radiomuseum.org
Please click your language flag. Bitte Sprachflagge klicken.

Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38

Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 203693) Radio
 
Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 203705) Radio
 
Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 203706) Radio
 
Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 203708) Radio
 
Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 203709) Radio
 
Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 203710) Radio
 
Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 319179) Radio
 
Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 319180) Radio
 
Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 319181) Radio
 
Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 319182) Radio
Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 630532) Radio Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 145367) Radio
Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 145366) Radio Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 118737) Radio
Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 117952) Radio Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 118738) Radio
Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 493313) Radio Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 89975) Radio
Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 91405) Radio Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 155795) Radio
Use red slider bar for more.
Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38; Gemeinschaftserzeugn (ID = 630532) Radio
Gemeinschaftserzeugn: Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38 [Radio] ID = 630532 720x700
Select picture or schematic to display from thumbnails on the right and click for download.
For model Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38, Gemeinschaftserzeugnisse Vorkrieg
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Gemeinschaftserzeugnisse Vorkrieg
Year: 1938–1940 perfect model Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 2: VCL11 VY2
Main principle TRF with regeneration; 1 AF stage(s)
Tuned circuits 1 AM circuit(s)
Wave bands Broadcast (MW) and Long Wave.
Details
Power type and voltage AC/DC-set
Loudspeaker Magnetic loudspeaker (reed) of high quality (free mooving - only possible past 1931).
Power out
from Radiomuseum.org Model: Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38 - Gemeinschaftserzeugnisse
Material Bakelite case
Dimensions (WHD) 240 x 240 x 120 mm / 9.4 x 9.4 x 4.7 inch
Notes DKE 1938 = Deutscher Kleinempfänger; Spitzname: Goebbelsschnauze. Hat immer div. Spannungen. Von der Spannung her gibt es eigentlich nur Allstrom oder Batterie, nur in Literatur verschieden geführt. Hier ist der Name absichtlich ausgeschrieben als Deutscher Kleinempfänger DKE, damit er auch mit dieser Eingabe erscheint und nicht nur mit DKE oder DKE 38 bzw. DKE38.
Da nur Rückwand und meist das Typenschild den Hersteller zeigen, kann nicht immer nach diesem sortiert werden. Im übrigen sind die Produkte der verschiedenen Hersteller identisch.
Eine Auflistung aller deutschen Hersteller ist hier zu finden.
Net weight (2.2 lb = 1 kg) 1.9 kg / 4 lb 3 oz (4.185 lb)
Price in first year of sale 35.00 RM
Collectors' prices  
External source of data E. Erb 3-907007-36-0
Source of data Handbuch WDRG 1938 / Radiokatalog Band 2, Ernst Erb
Circuit diagram reference Schenk-Regelien und FS-Bestückungstab.
Mentioned in Funkgeschichte der GFGF (88FG)
Picture reference Das Modell ist im «Radiokatalog» (Erb) abgebildet, das Copyright liegt beim Deutschen Rundfunk Museum (DRM), Berlin und beim Archiv-Verlag (AV). Sie finden eine grössere Abbildung und Schaltbild etc. bei der Loseblatt-Sammlung von DRM/AV.


All listed radios etc. from Gemeinschaftserzeugnisse Vorkrieg
Here you find 57 models, 45 with images and 37 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.




 


Forum contributions about this model
Gemeinschaftserzeugn: Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38
Threads: 16 | Posts: 48
Hits: 1459     Replies: 0
gemeinsch: Deutscher Kleinempfänger - Artikel 1939 v. Dr. Schad
Jörg Holtzapfel
13.Sep.14
  1

Der neue deutsche Kleinempfänger, Zeitungsartikel (1939) von Dr. Schad, Ilmenau

Leider unbekannt aus welcher Zeitschrift - habe mal vor ein paar Jahren Schaltplan-DVDs gekauft, da war dies mit drauf.

 

Attachments

 
Hits: 1945     Replies: 0
DKE und Volksempfänger- wie gut oder wie schlecht waren sie?
Jacob Roschy
25.Nov.11
  1

DKE und Volksempfänger - wie gut oder wie schlecht waren sie ?

Mehr zu diesem Thema finden Sie hier Ö

M. f. G. J. R.

 
Hits: 2136     Replies: 1
DKE38 Schnellstart Nachrüstung
Wolfgang Scheida
13.May.11
  1

DKE38 Schnellstart Nachrüstung

Unserem heutigen Anliegen, die Röhren eines DKE´s bestmöglich zu schonen, steht der einstige Einsatzzweck, nebst Unterhaltung und Nachrichten auch und im Besonderen "Sondermeldungen" der politischen wie auch militärischen Führung abzuhören entgegen.

Die bei 220 V Betrieb erforderliche Anheizzeit von 75 - 85 Sekunden dauerte "in entscheidenden Momenten" der Weltgeschichte mitunter zu lange, um dem Inhalt vollständig lauschen zu können.

Deshalb gab es in der Funkschau 1940, Ausgabe 8, die Anleitung zum Überbrücken des 110 V/ 220 V Vorwiderstands per rückseitig angebrachten Drucktasters beim Einschalten, bis, wie auch im regulären 110 V Betrieb der Ton bereits nach nur 20 Sekunden hörbar wird.

Wiewohl heutzutage die Eile, per DKE einem OKW an den Lippen zu hängen seine Bedeutung verloren hat, findet sich diese Anekdote, sofern der Apparat die einhergehende rauhere Behandlung überlebt hat womöglich an dem einen oder anderen Gerät wieder.  

(Teilzitiert aus A-Radiobote Heft 23, S. 24, Sept./Oktober 2009)

 

Nachtrag: Das Thema (Bild-)Röhrenschnellstart durch entsprechende Beschaltungen finden wir bei den Fernsehgeräten bis in die 1980er Jahre wieder, bis Schnellheizkathoden (Philips etc.) deren Bedeutung obsolet machte.

Bis dahin ist aber so manche Bildröhre dank 24 h Dauervorheizung u.a. den vorzeitigen Verschleiß erlegen. 

 

Konrad Birkner † 12.08.2014
17.May.11
  2

Eine Schnellstarteinrichtung findet sich auch beider Jukebox 780 "Wagon Wheel" von Wurlitzer.

Die Endröhren bleiben im Standby ungeheizt. Nach erfolgtem Münzeinwurf und Drücken einer Wahltaste wird Überspannung an die Röhrenheizung gelegt. Eine Zeitschaltung setzt nach kurzer Zeit über ein Relais die Heizung auf normal zurück. Wenn die Mechanik fertig ist mit Entnahme, Transport und Auflegen der Schallplatte und der Tonarm aufgesetzt wird, ist der Verstärker bereits voll betriebsfähig.

 

Anmerkung: Bild und Schaltbild (und Daten) folgen in einigen Tagen.

 

 
Hits: 3801     Replies: 4
gemeinsch: DKE38: Farbanstrich entfernen
Stefan Weigelt
17.Apr.09
  1

Liebe Radiofreunde,

... ich habe einen "DKE" erstanden (eher ein Fragment, nur wegen der Rückwand gekauft), dessen nach Besichtigung doch noch recht passables Gehäuse weiß gestrichen wurde. Bevor ich ans Abbeizen gehe, frage ich lieber nochmal die Farb-/Gehäuseexperten, welches Mittel sich mit dem Bakelit verträgt. Bei der Suche im Forumsarchiv las ich Widersprüchliches, zum einen hat jemand Abbeizer problemlos benutzt, bei Ernst Erb wird darauf verwiesen, dass Abbeizer das Bakelit anlösen könnten. Kommt jetzt sicher auch auf das Produkt an.   

Sicher hat jemand einen Tipp parat!
Danke!

Stefan Weigelt

Franz-Josef Haffner
17.Apr.09
  2

ein rot lackiertes Bakelit-Blaupunkt 4W67 habe ich mal erfolgreich mit Grüneck Entschichter von der Farbe befreit. Ich glaube der Entschichter ist nicht so aggressiv wie Abbeizer. Die Aktion sollte nicht länger als eine halbe Stunde dauern da der Schmand dann wieder trocken und fest wird. Anschliessend gründlich mit Wasser abspülen. Möglicherweise sind mehrere Durchgänge erforderlich. Dann mit einem Baumwolltuch und wenigen Tropfen säurefreiem Öl lange und geduldig von Hand polieren.

