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| Year: 1959 ? | Type: Communication Receiver (also Amateur) | ||||
| Valves / Tubes | 16: E88CC E88CC E88CC E88CC E88CC E88CC E88CC E88CC EF93 EF93 EF93 ECH81 ECH81 ECH81 ECH81 ECH81 85A2 | ||||
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| Semiconductors (the count is only for transistors) | Semiconductors present. |
| Principle | Superhet, double/triple conversion |
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| Wave bands | Short Wave (SW only) |
| Details | |
| Power type and voltage | Alternating Current supply (AC) / 110-250 Volt |
| Loudspeaker | Permanent Magnet Dynamic (PDyn) Loudspeaker (moving coil) / Ø 5 cm = 2 inch |
| Power out | 0.5 W |
| from Radiomuseum.org | Model: Rel 445-E-311 - Siemens; D S.& Halske / S. |
| Material | Metal case |
| Shape | Boatanchor (heavy military or commercial set). |
| Dimensions (WHD) | 471 x 392 x 291 mm / 18.5 x 15.4 x 11.5 inch |
| Notes | Genaue SIEMENS-Typenbezeichnung: Rel 445 E 311 (S 40445-E311). Kommerzieller Kurzwellenempfänger für den Frequenzbereich 1,5 bis 30,1 MHz aufgeteilt in fünf Bänder. Dreifach Überlagerungsempfänger für die Betriebsarten AM/CW/SSB. 1.ZF-Lage 1,3 bis 1,4 MHz, 2.ZF 370 kHz, 3.ZF 30 kHz. Schaltbare Bandbreiten 6/3/1/0,3 kHz, für SSB 3,5 kHz. In 100 kHz Schritten rastbarer 1.Oszillator garantiert gleichbleibende Ablesegenauigkeit über das ganze Frequenzbereich. Der Empfänger ist weltweit ein Begriff unter der Kurzbezeichnung E311. Ausgeliefert wurden 6 leicht unterschiedliche Versionen (E 311a, E 311b, E 311c, E 311d, E 311e und E 311f (E) und F). Von allen Versionen gibt es zahlreiche Unterversionen (z.B. Rel 445 E 311 b1b). Ab Version E311 d ist zusätzlich eine 1 kHz Rasteroption verfügbar. Im Gegensatz zur Konkurrenz leichtgewichtig und servicefreundlich durch das semimodulare Konzept. Vielseitig eingesetzt bei Behörden und Militär durch passende Zubehörkomponenten für FAX- und FSK-Übermittlungen. Ebenfalls verfügbar Diversity Einheit und LW-Konverter. Im Okt.1969, während die E311 e(E) Version produziert wurde, fand bei SIEMENS eine generelle Änderung der Typenbezeichnungen statt (neue Bezeichnung: S 40445-E311 mit nunmehr groß geschriebenen Versionsbuchstaben (z.B. S 40445-E311-E2). |
| Net weight (2.2 lb = 1 kg) | 25 kg / 55 lb 1.1 oz (55.066 lb) |
| Price in first year of sale | 15000 DM |
| Collectors' prices | 50 Collector prices (for members Radiomuseum.org) |
| Source of data | -- Original-techn. papers. / |
| Mentioned in | Shortwave Receivers - Past & Present; Fred Osterman, N8EKU |
Model page created by Herbert Odermatt + 26.Nov.05. See "Data change" for further contributors.
All listed radios etc. from Siemens; D (S.& Halske / S. Electrogeräte)
Here you find 1861 models, 1380 with images and 1009 with schematics.
Collection of Lutz Höll (D)
Collection of Herbert Odermatt + 26.Nov.05 (CH)
Collection of a member from D
Collection of Thomas Brunner (D)
Collection of a member from D
Collection of Sepp Juster (A)
Collection of Mümin Önüt (D)
Collection of Martin Bösch (CH)
Collection of Heinz Schmidt (D)
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siemens: Rel 445E311; Wissenswertes zum E311
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Sepp Juster
23.Jul.08
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Wissenswertes zusammengestellt von Sepp Juster Wie bei jedem Artikel zuerst eine Einleitung. Man kann in diesem Fall auch sagen in eigener Sache. Das erklärt etwas mein Naheverhältnis zu gerade diesem Empfänger. Ich erinnere mich noch genau an die 60er Jahre. Da gab es einen Kurzwellenempfänger von Siemens – E311 war die Typenbezeichnung. Die Leute vom Vertrieb erzählten uns wie sich eine Gerätevorführung bei einer Behörde abspielte. Im Zuge eines Auswahlverfahrens für die anzuschaffenden Geräte für eine SSB-Funkstrecke wurde auch der E311 getestet. Nachdem das Gerät angeschlossen und eine Stunde eingelaufen war bat der Vorführende um die Arbeitsfrequenz. Lautstärkeregler abgedreht, Betriebsart auf SSB, Frequenz am Empfänger auf 100 Hz genau eingestellt und Lautstärkeregler wieder aufgedreht. Ungläubiges Staunen in den Gesichtern macht sich breit. SSB klar und sauber ohne nachzustimmen. Das wäre die Alternative zu meinen adaptierten WK2 Empfängern bezüglich meiner jungen Amateurfunktätigkeit. Als Betriebsangehöriger bekomme ich den sicher billiger. Um 15.000 DM kann ich ihn mitnehmen meinte der Vertriebsmann. Das wäre ja mehr als ich für meine damalige Eigentumswohnung bezahlt habe (mit maßgeblicher Unterstützung meiner Eltern). Damit hatte sich die Sache von selbst erledigt. Einmal infiziert, hat mich der Virus aber nicht mehr losgelassen. Jung und unbekümmert beschloß ich den Empfänger nachzubauen. Nachträglich gesehen kann man auch sagen in einem Anfall von Sinnesverwirrung. Die gute Dokumentation sowie Zugriff auf