169W Tonabnehmerbuchse seitlich

Mende - Radio H. Mende & Co. GmbH, Dresden

  • Year
  • 1931/1932
  • Category
  • Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
  • Radiomuseum.org ID
  • 3520
    • Brand: System Günther

Click on the schematic thumbnail to request the schematic as a free document.

Audio (to hear)

 Technical Specifications

  • Number of Tubes
  • 4
  • Main principle
  • TRF with regeneration; 1 Special; 1 AF stage(s); Reaction
  • Tuned circuits
  • 2 AM circuit(s)
  • Wave bands
  • Broadcast (MW) and Long Wave.
  • Power type and voltage
  • Alternating Current supply (AC) / 110; 125; 150; 220 Volt
  • Loudspeaker
  • - This model requires external speaker(s).
  • Material
  • Bakelite case
  • from Radiomuseum.org
  • Model: 169W [Tonabnehmerbuchse seitlich] - Mende - Radio H. Mende & Co.
  • Shape
  • Tablemodel, low profile (big size).
  • Dimensions (WHD)
  • 335 x 275 x 240 mm / 13.2 x 10.8 x 9.4 inch
  • Notes
  • Endstufe in den meisten Schaltplänen RES164 oder RES374 (bzw. die entsprechenden Valvo-Typen), obwohl zum Teil nur eine Triode gezeichnet ist.  Aber auch RE304 ist in der Literatur zu finden.

    Siehe auch Mende 169W mit Tonabnehmer-Buchse (Klinkenbuchse) hinten sowie die erste Ausführung 169N mit abweichender Gehäusegestaltung.

  • Net weight (2.2 lb = 1 kg)
  • 8.5 kg / 18 lb 11.6 oz (18.722 lb)
  • Price in first year of sale
  • 169.00 RM +
  • Circuit diagram reference
  • Lange + FS-Bestückungstabellen
  • Picture reference
  • Das Modell ist im «Radiokatalog» (Erb) abgebildet.

 Collections | Museums | Literature

 Forum

Forum contributions about this model: Mende - Radio H.: 169W

Threads: 5 | Posts: 15

Demontageanleitung für das Gehäuse eines Mende 169W oder G

 

Beim Mende 169W oder G sieht man sehr oft hinten ausgebrochene oder auf der Frontseite gerissene Bakelit-Gehäuse.

Viele dieser Schäden sind nicht auf Stürze, sondern auf  falsches Demontieren des Gehäuses zurückzuführen.

Entscheidend dafür ist oftmals Schritt 6 (Demontage des Messingstiftes). Hier liegt die Ursache für viele Risse im vorderen Bereich des Gehäuses. Durch die Demontage des Stiftes bekommt das Gehäuse beim Demontieren mehr Spiel noch oben. Ansonsten hält der Bolzen das Gehäuse zu weit unten und man muss anfangen zu hebeln.

Um das für die Zukunft möglichst zu verhindern sind folgende Punkte hilfreich:

 

Gehäuse-Demontageschritte im Einzelnen:

 

  1. Gerät auf den Kopf legen und die Bodenplatte lösen. Dazu die vier Schrauben in den Gummifüßen lösen und herausdrehen. Bodenplatte und  Füße mit Schrauben beiseitelegen.
  2. Die Isolierpappe  - die ist wichtig, weil sie gegen Kurzschlüsse nach Masse schützt -  lösen. Oftmals ist die Pappe mit den harzgetränkten Gewebeschläuchen, die zur Isolierung der Drähte verwendet wurden, verklebt. Ein Haarföhn oder ein Heißluftgebläse (niedrige Stufe!) hilft dabei die verklebten Stellen zu erwärmen und die Pappe vorsichtig abziehen zu können. Danach die Pappe beiseitelegen.
  3. Die vier Gewindehülsen für das Gehäuse (M3er Gewinde) lösen, abschrauben und beiseitelegen.
  4. Dann das Gerät wieder auf den Geräteboden stellen.
  5. Knöpfe abschrauben und beiseite legen.
  6. Den Messingbolzen (4mm) unter dem mittleren Knopf (Senderwahl) herausdrehen. Dazu den Bolzen in ein Schnellspannfutter einspannen und langsam gegen den Uhrzeigersinn herausdrehen. So bleibt der Bolzen Kratzer- und beschädigungsfrei. Falls letzteres nicht gelingen sollte, Bolzen am Gewindeende in einen Akkuschrauber einspannen und bei mittlerer Drehzahl mit 1000er Stahlwolle polieren. Dann ist er wie neu.
  7. Die Rückwandschraube lösen, Rückwand waagerecht abklappen und zunächst die Röhren aus dem Gerät entnehmen und beiseitelegen.
  8. Das Gehäuse auf der Rückseite leicht anheben. Die waagerecht abgeklappte Metallrückwand durch Schieben zur Seite lösen und durch kurzes Anheben herausnehmen und beiseitelegen.
  9. Das Gehäuse in der nach vorne gekippten Position vorsichtig ohne Gewalt nach vorne abziehen. Es muss dabei ein leichter mechanischer Widerstand überwunden werden, der durch die vorderen beiden Gewindebolzen des Gehäuses entsteht. Durch das Kippen nach vorne wird das leicht möglich.
  10. Messingbolzen wieder eindrehen. Sonst fällt beim Drehen des Gerätes (z.B. für eine Reparatur) die Blattfeder für den Bolzen von ihren beiden Lager- und Führungsstiften und fällt ins Gerät. Das macht unnötig Arbeit, und man kommt schlecht ran.  