Gruß,
Franz-Josef

Attachments

Peter von Bechen † 15.7.19
18.Apr.09
  3

Habe schon mal das Bakelitgehäuse eines Philips-Radios, das mit Auto-Sprühlack aus der Dose lakiert war, in der Spülmaschine "behandelt". Bei 60 Grad mit normalem Maschinespülmittel löst sich alles von der Oberfläche, ohne dass das Bakelit zu sehr angegriffen wird. Allerdings ist die Obefläche nach dem Trocknen matt. Der Glanz kann mit Autopolitur wieder herrgestellt werden.

 

Stefan Weigelt
20.Apr.09
  4

Hallo, ich danke schon mal für die Tipps und werde heute mal zu Werke gehen und berichten. Den Tipp Spülmaschine hört man ja öfter - allerdings werde ich vorerst lieber kein Gerät in unsere Spülmaschine stellen (wenn ich hier noch weiter wohnen möchte) ...

Grüße, Stefan

Stefan Weigelt
25.Apr.09
  5

... so, nun in aller Kürze die Rückmeldung:

Nachdem ich einen "sanften" Abbeizer ohne Löungsmittel ausprobiert hatte und der sich recht schnell braun färbte, hatte ich doch Angst um das Bakelit.

Auf Anraten eines Besuchers habe ich dann statt der Spülmaschine den Handwaschgang eingelegt. Wichtig war vor allem die Wassertemperatur, je heisser desto besser löste sich der Lack ab (und desto unangenehmer für die Hände). Zum Abreiben bewährte sich ein Stück Küchenkrepp besser als alle anderen Alternativen wie Lappen, Schwamm, Leinentuch. An den einschlägigen Stellen haftete der Lack besonders gut, hier kam eine Bürste zum Einsatz. Und das beste: die meisten Stellen des Gehäuses waren hinterher gar nicht so stumpf wie befürchtet!

PS: jetzt weiss ich auch wieder, warum es Spülmaschinen gibt.

Stefan Weigelt

 
Hits: 2065     Replies: 0
gemeinsch: DKE38; Deutscher Kleinempfänger DKE
Robert Weiner
12.Dec.08
  1

 

Eine nachgezeichnete Papierskala zum selbstausdrucken ausschneiden und  aufstecken finden sie bei mir unter folgendem link :

 Papierskala

Achtung! Das Papierschild ist keine Kopie von einem Original, es ist eine originalnahe Nachzeichnung mit kleinen differenzen zum Original.


 
Hits: 4592     Replies: 3
gemeinsch: DKE38; Deutscher Kleinempfänger DKE
Jürgen Bauch
07.Oct.08
  1

Ich habe heute im Gehäuse eines DKE 38 der Firma Körting folgendes Zeichen gefunden.

                                 Reichs

                               Rundfunk

                               WD 40 RJ .Siehe auch Bild.

 

Was hat das zu bedeuten ?

 

J,Bauch

Attachments

Wolfgang Eckardt
08.Oct.08
  2

Die gleiche Frage mit der Prägung in einem DKE-Gehäuse habe ich hier  auch schon gehabt - leider ohne Erfolg.

Wolfgang Eckardt

 

Rüdiger Walz
08.Oct.08
  3

Der WD xx RJ Stempel ist auf allen Bauteilen der Volksempfaenger und DKE vorhanden. Die Nummer bezeichnet den Hersteller und das Zeichen ansich kennzeichnet Bauteile, die bewirtschaftet sind und zu Sonderpreisen fuer den VE bzw. DKE - Aufbau weitergegeben werden konnten. Die Bedeutung von WDRI siehe Antwort 4.
Die gesammte Herstellkette des VE und DKE stand unter staatlicher Aufsicht. Um die niedrigen Verkaufspreise realisieren zu koennen, waren auch die entsprechenden Bauteile bewirtschaftet und unterlagen entsprechender Kontrolle. Damit sie von normalen Bauteilen unterscheidbar waren, erhielten sie oben gezeigten Stempel.
Auf Roehren stand diese Bedeutung im Klartext, z. B.: "Bestueckungsroehre VE, Einzelverkauf unzulaessig". Diese Roehren wurden zu Sonderpreisen fuer den VE bzw. DKE von Telefunken bzw. Valvo abgegeben.

Editiert wegen Antwort 4

Ruediger Walz

Thomas Lebeth
08.Oct.08
  4

WDRI = WDRJ und bedeutete Wirtschaftsstelle der deutschen Rundfunkindustrie. Die Röhren des DKE waren an Stelle der Aufschrift "Bestückungsröhre.. " auf der der Typenbezeichnung gegenüberliegenden Kolbenseite mit dem Reichsrundfunkemblem bestempelt, um die Röhren als "bewirtschaftete" Röhren zu kennzeichnen.

Wenn man in Röhrenpreislisten von damals nachsieht, und speziell die DKE-Röhren VCL11 und VY2 mit anderen ähnlichen Röhren vergleicht, so sieht man das diese trotz geringerer Leistungsfähigkeit unverhältnismäßig günstiger als vergleichbare Röhren für den freien Gerätemarkt waren. 1939: UCL11 RM 10,10 dagegen VCL11 RM 4,80, die VY2 war um RM 1,85 zu haben.

Grüße

Thomas Lebeth

 
Hits: 7893     Replies: 3
gemeinsch: DKE38; Deutscher Kleinempfänger DKE
Frank Dittrich
07.Mar.08
  1

Werte Sammlerfreunde,

 

Der eine oder andere Leser wird denken, schon wieder der DKE 38 man kann es schon nicht mehr hören geschweige lesen.

Jedoch bei der hohen Stückzahl die davon produziert wurde gibt es immer wieder neuen Beratungsbedarf.

 

Ich persönlich habe einen DKE 38 der Firma „Brand“ als Vorführgerät im Betrieb, jedoch nicht mehr mit originaler Stoffbespannung aber sonst alles im optischen Originalzustand.

 

Nun zu meinen Anliegen. Vor wenigen Tagen fand ich in einer Garage einen DKE 38 der schon oft von einer Ecke zur anderen gewandert war! Sein Gehäuse hatte bereits drei Risse.

Der Eigentümer war schnell bereit mir das Gerät abzugeben. Leider ohne Rückwand und mit folgenden Veränderungen

- Der originale Lautsprecher wurde durch einen permanentdynamischen Lautsprecher mit   
  Pressstoffpappgehäuse ausgetauscht. Der Übertrager war an der Gehäusewand    
  angeschraubt (zwei weitere Löcher im Gehäuse!).

- Die VY 2 wurde durch einen Selenstab ersetzt. Leider war dadurch die Röhrenfassung   
  zerstört  wurden.

- Die VCL 11 ersetzte man durch 2 RV 12 P2000 (Wehrmachtsbestände).

- Der Hartpapierdrehko ca. 330 pF war ein Typ mit einer Messingscheibe in
  der Mitte (Schaltkontakt).

- einen Einstellregler (Brummspannung) war nicht auf der Platine vorgesehen.

Die üblichen Elkos waren durch Becherkondensatoren von Bosch 2 * 2yF /160 Volt!! ersetzt wurden.

Ich habe vor den DKE 38 wie folgt zu restaurieren.

 

Das Gehäuserisse so gut wie möglich mit eingefärbten Harz zu verkleben und zu polieren

- einen originalen DKE Lautsprecher  einzusetzen

- die Elkos durch 2 X 4,7 yF im Pappgehäusen  einzubauen.

- die VY 2 durch einen originalen Ersatz (RFT)  mit Röhrensockel und Ersatzwiderstand für
  die Heizung einzusetzen. (siehe Bild)

- die VCL 11 soll durch die beiden RV12 P2000 ersetzt bleiben.

- der Drehko wird durch einen baugleichen unbenutzten Drehko ersetzt (unter dem Eingebauten waren zwei Pappstreifen untergelegt um eine bessere Masseverbindung zu erzielen, dieser hatte aussetzet).

 

Später will ich eine Ersatzrückwand besorgen, wenn bei uns in Dresden wieder die Radiobörse stattfindet.

Nun zu meine Fragen: Sollte man es so realisieren, oder noch mehr in Richtung „Original“ gehen. z.B. einsetzen einer VY 2, ersetzten des Drehkos mit einen Originalen aus den 38/40 Jahren. Einbau des Einstellreglers?