unumgängliche Spezialteile machten das Projekt jedoch möglich. Nach zehnjähriger Bauzeit war es soweit. Ich habe das Projekt erfolgreich abgeschlossen, sogar mit Unterlagenerstellung. Geholfen hat mir auch der Einzug der Halbleitertechnik. Die kompliziert herzustellende Mechanik der Frequenzanzeigen habe ich ersetzt durch digitale Anzeigen, aber sonst ist noch alles in Röhrentechnik wir das Originalgerät. Das Gerät wurde schon während der langen Bauzeit unmodern, aber ich kann sagen ich kenne vom E311 jeden Widerstand, jeden Kondensator und jede Schraube. Dieses angesammelte Wissen hilft mir auch noch heute. Seither sind nicht nur etliche Jahrzehnte vergangen, auch im Empfängerbau ist kein Stein auf dem anderen geblieben. Inzwischen bin ich in Pension und beschäftige mich ausgiebig mit der Restaurierung von Radios der 50er bis Mitte der 60er Jahre, also Radios die ich während meiner Jugendzeit erlebt habe. Auch meine alte Kurzwellenleidenschaft hat mich wieder übermannt. Die großartige Erfindung eBay macht es möglich, daß es praktisch jedes Gerät zu erschwinglichen Preisen zu kaufen gibt. Man muß nur etwas Geduld aufbringen und darf nicht die Nerven verlieren. Der Vollständigkeit halber einige allgemeine Angaben zum Gerät: Für wen wurde der Empfänger gebaut? Die Zielgruppe waren kommerzielle Funkdienste bei Behörden, Seefunkstellen und militärische Anlagen. Die Bedienung war übersichtlich und einfach gehalten ohne jedweden elektronischen Bedien-Schnickschnack heutiger Geräte. Man fand sich sofort ohne Handbuchstudium zurecht. Blitzschnelle Einstellung einer Frequenz auf 100 Hz genau bei gerastetem Betrieb, ebenso blitzschnelles Absuchen eines großen Frequenzbereiches im ungerasteten Betrieb. Ausgezeichnete Regeleigenschaften bei schwankenden Empfangsfeldstärken. Versuchen sie das einmal auf einem Racal RA17, dann wird der Unterschied augenscheinlich. Früher war der Empfänger für eine normal sterbliche Einzelperson unerschwinglich. Inzwischen bei allen kommerziellen Diensten ausgeschieden, ist er am freien Markt zu moderaten Preisen häufig anzutreffen. Man braucht nur zu Hause den entsprechenden Platz und eine abgesetzte aktive Antenne mit genügend Sicherheitsabstand zu den heute allgegenwärtigen modernen Störquellen. Bei aller Euphorie sollte man aber einige Kritikpunkte nicht verschweigen, man kann auch sagen einige grätetypischen Schwachstellen.
Da nicht jeder über ein Handbuch verfügt kann eine kurze Beschreibung nicht schaden: Falls man die Absicht hegt sich einen E311 zu besorgen, welche Version sollte man nehmen. Wie erkennt man nun die verschiedenen Versionen aus der Entfernung: Einige Besonderheiten der d-Version: Falls kein Handbuch mit dem Gerät mitgeliefert wurde besorgen sie sich eines bevor sie mit der Reparatur beginnen. Ohne Unterlagen inklusive der Schaltungen ist nur ein Röhrentausch-Glückstreffer möglich. Die Siemens-Unterlagen sind ungemein ausführlich gehalten und beschreiben in verständlicher Form Funktion und sämtliche Abgleicharbeiten. Fallweise gibt es Originalunterlagen bei eBay um die 30 Euros. Kopien aller Versionen sind bei Rainer Förtig zu haben. Nicht alle Reparaturarbeiten und Wartungsarbeiten hat man den Gerätebesitzern zugetraut. Man muß natürlich auch Siemens zugestehen nicht nur am Verkauf, sondern auch an den Reparaturen zu verdienen. Nachdem das Interesse daran erloschen ist gibt es vom Werk auch keine Unterstützung mehr, auch nicht um viele Euros. Man muß sich eben selbst helfen. Daher auch einige Hinweise die nicht im Handbuch stehen. Sie haben es geschafft. Der eigenen Frau haben sie eingeredet wie dekorativ der Empfänger sich im Wohnzimmer macht. Das Antennenkabel werden sie unsichtbar verlegen - haben sie versprochen - und damit die Einwilligung erschlichen. Nun ist es soweit. DHL hat den Empfänger gebracht und da steht er nun auf dem Tisch.
Ein Handbuch ist auch dabei. Die Neugier ist nicht zu bremsen. Eine Meßstrippe als Antenne, auf 6 MHz ist immer was zu hören, Netzschalter auf EIN. Die Skalenbeleuchtung funktioniert, nach der Röhrenanheizzeit beginnt eine Lampe periodisch zu blinken, Freude kommt auf, ihre Augen leuchten in den Farben der Skalenbeleuchtung - mehr ist dem Gerät aber nicht zu entlocken. Verlieren sie jetzt nicht die Nerven, der Wunderempfänger verhält sich völlig normal. Nach einer Lebensdauer von bald 50 Jahren hat jedes technische Gerät ein Recht darauf nicht zu funktionieren. Eine Reparatur steht also ins Haus, abhängig vom technischen Wissen und dem vorhandenen Meßgeräteequipment. Der erste Schritt ist das Herausnehmen des Gerätes aus dem Gehäuse. Mechanik in höchster professioneller Qualität entfaltet sich vor ihnen. Lassen sie ihre Frau am Anblick teilhaben, sie wird sicherlich entzückt sein und anerkennend nicken. Trotz vorläufiger Nichtfunktion bekunden sie selbstsicher, dass das sicherlich nur an einer lockeren Schraube liegen kann.
