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Spitzensuper 8001WK (T8001WK)

Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 21103) Radio
 
Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 21104) Radio
 
Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 21105) Radio
 
Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 731460) Radio
 
Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 731461) Radio
 
Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 731462) Radio
 
Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 11971) Radio
 
Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 7844) Radio
 
Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 940388) Radio
Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 136439) Radio Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 83147) Radio
Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 83146) Radio Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 1126) Radio
Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 83148) Radio Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 136440) Radio
Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 136441) Radio Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 136442) Radio
Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 136443) Radio Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 170136) Radio
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Spitzensuper 8001WK ; Telefunken (ID = 136439) Radio
Telefunken: Spitzensuper 8001WK [Radio] ID = 136439 701x504
Select picture or schematic to display from thumbnails on the right and click for download.
For model Spitzensuper 8001WK (T8001WK), Telefunken Deutschland (TFK), (Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH:
Kaunas Lithuania
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Telefunken Deutschland (TFK), (Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH
Year: 1938/1939 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 12: AH1 ACH1 AF7 AB2 AM2 AF7 AB1 AF3 AF7 AD1 AD1 RGN2004
Main principle Superhet with RF-stage; ZF/IF 468 kHz; 2 AF stage(s)
Tuned circuits 10 AM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave and Short Wave.
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 105-115; 115-135; 135-160; 200-230; 230-250 Volt
Loudspeaker 2 Loudspeakers
Power out
from Radiomuseum.org Model: Spitzensuper 8001WK - Telefunken Deutschland TFK,
Material Wooden case
Shape Tablemodel, low profile (big size).
Dimensions (WHD) 722 x 419 x 333 mm / 28.4 x 16.5 x 13.1 inch
Notes Der Telefunken-Spitzensuper 8001WK im Makassargehäuse hat zwei elektro-dynamische Lautsprecher: Voll- und Hochton. Die Skala ist versenkbar (oben). Der T8001WK hat eine Gegentakt-Endstufe mit zwei Röhren AD1. Die Wellenbereiche sind gemäss "Handbuch des deutschen Rundfunk-Handels" von 1938/39 für KW 19,3-50,5 m, MW 200-585 m und für LW 700-2000 m. Der Ausgang für Zusatzlautsprecher ist für 8000 Ohm. Zweibandregler "an 5 Stellen" wirkend mit vierfacher Bandbreitenregelung. Modell T8001WK hat Automatische Scharfabstimmung (AFC)! Das Allstrommodell nennt sich 8000GWK.
Net weight (2.2 lb = 1 kg) 30.9 kg / 68 lb 1 oz (68.062 lb)
Price in first year of sale 594.00 RM
Collectors' prices  
Source of data Handbuch WDRG 1938 / Radiokatalog Band 1, Ernst Erb
Circuit diagram reference Lange+Schenk+FS-Röhrenbestückung
Picture reference Das Modell ist im «Radiokatalog» (Erb) abgebildet.


All listed radios etc. from Telefunken Deutschland (TFK), (Gesellschaft für drahtlose Telegraphie Telefunken mbH
Here you find 3397 models, 2957 with images and 1944 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.




 


Forum contributions about this model
Telefunken: Spitzensuper 8001WK
Threads: 4 | Posts: 22
Hits: 3165     Replies: 2
telefunken: 8001WK (T8001WK); Spitzensuper
Günter Scheuer
09.Feb.11
  1

Liebe Sammlerkollegen,

mir wurde dieses Modell angeboten, allerdings sind in dem Gerät offenbar keine AD1 verbaut, sondern, wenn ich den VK richig verstehe, zwei AD100 mit Stiftsockel.

Auf der etwas undeutlichen Abbildung der Rückwand meine ich die Beschriftung AD1 zu erkennen, auf dem Bild des Innenlebens fiel mir aber gleich auf, dass es sich um andere Röhren handeln muss.

Ich bat den VK nachzusehen, um welche Röhren es sich handelt. Dieser schrieb dann RD100, ich vermute aber, dass er AD100 meinte, die im Radiomuseum abgebildete AD100 entspricht den im Gerät sichtbaren Röhren auch soweit vom Aussehen her.

Nach Auskunft des VK sähe es nicht nach einer "Bastelarbeit" aus, er geht davon aus, dass diese Sockel bereits von Telefunken so eingebaut wurden.

Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, was ich davon halten soll.

Weiß jemand, ob dieses Modell auch mit zwei AD100 serienmässig gebaut wurde, vielleicht wegen einer Materialverknappung?

Oder ist doch eher davon auszugehen, dass das Gerät nachträglich umgebaut wurde?

Der Wert des Gerätes dürfte m. E. mit zwei AD100 ja eher niedriger liegen, selbst wenn das Gerät bereits von Telefunken so gebaut wurde, da diese Röhren zu geringeren Preisen gehandelt werden, als die alten AD1.

Da ich mehrere 100km Anfahrt habe um das Gerät zu besichtigen bzw. zu erwerben, ist es natürlich wichtig für mich vorher zu wissen, was es mit dieser Besonderheit auf sich hat.

Vielen Dank im Voraus für alle Antworten!

Herzliche Grüße

Günter Scheuer

 

Wolfram Zylka
10.Feb.11
  2

 

Hallo Herr Scheuer,
in meinen umfangreichen Unterlagen, kann ich keinen Hinweis finden, der darauf hinweist, dass Telefunken den T 8001 mit anderen Röhren als der AD1 bestückt hätte. Ihre Vermutung, dass so etwas aus Mangel geschehen sein könnte, ist sehr unwahrscheinlich. Schließlich handelt es sich bei der AD 100 um eine Behördenröhre. Diese Abnehmer hatten in der relevanten Zeit aber sicher Vorrang vor dem breiten Markt.
Lassen Sie sich ein paar Fotos von der Endstufe schicken, wo man die Fassungen sehen kann. Die 7 pol. Postfassung kann man sicher identifizieren. Ein nachträglicher Einbau solcher Fassungen sollte ohne große mechanische Änderung möglich sein. Ein Umbau erscheint auch deshalb realistisch, weil in den 50er – 60er Jahren eine größere Menge der Behördenröhren auf den Markt kam.
Zum Abschluss: Ich denke ein Rückbau sollte nicht zu schwierig sein.
Viel Erfolg bei Ihren weiteren Recherchen.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfram Zylka
Wolfgang Eckardt
13.Feb.11
  3

Einen T8001WK mit 2x AD100 habe ich auch schon zu Gesicht bekommen bei einem Bekannten. Das war aber nicht weiter tragisch, da er das Gerät in einem guten Zustand mit akzeptablem Preis erwerben konnte. Es fand keinerlei Umbau statt, die beiden Endröhren waren von einem der Vorbesitzer sauber adaptiert worden, so dass ohne Probleme wieder AD1 eingesetzt werden konnten - vorausgesetzt man hat 2 Stück davon....