Hat bereits jemand einen solchen DKE wieder aufgebaut oder im betrieb

 

Ersatzschaltplan VCL11 zu RV12 P2000

Ersatz Selenstab RFT mit Heizwiderstand,  Übrigens auf dem Etikett steht 31.12.1950 

6,68 DM

Adapter  VCL 11 zu 2 x RV12 P2000

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Frank

 

Attachments

Wolfgang Holtmann
07.Mar.08
  2

Sehr geehrter Herr Dittrich

 

Vor ein paar Jahren stand ich vor dem gleichen Problem, wie sollte man sowas heutzutage(!) angehen?

 

Im Vordergrund stand bei mir: der Rückbau in den originalen Zustand sollte durch die notwendigen Anpassungen nicht verbaut werden. Wer weiß, ob sich vielleicht doch noch in Zukunft die originalen Teile irgendwie auftreiben lassen? 

 

Die VCL11 wurde nach dem Krieg meistens durch mehrere RV12P2000 ersetzt. Viel Auswahl hatte man damals nicht. Heute ist die Situation glücklicherweise ganz anders. Sucht man in den Röhrentabellen nach einem Ersatz für die VCL11, so fällt die Wahl auf die ECL80. Vor allem der Anodenruhestrom der Endröhre kommt sehr nahe an den der VCL11. Das ist deswegen so wichtig, weil die richtige Lage der Schwingzunge im Freischwinger des DKE eben vom besagten Anodenruhestrom abhängt. Mehr darüber hier.

 

Nun werden Sie sagen, die ECL80 ist doch für 6,3 V Wechselspannung gedacht!

Richtig, da ist ein großer Unterschied. Daher ist der zusätzliche Einbau eines Miniatur-Trafos (3,5 VA), nur für die Heizung der ECL80, erforderlich.

 

 

Den muss man also „verstecken“. Das ist eigentlich der einzige Nachteil meines Umbauvorschlages. Dabei gehe ich von der original Version von 1938 -mit der Drossel und dem Entbrummerpoti- aus. Später wurde daran gespart und die Stromversorgung etwas modifiziert.

 

 

 

Wir sehen, die ECL80 ist über einen Adapter in die Stahlröhrenfassung gesteckt. Die ¼ Watt Widerstände an g1 und Anode der Endröhre sollen wilde Schwingungen verhindern.

 

 

Die VY2 wird durch eine Diode 1N4007 ersetzt (von unten an die Fassung gelötet), wobei eine defekte VY2 ruhig eingesteckt bleiben kann. Sieht auch besser aus!

Die Verdrahtung Heizvorwiderstand zur Fassung der VY2 muss geändert werden, wie die Schaltung zeigt. Klar, der DKE darf jetzt nur noch mit 230V ~ Spannung betrieben werden!

 

Materialaufwand:

-- ECL80

-- Novalfassung – Stahlröhrensockel

-- Miniatur-Trafo 3,5 VA,  230V > 6V

-- Diode 1N4007

-- Kleinkram

.

Viel Erfolg beim Nachbau.

 

Frank Dittrich
07.Mar.08
  3

Sehr geehrter Herr  Holtmann,

 

vielen Dank für Ihre Antwort.

 

Ich habe die Möglichkeit diesen DKE 38 als mein zweites Gerät mit

originalen Röhren VCL11 und VY2 auszustatten.

 

Dann hätte ich zwei gleiche Geräte! Ich wollte eigentlich mit meinen Beitrag folgenden Gedanken einbringen. Kann man nicht auch als ein Stück Rundfunkgeschichte den DKE so wieder herstellen, wie ein Sachkundiger es nach 1945, mit diesem Gerät getan hat.

Oder verfälscht man damit die Historie?

 

Aus Ihrem Beitrag erkenn ich aber, dass der Lautsprecher als Freischwinger Probleme machen könnte. Deshalb wurde er damals beim Umbau mit ausgewechselt und durch einen permanentdynamischen Lautsprecher angeschlossen an der RV12P2000 ersetzt. Habe ich eine Möglichkeit bei dem Einsatz der RV12 P2000 auch einen Freischwinger zu verwenden?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Wolfgang Holtmann
07.Mar.08
  4

Guten Abend Herr Dittrich

 

Ok, dann ist mein Vorschlag für Besitzer eines DKE ohne die VCL11 und VY2 vielleicht ein Lösung....

 

Sie schreiben :

„Kann man nicht auch als ein Stück Rundfunkgeschichte den DKE so wieder herstellen, wie ein Sachkundiger es nach 1945, mit diesem Gerät getan hat.

Oder verfälscht man damit die Historie?“

 

Ob sachkundig oder nicht, in der Zeit von 1945 bis etwa 1950 hatte man aus bekannten Gründen wenig Auswahl. Es ging nur darum, dem Kunden mit geringsten Aufwand (= Kosten) den Empfang nur eines Senders zu ermöglichen.

 

Eigentlich hätte man die VCL11 mit 3x RV12P2000 ersetzen müssen. Und zwar in der Endstufe mit zwei dieser Röhren parallel! So wäre der Ia und die Sprechleistung der original Ausführung angenähert. Hatte aber die Werkstatt nur eine sehr begrenzte Anzahl der RV12P2000 zu Verfügung, dann musste man Kompromisse eingehen, wie Ihr Gerät zeigt. Das war die Wirklichkeit, das ist die unverfälschte Historie!   

 

 

„Habe ich eine Möglichkeit bei dem Einsatz der RV12 P2000 auch einen Freischwinger zu verwenden?“

 

Wie schon gesagt, mit einer RV12P2000 in der Endstufe kommen wir nicht auf den geforderten Ia von ca. 12 mA. Wir wollen ja nicht die Röhre an den Grenzwerten betreiben (nahm man damals nicht so genau), was natürlich auf Kosten der Lebensdauer geht. Ist man jedoch mit einer geringeren Lautstärke zufrieden(!), kann man die Zunge im Freischwinger bei dem kleineren Ruhestrom durch Justage in die Mittellage bringen.

 

MfG

 

 
Hits: 6585     Replies: 2
DKE 38 Entbrummer oder Brummkompensation
Hans M. Knoll
26.Oct.07
  1

Zur Diskussion in Talk des RMorg.

dort ging es darum, ist die R/C Kombination 0,9 uF und 600 Ohm der Anfangs als Regler ausgefuehrt war und dann als 250Ohm oder  300Ohm Festwiderstand,  eine negative Vorspannungerzeugung  oder mehr?

Hans M. Knoll

 

Der verlorene Text wurde am 2.03.2012  neu angefuegt.

knoll

 

Attachments

Dietmar Rudolph
29.Oct.07
  2 Im "Radiotechnischen Almanach 1947" gibt es auf den Seiten 82 - 87 einen Aufsatz von Peter H. Robeck zur "Brummkompensation".
Neben der Methode einer angezapften Drossel wird auch die Kompensationsmethode vom DKE 38 beschrieben, dazu noch eine Kompensationsmethode mit Hilfe eines angezapften Ausgangsübertragers. Letztere findet man in späteren Jahren allgemein bei Röhrenradios.
Der Aufsatz wurde mit OCR und LaTeX bearbeitet und ist als .pdf Anlage angehängt.

MfG DR

Attachments

Joe Sousa
08.Dec.09
  3

Post # 10 in englischer Sprache unter Negative Feedback in DKE38.

