Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38

Gemeinschaftserzeugnisse Vorkrieg

  • Year
  • 1938–1940
perfect model
  • Category
  • Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
  • Radiomuseum.org ID
  • 14750

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Audio (to hear)

 Technical Specifications

  • Number of Tubes
  • 2
  • Main principle
  • TRF with regeneration; 1 AF stage(s)
  • Tuned circuits
  • 1 AM circuit(s)
  • Wave bands
  • Broadcast (MW) and Long Wave.
  • Power type and voltage
  • AC/DC-set
  • Loudspeaker
  • Magnetic loudspeaker (reed) of high quality (free mooving - only possible past 1931).
  • Material
  • Bakelite case
  • from Radiomuseum.org
  • Model: Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38 - Gemeinschaftserzeugnisse
  • Dimensions (WHD)
  • 240 x 240 x 120 mm / 9.4 x 9.4 x 4.7 inch
  • Notes
  • DKE 1938 = Deutscher Kleinempfänger; Spitzname: Goebbelsschnauze. Hat immer div. Spannungen. Von der Spannung her gibt es eigentlich nur Allstrom oder Batterie, nur in Literatur verschieden geführt. Hier ist der Name absichtlich ausgeschrieben als Deutscher Kleinempfänger DKE, damit er auch mit dieser Eingabe erscheint und nicht nur mit DKE oder DKE 38 bzw. DKE38.
    Da nur Rückwand und meist das Typenschild den Hersteller zeigen, kann nicht immer nach diesem sortiert werden. Im übrigen sind die Produkte der verschiedenen Hersteller identisch.
    Eine Auflistung aller deutschen Hersteller ist hier zu finden.
  • Net weight (2.2 lb = 1 kg)
  • 1.9 kg / 4 lb 3 oz (4.185 lb)
  • Price in first year of sale
  • 35.00 RM
  • External source of data
  • E. Erb 3-907007-36-0
  • Circuit diagram reference
  • Schenk-Regelien und FS-Bestückungstab.
  • Picture reference
  • Das Modell ist im «Radiokatalog» (Erb) abgebildet, das Copyright liegt beim Deutschen Rundfunk Museum (DRM), Berlin und beim Archiv-Verlag (AV). Sie finden eine grössere Abbildung und Schaltbild etc. bei der Loseblatt-Sammlung von DRM/AV.

 Collections | Museums | Literature

Literature

The model Deutscher Kleinempfänger 1938 is documented in the following literature.

 Forum

Forum contributions about this model: Gemeinschaftserzeugn: Deutscher Kleinempfänger 1938 DKE38

Threads: 16 | Posts: 48

Der neue deutsche Kleinempfänger, Zeitungsartikel (1939) von Dr. Schad, Ilmenau

Leider unbekannt aus welcher Zeitschrift - habe mal vor ein paar Jahren Schaltplan-DVDs gekauft, da war dies mit drauf.

 

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Jörg Holtzapfel, 13.Sep.14

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DKE und Volksempfänger - wie gut oder wie schlecht waren sie ?

Mehr zu diesem Thema finden Sie hier Ö

M. f. G. J. R.

Jacob Roschy, 25.Nov.11

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DKE38 Schnellstart Nachrüstung

Unserem heutigen Anliegen, die Röhren eines DKE´s bestmöglich zu schonen, steht der einstige Einsatzzweck, nebst Unterhaltung und Nachrichten auch und im Besonderen "Sondermeldungen" der politischen wie auch militärischen Führung abzuhören entgegen.

Die bei 220 V Betrieb erforderliche Anheizzeit von 75 - 85 Sekunden dauerte "in entscheidenden Momenten" der Weltgeschichte mitunter zu lange, um dem Inhalt vollständig lauschen zu können.

Deshalb gab es in der Funkschau 1940, Ausgabe 8, die Anleitung zum Überbrücken des 110 V/ 220 V Vorwiderstands per rückseitig angebrachten Drucktasters beim Einschalten, bis, wie auch im regulären 110 V Betrieb der Ton bereits nach nur 20 Sekunden hörbar wird.

Wiewohl heutzutage die Eile, per DKE einem OKW an den Lippen zu hängen seine Bedeutung verloren hat, findet sich diese Anekdote, sofern der Apparat die einhergehende rauhere Behandlung überlebt hat womöglich an dem einen oder anderen Gerät wieder.  

(Teilzitiert aus A-Radiobote Heft 23, S. 24, Sept./Oktober 2009)

 

Nachtrag: Das Thema (Bild-)Röhrenschnellstart durch entsprechende Beschaltungen finden wir bei den Fernsehgeräten bis in die 1980er Jahre wieder, bis Schnellheizkathoden (Philips etc.) deren Bedeutung obsolet machte.