Wenn man das Gerät nicht im Dauerbetrieb betreiben will, übersteht der Netztrafo auch die etwas höhere Belastung durch den Heizstrom der "fremden" Endröhren (ca. 3 A statt 2 A), so dass dieses "Schlachtschiff" zu Vorführungen bereit ist. Weitere Anpassungen sind dann auch nicht unbedingt notwendig.

Übrigens ist die AD100 auch eine von den Röhren, die man nicht mehr für " 'nen Appel und 'n Ei" bekommt!

W.E.

 
Hits: 5278     Replies: 4
telefunken: 8001WK; Spitzen-Super: Bandbreiteneinstellung
Andreas Steinmetz
06.May.06
  1


Beschreibung der Bandbreiteneinstellungs-Mechanik

Description of the selectivity-control mechanism
Please refer to post No. 3 for the english version.


Liebe Kollegen,

die Spitzensuper der Hersteller Telefunken bzw. AEG aus den Jahrgängen 1937/38 und 1938/39 sind sehr kompliziert aufgebaut. Auch die Einrichtungen zur Beeinflussung der Bandbreite machen da keine Ausnahme. Diese Beschreibung soll helfen, typische Fehler bei Reparaturen an den Bandbreite-Einstelleinrichtungen zu vermeiden. Die Geräte erreichen nur dann ihre sehr hohe Leistungsfähigkeit, wenn das Zusammenspiel aller Komponenten korrekt eingestellt ist.


1. Allgemeines:

Die Bandbreiten-Einstellung erfolgt bei den GW-Geräten (T7000GWK/T8000GWK/AEG97GWK) bzw. W-Geräten (T7001WK/T8001WK/AEG107WK/AEG108WK) manuell mit dem Oberteil des mittleren Drehknopfes. Dabei beeinflußt der eine Seilzug (Seil 1) die Kopplung des am Eingang befindlichen HF-Bandfilters (nicht bei Kurzwelle), der andere Seilzug (Seil 2) beeinflußt die Kopplung der ZF-Filter. Gleichzeitig wird auch der Frequenzgang des NF-Verstärkers verändert: im Hochtonbereich mit einem Tonblende-Potentiometer, im Tieftonbereich mit Hilfe mehrerer Kontakte, die verschiedene Kondensatoren in den Signalpfad schalten. Außerdem wird der Hochtöner ein- oder ausgeschaltet.
Die Mechaniken der Geräte sind unterschiedlich: die W-Geräte sind etwas komplizierter als die GW-Geräte, denn sie haben einen nach links erweiterten Einstellbereich. Schon ohne Öffnung der Geräte kann man feststellen, daß der Verstellbereich bei den GW-Geräten mit ca. 180 Grad deutlich kleiner ist als bei den W-Geräten mit ca. 255 Grad. Die GW- und W-Geräte haben auch unterschiedliche Bandfilter.
Eine Sonderstellung nimmt das Exportgerät T7001WKK (Aida) ein. Es hat auf allen Bereichen einen Vor- und Zwischenkreis, also kein HF-Bandfilter. Dadurch entfällt die Kopplungsklappe incl. dem ersten Seilzug. Die restliche Mechanik ist die gleiche wie bei den GW-Geräten.


2. Beschreibung der Mechanik:

Seil 1 (Originallänge: 470 mm, Stahlseil, Durchmesser: 0,3 mm) ist beim GW-Gerät direkt an dem nach innen zeigenden Ende der Achse befestigt, umschlingt diese im Gegen-Uhrzeigersinn und führt dann über zwei Umlenkrollen zur Koppelklappe des HF-Bandfilters. Beim W-Gerät wird eine andere Achse verwendet, an deren Ende eine spezielle Seilnockenscheibe so montiert ist, daß sie innerhalb eines bestimmten Winkels verdrehbar ist. Das Seil ist an dieser Seilnockenscheibe befestigt, umschlingt sie ebenfalls im Gegen-Uhrzeigersinn und führt ebenfalls über zwei Umlenkrollen zur Koppelklappe. Die Gegenkraft zum Seilzug wird durch eine Drehfeder an der Koppelklappe erzeugt.

Seil 2 (Originallänge: 246 mm, Stahlseil, Durchmesser: 0,3 mm) ist nicht an der Drehachse befestigt, sondern an dem Mitnahmestift eines Exzenters, ebenfalls Seilnockenscheibe genannt. Beim GW-Gerät ist diese mit einem Splint durch ihr dünnes Loch auf der Achse fest montiert. Bei den W-Geräten hingegen wird zwar die gleiche Seilnockenscheibe benutzt, aber der Splint geht hier durch das große Langloch und wirkt gleichzeitig als Anschlag. Dadurch ist auch diese Seilscheibe, genau wie die HF-Seilnockenscheibe, wieder innerhalb eines bestimmten Winkels verdrehbar gegenüber der Achse.
Der Verlauf des Seiles 2 ist bei allen Modellen gleich: In der Mittelstellung des Bandbreiten-Knopfes ist das Seil einmal um die Achse herumgeführt (!) und berührt anschließend den Mitnahmestift gerade so eben. Nach einer Umlenkrolle gelangt das Seil durch ein Loch in der vorderen Chassiswand zur Verstellmechanik der ZF-Bandfilter.
Die Drehbewegung wird bei allen Geräten dadurch begrenzt, daß ein Zapfen der ZF-Seilscheibe oben bzw. unten an die große Blattfeder stößt. Zur Einstellung des Seilzuges kann auch die Position der Umlenkrolle verändert werden. Die Gegenkraft zum Seilzug wird durch die drei Drehfedern der ZF-Filter erzeugt.