Grüße,

-Joe

 

 
Hits: 2404     Replies: 2
gemeinsch: DKE38; Deutscher Kleinempfänger DKE
Siegfried WALTHER
20.Jul.07
  1

Hallo liebe Sammlergemeide,

ich habe heute einen DKE38 GW bekommen mit einem Bakelitgehäuse welches eine rotbraune "Marmor"-Optik hat und bei dem das Emblem mit dem Adler & Co. fehlt. Selbiges ist auch definitiv nicht weggeschliffen worden! Es ist dieser Kreis einfach leer und glatt und blank. Die Herstellerangabe ist auf dem Chassis und der Rückwand identisch und lautet: Stassfurter Rundfunk. Die VCL11 wiederum hat das komplette Emblem. Sonst hätte ich (wenn es denn sowas gab) auf eine Nachkriegsproduktion getippt. Oder wurden solche Gehäuse später nachproduziert? Über eine Aufklärung würde ich mich freuen. MfG Siegfried Walther

Konrad Birkner † 12.08.2014
20.Jul.07
  2 Das Gehäuse ist Nachkriegsproduktion, einwandfrei. Es lässt sich aber jede beliebige Röhre reinstecken. Die Röhre sagt über das Gerät überhaupt nichts aus. Nicht mal Chassis oder Rückwand, weil beliebig austauschbar. Aber die Rückwand könnte einen Anhaltspunkt geben.
Rüdiger Walz
21.Jul.07
  3

Von einer ganzen Reihe von Firmen wurden nach dem Kriege noch DKE Chassis verbaut. Zum Teil in Holz-, Papp- oder Bakelitgehäusen. Ein Beispiel von Siemens ist hier zu finden. Mein Siemens Kleinempfänger ist nicht wie auf den Bildern zu sehen schwarz, sondern ebenfalls braun mit "Mamoreffekt". Dieser Effekt kommt offensichtlich durch das Füllmaterial zustande, das wie Hobelspäne aussieht. Es ist nicht klar, ob der Effekt beabsichtigt war, oder durch Fehlen von Harz- oder Füllmaterial in den Notzeiten zustande kam.
Das im Krieg übliche Emblem wurde nach dem Kriege einfach weggelassen oder durch das Firmenemblem ersetzt.

 
Hits: 5633     Replies: 0
gemeinsch: DKE38; Deutscher Kleinempfänger DKE
Armin Klischat † 2.9.13
19.Mar.07
  1

Im Beitrag von Herrn Otto Kappelmayer im Band 62 des Buches "Das neue Universum" der Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1941, gibt es folgende Anmerkung zum DKE 38:

                                                                                         

 
Hits: 2407     Replies: 0
gemeinsch: DKE38; Deutscher Kleinempfänger 1938
Wolfgang Eckardt
12.Jan.07
  1

Ich hoffe, dass ich keine offenen Türen einrenne und nicht eine ähnliche Frage übersehen habe:

Auf allen Rückwänden des DKE (umgangssprachliche Abkürzung) für Netzbetrieb habe ich immer die Bezeichnung gefunden 

Deutscher Kleinempfänger 1938

(einzelne Ausnahmen ohne die "1938", z.B. Siemens).

Ich habe noch nie eine Rückwand mit "Deutscher Kleinempfänger 38" gesehen.

Warum wird das Modell aber immer - zumindestens in Deutschland - unter DKE 38 und nicht unter DKE 1938 geführt, wenn man die abgekürzte Schreibweise DKE für Deutscher Kleinempfänger zu Grunde legt?

Gibt es dafür eine plausible Erklärung?

W.E.

 

 
Hits: 10781     Replies: 12
gemeinsch: DKE38; stimmt das Schaltbild überhaupt?
Wolfgang Holtmann
28.Nov.04
  1  

"Ja, was gibt's denn da noch zu bereden?" werden viele sagen.
Sicherlich, dieser recht einfache Empfänger wurde schon über 100x hier und da durchgekaut und die Schaltung ist selbst für Anfänger leicht durchschaubar! Gerade deshalb erwartet man keine Überraschungen bei der Interpretation der bereits veröffentlichten Schaltbilder.

Worum geht's?
Es geht zunächstmal um die Vorkriegsausführung des DKE (id 14749 u. 14750, mit Drossel). Wer eine Sparausführung (id 14757 u. 31028, ohne Drossel) des DKE's besitzt, kann ebenfalls bitte mal kontrollieren, ob wenigsten für diese Modelle die (abweichenden) Schaltbilder stimmen.

Bei der Beschaltung des Heizwiderstandes, sowie die Einfügung der Sicherung (vor oder hinter dem Netzschalter, zum Poti oder zur Anode?), findet man unterschiedliche Darstellungen in den div. Schaltbildern.  
Zu dieser Feststellung bin ich per Zufall bei der Umstellung eines stark verbastelten Gerätes gekommen. Natürlich habe ich im RM nach den vorhandenen Dokumenten geschaut. Auch hier, wie in den meisten Internetveröffentlichungen, ist keine exakte Übereinstimmung mit meinem DKE 38 zu finden. Selbst das Büchlein "Vom ältesten zum neusten VE-Gerät" (E.W. Stockhusen, Verlag Hachmeister & Thal) ist in dieser Beziehung nicht deutlich.

Mir scheint, dass die Angaben im TELEFUNKEN-Werkstattbuch, Band 4, Seite 8, richtig sind. Wer keine Vorahnung hat (und davon muss man ausgehen), wird mit der jetzigen Andeutung der Spannungswahl verunsichert! Daraufhin habe ich untenstehendes Schaltbild so verändert, dass das auch für ungeübte zu verstehen ist.
Der Sicherungswert von etwa 0,2A wird bei Stockhusen angeführt und ist bei 15 Watt Leistungsaufnahme realistisch.Werden jedoch 0,5A eingesetzt (wie angegeben), kann bei einem Durchschlag des Ladeelkos der interne Katodenanschluss der VY2 viel schneller durchbrennen! Das passierte leider viel zu oft! Herr Roschy hat bereits an anderer Stelle Anpassungsvorschläge dazu gemacht. http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=11446

Wenn schon, denn schon, sagte ich mir und habe zusätzliche -für die Reparatur wichtige- Zusatzinformationen mit in die Schaltung hineingepackt. Das sind:

n   
Bezeichnung der Antennenbuchsen
n      Antennenspule mit Pfeil (variabele Kopplung)
n      Antennenspule hat einen kl. Eisenpulverkern
n      Wellenbereichsumschaltung ist mit dem Drehko gekoppelt
n      Werte der Netzdrossel
n      Impedanz und Gleichstromwiderstand des Lautsprechers
n      Ungefährer Gleichstrom durch die Sprechspule
n      Polarität derselben (wichtig!)

Normalerweise gehören auch noch die Spannungs- und Stromwerte dazu. Das würde aber wegen der vielseitigen Netzanschlussmöglichkeiten zu verwirrend werden.

Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass dieses Gemeinschaftsprodukt nach einem Verdrahtungsplan von den unterschiedlichen Herstellern gefertigt wurde. Ob das auch wirklich so konsequent durchgeführt wurde, ist Ziel dieser Umfrage. Oder sehe ich das alles zu 'verkniffen'?

Darf ich daher die Besitzer eines DKE 38 bitten, die Verdrahtung des Heizwiderstandes und der Sicherung mal genauer zu untersuchen und meine Befindungen hier im Forum, oder -falls das nicht möglich ist- an meine E-Mail Adresse (siehe Mail an den Autor) zu widersprechen oder zu bestätigen.
Durch diese Zusammenarbeit erhoffen wir uns, letztendlich ein gültiges Schaltbild zu den spezifischen Modellen hochladen zu können!  

Schonmal meinen herzlichen Dank im Voraus.

Wolfgang Eckardt
29.Nov.04
  2 Guten Abend Herr Holtmann,

zugegeben, etwas ungläubig dachte ich mir: na schauste mal rein in die Goebbelsschnauze. Der Überraschungseffekt ist geglückt - ich hätte es nicht für möglich gehalten. Es gibt tatsächlich Unterschiede in der Beschaltung.
Konkret: 1. Sachsenwerk, mit Drossel: Sicherung vor dem Schalter im Zweig zur Anode VY2/Heizwiderstand. (wie im Lange/Nowisch, im Nieden T.1 und im Handbuch der Funktechnik 7.Band S.153)
2. Tefag, mit Drossel: Sicherung vor dem Schalter, aber im Zweig zum Elko/Poti.
Die Heizwiderstände sind in beiden Fällen identisch verdrahtet, das lose Ende mit Kabelschuh ist am unteren Ende (220V) angeschraubt und 115V-Beschriftung  am oberen Ende.
Aber in keinem der Fälle sitzt die Sicherung so, wie im Telefunken-Werkstattbuch.
Ja, nun werden Sie mit meiner Erkenntnis auch zu keinem Schlussurteil kommen - es sind halt die kleinen Deteails, die überall mal etwas anders sind und - man achtet gar nicht darauf. Insofern war Ihr "Aufruf" ein interessantes Ergebnis und mein anfangs zögerliches Verhalten ist einem erstaunten "aha - war nicht für umsonst!" gewichen.