Bis dahin ist aber so manche Bildröhre dank 24 h Dauervorheizung u.a. den vorzeitigen Verschleiß erlegen. 

 

Wolfgang Scheida, 13.May.11

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Liebe Radiofreunde,

... ich habe einen "DKE" erstanden (eher ein Fragment, nur wegen der Rückwand gekauft), dessen nach Besichtigung doch noch recht passables Gehäuse weiß gestrichen wurde. Bevor ich ans Abbeizen gehe, frage ich lieber nochmal die Farb-/Gehäuseexperten, welches Mittel sich mit dem Bakelit verträgt. Bei der Suche im Forumsarchiv las ich Widersprüchliches, zum einen hat jemand Abbeizer problemlos benutzt, bei Ernst Erb wird darauf verwiesen, dass Abbeizer das Bakelit anlösen könnten. Kommt jetzt sicher auch auf das Produkt an.   

Sicher hat jemand einen Tipp parat!
Danke!

Stefan Weigelt

Stefan Weigelt, 17.Apr.09

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Eine nachgezeichnete Papierskala zum selbstausdrucken ausschneiden und  aufstecken finden sie bei mir unter folgendem link :

 Papierskala

Achtung! Das Papierschild ist keine Kopie von einem Original, es ist eine originalnahe Nachzeichnung mit kleinen differenzen zum Original.


Robert Weiner, 12.Dec.08

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Ich habe heute im Gehäuse eines DKE 38 der Firma Körting folgendes Zeichen gefunden.

                                 Reichs

                               Rundfunk

                               WD 40 RJ .Siehe auch Bild.

 

Was hat das zu bedeuten ?

 

J,Bauch

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Jürgen Bauch, 07.Oct.08

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Werte Sammlerfreunde,

 

Der eine oder andere Leser wird denken, schon wieder der DKE 38 man kann es schon nicht mehr hören geschweige lesen.

Jedoch bei der hohen Stückzahl die davon produziert wurde gibt es immer wieder neuen Beratungsbedarf.

 

Ich persönlich habe einen DKE 38 der Firma „Brand“ als Vorführgerät im Betrieb, jedoch nicht mehr mit originaler Stoffbespannung aber sonst alles im optischen Originalzustand.

 

Nun zu meinen Anliegen. Vor wenigen Tagen fand ich in einer Garage einen DKE 38 der schon oft von einer Ecke zur anderen gewandert war! Sein Gehäuse hatte bereits drei Risse.

Der Eigentümer war schnell bereit mir das Gerät abzugeben. Leider ohne Rückwand und mit folgenden Veränderungen

- Der originale Lautsprecher wurde durch einen permanentdynamischen Lautsprecher mit   
  Pressstoffpappgehäuse ausgetauscht. Der Übertrager war an der Gehäusewand    
  angeschraubt (zwei weitere Löcher im Gehäuse!).

- Die VY 2 wurde durch einen Selenstab ersetzt. Leider war dadurch die Röhrenfassung   
  zerstört  wurden.

- Die VCL 11 ersetzte man durch 2 RV 12 P2000 (Wehrmachtsbestände).

- Der Hartpapierdrehko ca. 330 pF war ein Typ mit einer Messingscheibe in
  der Mitte (Schaltkontakt).

- einen Einstellregler (Brummspannung) war nicht auf der Platine vorgesehen.

Die üblichen Elkos waren durch Becherkondensatoren von Bosch 2 * 2yF /160 Volt!! ersetzt wurden.

Ich habe vor den DKE 38 wie folgt zu restaurieren.

 

Das Gehäuserisse so gut wie möglich mit eingefärbten Harz zu verkleben und zu polieren

- einen originalen DKE Lautsprecher  einzusetzen

- die Elkos durch 2 X 4,7 yF im Pappgehäusen  einzubauen.

- die VY 2 durch einen originalen Ersatz (RFT)  mit Röhrensockel und Ersatzwiderstand für
  die Heizung einzusetzen. (siehe Bild)

- die VCL 11 soll durch die beiden RV12 P2000 ersetzt bleiben.

- der Drehko wird durch einen baugleichen unbenutzten Drehko ersetzt (unter dem Eingebauten waren zwei Pappstreifen untergelegt um eine bessere Masseverbindung zu erzielen, dieser hatte aussetzet).

 

Später will ich eine Ersatzrückwand besorgen, wenn bei uns in Dresden wieder die Radiobörse stattfindet.