Die Seilzüge bewegen sich nicht proportional zur Drehbewegung, sondern innerhalb begrenzter Winkelbereiche mit sehr unterschiedlicher Übersetzung bzw. Geschwindigkeit! Zur Orientierung nehmen wir mal an, die Senkrechtstellung des Bandbreiten-Knopfes (Markierung zeigt nach oben) sei die Mittelstellung; der zugehörige Drehwinkel betrage 0 Grad. Dann entspricht der Linksanschlag beim GW-Gerät einem Drehwinkel von -90 Grad, beim W-Gerät aber -165 Grad! Der Rechtsanschlag entspricht bei beiden einem Drehwinkel von +90 Grad.

Zusammenhang zwischen Drehwinkel und den Seilbewegungen beim GW-Gerät:

  Drehwinkel in Grad:   Bewegung Seil 1 (HF):   Bewegung Seil 2 (ZF):
  -90  ...     0   langsam   langsam
     0  ...  +90   langsam   schnell


Zusammenhang zwischen Drehwinkel und den Seilbewegungen beim W-Gerät:

  Drehwinkel in Grad:   Bewegung Seil 1 (HF):   Bewegung Seil 2 (ZF):
  -165  ...  -90   schnell   Stillstand
   -90  ...     0   Stillstand   langsam
      0  ...  +90   Stillstand   schnell


3. Einstellvorschriften:

Um das richtige Zusammenspiel der Komponenten zu erreichen, müssen die Seilzüge an bestimmten Referenzpunkten genau eingestellt werden. Das "Telefunken-Abgleichbuch 1932/38/39/40" schreibt dazu folgende Prozeduren vor:

GW-Geräte:
"In der linken Anschlagstellung ist das Seil (2) für die ZF-Bandfilter so zu spannen, daß der Anschlag der Drehspulen gerade noch nicht gelüftet ist. In der rechten Anschlagstellung ist das Seil (1) für das HF-Bandfilter so zu spannen, daß die Klappe mit den Spulen gerade an der Spulenplatte des zweiten Vorkreises anliegt."

W-Geräte:
"Das Seil (1) für das HF-Bandfilter ist so zu spannen, daß die Klappe mit den Kopplungsspulen gerade an der Spulenplatte des zweiten Vorkreises anliegt, wenn die Seilnockenscheibe für die Klappe beim Weiterdrehen über 70 (bis 75) Grad stehen bleibt. Das Seil (2) für die ZF-Bandfilter ist so zu spannen, daß der Anschlag der Drehspulen gerade noch nicht gelüftet ist, wenn die ZF-Seilnockenscheibe vom Mitnahmestift gerade mitgenommen wird."

(...): Ergänzungen von mir.
 

4. Typische Fehler:

a) Besonders beim W-Gerät kann man oft beobachten, daß in bestimmten Stellungen die Seile durchhängen. Meistens liegt das an abgebrochenen Anschlägen der Seilnockenscheiben, manchmal auch an falscher Justierung.  Wegen der Kurzschlußgefahr durch die Stahlseile und zur Vermeidung von Folgefehlern bei der Seiljustierung muß unbedingt die Ursache gefunden werden. 
Oftmals ist beim W-Gerät der Anschlag der HF-Seilnockenscheibe für das Seil 1 abgebrochen. Die Funktion muß unbedingt vor allen Justierarbeiten wie folgt kontrolliert werden: Beginnend bei der linken Anschlagstellung des Bandbreiten-Knopfes muß die Seilnockenscheibe bei etwa -90 Grad mit ihrer überstehenden Nase an das Blech des Schaltkontaktgehäuses anschlagen, so daß sie sich ab hier nicht mehr bewegen kann. Sollte das nicht der Fall sein, ist die Nase höchstwahrscheinlich abgebrochen. Eine Reparatur ist mit Hilfe eines kleinen Blechwinkels, der unter der rechten M3-Schraube des Schaltkontakt-Gehäuses befestigt wird, leicht möglich. Durch Verbiegen des Bleches kann die Begrenzung genau eingestellt werden. Siehe dazu Bild W_Type_SelContr_-90Pos_Detail1a.jpg im Anhang.
b) Die ZF-Seilnockenscheibe des Seiles 2 hat eine Anschlagfunktion in Form eines Zapfens, der an die große Blattfeder stößt. So wird auch das Durchhängen des Seils 2 verhindert. Leider ist auch dieser Anschlagstift oft abgebrochen. Das läßt sich aber recht einfach durch Einsetzen eines Metallstiftes anstelle des abgebrochenen Zapfens in die Seilnocke beheben.
c) Leider findet man heute sowohl bei den GW- als auch W-Geräten sehr oft falsch verlegte und falsch eingestellte Seilzüge. Bitte nehmen Sie bei Reparaturen die Bilder des Anhangs zu Hilfe und achten Sie insbesondere auf die Seilführung im Bereich der Seilnockenscheiben.


5. Bildteil:

Im Anhang finden Sie Bilder, die den Stand der unterschiedlichen Mechaniken jeweils bei Linksanschlag, Mittelstellung und Rechtsanschlag des Bandbreiten-Knopfes zeigen. Anhand der (englischen) Bildernamen ist eine eindeutige Zuordnung möglich. Die Bilder stammen von verschiedenen Chassis, die den typischen Reparaturfall widerspiegeln, also auch mit mehr oder weniger starken Verbastelungen.


Viel Erfolg bei der Reparatur!

Andreas Steinmetz

Attachments

Zenonas Langaitis
14.May.06
  2 Thank you, Andreas

Your  job is very good and helpful !

I start working  with my 8001 ..

Regards
Andreas Steinmetz
18.May.06
  3

Dear friends,

it took a longer time, but now the english version is available here. I decided to open this new post for the english version to avoid a too long original post (No.1). Furthermore I edited the original post so that you can find all the english informations concentrated here now. For the pictures please refer to post No. 1.
Thanks a lot to our collector at the other end of this world, who immediately contacted me and offered me his help for the translation, and who doesn´t want to be named here. When he contacted me for the first time, he didn´t know how much work that would be, but he kept his promise! These are the moments, when you forget all the work you had, when you are happy for all the things you could manage and when you are thankful for having the internet and such institutions like RM.org...
It was not easy to describe the mechanism in geman language, and it was more difficult to use the correct technical expressions in english.
Examples:
-"HF-Seilnockenscheibe": This expression seems to be a synthetic expression in german language. Never heard before. Taken from the "Telefunken Abgleichbuch (Telefunken Adjustment Book)", which I possess only in german language. We decided to translate it into "RF cam disc for the drive cord", short form: "(RF-)cam disc".
-"ZF-Seilnockenscheibe": The same story. We decided to translate it into "IF cam disc for the drive cord", short form: "(IF-)cam disc". But in the international edition of the "Telefunken Werkstattbuch (Telefunken Workshop Manuel)" this part is called "Mitnehmer für ZF (Schaltnocke)", and the english expression is "moulded cam for IF coil drive".
-"Koppelklappe": This is the turnable part of the coupler, which carries a small part of the couple-coils for the secondary resonance circuits of the input bandpass filter. We simply call it coupler or coupling flap.