Der Empfänger ist aufgebaut in modulare Funktionsbaugruppen. Jedes Modul kann entsprechend den Anweisungen im Handbuch herausgenommen werden. Das ist aber nicht unbedingt ein Vorteil. Sie werden die zum Betrieb notwendigen Adapter nicht haben. Die verbauten Stift- und Buchsenleisten von Siemens sind nicht mehr erhältlich. Betroffen davon sind die drei Module “Raster“, “ZF-Verstärker“ und “NF-Verstärker“. Alle anderen Module sind nicht steckbar ausgeführt, das erleichtert die Sache etwas. Betätigen sie zunächst alle Regler und Schalter um die Kontakte zu reinigen. Dann die Regler für NF, HF und Rauschsperre alle voll CW, Bandbreite auf 6 kHz, SYNC-Schalter in Stellung “Aus“ --- jetzt könnte schon zumindest ein Rauschen hörbar sein. Wenn sie nun die Vorkreisnachstimmung durchdrehen und es ergibt sich ein Rauschmaximum, so liegen sie schon auf der guten Seite. Ich nehme an der Empfänger soll nicht nur ein optisches Schaustück sein, er soll auch wieder den Kurzwellenempfang ermöglichen in einer Qualität und Betriebssicherheit wie im Auslieferungszustand in den 60er Jahren. Komplizierte Fehler sollten wir uns für später aufheben, wir beginnen bei den einfachen Dingen. Wie beim Auto die Bremsen zählen hier die Röhren zu den Verbrauchsgütern. Um die Sockelkontakte zu reinigen muß man die Röhren sowieso mehrmals herumrühren, ziehen und stecken. Kommt ein Signal durch so soll man der Reihe nach einzeln eine Röhre nach der anderen tauschen und erst mal nach Gehör urteilen ob sich etwas ändert. Typisch für Röhren sind auch Fremdspannungsfehler. Verwenden sie keine chemischen Reinigungssprays für Röhrensockel. Die gleiche Prozedur sollte man auch den steckbaren Kammrelais angedeihen lassen. Nach dieser leichten Übung kommt es aber nun knüppeldick. Absichtlich bringe ich als nächstes die schwierigste Aktion. Wenn man die geschafft hat ist der Rest eine vergnügliche Erholung. Der Titel lautet “Folienkondensatoren im E311“. Siemens verbaute in diesem Gerät MKL-, MKH- und MP-Kondensatoren. Es stellte sich aber heraus, daß gerade die hochwertigen und entsprechend teuren MP-Kondensatoren sich indirekt proportional zum Bauteilpreis verhielten. Irgendein technologischer Misteffekt macht sich da im Dielektrikum der Kondensatoren breit. Die Auswirkung auf von dieser Krankheit befallenen Kondensatoren ist interessant. Zunächst erhöhen sie kontinuierlich ihre Kapazität bis ein interner Kippvorgang die Kapazität auf 0 pF springen lässt. Da ist dann wohl die Kontaktierung dahin. Ich habe schon Kondensatoren mit bis zur doppelten Kapazität erlebt, obwohl die Bauteiltoleranz mit +/- 20 % spezifiziert ist. Eines haben diese Fehler gemeinsam. Bedingt durch die Unzugänglichkeit der Bauteile sind sie sehr schwer zu orten. Leider sind davon fast immer auch die schwerer auszubauenden Baugruppen Rasteroszillator, Interpolator und HF-Baugruppe betroffen. Früher habe ich derartige Fehler mühselig einzeln ausgegraben bis ich erkannt habe daß dies keinen Sinn macht, da wahrscheinlich nach kurzer Zeit der nächste Kondensator auf 0 pF springen wird. Ich habe die Flucht nach vorne angetreten und tausche einfach die komplette MP-Palette aus. Siemens hat das übrigens auch gemacht und hat ab der E-Version alle MP- durch MKH-Kondensatoren ersetzt (der Empfänger ist aber deswegen nicht billiger geworden). Das heißt von diesem Mangel sind die Versionen a bis d gleichermaßen betroffen. Das erklärt auch warum man (falls man die Wahl hat) bei einem Ankauf die E-Version vorziehen sollte. Man erspart sich zumindest den doch mühseligen Kondensatorentausch. Für einen kompletten MP-Austausch sind folgende Stückzahlen notwendig: 24 Stk. 10 nF, 3 Stk. 47 nF, 6 Stk. 100 nF und 3 Stk. 220 nF Nicht immer fallen aber Fehler die in diesem Zusammenhang generiert werden auf. Wer hört schon eine Empfindlichkeitsverringerung um einige dB wenn er keine direkte Vergleichsmöglichkeit hat. Oftmals treten Erscheinungen auf da weiß man nicht ob dies nun ein Fehler ist oder ob das Gerät es nicht besser kann. Oder ein Gerät produziert einen konstanten nicht abstimmbaren Ton der sich gerade aus dem Rauschen heraushebt. Oder der Raster hat ein geringfügig anderes undefinierbares Verhalten. Wenn man schon einmal dabei ist, sollte man auch Widerstände ab 1 MΩ kontrollieren. Auch hier habe ich schon fehlerhafte herausgemessen. Betroffen davon sind Widerstände mit aufgepressten Metallkappen der Bauform B 51264. Unangenehmer ist der 2. Fehler. Fast jedes Gerät kämpft mit Kontaktproblemen im HF-Teil