Nun zu meine Fragen: Sollte man es so realisieren, oder noch mehr in Richtung „Original“ gehen. z.B. einsetzen einer VY 2, ersetzten des Drehkos mit einen Originalen aus den 38/40 Jahren. Einbau des Einstellreglers?

Hat bereits jemand einen solchen DKE wieder aufgebaut oder im betrieb

 

Ersatzschaltplan VCL11 zu RV12 P2000

Ersatz Selenstab RFT mit Heizwiderstand,  Übrigens auf dem Etikett steht 31.12.1950 

6,68 DM

Adapter  VCL 11 zu 2 x RV12 P2000

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Frank

 

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Frank Dittrich, 07.Mar.08

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Zur Diskussion in Talk des RMorg.

dort ging es darum, ist die R/C Kombination 0,9 uF und 600 Ohm der Anfangs als Regler ausgefuehrt war und dann als 250Ohm oder  300Ohm Festwiderstand,  eine negative Vorspannungerzeugung  oder mehr?

Hans M. Knoll

 

Der verlorene Text wurde am 2.03.2012  neu angefuegt.

knoll

 

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Hans M. Knoll, 26.Oct.07

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Hallo liebe Sammlergemeide,

ich habe heute einen DKE38 GW bekommen mit einem Bakelitgehäuse welches eine rotbraune "Marmor"-Optik hat und bei dem das Emblem mit dem Adler & Co. fehlt. Selbiges ist auch definitiv nicht weggeschliffen worden! Es ist dieser Kreis einfach leer und glatt und blank. Die Herstellerangabe ist auf dem Chassis und der Rückwand identisch und lautet: Stassfurter Rundfunk. Die VCL11 wiederum hat das komplette Emblem. Sonst hätte ich (wenn es denn sowas gab) auf eine Nachkriegsproduktion getippt. Oder wurden solche Gehäuse später nachproduziert? Über eine Aufklärung würde ich mich freuen. MfG Siegfried Walther

Siegfried WALTHER, 20.Jul.07

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Im Beitrag von Herrn Otto Kappelmayer im Band 62 des Buches "Das neue Universum" der Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1941, gibt es folgende Anmerkung zum DKE 38:

                                                                                         

Armin Klischat † 2.9.13, 19.Mar.07

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Ich hoffe, dass ich keine offenen Türen einrenne und nicht eine ähnliche Frage übersehen habe:

Auf allen Rückwänden des DKE (umgangssprachliche Abkürzung) für Netzbetrieb habe ich immer die Bezeichnung gefunden 

Deutscher Kleinempfänger 1938

(einzelne Ausnahmen ohne die "1938", z.B. Siemens).

Ich habe noch nie eine Rückwand mit "Deutscher Kleinempfänger 38" gesehen.

Warum wird das Modell aber immer - zumindestens in Deutschland - unter DKE 38 und nicht unter DKE 1938 geführt, wenn man die abgekürzte Schreibweise DKE für Deutscher Kleinempfänger zu Grunde legt?

Gibt es dafür eine plausible Erklärung?

W.E.

 

Wolfgang Eckardt, 12.Jan.07

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"Ja, was gibt's denn da noch zu bereden?" werden viele sagen.
Sicherlich, dieser recht einfache Empfänger wurde schon über 100x hier und da durchgekaut und die Schaltung ist selbst für Anfänger leicht durchschaubar! Gerade deshalb erwartet man keine Überraschungen bei der Interpretation der bereits veröffentlichten Schaltbilder.

Worum geht's?
Es geht zunächstmal um die Vorkriegsausführung des DKE (id 14749 u. 14750, mit Drossel). Wer eine Sparausführung (id 14757 u. 31028, ohne Drossel) des DKE's besitzt, kann ebenfalls bitte mal kontrollieren, ob wenigsten für diese Modelle die (abweichenden) Schaltbilder stimmen.

Bei der Beschaltung des Heizwiderstandes, sowie die Einfügung der Sicherung (vor oder hinter dem Netzschalter, zum Poti oder zur Anode?), findet man unterschiedliche Darstellungen in den div. Schaltbildern.  
Zu dieser Feststellung bin ich per Zufall bei der Umstellung eines stark verbastelten Gerätes gekommen. Natürlich habe ich im RM nach den vorhandenen Dokumenten geschaut. Auch hier, wie in den meisten Internetveröffentlichungen, ist keine exakte Übereinstimmung mit meinem DKE 38 zu finden. Selbst das Büchlein "Vom ältesten zum neusten VE-Gerät" (E.W. Stockhusen, Verlag Hachmeister & Thal) ist in dieser Beziehung nicht deutlich.