Here is a short vocabulary table with often used expressions:

-"Röhrenfassung" -> "valve socket", "tube socket"
-"Tonblende" ("Klangfarbeneinsteller") -> "tone control"
-"Hochtöner" -> "tweeter"
-"Knopf (Knebel) für Bandbreite(neinstellung)" -> "handle for bandwidth control"
                or: "handle for selectivity control"
-"Zugseil, Seilzug" -> "drive cord", "drive wire"
-"Seilrolle" -> "wire roller"
-"Umlenkrolle" -> "pulley"
-"Drehfeder" -> "torsional spring"
-"HF" -> "RF"
-"ZF" -> "IF"

But now let´s start!



Description of the bandwidth adjustment mechanism
(Some may refer to this also as selectivity control mechanism)


Dear Colleagues,

The top-of-the-line superheterodyne sets made in 1937/38 and 1938/39 by Telefunken and AEG respectively, are in design and construction quite complex. This also applies, of course, to the means used to adjust the bandwidth. With this description it is attempted to help avoid typical mistakes made on repairing bandwidth adjustment devices. It goes without saying, that these sets will reach their very high performance characteristics only if all components are correctly aligned to act in unison.


1. General:

At the GW-radios (T7000GWK / T8000GWK / AEG97GWK), and the W-radios (T7001WK / T8001WK / AEG107WK / AEG108WK) respectively, the bandwidth adjustment is effected manually with the help of the upper portion of the central control knob. With that, one of the drive cords (cord 1) affects the coupling of the RF bandpass filter at the input stage (but not for short wave), while the other drive cord (cord 2) affects the coupling of the IF-filter. Simultaneously, the frequency curve at the audio frequency output changes: In the high frequency range by means of a tone control poti, at low frequencies via several contacts that switch various capacitors within the signal path. In addition, the tweeter will be turned on or off.
The mechanisms differ from model line to model line: the W-sets are somewhat more complicated as their range of adjustment is expanded to the left. That becomes obvious already without opening a set as the range of approx. 180 degrees at the GW-sets is noticably smaller then that of a W-set where it extends to approx. 255 degrees. Also, GW-sets use different IF-bandpass filters than W-sets.
The export version T7001WKK (Aida) occupies a special position in this. It features a preselection and an intermediate circuit in each range instead of an RF-bandpass filter. As a result the coupling flap, including drive cord 1, become redundant. The remaining parts of the mechanism are identical with those of the GW-models.


2. Description of the Mechanism:

On the GW-models, the drive cord 1 (original length 470mm, steel cable, 0.3mm diameter) is fastened directly to the inward pointing end of the shaft. It loops around it counter-clockwise and proceeds from there via two transfer pulleys to the coupling flap of the RF-filter. The W-models utilize a different shaft at the end of which there is a special cam disc for the drive cord. It is mounted in such a way that it will pivot within a certain angle. The cord is secured to the cam disc, loops around it counter-clockwise and likewise proceeds via two transfer pulleys to the coupling flap. Counterforce to the drive cord is brought on by a torsion spring at the coupling flap.

Drive cord 2 (original length 246mm, steel cable, 0.3mm diameter) is not fastened to the rotary shaft but goes instead to the collector pin of an eccentric. This part is also called a cam disc for the drive cord. At GW-models it is firmly mounted to the shaft by means of a cotter pin. While on W-models the same cam disc is used, here the cotter pin is put through the oblong hole and serves at the same time as a stop. With that, this cord disc, exactly as the RF-cam disc, will pivot within a certain angle against the shaft.
The routing of cord 2 is identical at all models: In the center position of the bandwith control knob, the cord passes once around the shaft(!) and subsequently just touches the collector pin. After being led over a transfer pulley, the cord reaches the adjustment mechanism of the IF band filter through a hole in the front part of the chassis.
For all models, restricting the rotary motion is achieved with the aid of a dog point at the IF-cord disc which will strike the top, or bottom respectively, of the big leaf spring. Adjustments to the cord drive may also be carried out by changing the position of the transfer pulley. Counterforce to the cord drive is produced by the three torsion springs of the IF filters.

The drive cords do not move proportionally to the rotary motion but within limited angle ranges at substantially differing ratios or speeds! To visualize this, let it be assumed that with the bandwith control knob in its perpendicular position (mark points up), we have in fact center position and the pertaining turn angle is at 0 degrees. That corresponds at GW-models to a turn angle of -90 degrees at the left stop; at W-models, however, it will be -165 degrees! A turn angle of +90 degrees at the right stop is the same for both.

Interrelation of turn angle and cord drive movement at GW-models:

 Turn angle
 in degrees:
 Movement of cord 1 (RF):   Movement of cord 2 (IF):
  -90  ...     0   slow   slow
     0  ...  +90   slow   fast


Interrelation of turn angle and cord drive movement at W-models:

 Turn angle
 in degrees:
 Movement of cord 1 (RF):   Movement of cord 2 (IF):
  -165  ...  -90   fast   stopped
   -90  ...     0   stopped   slow
      0  ...  +90   stopped   fast


3. Adjustment Directions:

To arrive at the perfect interplay of all components, the correct setting of the cord drives at certain reference points is of utmost importance. The "Telefunken-Abgleichbuch 1932/38/39/40" drescribes the following procedures for that:

GW-Models:
"In the left stop position, tighten drive cord 2 for the IF-band filter just enough so that the stop at the moving coils is not yet aired. In the right stop position, drive cord 1 for the RF band filter is to be tightened in such a way that the flap together with the coils just touch the base of the coils for the second preselection circuit." 