an zwei Stellen. Und zwar die Masseschleifer am 4-fach-Drehkondensator sowie die einzelnen Segmente des Bereichschalters. Bei der Gelegenheit meine Erfahrungen mit chemischen Reinigungsmitteln: Leider ist die Sache bei den Bereichschaltersegmenten nicht so einfach. Ich muß sogar gestehen, daß ich an diesem Problem gescheitert bin und auch keinen vernünftigen Rat weiß. Man kommt einfach zu den Kontakten nicht dazu. Vier Schalterebenen sind im HF-Teil verbaut. Alle Kontaktelemente sind vergoldet, und staubdicht mit einer Plastikabschirmung versehen. Ich nehme an daß durch oftmalige Betätigung der Bereichumschaltung die Goldoberflächen abgerieben wurden. Treten Kontaktprobleme einmal auf, sind sie langfristig nicht mehr zu beseitigen. Die Plastikabschirmungen lassen sich nicht zerstörungsfrei entfernen, daher kommt für mich eine chemische Behandlung aus prinzipiellen Gründen nicht in Frage. Die Praxis hat aber gezeigt, daß man mit dem Fehler passabel leben kann. Eigentlich ist es nur ein Schönheitsfehler. Der Fehler verschwindet durch leichtes hin und her um die Raststellung bis sich beim Durchdrehen der Vorkreisnachstimmung das gewohnte Rauschmaximum einstellt. Allerdings habe ich schon HF-Teile erlebt deren Kontaktprobleme sich nicht beheben ließen. Selbst ein letzter Versuch mit “gesundbeten“ brachte keinen Erfolg. Da half nurmehr der Zugriff auf ein Reservegerät. Falls jemand eine gute Idee zu diesem Thema hat ersuche ich dies mir mitzuteilen. Die HF-Teile aller Versionen sind untereinander kompatibel. Es gibt zwei Versionen die sich aber nur durch die ersetzten MP-Kondensatoren unterscheiden. Verbaut wurden auch Rohrtrimmer gleicher Kapazität aber unterschiedlicher Länge. Kontrolle der Betriebspannungen und Röhrenarbeitspunkte:
Arbeiten am Skalentrieb: Thermostate: In der Rasterbaugruppe wurden zwei unterschiedlich arbeitende Thermostate je nach Geräteversion verbaut. In den frühen Versionen a bis d sitzen Thermostate mit der Bezeichnung Rel Bv 673 S 79. Diese arbeiten mit Hg-Thermometer die einen Kontakt gegen Masse schalten. In den späteren Versionen ab E wurden Thermostate mit der Bezeichnung Rel Bv 673 S 116 verbaut. Diese enthalten elektronische Thermometer die bei erreichen der Nominaltemperatur eine Spannung liefern. Bedingt durch diese unterschiedliche Arbeitsweise sind sie nicht kompatibel. Um versehentliche Beschädigungen zu vermeiden erhielten sie auch eine geänderte Sockelschaltung. Der Thermostat ist komplett zerlegbar. Nach Entfernung der beiden Garantiesiegel samt darunter liegender Senkschrauben kann die Gehäusekappe abgezogen werden (Garantie von Siemens gibt’s dann keine mehr).
Im Interpolator der Empfänger-Versionen a bis d werden Bimetallelemente zur Steuerung eingesetzt, ab Version E ebenfalls die exakter arbeitenden elektronischen Thermometer. Bezüglich Kompatibilität gilt das gleiche wie beim Raster-Quarzthermostat. Das Heizelement samt Geber befindet sich auf der Unterseite des Interpolators. Nach Abschrauben des unteren Deckels könnte es bei eingebautem Interpolator herausgenommen werden. Reparaturen an der Heizung für den Interpolator: Ansicht bei abgeschraubter unterer Abdeckung:
Die Geberelemente sind noch nicht zu erkennen. Die Version ist aber bereits eindeutig zu identifizieren. Das Heizelement mit elektronischer Thermostatregelung hat 4 isolierte Durchführungen, das bimetallgesteuerte hat 3 Durchführungen. Nach Entfernung der beiden Klemmbolzen und Ablöten der außenliegenden Verbindungen kann die Einheit herausgezogen werden. Sie ist nicht mit dem Gehäuse verschraubt, sondern wird nur durch die beiden Klemmbolzen angedrückt. Zwecks guter Wärmeleitung ist sie allerdings seitlich sehr streng eingepasst, sodaß sie mit "sanfter Gemalt" herausgezogen werden muß. Man darf nur nicht den Fehler machen und die mittig sichtbaren 3 bzw. 2 Schrauben lösen. Das hilft nicht weiter und lässt nur die darunter liegenden Muttern in den Einschub fallen. Man kann auch die beiden oberen Deckel entfernen und von der anderen Seite mit "sanfter Gewalt" nachhelfen. Danach ist der Interpolator durchsichtig und man wird mit dem Anblick auf die Linearisierungsmechanik entschädigt. Gut sichtbar die zusätzliche fixe Abstimmscheibe am Drehkondensator sowie die geschlitzte mit den elf Abstimmsegmenten. Als abschreckendes Beispiel rechts gut sichtbar der große Sprung zwischen zwei nebeneinander liegenden Segmenten. Das gibt eine Unlinearität bei der Zählwerkanzeige im Überschneidungsbereich (siehe später beim Abgleich).