Mir scheint, dass die Angaben im TELEFUNKEN-Werkstattbuch, Band 4, Seite 8, richtig sind. Wer keine Vorahnung hat (und davon muss man ausgehen), wird mit der jetzigen Andeutung der Spannungswahl verunsichert! Daraufhin habe ich untenstehendes Schaltbild so verändert, dass das auch für ungeübte zu verstehen ist.
Der Sicherungswert von etwa 0,2A wird bei Stockhusen angeführt und ist bei 15 Watt Leistungsaufnahme realistisch.Werden jedoch 0,5A eingesetzt (wie angegeben), kann bei einem Durchschlag des Ladeelkos der interne Katodenanschluss der VY2 viel schneller durchbrennen! Das passierte leider viel zu oft! Herr Roschy hat bereits an anderer Stelle Anpassungsvorschläge dazu gemacht. http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=11446

Wenn schon, denn schon, sagte ich mir und habe zusätzliche -für die Reparatur wichtige- Zusatzinformationen mit in die Schaltung hineingepackt. Das sind:

n   
Bezeichnung der Antennenbuchsen
n      Antennenspule mit Pfeil (variabele Kopplung)
n      Antennenspule hat einen kl. Eisenpulverkern
n      Wellenbereichsumschaltung ist mit dem Drehko gekoppelt
n      Werte der Netzdrossel
n      Impedanz und Gleichstromwiderstand des Lautsprechers
n      Ungefährer Gleichstrom durch die Sprechspule
n      Polarität derselben (wichtig!)

Normalerweise gehören auch noch die Spannungs- und Stromwerte dazu. Das würde aber wegen der vielseitigen Netzanschlussmöglichkeiten zu verwirrend werden.

Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass dieses Gemeinschaftsprodukt nach einem Verdrahtungsplan von den unterschiedlichen Herstellern gefertigt wurde. Ob das auch wirklich so konsequent durchgeführt wurde, ist Ziel dieser Umfrage. Oder sehe ich das alles zu 'verkniffen'?

Darf ich daher die Besitzer eines DKE 38 bitten, die Verdrahtung des Heizwiderstandes und der Sicherung mal genauer zu untersuchen und meine Befindungen hier im Forum, oder -falls das nicht möglich ist- an meine E-Mail Adresse (siehe Mail an den Autor) zu widersprechen oder zu bestätigen.
Durch diese Zusammenarbeit erhoffen wir uns, letztendlich ein gültiges Schaltbild zu den spezifischen Modellen hochladen zu können!  

Schonmal meinen herzlichen Dank im Voraus.

Wolfgang Holtmann, 28.Nov.04

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Unter dem Link:
http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=31651

habe ich einen Bericht über den DKE mit eingebautem Siemens KW-Vorsatz (Adapter) eingestellt.

MfG Hans M. knoll

Hans M. Knoll, 09.Sep.04

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http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=11446
Da finden Sie wichtige Texte zur Schonung der VY2 - nicht nur für den "Deutschen Kleinempfänger" bzw. "Deutscher Kleinempfänger", DKE. Dort finden Sie auch weitere Links zu solchen Texten über "Deutscher Kleinempfänger, DKE" oder die Gelichrichterröhre VY2.

Jacob Roschy, 16.Nov.03

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1.: Schonung der VY2

Die VY2 zählt heute zu den meist gesuchten Röhren. Da ihr Verschleiß wohl besonders hoch war, wurden schon frühzeitig die Reservebestände aufgebraucht.

Aus dieser Problematik heraus stellt sich die Forderung, die wenigen noch funktionsfähigen VY2 möglichst lange am Leben zu erhalten.

Ein wesentlicher Grund für den hohen Verschleiß der VY2 besteht darin, dass diese fast immer ohne Strombegrenzungswiderstand vor der Anode betrieben wurde, natürlich auch in ihrem häufigsten Anwendungsfall, im DKE.

Beim Aufheizvorgang einer Gleichrichterröhre wird zunächst nur ein Bruchteil der Katodenoberfläche emissionsfähig. Da hierüber der hohe Ladestrom der Kondensatoren fließt, entsteht hier eine sehr hohe Stromdichte, was für die Katode eine Art Folter darstellt und einen hohen Verschleiß verursacht.

Bei Wechselstromgeräten sorgt der Innenwiderstand des Netztransformators dafür, dass dieser Ladestrom auf ein erträgliches Maß begrenzt wird.

Anders ist die Situation bei trafolosen Allstromgeräten, wo die Gleichrichterröhre direkt von der Netzspannung gespeist wird. Den Innenwiderstand des Netzes kann man in Relation zur Röhre als 0 Ohm ansehen.