W-Models:
"Drive cord (1) for the RF band filter is to be tightened in such a way that the flap meets the coupling coils exactly at the base of the coils for the second pre-selection circuit. If correctly carried out, the cam disc for the flap will come to a standstill at 70 (up to 75) degrees when continued to be turned. Drive cord (2) for the IF band filter is so to be tightened that the stop at the coils is just short of being aired when the IF cam disc starts being moved by the collector pin."

(...) Supplementary comments by myself.


4. Typical Mistakes made:

a) Especially with W-models it can be observed quite frequently that in certain positions the drive cords will sag. That's caused most often by stops broken off at the cam discs; occasionally incorrect adjustments are to be blamed. Sagging steel cables carry a risk of causing shorts and likely further damage. It is, therefore, absolutely imperative that the cause of any malfunctioning in this area is found and corrected.
At W-models, quite often the stop for the RF cam disc is broken off. Before any adjustment work is undertaken, it is important to check this function as follws: Commencing from the left stop position of the bandwidth control knob, at about -90 degrees the stop lug of the cam disc must hit the outside of the switch control box und thus come to a standstill. If this does not occur, the most likely cause is that the stop lug is broken off. Remedial action is relatively easy. A small sheet metal piece (bent to an angle) is to be inserted under the right M3 screw of the switch control box. Exact limit adjustment is possible by bending this sheet metal lug. On this subject, see the picture W_Type_SelContr_-90Pos_Detail1a.jpg in the attachments of post No. 1.

b) The IF-cam disc of drive cord 2 has a stop function in the form of a collector pin which strikes the big leaf spring. It also functions to prevent the sagging of cord 2. Unfortunately, this collector pin is quite often broken off as well. However, this can easily be rectified by simply fitting a metal pin to the cam disc in lieu of the broken off part.

c) Regrettably one finds these days in GW-models, as well as in W-models much too often improperly routed and incorrectly adjusted drive cords. When restoring one of these sets, please make use of the attached pictures in post No. 1 and pay special attention to the routing of the cords in the area of cam discs.


5. Picture Section:

Attached at the end of post No. 1, you find pictures documenting the respective settings in left stop, center position and right stop of the bandwidth control knob for the various mechanisms. Picture names are in English for clear and easy identification. Different chassis were used to take these pictures. They reflect the model-typical repair cases and also portray several stages of amateur "restorations".


Wishing you success in your repair efforts!

Andreas Steinmetz

Ernst Erb
18.May.06
  4 Lieber Andreas
Das ist eine sehr hilfreiche Arbeit, die Du da erstellt hast. Das wird sicher vielen Sammlern helfen.

Ich habe trotzdem zwei Anregungen - sofern Du einmal dazu kommst:

1)
Sprachen
Die Sprachflagge richtet sich nach dem ersten Post in einem thread - dort kann man auch nachträglich die Sprach nach der effektiv geschriebenen umstellen. Die meisten Amerikaner werden wohl andere Sprachen als Englisch (und evtl. Spanisch) ausblenden, kommen also nicht zu Deinem englischsprachigen Teil.

2)
Bilder
Der Beitrag wäre um ein Vielfaches attraktiver mit im Text eingebetteten Bildern.
Ich weiss, da kommt zuerst das Problem der Bild-Speichergrösse. Das kann man aber mit Qualität erreichen. Dann kommt die Mehrarbeit des Importierens und Darstellens. Allerdings kannst Du einmal in Deinem WYSIWYG gespeicherten Bilder öfters anwenden (hier jetzt 2 Mal) ohne dass dies mehr Speicherplatz benötigt (nur die Adresse dazu).

Fazit:
Ich empfehle Dir, gelegentlich den englischen Teil mit Sprachwahl Englisch neu zu posten, dabei die Bilder in den WYSIWYG-Editor laden, platzieren und sie dann im deutschsprachigen Text nochmals zu platzieren. So findet man die Bilder gerade bei der entsprechenden Textstelle und hat den Überblick oder kann Ausdrucke erstellen etc. Die Anlagen wären dann zu löschen.

Ich würde wegen der grossen Anzahl Bilder in logischer Abfolge den Inhalt auf mehrere Posts aufteilen - und Du solltest den Text selbst nciht einfach übernehmen und am neuen Ort hinein kopieren, sondern über den Windows-Editor gehen, der alle versteckten Zeichen entfernt und so viel Speicherplatz spart.

Einen Nachteil hat die Sache dennoch: Die Ladezeit steigt wegen den mehr als 30 Bildern im Thread, der dann fast ein Megabyte gross wird, also muss vielleicht ein gewisser Kompromiss her: einige unwichtigere Bilder doch als Anlage, besonders wenn viel Speicherbedarf für das Bild.
Nicht ganz trivial, so ein grosser Beitrag. Die andere Variante wären einige (ca. 3?) PDFs (Anlagen), doch das ist optisch nicht so attraktiv. Ist eine interessante Optimierungsaufgabe, denke ich. Wir sehen uns ja am Samstag ;-) 
Andreas Steinmetz
19.May.06
  5 Sali Ernst,

ja, Recht hast Du ganz gewiß, und ich hatte auch zuerst vor, die Sache anders zu realisieren. Doch dann fehlte wieder mal die Zeit, und um die Geduld der Leser nicht weiter zu strapazieren, entschied ich mich dann, die Sache wenigstens überhaupt mal zu bringen. Das ist zwar nicht optimal, aber immer noch besser als ein Ideal, das überhaupt nicht oder viel zu spät zustande gekommen ist.
Trotzdem: Sobald Zeit ist, werde ich noch einmal Hand anlegen. Die Idee mit den Sprachflaggen hatte ich auch schon; nun weiß ich wenigstens, wie man sie umsetzen kann.


Andreas


P.S.: Ich denke, wir sehen uns schon am Freitag!
 
Hits: 6540     Replies: 5
telefunken: 8001WK; Spitzen-Super
Zenonas Langaitis
20.Apr.06
  1

Please for help for  Telefunken 8001WK  repair.
I dont have radio set service documentation, so -  its not easy for me.

Question is about  connection  schemat  -- for  circuit (frequency) control 

This is a photo  down of  T 8001  WK.  Must be rope - but I dont know where....

More photos here.. http://zenonas.langaitis.fotopic.net/c928280.html

Please send me photo down of  Telefunken 8001WK,  who have   that radio  set, if its impossible.

now I try in germany... :-)

WELCH   DRAHTSEIL   KURS   UNTER  KONTUR     ?