Heizelemente mit elektronischer- bzw. bimetallgesteuerter Temperaturregelung:
ACHTUNG!! Bei 20° Raumtemperatur ist mit folgenden Aufheizzeiten zu rechnen:
Die zweite Getriebeeinheit versorgt die Bereichumschaltung mit unterschiedlichen Rastwinkeln der Module. Rasteroszillator und HF-Einschub haben jeweils eigene interne Rastwerke. Die Bereichsblende wird nicht vom Verteilergetriebe sondern vom Rasteroszillator angetrieben. Wartungsarbeiten: Kontrolle der Umdrehungsbegrenzung, weiters Überprüfung der Anzeigegenauigkeit der Abstimmskala. Dazu ist der Empfänger in den nichtgerasteten Betrieb zu schalten, Interpolator auf 00, Betriebsart "Eichen". An den markierten Stellen der Skala sollte das Eichsignal in allen Bereichen hörbar sein. Als nächstes Betriebsartenschalter auf A1. Dreht man nun die Grobabstimmung über den kompletten Empfangsbereich von 1,5 bis 30 MHz langsam durch so sollte an allen 100 kHz Strichen der Abstimmskala die Rastlampe kurz aufleuchten. Ist der Empfänger in Ordnung so liegt die Anzeigegenauigkeit innerhalb Strickstärke über den ganzen Empfangsbereich. Ist dies der Fall so ersparen sie sich eine Menge Arbeit und wäre somit ein Grund für eine kleine Feier mit Sekt für die verständnisvolle Ehefrau. Die gewonnene Freizeit können sie mit Abwasch, Bügeln oder sonstigen häusliche Arbeiten füllen. Ist dies aber nicht der Fall, so wird das Problem mit dem Abgleichwerkzeug für den Rasteroszillator akut. Arbeiten am Rasteroszillator:
Der Ausbau der Baugruppe ist zwar etwas fummelig aber letztlich unproblematisch. Man braucht zumindest nicht die Frontplatte abzunehmen. Ist man im Zerlegen des Empfängers noch ungeübt würde ich nicht die beiden Einheiten Rasteroszillator und HF-Einschub gleichzeitig ausbauen. Sie könnten beim Zusammenbau in Koordinierungsschwierigkeiten geraten. Die Entfernung der Module Raster und ZF-Verstärker schafft Platz nach hinten. Stellen sie die mechanische Skalenkorrektur in Mittelstellung, Bereichschalter in Stellung V (kurzwellige Seite). Markieren sie mit einem abwaschbaren Filzstift am Skalenfenster die Position des ersten und letzten Skalenstriches in den CW und CCW-Anschlagstellungen. Ebenso die Position der Schrift auf der Bereichsblende. Elektrische Verbindungen an der Lötleiste trennen, Drahtschliffe sofort zusammenbinden. Klemmblock an der Drehkoachse lösen. Entgegen der Anweisung im Handbuch die Madenschraube am Klemmblock zum Drehkondensator nicht zu lösen ist es manchmal notwendig auch diese zu lösen. Sie fixiert die Lage des Klemmblockes auf der flexiblen Kupplung. Ist diese Schraube zu fest angezogen, so kann die Drehkondensatorachse nicht aus der Kupplung gezogen werden. Messen sie sicherheitshalber vor Ausbau der Baugruppe mit einer Fühlerlehre den verbleibenden Abstand der Drehkondensator-Anschlagbegrenzung in beiden Endstellungen des Skalenantriebes. Dazu ist es notwendig die Abschirmhaube über dem Drehkondensator abzunehmen. Nach lösen der vier Befestigungsschrauben - wie oben erwähnt etwas fummelig - kann der komplette Rasteroszillator nach unten aus dem Empfänger herausgenommen werden. ACHTUNG! Der Antrieb für die Grobabstimmung hat einen mechanischen Umdrehungs-begrenzer der so konstruiert ist, dass er auf alle Fälle zum Ansprechen kommt bevor die Anschlagbegrenzung der beiden Drehkondensatoren wirksam werden. Kritisch sind die flexiblen Achskupplungen für die Drehkondensatoren. Sind diese dejustiert so kommt es durch die hohe Getriebeübersetzung zur mechanischen Beschädigung der Kupplungen. Sie könnten nochmals Glück haben wenn der Klemmblock nicht streng genug angezogen war. Beim Widereinbau der Oszillatorbaugruppe ist darauf zu achten, daß der Trommelrevolver in dem zur HF-Baugruppe korrespondierenden Bereich steht. Dazu ist laut Handbuch die Spule von Bereich V mit roter Farbe gekennzeichnet. Es gibt aber auch Rasteroszillatoren bei denen trägt die Spule von Bereich I (langwelliger Bereich) diese Markierung. Überprüfen sie daher sofort nach dem Ausbau (in Bereichstellung V), ob die rote Spulenmarkierung in der linken Abgleichbohrung sichtbar ist. Mußte die ominöse Madenschraube am Klemmblock gelöst werden, so wird wahrscheinlich die angezeigte Frequenz an der Skala nicht mehr stimmen. In diesem Fall lösen sie nochmals den Klemmblock, entfernen die Drehkoabdeckung, und justieren händisch den Drehko auf die hoffentlich vorher gemachten Frequenzmarken der CW und CCW Positionen. Kontrollieren sie abschließend nochmals die richtige Funktion der Anschlagbegrenzungen. Zum Abgleich des Rasteroszillators gibt es an der Frontplatte unterhalb des Kurbeldrehknopfes für den Interpolator zwei abgedeckte Bohrungen. Für den L-Abgleich ist ein Werkzeug mit einem Innensechskant, Schlüsselweite 4,5 mm, Schaftlänge mindestens 10 cm erforderlich. Es kann aus Metall oder Kunststoff sein. Für den C-Abgleich ist ebenfalls ein Werkzeug mit Innensechskant aber Schlüsselweite 6 mm erforderlich. Der Außendurchmesser darf 8,7 mm nicht überschreiten bei einer Schaftlänge von ca. 15 cm (mindestens 12 cm). Diesmal unbedingt aus Kunststoff, da die Abgleichtrimmer über einen Vorwiderstand an Anodenspannung liegen. Für den C-Abgleich wurde die kommerzielle Ausführung der Philips-Tauchtrimmer verbaut. In der Zubehörliste ist ein Abgleichschraubenschlüssel für den Rasteroszillator angeführt, der gegen gute Bezahlung mitbestellt werden konnte. Ich habe jedoch nie einen zu Gesicht bekommen noch gab es einen passenden zu kaufen, also musste ich zur Selbsthilfe greifen. Die linke Seite ist für die Eingangskreise im HF-Einschub, der rechte für den C-Abgleich im Rasteroszillator. Das Werkzeug für den L-Abgleich im Rasteroszillator ist handelsüblich.