 

Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge.

Viel Erfolg!

Ludger Kreuz, 25.Feb.26

Weitere Posts (1) zu diesem Thema.

Guten Tag, ich kann bei meinem Mende 169 W das Preßstoffgehäuse nicht abnehmen. Die beiden Befestigungsschrauben an der Frontseite sind etwas zu lang. Beim Anheben stößt das Gehäuse an die Achsen der Bedienelemente und das Ende der Schrauben ragt noch durch das Befestigungsloch. Es kann deshalb nicht nach vorner herausgezogen werden. Irgendeine Idee -Lösung ? Danke im Voraus Rolf Brecht

Rolf Brecht, 20.Apr.25

Weitere Posts (4) zu diesem Thema.

 

Guten Tag,

habe einen Mende 169W (App.Nr.39760) fertig restauriert, im praktischen Betrieb
wurden Stationen im oberen MW Bereich nicht empfangen, weshalb der Empfangsbereich
ausgemessen wurde, laut Skala bis 200m = 1,5 Mhz.

LW-Skala  = 1900m - 800m     158 - 380  Khz   
MW-Skala =  575m - 200m      521 - 1500 Khz

Laut Skala sollten am MW Ende 200m ca. 1,5 Mhz möglich sein, aber an dieser
Stelle wurden nur 1360 Khz erreicht, durch ablöten des Korrekturtrimmers 1370Khz,
mehr ging nicht.

Es wurden die L und C Werte der HF-und Audionstufe bei 200m ausgemessen und berechnet:

HF - Kreis     : 57p / 180µH  rund 1570 Khz    Dippmeter = 1550 Khz
Audion- Keis : 73p / 185µH  rund 1370 Khz    Dippmeter = 1360 Khz

Dippmetermessungen der recht gut zugänglichen Spulen, bestätigten
dass unterschiedliche Verhältnis der beiden Schwingkreise, auch an einem zweiten
Chassis (App.Nr.30941) ergaben sich identische Werte.

Da die Audionstufe die Empfangsfrequenz dominiert, ist somit am Bandende MW kein höherer Wert
als ca. 1360 Khz (73p/185µH) erzielbar, der Skalenzeiger steht aber auf 200m.

Die HF-Stufe erreicht mit ihren Werten den 1500Khz Bereich, der Audionkreis mit
dem höhern kapazitiven Minimalwert von 73p (16p mehr) und 5µH höhere Induktivität hingegen
nicht,es ergibt sich eine Kreisdiffernz von fast 190 Khz im oberen Bereich.

Für die 16p mehr gegenüber dem HF-Kreis, wurde ein größerer kapazitiver Verdrahtungsanteil
ermittelt, also konstruktiv vorhanden, da wurde auch nichts geändert, warum die
Spule 5µH mehr besitzt ist mir noch unklar,

Im Zweikreiser sind die Kreise fast identisch und lassen meist für einen Kreis
bedienbare Korrekturen für Abstimmzwecke zu, im 169W als schwenkbarer Drehko-Stator
der HF-Stufe ausgeführt.

Feststellung für dieses Gerät:
Angegebene Skalenwerte sind nicht immer mit tatsächlichen Frequenzwerten identisch,
dies hat natürlich die vielfältigsten Gründe.
Ich wollte aufzeigen, wie durch praktische Funktion, Ausmessung des fertigen Gerätes,
man sein Gespür für technische Verhältnisse sensibilisiert und versucht aufzuklären.
Für den Zustand des Gerätes kann ich sagen, es funktioniert gut und auch wie es soll.

Fazit:
Die obere "Grenzfrequenz" des 169W endet bei ca. 1360 Khz  mit Zeiger auf 200m
(orginaler Zustand).

Fragen:
1. Wurde dies an anderen Geräten des Typs auch festgestellt, bzw. mal gemessen?

2. In verschiedenen Schaltplänen ist die Größe der Netzdrossel immer mit 650 Ohm angegeben,
   auf der Drossel selbst sind 550 Ohm gestempelt (für Funktion bedeutungslos),
   eine Ersatzteilliste gäbe da sicher Auskunft.

Freue mich über Antworten.

MfG  Helmut Freytag

 

Helmut Freytag, 06.Dec.22

Weitere Posts (4) zu diesem Thema.

Hallo,

kann mir jemand der solch ein Gerät besitzt ein paar bilder von der Chassisunterseite machen?

Mit freundlichen Grüßen

Markus Weiß

Markus Weiss, 20.Dec.05

Weitere Posts (3) zu diesem Thema.

Das Mende 169W gibt es als Gerät ohne eigenen Laustsprecher.

Welche Art Lautsprecher ist geeignet bzw. was ist zu beachten (z.B Übertrager in separaten Lautsprecher)?

Axel Harten, 22.Jul.05

Weitere Posts (3) zu diesem Thema.