Abschließend noch etwas. Überall wird vom "DKE38" geredet, auch auf den Modellseiten im RM. Auf den Rückwänden heißt er aber stets "Deutscher Kleinempfänger 1938" (also analog DKE 1938). Ist das nun der sprachliche Umgangston zur Vereinfachung? Ist es Nachlässigkeit oder Oberflächlichkeit, Jargon oder .... ?
Ich sage selbst auch meistens DKE38, wäre aber exakt nicht DKE1938? Gibt es Geräte, bei denen "Deutscher Kleinempfänger 38" steht? Gesehen habe ich noch keinen.

Im besten Sinne schöne Grüße aus Jena
Wolfgang Eckardt


Wolfgang Holtmann
30.Nov.04
  3   

Hallo Herr Eckardt

Ich freue mich, dass Sie sich die Mühe genommen haben und einen wertvollen Beitrag zur Klärung der Unsicherheiten geleistet haben.

Für ein 'Schlussurteil' ist es noch ein bisschen zu früh, aber durch die von Ihnen angeführten Beispiele ist jetzt schonmal klar geworden:
Es wurde nicht nach einem Verdrahtungsplan in den verschiedenen Produktionsstätten gefertigt!

Das bedeutet aber auch, dass man leider zum "Deutschen Kleinempfänger 1938" (kurz: DKE38 genannt) nicht ein allgemein gültiges Schaltbild publizieren kann. Das sollte doch bis ins Detail(!) bei so einem simplen Gerät möglich sein. Gut, man kann damit leben.

Ich schlage vor, einen kleinen Hinweis in den Schaltplan aufzunehmen, etwa so:
"abweichende Verdrahtung der Sicherung möglich"

Bin mal gespannt, was weitere Radiosammler zum Thema beitragen können.

Ein Dankeschön nach Jena

 

Hans M. Knoll
11.Dec.04
  4

Hallo Herr Holtmann,

an Ihre Worte anknüpfend: Bin mal gespannt, was weitere Radiosammler zum Thema beitragen können?; ein paar Infos von mir.

Als erstes  das Schaltbild des DKE38 wie es 1938 in der Funkschau zur Vorstellung des Gerätes gezeigt wurde. Beachtenswert ist die Tatsache, dass weder die beiden  Kondensatoren im Netzteil (Lade und Sieb) als auch der Brumm- Kompensations- -Kondensator am Entbrummer mit ihren Werten angegeben sind.
Das wurde scheinbar erst festgelegt. Beides als pdf -file in der Anlage.

Als zweites,
Belege zu der Thematik wie sie Herr Eckardt aufgeworfen hat
"Wie heisst er (DKE) nun  wirklich?"

Auch da zeige ich Ihnen den Text aus der Funkschau vom 14.08.1938, mit welchem das Gerät in Heft 33 /1938 vorgestellt wird. Die Daten sind wie man sehen kann, von der WDRI (Wirtschaftsstelle der Deutschen Rundfunkindustrie) angegeben worden.

Dazu eine Katalogseite aus dem "Handbuch des deutschen Rundfunkhandels" Jahrgang 1939/40  des WDRG ( Wirtschaftsstelle Deutscher Rundfunk-Grosshändler e.V.)
Dort ist von Interesse, dass man DKE so schreibt D.K.E. 1938

Ich hoffe dass meine Ergebnisse für Sie hilfreich sind.
Mit den besten Gruessen,
Hans M. Knoll

 

Attachments

Wolfgang Holtmann
11.Dec.04
  5  

Vielen Dank Herr Knoll für Ihren Beitrag!

Das von Ihnen gezeigte Schaltbild aus der Funkschau Nr.35/1938 stimmt mit der Schaltung des Telefunken DKE's 1938 im Band 4, Seite 8 des Werkstattbuches überein. Das war auch die Grundlage meiner Zeichnung im 1. Posting.
Im Büchlein von E.W. Stockhusen ist das ebenso zu finden. Hier ist allerdings die Beschaltung des Heizwiderstandes falsch.

Abweichend davon ist die Ausführung vom Sachsenwerk. Herr Eckardt teilte uns mit, dass die Sicherung vor dem Netzschalter im Zweig zur Anode VY2 liegt. So ist auch das Schaltbild zum Modell dargestellt, allerdings mit dem falschen (0,5A) Sicherungswert!

Im DKE 1938 der Firma Tefag haben wir die dritte Variante:
Auch hier die Sicherung vor dem Schalter, aber jetzt im Zweig zum Poti für die halbautomatische Gittervorspannungserzeugung.

Ich kann noch mit einer 4. Variante aufwarten!
Ein Freund besitzt einen DKE 1938 der Fa. INGELEN mit Drossel, aber ohne das 600 Ohm Poti! Auch das Loch in der Rückwand zur Justierung desselben hat man logischerweise nicht angebracht. Zur Abwechselung ist diesesmal die Sicherung nach dem Netzschalter im Zweig zur Anode VY2 zu finden.

Vorläufiges Fazit:
Siehe Posting Nr.3.   

Manfred Pfingsten
11.Dec.04
  6 Hallo Herr Holtmann,

ich habe bei meinem D.K.E.1938 auch mal geschaut. Es ist ein Telefunken mit der Ser.Nr. M172333, mit Netzdrossel.
Die Sicherung ist VOR dem Netzschalter auf der Seite von Anode und Heizwiderstand.

Ich habe ihn elektr. restauriert gekauft (einige C's wurden getauscht), das Poti ist vermutlich entfernt worden. Die Sicherung auf dem Chassis ist an der Stelle, wo sie hingehört, wenn er ein Poti hätte. Auf dem Chassis sind die Befestigungslöcher für das Poti vorhanden.

Freundliche Grüße
M.Pfingsten
Wolfgang Bauer
12.Dec.04
  7 Hallo Herr Holtmann,
auch ich habe meine Schätze durchgesehen und dabei diesen Schaltplan mit der Sicherung vor dem Netzschalter gefunden.
Außerdem habe ich einen Ingelen DKE 1938, Geräte Nr.:429. Sicherung vor dem Netzschalter aber kein Entbrummer-Regler sondern ein 250 Ω Fixwiderstand. (siehe Abbildungen).
Das Loch für den Entbrummer-Regler ist in der Rückwand vorhanden und beschriftet.

Mit den besten Sammlergrüßen
Wolfgang Bauer





Attachments

Wolfgang Holtmann
12.Dec.04
  8 Vielen Dank Herr Pfingsten, für Ihren Beitrag.

Zur Verdeutlichung habe ich die (Teil-) Schaltung aus dem Telefunken Werkstattbuch kopiert.
Ich dachte bisher, dass wenigstens innerhalb einer Firma die rechte Hand weiß, was die linke tut!


 
Wolfgang Holtmann
12.Dec.04
  9 Hallo Herr Bauer

Durch Ihren Hinweis auf eine weitere DKE-Ausführung der Fa. INGELEN bin ich mal auf die VE+DKE Seite von Jogis Röhrenbude gegangen und dort auf die Schaltbilder der (kriegsbedingten) Sparversionen gestoßen.

Man spricht vom DKE 1940, wenn das Vorspannungspoti durch einen Festwiderstand ersetzt wurde, aber unter Beibehaltung der Drossel! Das trifft für Ihren INGELEN und den meines Freundes zu. Übrigens: Unter model id=14754 ist das in der Anlage nicht korrekt wiedergegeben.



Weitere Abweichungen, wobei ich mir nicht sicher bin, wurde das so ausgeführt, oder ist nur das Schaltbild falsch?

-- Heizwiderstand andersherum angeschlossen
-- Sicherung nach dem Schalter zum Widerstand
-- Wert desselben: 300 Ohm
-- Sicherung 0,5A anstatt 0,2A



Dann gab's noch den DKE 1944. Durch weitere Maßnahmen zur Materialeinsparung wurde die Drossel durch einen Widerstand ersetzt und mit extra Kondensatoren und Widerständen der Netzbrumm reduziert.
Hierfür ist die Information aus "Der Rundfunkhändler" Nr.21(1944) zutreffend.