Thank you

Zenonas  Langaitis
Lithuania

Andreas Steinmetz
20.Apr.06
  2

Dear collectors, hello Zenonas,

please let me answer in german language at first, because some things are difficult to explain in english for me. You will find the english version at the end of this article later on. Sorry, it will take some time until this post is finished.


Thanks

Andreas


Liebe Sammlerkollegen, hallo Zenonas,

lassen Sie mich bitte zunächst in Deutsch antworten, denn einige Dinge sind für mich in Englisch schwer zu erklären. Eine englische Version werden Sie am Ende dieses Artikels später finden. Es wird leider einige Zeit dauern, bis dieser Post fertig ist.

Danke

Andreas


1. Zenonas fragte, wie der im Bild gezeigte Kondensatorblock original angeschlossen ist. Es handelt sich dabei um den Block mit der Bezeichnung T51684, BV.1002, Lg.Nr.12251, Best.Nr.80359. Dieser Block liegt im Bereich der Röher AF7 (erste ZF-Stufe).

Die Anschlüsse sind wie folgt (alle Angaben beziehen sich auf das Telefunken Werkstattbuch 1938/39):
-Pin 1, schwarz: Masse, Anschluß an den gemeinsamen Massepunkt zwischen den Röhren AF7 und AB1.
-Pin 2, gelb, 0,1µF, Prüfspg. 200V: C113, Kondensator am Fußpunkt des ersten ZF-Filters, Sekundärkreis, Einspeisepunkt der neg. Gittervorspannung über R108 (1,5 MΩ). Anschluß an Lötösenleiste auf Chassishinterwand, obere Reihe, zweiter Lötpunkt von links.
-Pin 3, blau, 0,1µF, Prüfspg. 360V: C114, Kondensator am G2 der AF7. Anschluß direkt an Röhrenfassung.
-Pin 4, Lötöse, 0,1µF, Prüfspg. 900V: C115, Entkopplungskondensator für die Anodenspannung der AF7, Primärseite des zweiten ZF-Filters. Lötöse selbst dient als Verdrahtungsstützpunkt.
-freier Pin, Lötöse: keine innere Verbindung.
-Pin 5, grün, 0,05µF, Prüfspg. 200V: C116, Kondenstator am G3 der AF7. Anschluß direkt an Röhrenfassung.

Als Ergänzung finden Sie Bilder vom betreffenden Schaltungsteil in den Attachments.


2. Zenonas fragte nach dem Verlauf der beiden Zugseile zur Bandbreiteneinstellung. Inzwischen ist ein ganzer Artikel daraus geworden, so daß ich mich entschieden habe, einen neuen Thread zu eröffnen. Hier ist der Link.


Grüße

Andreas Steinmetz




And now the english version (thanks to Alfred Zeeb for his help):


1. Zenonas asked, how the capacitor block - as shown in the picture - is originally connected. The block in question carries the designation T51684, BV.1002, Lg.Nr. 12251, Order Number 80359. The block is located near the tube AF7 (first IF stage).

Connections are as follows (with all information taken from the Telefunken workshop manual 1938/39).
-Pin 1, black: Ground, connected at the shared ground contact between tubes AF7 and AB1.
-Pin 2, yellow, 0.1uF, test voltage 200 V: C113, capacitor at the lower point of the first IF filter, secondary side, feed-in of the plate negative voltage via R108 (1.5MΩ ). Connection at soldering lug bar at the back of the chassis, second lug from left.
-Pin 3, blue, 0.1uF, test voltage 360V: C114, capacitor at plate 2 (G2) of the AF7. Connection directly at the tube socket.
-Pin 4, soldering lug, 0.1uF, test voltage 900V: C115, decoupling capacitor for the anode voltage of the AF7, primary side of the second IF filter. Soldering lug itself serves as wiring support.
-free pin, soldering lug, no internal connections.
-Pin 5, green, 0.05uF, test voltage 200V: C116, capacitor at plate 3 (G3) of the AF7. Connection directly at the tube socket.

Supplementary pictures to this part of the circuitry can be found in the attachments.


2. Zenonas asked for the routing of the two drive wires for the bandwidth/selectivity control. Since that time that theme has become a complete article, so that I decided to open a new thread. Here is the link.


Regards

Andreas Steinmetz

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Zenonas Langaitis
25.Apr.06
  3 I get some 8001WK  photos from RMorg member  Valerij Manjuk, Minsk (Belarus).  

I think,  its can be interesting for other collectors too...

Attachments

Andreas Steinmetz
25.Apr.06
  4 Hello Zenonas,

thanks a lot for the pictures. Sorry, but in the pictures there the typical mistakes are made. So the radio will not work properly.  Please don´t use the pictures for reference! The right way is more difficult. I have already taken pictures of the interesting details from three different chassis (including the GW-versions), and I am just preparing the description. Please wait...


Regards

Andreas
Zenonas Langaitis
25.Apr.06
  5 Thanks Andreas, you are right. 
I see differences  in  montage  between my radio, and colleque  Valerij.
What original variant ?   waiting, no problem..
Andreas Steinmetz
06.May.06
  6

Liebe Sammlerkollegen, hallo Zenonas,

inzwischen habe ich im Post 2 die Bilder und die englische Version hinzugefügt. Ich hoffe, daß es jetzt mit dem Anschluß des Kondensator-Blockes keine Probleme mehr gibt.
In dem Post habe ich auch berichtet, daß für die Sache mit den Seilzügen zur Bandbreiten-Einstellung einen neuer Thread erforderlich geworden ist. Hier nochmals der Link.

Andreas




Dear collectors, hello Zenonas,

in the meantime I have added pictures and the english version to post 2. I hope that there will not be any problems with the connection of the capacitor-block any more.
In that post I told you that it became necessary to open a new thread for the description of the bandwidth-/selectivity-control. Here the link is again.

Andreas

 
Hits: 4127     Replies: 7
Telefunken 8001WK gerade gelaufen in ebay
Detlef Boeder
15.Nov.04
  1 Hallo,

gerade lief ein T8001WK in ebay. Wenn der Preis marktüblich ist, können wir den ja eintragen.
Wer sich das noch ansehen möchte - Auktionnummer:
2283896532

Gruss
DeBo
Lutz Jänicke
15.Nov.04
  2 Hallo Herr Boeder,

über eBay Preise wurde an dieser Stelle ja schon oft diskutiert und wohl jeder Sammler mit Internetanschluß beobachtet die Preisentwicklung (und Preisauswüchse) dort mit einem oder beiden Augen.