Wird die Rasteroszillatorbaugruppe ausgebaut (z.B. wegen Tausch der MP-Kondensatoren), könnte man bei der Gelegenheit die im Heizkreis liegende Stabdrossel gegen eine Ringkerndrossel tauschen. Die Stabdrossel verursacht einen Brumm im nicht gerasteten Betrieb. Siehe dazu den Forumsbeitrag von Eilert Menke zu diesem Thema. Nur wegen der Drossel würde ich die Baugruppe allerdings nicht ausbauen. Interpolator:
Der Interpolator ist ein hochstabiler, temperaturgeregelter Oszillator mit dem der 100 kHz breite Frequenzbereich zwischen 2 Raststufen der Grobabstimmung überstrichen wird. Die Anzeige der Frequenz geschieht mittels mechanischem Zählwerk. Das Zählwerk ist am Interpolatorgehäuse angeflanscht und bildet eine Einheit die nicht getrennt werden darf. Zur Frequenzlinearisierung erhielt der Drehkondensator ein zusätzliches Segment sowie eine geschlitzte Scheibe mit 11 Abstimmsegmenten mit der der Frequenzverlauf des Interpolators strichgenau an die Zählwerksanzeige angeglichen werden kann. Ein Ausbau des Interpolators ist nur in Ausnahmefällen notwendig. Sofern kein offensichtlicher mechanischer Fehler vorliegt eigentlich nur um die drei MP-Kondensatoren zu tauschen (nur bei Version a bis d). Alle Abgleicharbeiten sind im eingebauten Zustand möglich. Man kann in Ruhe je nach Verwendungszweck entscheiden ob man den Interpolator mit oder ohne Thermostatheizung betreiben will und danach den Abgleich durchführen. Will man es ganz exakt machen muß man 2 Dinge beachten.
Drehen sie die Feinabstimmung einige Male von 00 bis 100 kHz durch und kontrollieren danach nochmals die Linearität. Montieren sie nach diesem Prozedere wieder alle Deckel. Für den nächsten Schritt müssen alle Baugruppen eingebaut und verschaltet sein. Den Empfänger eine gute Stunde einlaufen lassen. Angleichen der 00 und 100 kHz Zählwerkanzeigen an die genauen Eckfrequenzen der 1. ZF (1,3 bis 1,4 MHz): Manchmal sind diese Abgleicharbeiten mühsam und zeitintensiv. Auch war ein 100 prozentiger Abgleich nach diesen Gesichtspunkten nicht bei allen Geräten möglich. Manchmal muß man Kompromisse in Kauf nehmen. Empfängerversionen ab d, also mit der 1 kHz Rasteroption, haben unterhalb des Meßgerätes eine Korrekturmöglichkeit für die Feinabstimmung. Die dazugehörige Elektronik ist im 1 kHz Rastermodul und daher nur wirksam wenn dieser eingebaut ist und dies nur im nichtgerasteten Betrieb. Die Bohrung in der Frontplatte ist abgedeckt und nicht beschriftet. Eichen des 100 kHz Referenzquarzes: Richtiger Arbeitspunkt des Rastergenerators: Der technische Grund dafür ist folgender (Auszug aus Betriebshandbuch): Dieser Arbeitspunkt ist einstellbar mit einem Regelpot, aber leider nur in einem relativ geringem Maße. Ein Tausch der Röhre 13 (mittlere E88CC) ist in diesem Falle viel wirksamer. Ich suche dann einfach aus meinem Röhrenfundus eine passende. Man muß nur rechtzeitig dafür sorgen, daß der Fundus immer gut bestückt ist.
