider noch nicht wie später mit 38,9 MHz allgemein festgelegt. Telefunken verwendete 25,75 MHz (z.B. FE12), Philips 23,5 MHz (z.B. im Starenkasten TD1410). Für das Nachfolgegerät des 210 habe ich in den Unterlagen zum Grundig 310 eine Bild-ZF Frequenz von 27,0 MHz gefunden. Kann jemand bestätigen, dass das auch für den Grundig 210 gilt? Am besten wäre natürlich eine Abgleichanleitung für das Gerät, aber mit der richtigen ZF komme ich wahrscheinlich auch so hin.

Viele Grüße

Dirk Becker

 

 

Hans M. Knoll
09.Jul.13
  4

Hallo Herr Becker.

Leider habe ich nicht mehr als Sie schon haben von mir.

In der techn. Information  2/55 wird erklaert dass die Serie 350/530 jetzt die hohe ZF hat

Zitat: Bisher wurden fuer den Bildtraeger 27Mhz und fuer den Tontraeger 21,5Mhz verwendet

Neu jetzt Bild 38,9 und Ton 33,4 Mhz.

Somit hatten der 210 und der 310 die 27,0  und 21,5 Mhz als ZF.

 

Gruss Knoll

Anlage als Anhaltspunkt wo die  Traps lagen. Nicht 100%ig zum 210

Bild aus RPB 52 /54 von P. -Markus =  Deckname des damaligen Chefentwicklers  "Fernsehen"

bei GRUNDIG  

 

Attachments

Bernhard Nagel
09.Jul.13
  5

Vom Grundig 310 gibt es eine Kurve des ZF-Durchlasses (im Lange-Plan beim Modell), die wohl in guter Näherung auch für den 210 verwendet werden kann.

ZF-Durchlasskurve Grundig 310, aus: Lange, Schaltungen der Funkindustrie

Es werden ebenfalls 3 Fallen eingesetzt, nur die Lage zwischen den ZF-Stufen ist abweichend um eins nach links verschoben.

Hans M. Knoll
09.Jul.13
  6

Hallo Herr Nagel.

Ich habe das auch gesehen, kann nur diese Seite mit Scriptfehler versuchen zu laden.

Das Kleinbild sehe ich.

Gruss Knoll

 

Nachtrag:

Wolfgang Bauer und Arpad Roth haben den Sciptfehler beseitigt.

Man kann den Text und Bild  des GRUNDIG TV 310 jetzt lesen.

Danke! knoll

 

 

 

Dirk Becker
10.Jul.13
  7

Ich möchte mich an dieser Stelle schon einmal bedanken. Die Frequenzen der Fallen sollte ja aus den Bedämpfungswiderständen hervorgehen. Ich melde mich wieder, sobald ich mehr weiß. Es kann ein bisserl dauern, wenn auch hoffentlich nicht wieder ein paar Jahre ;-).

Viele Grüße, Dirk Becker

 

Dirk Becker
25.Nov.14
  8

So, der Fernseher läuft jetzt (seit Juli 2014) endlich wieder. Es war eine Verkettung von Fehlerursachen, die das ganze letztendlich so schwierig gemacht hat: Erstens war die ZF total verstimmt und dann war im Tiefpass zwischen der letzten EAA91 und der PL83 ein sehr versteckter Kurzschluss zwischen den Testpunkten 1 und 2.

Ganz besonders bedanken möchte ich mich bei Herrn Knoll für die original Schaltungsunterlagen und die internen Grundig Infos. Alle anderen die hier und durch die GFGF, wie z.B. Herr Kirchner halfen, will ich natürlich auch nicht vergessen.

Ich habe bei der Reparatur viel gelernt, es gehört auch einfach Erfahrung dazu, wie so ein ZF Verstärker genau funktioniert und welche Signale man wo erwartet. Am besten erklärt fand ich das übrigens in Auflage 1 und 2 von Otto Limanns "Fernsehtechnik ohne Ballast".

Im Anhang ein Schnappschuss von unserer Reparaturrunde hier in Riemerling, als das Gerät zu ersten Mal wieder richtig funktionierte.

Viele Grüße

Dirk Becker

 

Attachments

Hans M. Knoll
25.Nov.14
  9

Hallo Fam. Becker.

Da freue ich mich mit Euch.

Dieser erste Serien- Fernseher, ist eben ein "Frühchen" von GRUNDIG

Alles was nicht in der Serie 1000mal klappt ist darin zu finden.