Die o.g. Auktion läßt wohl eines deutlich erkennen: von 10 ernsthaften Interressenten sind nur 2 bereit, deutlich mehr als 1.000 Euro für das Gerät zu zahlen. Wäre Interessent 1 nun im Urlaub gewesen oder hätte eine weniger verlässliche Stoppuhr zur Hand gehabt, dann hätte Interessent 2 fast 1.000 Euro gespart.
 
Obwohl ich wirklich keine Ahnung habe, was ein solches Gerät aufgrund seiner Seltenheit wert ist, möchte ich allein dieser Tatsache wegen dafür plädieren, diesen Preis nicht einzutragen.

Viele Grüße an alle Sammlerkollegen

Lutz Jänicke
Hermann Jung
15.Nov.04
  3 Hallo zusammen,

dass nur 2 bereit gewesen wären über 1000 Euro zu bieten, ist spekulativ. Oft bietet man in letzter Minute und es kommt die Meldung, dass das Gebot nicht ausreicht (zu dem Zeitpunkt). Das Gebot taucht dann nicht in der Bieterliste auf. Oder: Man sieht Ihn bei 1700, hätte 1500 als Schmerzgrenze und läßt es dann sein.

Über 1000 Euro hätte ich dem Gerät auch zugetraut, der erzielte Preis doch etwas reichlich, da der Zustand der Technik/Röhren unbekannt auch das Gehäuse nicht absolut top war.

Interessant ist das neue Feature, dass Rückfragen von Interessenten in der Auktion dokumentiert werden, inkl. der unlauteren Angebote der "Gschäftle-Macher", auf die Unerfahrene sicher von Zeit zu Zeit reinfallen.

Beste Grüße, Hermann 
Siegfried Gruhl
16.Nov.04
  4 Hallo,
ich hatte Kontakt mit dem Verkäufer und wäre auch beinahe bereit gewesen 1800 EUR dafür zu geben.
Da Sammeln eine Leidenschaft oder auch Sucht ist, muss jeder selbst wissen, was er bereit ist für das Objekt der Begierde zu geben.
Ich bin dann spazieren gegangen und habe 1700 EUR gespart... und denke, so ein Gerät mein Lebtag nicht wieder zu sehen (außer Sammlungsauflösug vielleicht).
Die Bilder stammen vom Verkäufer, er hat sie wegen des netten Kontaktes extra fürs Museum angefertigt.
Viele Grüße Siegfried
...und weshalb waren Sie denn so aufgeregt, DIESES Gerät bei ebay zu treffen? :-)
Ernst Erb
17.Nov.04
  5 Auch bei mir steht ein Telefunken 8001WK in bestem Zustand. Ich weiss nicht wie rar das Gerät ist. Ich weiss nur, dass es viel viel rarer ist als das in Millionenstückzahl auf den Markt gebrachte OE333, also den Ortsempfänger von Loewe. Ich meine auch, dass es zudem ein paar Bauteile mehr drin verbaut hat als das beim Dreifachröhrengerät der Fall ist.

Darum ist es ganz gut, dass Herr Boeder das gemeldet hat bzw. dann Herr Gruhl. Man kann so gerade den Preis-Unterschied erkennen zwischen Schrott und gutem Zustand für ein gleiches Modell.

Es wäre schön, wenn alle Besitzer das Gerät auf der persönlichen Karteikarte eintragen würden. So könnten wir doch einmal daran denken, z.B. irgendwo beim Modell eine Zahl erscheinen zu lassen, die nur angibt wie viele Geräte des entsprechenden Modells in einer Sammlerkartei eingetragen sind. Was haltet Ihr davon?

Auch glaube ich, dass dieser Thread vom nur für Mitglieder einzusehenden "Talk" auf das Modell gestellt werden dürfte? Das nimmt Eilert Menke sicher gerne vor, wenn sich nicht innerhalb einer Woche jemand dagegen ausspricht. Ich meine der Thread gibt einem Interessenten (Gast), der ja sonst keine Sammlerpreise einsehen kann, einen schönen Einblick, wie wir uns zu Preisen stellen, wir sogar darum ringen, ob das nun ein Ausrutscher ist oder nicht. Auch die Bemerkungen zum Sammeln finde ich wichtig und wahr.

Übrigens kommen hin und wieder Meldungen von Gästen, die es als Beleidigung auffassen, dass wir nicht einfach alles offen legen. Es gibt schon sehr komische Zeitgenossen, die wohl nur an Abziehkalender gewöhnt sind - oder den Nuggi? Manchmal finde ich es traurig, dass man angepinkelt wird, wenn man etwas für die Allgemeinheit aufbaut. Kommt mir vor wie wenn man jemand einladet und der Besuch dann sagt: Warum lässt Ihr uns nicht auch ins Schlafzimmer - wir wollen das auch geniessen - aber natürlich ohne Gegenleistung.
Hermann Jung
18.Nov.04
  6 Hallo Ernst,

stimme Dir voll zu. Was ist schon der Preis für den T8001, der in seiner Zeit zu den absoluten Spitzenprodukten der deutschen Radioindustrie zählte, im Vergleich zu den vergleichsweise hoch gehandelten OE333, wo ich bei einem einzigen Sammler schon 5 verschiedene Varianten gesehen habe.

Trotzdem ist zu bemerken, dass Telefunken (obwohl doch von Zeit zu Zeit angeboten) relativ hoch gehandelt wird, im Vergleich zu noch weit selteneren Spitzensupern anderer Marken. Z.B. sind die Pendant-Radiomodelle von AEG ja fast überhaupt nicht zu finden. Die Seltenheit ist es also wohl nicht. Die Marke ist eben beliebt, wird mit Qualität gleichgesetzt, unabhängig sogar von der technischen Leistung. Ein ähnliches Phänomen zeit sich bei Körting.