Zur genauen Positionierung der HF-Baugruppe dienen zwei Rohrfedern-Passstifte (je einer vorne und hinten). Es ist möglich, daß sie die Baugruppe von den Passstiften abziehen aber nicht mehr ohne Gewaltanwendung montieren können. In einem solchen Fall feilen sie die hintere Bohrung für den Passstift (ZF-Filterseite) geringfügig länglich bis sich die Baugruppe ohne Kraftanwendung auf die Passstifte schieben läßt. Wiederum Vorsicht beim Handling wegen der Abgleichrohrtrimmer! Mit Lötzinn biege ich eine abgewinkelte Schlaufe in die Schraube, Sicherungs- und Beilagscheibe gelegt werden. Damit halte ich sie durch den schmalen Schacht über die Gewindeöffnung. Hat die Schraube gefasst, ziehe ich das Lötzinn einfach heraus. Zum Abgleich: Sicherungslämpchen in der Antennenleitung: Erweiterung der Betriebsarten:
Umschaltung auf 230V Netzspannung:
Kontaktfehler bei Kammrelais:
Nur der Vollständigkeit halber meine Erkenntnisse: Da diese Trafoeinstreuung nicht zu beheben war nahm man gleich mehrere Fehler in Kauf. Wollte man den Fehler beheben müsste man wohl den Netztrafo durch einen mit Schnittbandkern ersetzen, alle Heizleitungen erdfrei und verdrillen sowie noch einige Kleinigkeiten abstellen. Wir haben uns aber vorher darauf geeinigt, daß wir dies alles aus prinzipiellen Gründen nicht wollen. Drei geringfügige und leicht durchzuführende Modifikationen habe ich bei meinen Geräten durchgeführt. Das betrifft aber nur drei kleine Brummkomponenten, ändert aber nichts am eigentlichen Problem:
Reparaturen abhängig von der Messgeräteausstattung: Viele hätten gerne einen so hochwertigen Empfänger wollen aber weder Zeit noch Geld oder sonstwas investieren, so ersuchen sie jemanden aus dem Bekanntenkreis um Unterstützung. Versprechen sie Kostenersatz verbunden mit aufbauenden Worten ihrerseits. Gut geeignet sind Sprüche wie: "Viel kann nicht defekt sein, voriges Jahr hat er noch gespielt" oder "Für einen Fachmann kann das wohl nicht schwierig sein" oder "Ich hätte es gerne selbst gemacht, habe aber gerade jetzt keine Zeit ". Mit solchen Sprüchen unterstreichen sie ihre eigene Kompetenz und schaffen sich garantiert neue Freunde. Vielleicht getraut sich der Helfer dann nichts zu nehmen um weiterhin als Fachmann zu gelten (die Reparatur war für einen Fachmann ja nicht schwierig). Nicht jeder verfügt über die notwendigen Messmittel um kompliziertere Fälle zu lösen. Es gibt etliche Dinge die man auch mit einfachen Mitteln problemlos schaffen kann. Verfügen sie nur über einen Schraubenzieher so können sie immerhin auf einen Trivialfehler hoffen. Durch die lange Laufzeit, die viele dieser Empfänger hinter sich haben, muß man mit Kontaktfehlern rechnen. Z.B. in Röhrensockeln oder Relais. Man kann ja auch einfach mal Glück haben. Ist ihnen der Umgang mit dem Lötkolben vertraut, so bauen sie als nächsten Schritt die 3 Module NF-, ZF- und Raster-Einheit aus und schauen ob die MP-Kondensatoren bereits getauscht wurden (abhängig von der Empfängerversion). Treiben die MP`s noch ihr Unwesen so sollten sie zum Lötkolben greifen und sie rigoros ohne viel nachzudenken tauschen. Nach dieser Aktion werden sie es zwar nie erfahren, aber sie können mir glauben, sie haben sich eine langwierige und unangenehme Fehlersuche erspart. Masochisten und Personen mit viel Zeit können die auftretenden Fehler einzeln beheben. Die Kondensatoren in den restlichen Modulen kann man zu einem späteren Zeitpunkt tauschen. Nach erfolgtem Kondensatorentausch gibt es noch eine einfache Möglichkeit die statische Funktion fast aller im Signalweg liegenden Röhren zu überprüfen. Dazu ist nur ein hochohmiges Multimeter erforderlich. Die Röhrenmesspunkte sind alle nach oben herausgeführt, man braucht das Gerät nicht zerlegen. Die automatische Verstärkungsregelung ist sehr aufwändig ausgeführt. Bis auf die 1. Mischstufe und die NF-Stufen sind alle an der Regelung beteiligt. Wird der HF-Gain Regler von CW auf CCW durchgedreht, so kann man über die Anodenstromänderung zumindest die statische Funktionalität der Regelung überprüfen. Ohne Eingangssignal in AUTO-Betriebart (0,2" oder 2" AGC-Zeitkonstante) sollen sich folgende Spannungen an den Messpunkten einstellen. Ma1 HF1 1V auf 0,4V Die Spannungen sind Richtwerte und abhängig vom Zustand der Röhren. D.h. die Absolutwerte können variieren, wichtig ist die Regelbarkeit. Sie ist auch geringfügig unterschiedlich abhängig von der Empfängerversion. Mit diesen einfachen Methoden ohne teure Messgeräte können wahrscheinlich bereits 50% der elektrischen Fehler beseitigt werden. Umschaltung auf 235V Netzanspeisung mit Kontrolle diverser interner Betriebsspannungen. Sind weitergehende Reparaturen notwendig, so sind Signalgeneratoren abhängig von der Frequenzlage erforderlich. Der nächste Schritt ist eine gehörmäßige Überprüfung des NF-Signalweges mit einem Tongenerator im hörbaren Bereich. Die Einspeisung kann in die 30 kHz Buchse des NF-Modules erfolgen. Legt man an die Eingangsbuchse des NF-Modules ein unmoduliertes 31 kHz Signal, so kann man bereits die komplette Regelspannungserzeugung, A1 Überlagerer, Squelch, somit den kompletten NF-Weg überprüfen (ausgenommen A3 Demodulation). Für Reparaturen in den ZF-Ebenen sowie am HF-Modul ist ein modulierbarer Messsender unumgänglich. Für Empfindlichkeitsmessungen sollte man das Signal auf mindestens 0,1 µV abschwächen können. Ein Signal dieser Größe soll bei A1 noch deutlich aufzunehmen sein. Für den Rasteroszillator