Konrad Birkner † 12.08.2014
12.Dec.04
  10 Vielleich hilft das ein wenig weiter, z.B. betr. Regler 600Ohm/Festwiderstand
 http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=21340

Im übrigen sollten m.E. DKEs zu den Gemeinschaftsempfängern. Im Falle der österr.Hersteller gibt es Ausnahmen (bei denen mir aus systematischen Gründen nicht wohl ist, aber wir lassen sie mal).
Aber bitte sonst keine Gemeinschaftsgeräte unter der jeweiligen Marke anlegen, weil exakt nur Rückwände und einige Chassis gekennzeichnet sind!

KoBi
Manfred Pfingsten
12.Dec.04
  11 Hallo,

ich möchte noch etwas zu meinem genannten DKE nachtragen.

Nachdem Herr Bauer mitteilte, dass er einen DKE hat, ohne Brummpoti aber mit dem "Loch" dafür in der Rückwand, habe ich mein DKE nochmal aufgemacht.
Ich dachte ja urspr., das Poti wurde nachträglich ausgebaut.

Die Rückwand ist auch Telefunken, alte Ausf. mit "1938". Bei mir ist ein Festwiderstand mit 300 Ohm eingebaut. Bei genauer Betrachtung scheint das auch werksmäßig gemacht worden sein.

Also ist mein Telefunken-DKE offensichtlich eine frühe Sparversion mit alter Rückwand aber ohne Brummpoti.

Ein Aufkleber ist auf der Rückwand, das Gerät wurde bei einem Wiener Radiohändler gekauft (wenn die Rückwand denn wirklich zum Gerät gehört).

Freundliche Grüße
M.Pfingsten
Ernst Erb
20.Apr.07
  12 Diesen Text stelle ich hier nur hinein, damit das Stichwort "Schaltbilder" für Suchmaschinen besser unterstützt ist, denn dieser Beitrag kommt momentan zuerst - so kann ich auf die wichtigen Schatlbild-Beiträge hinweisen, wenn jemand über eine Suchmaschine kommt.

Das Wort Schaltbild kommt oben 11 Mal vor, Schaltbilder aber nur 3 Mal. Dazu gibt es ein Mal "Schaltbildern".

Hier weise ich zum Stichwort Schaltbild oder Schaltbilder auf den Beitrag "Schaltbilder: Wie gute Schaltbilder und Texte erarbeiten?" aber auch auf den Beitrag "Schaltpläne perfekt mit Irfanview". Wenn es aber um das Fotografieren unserer Objekte geht, dann hilft womöglich: "Gut fotografieren; besser fotografieren, Fotos mit System". 
Ernst Erb
19.Apr.08
  13

Das habe ich heute zum Veröffentlichen in diesem Thread von Josef Loidl erhalten:

Guten Abend.
Auch ich habe einen "Rest - DKE" wieder aufgebaut und dabei verschiedene jämmerlich aussehende Chassis durchsucht.

Dabei ist mir aufgefallen, daß der Heizkreisvorwiderstand für 220 V bei manchen Modellen 2200 Ohm, bei meinem aber 2400 Ohm ist, obwohl Original. Das Chassis ist übrigens von der Deutschen Philips - Gesellschaft.

Offenbar kann ich alle Schulweisheit vergessen: Die beiden Röhren haben zusammen eine erforderliche Heizspannung von 120 Volt, dh. 90 + 30 Volt laut Röhrenhandbuch.
Bei 110 Volt waren die Röhren etwas unterheizt, bei 125 V ein wenig überheizt. Bei 150 V stimmt der Vorwiderstand mit 600 Ohm, denn 30 : 0,05 gibt exakt den Wert 600 Ohm. Was aber haben sich die Konstrukteure gedacht, als sie den 220 iger Vorwiderstand berechnet haben? 220 minus - erforderliche Heizspannung von 120 Volt ergibt genau 100, und 100 dividiert durch 0,05 A eben auch genau 2000 Ohm, oder steht die Physik jetzt kopf?

Die Folge: Der DKE braucht elends lang, bis er einen Ton von sich gibt. Sicher sind Radios mit Röhren mit hoher Heizspannung immer langsamer, denn der Kaltwiderstand ändert sich erst langsam,und der Spannungsabfall am Vorwiderstand ist anfangs am größten.

Ist es aber sinnvoll, die Röhren permanent mit Unterspannung zu betreiben? Statt der 90 Volt an der VCL 11 mißt man dann 80 Volt und an der VY 26 Volt, etwas streuend je nach Röhren, aber das kanns doch nicht sein. Will man die tatsächlichen Heizspannungen erreichen, muß man schon auf 240 V + - gehen.

Mich würde interessieren, warum die Widerstände so "widersinnig" bemessen sind, ob das im Zuge der Restaurierungen schon jemanden aufgefallen ist und was er zu einer permanenten Unterheizung im Hinblick auf Lebensdauer der Röhren etc meint.
Beste Grüße Loidl

 
Hits: 2286     Replies: 0
gemeinsch: DKE38; Deutscher Kleinempfänger DKE
Hans M. Knoll
09.Sep.04
  1 Unter dem Link:
http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=31651

habe ich einen Bericht über den DKE mit eingebautem Siemens KW-Vorsatz (Adapter) eingestellt.

MfG Hans M. knoll
 
Hits: 2123     Replies: 0
Deutscher Kleinempfänger, DKE, VY2 - wichtige Texte
Jacob Roschy
16.Nov.03
  1

http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=11446
Da finden Sie wichtige Texte zur Schonung der VY2 - nicht nur für den "Deutschen Kleinempfänger" bzw. "Deutscher Kleinempfänger", DKE. Dort finden Sie auch weitere Links zu solchen Texten über "Deutscher Kleinempfänger, DKE" oder die Gelichrichterröhre VY2.

 
Hits: 12093     Replies: 1
Schonung und Ersatz der VY2 ; Netztteilfragen zum DKE38
Jacob Roschy
15.Nov.03
  1

1.: Schonung der VY2

Die VY2 zählt heute zu den meist gesuchten Röhren. Da ihr Verschleiß wohl besonders hoch war, wurden schon frühzeitig die Reservebestände aufgebraucht.

Aus dieser Problematik heraus stellt sich die Forderung, die wenigen noch funktionsfähigen VY2 möglichst lange am Leben zu erhalten.

Ein wesentlicher Grund für den hohen Verschleiß der VY2 besteht darin, dass diese fast immer ohne Strombegrenzungswiderstand vor der Anode betrieben wurde, natürlich auch in ihrem häufigsten Anwendungsfall, im DKE.

Beim Aufheizvorgang einer Gleichrichterröhre wird zunächst nur ein Bruchteil der Katodenoberfläche emissionsfähig. Da hierüber der hohe Ladestrom der Kondensatoren fließt, entsteht hier eine sehr hohe Stromdichte, was für die Katode eine Art Folter darstellt und einen hohen Verschleiß verursacht.

Bei Wechselstromgeräten sorgt der Innenwiderstand des Netztransformators dafür, dass dieser Ladestrom auf ein erträgliches Maß begrenzt wird.

Anders ist die Situation bei trafolosen Allstromgeräten, wo die Gleichrichterröhre direkt von der Netzspannung gespeist wird. Den Innenwiderstand des Netzes kann man in Relation zur Röhre als 0 Ohm ansehen.

Daher ist es in diesem Fall üblich, vor die Anode einen Schutzwiderstand zu schalten, der einen übermäßig hohen Strom verhindert. Dessen Wert sollte in einer Proportionalität sowohl zur Katodenoberfläche wie auch zur Größe des Ladekondensators stehen. Bei Röhren mir größerer Heizleistung und somit größerer Katodenoberfläche wird dieser Widerstandswert relativ kleiner, je größer der Kondensator ist, wird dieser Widerstand relativ auch größer.

Bei einer Untersuchung der gängigsten Gleichrichterröhren wurde eine gewisse Willkür in der Wahl dieses Widerstandswertes bemerkt. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Werte für die CY1 ziemlich in der Mitte der Streuung dieser Werte liegt.

Die Heizleistung der CY1 beträgt 4 W, bis zu 32 µF- Kondensatoren beträgt der Schutzwiderstand 125 Ohm, bis 64 µF sind 175 Ohm erforderlich.