Daher ist es in diesem Fall üblich, vor die Anode einen Schutzwiderstand zu schalten, der einen übermäßig hohen Strom verhindert. Dessen Wert sollte in einer Proportionalität sowohl zur Katodenoberfläche wie auch zur Größe des Ladekondensators stehen. Bei Röhren mir größerer Heizleistung und somit größerer Katodenoberfläche wird dieser Widerstandswert relativ kleiner, je größer der Kondensator ist, wird dieser Widerstand relativ auch größer.

Bei einer Untersuchung der gängigsten Gleichrichterröhren wurde eine gewisse Willkür in der Wahl dieses Widerstandswertes bemerkt. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Werte für die CY1 ziemlich in der Mitte der Streuung dieser Werte liegt.

Die Heizleistung der CY1 beträgt 4 W, bis zu 32 µF- Kondensatoren beträgt der Schutzwiderstand 125 Ohm, bis 64 µF sind 175 Ohm erforderlich.

Dagegen fallen die für die VY2 gegebenen Werte völlig aus dem Rahmen. Die Heizleistung der VY2 beträgt nur 1,5 W, trotzdem werden bis 4 µF als Schutzwiderstand 0 Ohm und bis 32 µF lediglich 20 Ohm angegeben. Dies ist völlig unlogisch und nicht nachvollziehbar - die physikalischen Gesetze müssten doch proportional für alle Röhren gleich sein ?!?

Da die VY2 für Billiggeräte, besonders für den DKE entwickelt wurde, hatte man dabei versucht, möglichst an Bauteilen zu sparen und daher auf diesen Schutzwiderstand wohl verzichtet. Bei Versuchen wird die VY2 einige 100 Aufheizvorgänge überlebt haben und man wird deren beschleunigten Verschleiß in Kauf genommen haben.

Anders müssten heute Sammler denken, die an einer möglichst hohen Lebensdauer der so knappen VY2 interessiert sein sollten und daher dieser Röhre einen angemessenen Schutzwiderstand gönnen sollten.

Rechnet man den Wert der CY1 auf die Gegebenheiten der VY2 um, so ergibt sich ein Widerstandswert von ca. 333 Ohm, als Normwert gewählt also 330 Ohm.

Dabei sind diese 330 Ohm ein Mindestwert, noch mehr wäre besser. Dadurch wird zwar der Spannungsabfall größer, aber bei unserer heutigen höheren Netzspannung wären 390 oder 470 Ohm immer noch angemessen.

Hier muss wieder jeder für sich entscheiden, einen solchen 330...470 Ohm- (ca. 2W)- Widerstand einzubauen, womit das Gerät nicht mehr ganz original ist, dafür die VY2 aber länger lebt, oder aber die Originalität bevorzugen und den früheren Tod der VY2 hinzunehmen.

 

Bild 1 zeigt, wie dieser Schutzwiderstand (R3) im Netzteil des DKE eingesetzt wird.

Durch das völlige Fehlen eines strombegrenzenden Widerstandes besteht für die VY2 eine weitere tödliche Gefahr, wenn der nachfolgende Elko C2 durchschlägt. Dann ist auch die 0,5 A- Netzsicherung viel zu stark und das dünne Metallbändchen, welches in der Röhre die Verbindung der Katode zum Quetschfuß herstellt, schmilzt durch. Leider ist dieses für Reparaturen unzugänglich und die Röhre wird dadurch unbrauchbar, selbst wenn sie noch 100 % Emission hätte !

Um die Zerstörung der Röhre auf diese Art zu verhindern, sollte außer dem Einbau des 330 Ohm- Schutzwiderstandes auch die 0,5A- Netzsicherung stark reduziert werden. Da selbst bei kalten Heizfäden der Strom unter 100 mA bleibt, müssten 0,1 A mittelträg bis träg als Wert ausreichen.

 

Jacob Roschy, 15.Nov.03

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Guten Tag,

habe gerade einen Deutschen Kleinempfänger, DKE38 ("DKE 38" = erste Ausführung mit Entbrummer) bekommen bei dem, trotz sehr guter Empfindlichkeit und normaler Trennschärfe, die Rückkopplung ganz hart einsetzt. Quasi ein/aus Effekt beim DKE, "Deutscher Kleinempfänger". Der Quetscher/Drehko ist in Ordnung. Auch spricht die oben beschriebene Empfindlichkeit ... nicht für defekte Spule/Spulen. Danke für einen kleinen Tipp.

K. R., 22.Oct.03

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