Viele Grüße, Hermann
Ernst Erb
18.Nov.04
  7 Ja, lieber Hermann, wie ich in "Sammeln - aber wie!" beschrieben hatte, gibt es eine Kurve, die wieder abnimmt, wenn ein Sammel-Gegenstand zu selten ist. Ich habe den Unterschied von Rarität zu Exot beschrieben. Trotzdem gibt es immer wieder auch Ausnahmen von diesem Gesetz - wie z.B. beim 7-Röhren-Ducretet-Piano, das fast "unmögliche Preise" erzielt, obwohl mir z.B. nur drei Exemplare bekannt sind.

Wie Du schreibst, kommt es auch auf den Stellenwert des Herstellers an, der den Bekanntheitsgrad weitgehend mitbestimmt. So könnte ich mir vorstellen, das der Empfänger und Sender von Prof. Braun aus 1901 (Farbseiten Radios von gestern) irgendwo aus Unkenntnis günstig zu haben ist, obwohl mir nur zwei solche Pärchen bekannt sind. Meines stammt z.B. aus Barcelona, wo ich das in einem Antiquitätengeschäft entdeckt hatte. Es kostete in den 80er Jahren wohl etwa den Preis eines OE333. Es gibt aber auch keinen "fairen Preis" für so etwas, da eben exotisch und der Preis ganz abhängig davon ist, ob jemand oder einige Personen "scharf" darauf sind. Es kann sogar einen Ladenhüter darstellen, wenn kein Kenner kommt und der "Laden" nicht genau weiss in welchen Kontext ein Gerät zu setzen ist.

Genau wegen der sich konkurrenzierenden Technik von Braun und Slaby entstand dann wegen der Übermacht durch Marconi die Firma Telefunken.
Andreas Steinmetz
18.Nov.04
  8 Liebe Kollegen,

vielleicht wundert sích der eine oder andere, der mich näher kennt, warum ich in dieser Sache noch nicht gepostet habe. Schuld ist mal wieder die so knappe Zeit...
Sicher, diese Geräte sind weitaus seltener als der zitierte OE333, schon allein weil sie sich kaum jemand leisten konnte. Aber in letzter Zeit sind doch eine ganze Menge dieser Geräte wieder aufgetaucht, viel mehr, als man noch vor ein paar Jahren je zu hoffen gewagt hatte. Also doch nicht so super selten? Wohl nicht. Diese Geräte sind in größerer Stückzahl sowohl nach Skandinavien als auch nach Frankreich, um nur einmal ein paar Länder zu nennen, verkauft worden, was man u.a. an den unterschiedlichen Skalenvarianten erkennen kann. Darüberhinaus gab es die Variante T7001 WKK (Aida), die zwei Kurzwellenbänder hatte, sicherlich eine Variante für ferneren Export. Und dann gab es ja noch die GW-Versionen T7000 und T8000, die übrigens noch teurer waren. Richtig selten dagegen sind die entsprechenden Parallelgeräte von AEG mit abweichendem Gehäuse, die aber wohl den Käufer weniger ansprachen.
Der Grund für die heutigen z.T. sehr hohen Preise, aber auch für die große Spannweite des Preises, liegt meines Erachtens u.a. an der sehr schlechten Reparaturfreundlichkeit dieser Geräte. Dazu hatte ich mich ja schon einmal an anderer Stelle geäußert: http://www.radiomuseum.org/dsp_forum_post.cfm?thread_id=7349#post17426).
Deshalb trifft man heute im wesentlichen 2 Qualitätsniveaus an:
1. Stark verbastelte, meist unvollständige Geräte. Bei diesen versuchten die Werkstätten, die Funktionsfähigkeit mit allen Mitteln möglichst lange irgendwie zu erhalten, weil man "ein so wertvolles Gerät" aus nachvollziehbaren Gründen ja nicht fortwerfen wollte. Oder ungeschickte Hände, leider auch Radiosammler, hatten sich erfolglos in der Reparatur versucht und das eine oder andere Gerät dann auch zur Teilegewinnung genutzt. Noch vor einigen Jahren konnte man solche Wracks recht preiswert bekommen.
2. Fast original erhaltene Geräte. Diese sind entweder tatsächlich original erhalten, wie offensichtlich das beschriebene Ebay-Gerät. Oder sie sind von echten Liebhabern in mühsamer Arbeit wieder dem Originalzustand angenähert worden. Solche Exemplare sind wirklich sehr selten! Da, anders als bei vielen anderen Radios, hier das Hauptproblem die Technik ist, kann man verstehen, daß sich doch recht deutliche Gehäusefehler (Furnierablösungen) wie beim Ebay-Gerät trotzdem nur wenig senkend auf den Preis auswirken.
In dem o.a. Link hatte ich mich ja mit meiner T7001-/T8001-Leidenschaft schon geoutet. Mein T7001 wartet immer noch geduldig auf Besserung. Als Techniker kann ich mich für gute Konstruktionen nur allzu sehr begeistern. Aber man sollte trotzdem auch über den Tellerrand hinaussehen und beobachten, was die Konkurrenz zu der jeweiligen Zeit gebracht hat. Ohne nun den Telefunken-Liebhabern allzu nahe treten zu wollen, sollte man deshalb auch zur Kenntnis nehmen, daß dieses Gerät, zumindest als T8001, in technischer Hinsicht seiner Zeit bereits hinterherlief. Da waren Stahlröhrengeräte wie der T898 oder beispielsweise einige Philips-Geräte schon weit fortschrittlicher. Ich denke, daß einzig und allein die insgesamt sehr harmonische, kompromißfreie Konstruktion, die guten HF-Eigenschaften, der unaufdringliche Klang sowie die in Paris mit einem Preis versehene Gehäuseform Gründe sind, von dem eigentlichen deutschen Vorkriegs-Spitzengerät zu sprechen. Mag sein, daß es diesen Titel nicht bekommen hätte, wenn  es nicht von Telefunken gewesen wäre, denn wie gesagt: die Konkurrenz schlief nicht. So haben wir Grosssuper-Sammler denn auch überhaupt kein Problem, andere "Objekte der Begierde" zu benennen...
Liebe Kollegen: Was ich schon immer mal vorhatte, ist, einen Bericht über diese Gerätefamilie, auch mit Reparaturtips, zu verfassen. Ich habe immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben, das, neben anderen Vorhaben hier im RM.org, trotz der Zeitnot irgendwann doch noch zu schaffen. Tips und Anregungen dazu nehme ich jederzeit gerne entgegen.


Tschüß

Andreas Steinmetz
 
Telefunken: Spitzensuper 8001WK
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