Dagegen fallen die für die VY2 gegebenen Werte völlig aus dem Rahmen. Die Heizleistung der VY2 beträgt nur 1,5 W, trotzdem werden bis 4 µF als Schutzwiderstand 0 Ohm und bis 32 µF lediglich 20 Ohm angegeben. Dies ist völlig unlogisch und nicht nachvollziehbar - die physikalischen Gesetze müssten doch proportional für alle Röhren gleich sein ?!?

Da die VY2 für Billiggeräte, besonders für den DKE entwickelt wurde, hatte man dabei versucht, möglichst an Bauteilen zu sparen und daher auf diesen Schutzwiderstand wohl verzichtet. Bei Versuchen wird die VY2 einige 100 Aufheizvorgänge überlebt haben und man wird deren beschleunigten Verschleiß in Kauf genommen haben.

Anders müssten heute Sammler denken, die an einer möglichst hohen Lebensdauer der so knappen VY2 interessiert sein sollten und daher dieser Röhre einen angemessenen Schutzwiderstand gönnen sollten.

Rechnet man den Wert der CY1 auf die Gegebenheiten der VY2 um, so ergibt sich ein Widerstandswert von ca. 333 Ohm, als Normwert gewählt also 330 Ohm.

Dabei sind diese 330 Ohm ein Mindestwert, noch mehr wäre besser. Dadurch wird zwar der Spannungsabfall größer, aber bei unserer heutigen höheren Netzspannung wären 390 oder 470 Ohm immer noch angemessen.

Hier muss wieder jeder für sich entscheiden, einen solchen 330...470 Ohm- (ca. 2W)- Widerstand einzubauen, womit das Gerät nicht mehr ganz original ist, dafür die VY2 aber länger lebt, oder aber die Originalität bevorzugen und den früheren Tod der VY2 hinzunehmen.

 

Bild 1 zeigt, wie dieser Schutzwiderstand (R3) im Netzteil des DKE eingesetzt wird.

Durch das völlige Fehlen eines strombegrenzenden Widerstandes besteht für die VY2 eine weitere tödliche Gefahr, wenn der nachfolgende Elko C2 durchschlägt. Dann ist auch die 0,5 A- Netzsicherung viel zu stark und das dünne Metallbändchen, welches in der Röhre die Verbindung der Katode zum Quetschfuß herstellt, schmilzt durch. Leider ist dieses für Reparaturen unzugänglich und die Röhre wird dadurch unbrauchbar, selbst wenn sie noch 100 % Emission hätte !

Um die Zerstörung der Röhre auf diese Art zu verhindern, sollte außer dem Einbau des 330 Ohm- Schutzwiderstandes auch die 0,5A- Netzsicherung stark reduziert werden. Da selbst bei kalten Heizfäden der Strom unter 100 mA bleibt, müssten 0,1 A mittelträg bis träg als Wert ausreichen.

 

Jacob Roschy
16.Nov.03
  2

Direkte Ersatztypen gibt es nicht, daher findet man verschiedene Behelfsmethoden.

2.1.: Verwendung eines Stecksockel - Halbleiterersatzes :

Im Sockel einer ehemaligen VY2 (oder AB2, CB2, etc.) wird nach Bild 2 die Strecke A-K durch eine Halbleitererdiode 1N4007 ersetzt. Ein Widerstand 680 Ohm / 2W simuliert den Heizfaden. Rein rechnerisch wären es 600 Ohm, wegen der heute höheren Netzspannung

230 V ist der Normwert 680 Ohm jedoch willkommen. Der Widerstand soll die Diode nicht unnötig aufheizen.

Der 330 Ohm- Schutzwiderstand R3 für die Anode gehört nicht in diesen Sockel, sondern in die Chassis- Schaltung, wie oben beschrieben, denn dieser soll ja erhalten bleiben, falls später doch wieder eine original- VY2 zum Einsatz kommt.

2.2.: Verwendung einer emissionslosen VY2, jedoch Heizung OK, zur Wahrung der Optik :

Hier wird nach Bild 3 die Strecke A-K der VY2 durch eine 1N4007 in der Chassis- Schaltung ersetzt. Hat die VY2 Elektrodenschluss, z. B. A-K oder K-f oder es besteht der Verdacht hierzu, ist zumindest die betroffene Elektrode von der Schaltung abzutrennen, nur der Heizfaden bleibt im Stromkreis erhalten.

2.2.: Verwendung einer VY2 mit defekter Heizung oder Verwendung von AB2 / CB2 als Atrappe :

Der Anodenkreis ist zu schalten wie in Bild 3 beschrieben. Zudem ist in den Heizkreis ein Heizfaden- Ersatzwiderstand R6 von 680 Ohm / 2W nach Bild 4 zu schalten.

Zur Sicherheit vor Elektrodenschluss (K-f) sind die Heizfadenanschlüsse an der VY2- Fassung zu entfernen. Dies gilt auch, falls eine taube AB2 oder CB2 als VY2 - "Dummie" verwendet wird, da diese eine nur geringe Faden-Katoden-Isolation haben und deren viel zu geringer Fadenwiderstand nicht in den Heizkreis einbezogen werden kann.

Die optische Erscheinung von AB2 oder CB2 kann man noch mehr an die der VY2 annähern, indem man deren Metallisierung abkratzt.

VEL11

Alle hier gemachten Angaben gelten uneingeschränkt in Geräten, in welchen statt der VCL11 die VEL11 verwendet wird, da beide die gleiche Heizwerte 90 V / 0,05 A haben.

UY2

Für die seltenere UY2 in anderen Geräten gelten sinngemäß die gleichen Betrachtungen wie für die VY2. Da die Heizleistung der UY2 2,6 W beträgt, ist ein Anoden- Strombegrenzungswiderstand R3 von 220 Ohm angemessen.

 

 

Ersatz des Heizkreis-Vorwiderstandes im DKE

Dieser besteht aus einem 600 Ohm- und einem 1600 Ohm- Teil, zusammen also 2200 Ohm. Er könnte also durch einen modernen 2,2 kOhm / 7W- Widerstand ersetzt werden.

Da dieser meistens eine andere Bauform hat, aber wegen der Wärmeentwicklung oberhalb des Chassis montiert werden muss und somit die Optik stört, kann der Wunsch nach einer anderen Lösung bestehen. Diese Lösung könnten Heizkreis- Vorschaltkondensatoren sein. Diese haben keinen Energieverbrauch, da sie nur ständig umgeladen werden. Die 5,5 W, die statt des Widerstandes einspart werden, sind zwar nicht viel, da aber keine Erwärmung entsteht, können diese wenig sichtbar unterhalb des Chassis eingebaut werden. (Bild 5)

Am 230 V / 50 Hz- Netz ist ein Kondensator mit dem Wert 0,811 µF erforderlich, um die Röhren VY2 + VCL11 (oder VEL11) zu heizen. Dieser Wert muss genau stimmen, denn dadurch wird der Heizstrom bestimmt, der nicht um +/- 3% abweichen sollte. Sowohl über- wie auch Unterheizung verkürzen deutlich die Lebensdauer der Röhren.

Natürlich sind hier nur wechselstromgeeignete Kondensatoren verwendbar, sie müssen für mindestens 220V / 50Hz ausgelegt sein. Folienkondensatoren ohne Wechselspannungsangabe sollten mindestens 630V-DC- Typen sein, die Praxis zeigt jedoch, dass 400V-DC- Typen klaglos ihren Dienst tun (ohne Gewähr). Parallel zu diesem Kondensator muss ein ca. 5 MOhm Widerstand geschaltet werden, damit der Kondensator beim Abschalten nach einigen Sekunden entladen wird.

Da der Wert 0,811 µF kaum am Stück erhältlich ist, muss er durch Paralellschaltung mehrerer kleinerer Werte erreicht werden, z. B. 0,47 + 0,22 + 0,12 µF, wie im Bild gezeigt. Dabei kann man nicht nach Kondensator-Werten gehen, denn die sind mit 10% Toleranz viel zu ungenau. Stattdessen muss auf den exakten Heizstrom 0,05 A abgeglichen werden. Man schaltet zu den 0,47µF kleinere Werte hinzu, bis der Strom möglichst genau stimmt. In diesem Fall kann man auch das Glück haben, einen 0,82 µF- Kondensator mit Minus- Toleranz zu finden, der zufällig am Stück genau passt. Weniger erfahrene Personen sollten für diese Übung zunächst nur taube Röhren oder einen 2400 Ohm- 7W- Ersatzwiderstand verwenden. Die Netzspannung soll dabei dem "ortsüblichen" Normalwert entsprechen, da es oft um 227V statt nominell 230V sind.