Gruss Knoll

Bernhard Nagel
01.Dec.15
  10

Zum Grundig FS 210 gibt es nun Original-Schaltpläne die den Nachweis für zwei Versionen des Tischempfängers liefern. Zum einen eine frühe Version mit USA-Kanalschalter (6BQ7 und 6J6) und Röhre EF80 in den ZF-Stufen. Der "210" wurde ja im Frühjahr 1953 vorgestellt, also noch lange vor dem sommerlichen Neuheiten-Termin für den Fachgrosshandel.

Die zweite Version (Grundig-intern teilweise mit 210/II bezeichnet) ist die im Handbuch des Rundfunk- und Fernseh-Grosshandels 1953/54 beschriebene Ausgabe. Der Tuner ist dort mit PCC84 und ECC81 angegeben, die ZF-Verstärker sind mit dem Röhrentyp EF94 bestückt.

Im GFGF-Archiv tauchte dann dieses höchst bemerkenswerte Dokument auf:

Diese vorläufige Service-Anweisung behandelt das Tischgerät 210 und das Standgerät 610. Es findet sich unter anderem eine Abgleichanweisung mit Meßsender oder mit Wobbler und Sichtgerät!

Auch eine Sollkurve für den ZF-Durchlass mit Einzelfrequenzen und Pegelangaben ist hinterlegt. Sie stimmt erstaunlich gut mit der Kurve in Post #5 überein.

In der Anweisung finden sich ausserdem Reparaturhinweise, Oszillogramme, elektrische Stücklisten für Tisch- und Standgerät sowie Chassis-Ansichten des Standgerätes. Ansichten des Tischgeräte-Chassis fehlen zwar, der H.F.-Teil vom 610 stimmt jedoch mit dem des 210 überein. Schaltpläne waren nicht enthalten.

Zu guter Letzt machte ein RMorg-Mitglied eine weitere Unterlage bekannt:

Ein Sonderdruck Reparaturhelfer FS 210  FS 610 aus Grundig, Technische Informationen, beschreibt die Reparatur und den Umbau älterer Fernsehempfänger [des 210 und 610], unter anderem den Ersatz des ursprünglich verbauten Zeilenübertragers mit EY51. Das Erscheinungsdatum des Sonderdrucks ist derzeit nicht bekannt, dürfte jedoch vor 1956 liegen.

Mein Dank gilt dem GFGF-Archiv, Hans Knoll und Michael Niermann für die neuen Erkenntnisse! Die Unterlagen sind bei den Modellen 210, 210/II und 610 abrufbar.

Bald 10 Jahre nach dem Ausgangspost im März 2006 Bestückungsplan gesucht gehören diese Fernsehempfänger nun mit zu den am besten dokumentieren Apparaten im RMorg aus der Frühzeit des deutschen Nachkriegsfernsehens ... Und der Röhrenlageplan wird hiermit gerne nachgereicht!

Wobei die Bs35R4 eine statisch fokussierte Bildröhre sein müsste, bislang völlig unbekannt. Tatsächlich wurde im Tischempfänger 210 als Alternative zur MW36-44 der Typ Bm35R2 verbaut.

Dirk Becker
01.Dec.15
  11

Ein ganz großes Danke für diese Unterlagen.

Da habe (wahrscheinlich nicht nur ich) ziemlich lange nach gesucht. Bei meiner ersten Recherche waren die Unterlagen noch nicht im GFGF Archiv vorhanden. Ein schönes Beispiel für die Qualität dieses Archivs.

Es freut mich sehr, dass sich der Kreis nun schließt. Sehr interessant, dass dieser vor fast 10 Jahren begonnene Thread immer mal wieder vorwärts kam. Nur mit dieser Hilfe konnte ich dieses schöne Stück wieder reparieren.

Viele Grüße

Dirk Becker

 

P.S.: Ich habe die relevanten Seiten aus der kleinen Fernsehpraxis soeben gescannt. Da ich sie hier nicht hochladen kann (2MB PDF; File zu groß), hier der Link auf meinen Server: P.Marcus - Kleine Fernsehempfangs-Praxis_Zeilenendstufe. Schöner wäre es natürlich, wenn die Daten direkt hier liegen würden.
P.P.S.: Wer, aus dem Grundig Labor, ist das denn auf dem Titelbild der "Kleinen Fernsehempfangs-Praxis"? Herr Knoll kann uns bestimmt weiterhelfen?

Titelbild: P. Marcus; Kleine Fernsehampfangs-Praxis

 

 
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