Falls die VY2 aus einem der zuvor beschriebenen Gründe nicht mitgeheizt wird, so braucht man hier keinen 680- Ersatzwiderstand. Stattdessen wird der Vorschaltkondensator auf 0,752 µF verringert, Vorgehensweise wie zuvor.

 

Weitere Kondensator- Werte für andere Röhrenbestückungen:

im "Kleinsuper" mit VCH11 + VEL11 + VY2 ---> C = 0,952 µF

dto. ohne VY2 : C = 0,833 µF

im "Kleinsuper" mit U- Röhren, Heizstrom = 0,1 A :

UCH11 + UEL11 + UY2 ---> C = 1,52 µF

dto. ohne UY2 ---> C = 1,45 µF

 

Falls nicht bereits geschehen, lesen Sie bitte auch diesen Thread:

http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=11027

 
Hits: 4304     Replies: 4
Deutscher Kleinempfänger DKE38; harter Einsatz Rückkoppelung
K. R.
22.Oct.03
  1

Guten Tag,

habe gerade einen Deutschen Kleinempfänger, DKE38 ("DKE 38" = erste Ausführung mit Entbrummer) bekommen bei dem, trotz sehr guter Empfindlichkeit und normaler Trennschärfe, die Rückkopplung ganz hart einsetzt. Quasi ein/aus Effekt beim DKE, "Deutscher Kleinempfänger". Der Quetscher/Drehko ist in Ordnung. Auch spricht die oben beschriebene Empfindlichkeit ... nicht für defekte Spule/Spulen. Danke für einen kleinen Tipp.

Mario Tieke
22.Oct.03
  2

Hallo

Wurden alle Kondensatoren geprüft? Kondensator von Anode Triode nach Masse fehlerhaft oder falscher Wert oder Anschlüße von Rückkopplungsspule vertauscht. Betriebsspannungen alle in Ordnung? Zu hohe Antennenspannung beeinflußt auch die Rückkopplung.

Gruß Mario

Hans M. Knoll
22.Oct.03
  3

Hallo Forum.

Frage:

habe gerade einen DKE38 (erste Ausführung mit Entbrummer) bekommen bei dem, trotz sehr guter Empfindlichkeit und normaler Trennschärfe, die Rückkopplung ganz hart einsetzt. Quasi ein/aus Effekt. Der Quetscher/Drehko ist in Ordnung. Auch spricht die oben beschriebene Empfindlichkeit ... nicht für defekte Spule/Spulen. Danke für einen kleinen Tipp.

Antwort von Knoll:

Bei dieser Beobachtung gibt es nach meiner Meinung,

drei Fehlermoeglichkeiten.

Der erste und einfachste aber auch teuerste, die VCL11.

Der zweite: der 100pF am g1 Triode pin 2 hat einen Isolationsfehler der weit unter 2 Mohm liegt.

(Das kann auch Schmutz in/ auf der Fassung sein)

Der dritte die Anodenspannung der Triode zu klein.

Da gibt es mehrere Gruende dafuer. Sie sollte um die 60- 70 Volt liegen Voltmeter 500ohm/ volt im 300Volt Bereich. Orig. Telefunkenwerte aus dem 1938 Werkstattbuch Seite 8.

Begruendung:

Wenn alles stimmt, liegt der Arbeitspunkt der Triode am oberen Ende der Kennlinie bei grossem Strom. Wenn nun die Rueckkopplung (beim Drehen) einsetzt, wird die Hf am g1 gleichgerichtet, und damit der Anodenstrom nach kleineren Werten hin verschoben.

Dadurch nimmt die Steilheit der Triode ab, und die Rueckkopplung wird wieder kleiner. Das setzt sich solange fort, bis trotzt kleinerer Steilheit, die Rueckkopplung voll einsetzt bzw. eingesetzt hat.

Weil die Gleichrichtung stets versucht die Rueckkopplung die Sie ja anziehen, wieder wegzunehmen, geht das ganze "Gummiartig" eben weich!

Wird der Arbeitspunkt nicht geschoben, setzt die RK schlagartig ein.

Das zur Theorie von meiner Seite.

Ob's stimmt? Wir werden es hoeren.

Gruss, Knoll

Jacob Roschy
23.Oct.03
  4

Ich tippe in erster Linie auf einen Ausfall des 200 pF- Kondensators von der Triodenanode nach Masse. Fehlt dieser Kondensator, dann steht an der Anode erheblich mehr HF- Spannung an als ohne diesen. Dadurch stetzt die Rückkopplung deutlich früher und sehr hart ein.

Der Rückkopplungsdrehkondensator ist übrigens wirklich ein echter Drehkondensator und auf keinen Fall ein "Quetscher" !!!

Quetschkondensatoren gab / gibt es tatsächlich. Bei diesen wird ein C - förmig gebogenes federndes Blech allmählich gegen eine glatte, ebene Gegenelektrode platt gedrückt, also "gequetscht", natürlich mit einer Isolierschicht dazwischen. Als Abgleichtrimmer waren diese weit verbreitet, besonders in französischen Radios.

Mich frustriert es maßlos, wie solche Begriffe bedenkenlos verunstaltet und fehlinterpretiert werden. Es kann doch nicht sein, dass von früheren desinteressierten und liederlichen Rundfunktechnikern* oder von gedankenlosen Laien erfundene Fehlinterpretationen zu Standardbegriffen werden.

*(davon gab es mehr als genug, wie man sieht, wenn man mit deren "Werken" konfrontiert wird)

Natürlich kommt jeder, der sich der Radiotechnik zuwendet, irgendwann mal aus dem "Laienstadium" und erfährt daher zwangsläufig zunächst diese Nonsens- bzw. Laienbegriffe.

Da wir uns mit der Radiotechnik aus persönlicher Zuneigung und nicht als notwendigem Übel befassen, sollten wir auch die richtigen Begriffe und möglichst nicht solche liederlichen und entwertende Verballhornungswörter anwenden.

Ein ähnliches unausrottbares Übel ist die wohl Fehlinterpretationen von Röhren- Sockeln, wenn es tatsächlich um Röhren-Fassungen geht.

Als Sockel wird der untere Teil einer Röhre bezeichnet, welcher mit seinen Kontakten (Stifte, Krallen) die Verbindung zur Schaltung herstellt und die Röhre im Gerät trägt. Der Sockel ist also der "Röhrenfuß".

Die Bauteile, in welche man die Röhren(füße) einsteckt, werden Fassungen und nicht Sockel genannt. Seit es jedoch Röhren gibt, werden gegen jede Logik von vielen Personen, - darunter auch echte Profis, die es wissen müssten - , diese Fassungen fälschlicherweise ebenfalls als Sockel bezeichnet, obwohl diese das Gegenteil davon sind.

Wenn also die "Röhrenfüße" schon Sockel genannt werden, sollte doch klar sein, dass man die "Röhrenschuhe" nicht ebenfalls Sockel nennen kann. Im Schuhgeschäft sagt doch auch niemand : "bitte ein Paar neue Füße".

Immer wieder lese ich, wo jemand "Sockel" sucht und anzunehmen ist, dass tatsächlich Fassungen gemeint sind. Wenn mir der Aufwand nicht zu schade wäre, würde ich gerne alle diesen Leuten ihre "Sockel" zuschicken, damit sie genau das bekommen, was sie wollten.

MfG_JR

K. R.
26.Oct.03
  5

Es war tatsächlich die VCL11, um nicht zu sagen zwei dieser Röhren, die exakt den gleichen Fehler zeigten. Eine dritte, sehr gute, arbeitet bestens. Nun kann ich das Gerät restauriert dem Eigentümer übergeben.

Danke noch mal für ihre Hilfe.   K.R.

 
Gemeinschaftserzeugn: Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38
End of forum contributions about this model

  
rmXorg