sind keine Messgeräte notwendig. Er wird lediglich mit dem internen Eichmarkengeber an die Skala angeglichen. Für Arbeiten am Interpolator soll ein Frequenzzähler mit einem 10:1 Oszillogr. Tastkopf vorhanden sein. Will oder muß man sich mit dem Gerät näher auseinandersetzen so wird man diverse Adapter benötigen. Hier kommt der Nachteil der Modulbauweise zum Tragen. Man kommt ohne geeignete Adapter an die Elektronik nicht heran. Die Meinung von Siemens war, dass dies auch nicht nötig sei, das Gerät sei so konstruiert, dass während der normalen Lebensdauer sowieso kein Defekt auftreten kann. Verständlich auch dass das Gerät nicht für die paar Verrückten konstruiert wurde die vor dem 50 Jahre alten Röhrenungeheuer sitzen – verzweifelt wartend auf die Rückkehr des Röhrenzeitalters. Bis es soweit ist hat man Zeit genug um sich einfache Adapter anzufertigen. Für die Signalverkabelung wurde ein Stecksystem verbaut, in das zufällig auch Chinch-Komponenten passen. Kürzt man den Innenkontakt etwas passen sie perfekt, aber selbst ohne Kürzung sind sie auch noch passabel. Für Signaleinspeisungen verwende ich einen handelsüblichen BNC/Chinch-Adapter mit gekürztem Innenkontakt. Für Messungen an den Verbindungsleitungen schleife ich einen BNC-T-Adapter ein. Hilfreich ist auch ein Röhrenadapter der wahrscheinlich sowieso vorhanden ist. Passend zum Thema Adapter und Reparaturhilfen: Zum täglichen Gespräch im Sanatorium treffen sich 2 KW-Empfänger (Mister Collins sowie der Baron von Siemens). Es ist mir nicht gelungen, die in den Modulen verbauten 15 pol. Steckverbinder aufzutreiben, auch habe ich diesen Siemens-Bauteil sonst nirgends angetroffen. Nachdem ich mich jahrelang vergeblich mit der Beschaffung abmühte, beschloss ich ein billiges Schlachtgerät zu erwerben. Das hat sich schon mehrmals bewährt seit ich mit diesen Geräten zu tun habe. Ob sich die Investition lohnt muß wohl jeder selbst entscheiden. Das Gehäuse eines NF-Modules funktionierte ich durch Einbau einer dritten Steckerleiste und entsprechender Adaption zu einem Universaladapter um, der für NF-, ZF- und Rastermodul verwendbar ist. Seitdem sind Reparaturen an der Elektronik dieser Module zu einem Vergnügen geworden. Nachsatz: Einmal bekam ich einen Empfänger zur Reparatur der passabel funktionierte bis auf die Temperatursteuerung des Rasterthermostaten. Von außen war kein Fehler feststellbar, also mußte ich ihn öffnen. Der Deckel am Heizungsblock ließ sich abschrauben, da lief mir eine Mischung aus Aluminium und den thermischen Steuerelementen in breiiger Form entgegen. Ein selbsternannter E311-Spezialist wollte offensichtlich ein Kontaktproblem mit chemischen Mitteln beheben. Der dichte Thermostat unter Mithilfe der Temperatur ließ die Chemie entsprechend reagieren. Der Thermostat lieferte aber trotzdem noch immer anstandslos seine 100 kHz. Der Heizungsblock war aber nur mehr mit brachialer Gewalt und nicht zerstörungsfrei vom Sockel zu trennen. Ein kommerzieller Empfänger wird in seinem langen Leben nicht immer mit entsprechender Sorgfalt behandelt. Typische Anzeichen dafür sind oftmals abgeschlagene Kurbelgriffe bei den beiden Abstimmungen. Ein Empfänger kam neben abgeschlagenen Kurbelgriffen mit einer verbogenen Achse der Grobabstimmung daher. Die Recherche ergab, dass der E311 in einen Ringkampf mit einem Collins verwickelt wurde und einen gewaltigen Schlag einstecken mußte. Der Empfänger gab aber nicht auf. Mit etwas Kraftaufwand war die Abstimmung immer noch zu betätigen. Mein eigener Empfänger wird regelmäßig eingeschaltet und auf Funktion geprüft. Eines Tages lieferte der Lautsprecher ein unangenehmes Fremdspannungssignal, und das auch ohne angeschlossener Antenne. Endlich ein hochtechnischer Fehler in der Rasterbaugruppe – dachte ich mir. Alle R&S und Tektronix Meßgeräte wurden angeworfen, der Empfänger ausgebaut und an die teuren Geräte wie in einer Intensivstation angeschlossen. Der Reihe nach wurden Baugruppen ausgebaut, Extender montiert, wissenschaftlich untersucht, gegen Reserveeinheiten getauscht. Der Fehler erwies sich als ungemein hartnäckig. Nach drei Stunden waren meine Fremdsprachenkenntnisse in Latein am Ende. Vielleicht kann mir RMorg helfen? Alle einschlägigen Fachforumsbeiträge wurden nochmals durchstudiert. Meinen eigenen Beitrag brauchte ich nicht zu lesen, da ich ihn noch lange nicht verfasst hatte. Alles umsonst, Gerät wieder zusammengebaut, der große E311-Spezialist gab auf. Beim Zusammenräumen habe ich auch das kleine unscheinbare Ladegerät für meine Digitalkamera von der Steckerleiste abgezogen. Meine Frau erinnert sich noch heute an die urtümlichen Schreie und wüsten Beschimpfungen mit denen ich mich abreagierte. Dieses kleine mistige Steckernetzgerät (ohne angesteckter Digitalkamera) verursachte diesen Arbeitseinsatz. Es gäbe noch mehrere solcher Geschichten, aber jeder möge seine eigenen Erfahrungen machen. Eine Anmerkung ist noch drinnen, dann ist aber endgültig Schluß.
Ein Handbuch, das richtige Werkzeug und ein passendes Motto --- der Empfänger hat vor 50 Jahren funktioniert also muß er das jetzt auch, notfalls werde ich ihm mit etwas Gewalt Beine machen --- garantieren den Erfolg jeder Reparatur Gutes Gelingen wünscht der Autor.
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Ernst Erb
08.Feb.10 |
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Dank der Aufmerksamkeit von Eilert Menke bin ich auf diesen vorbildlichen Beitrag gekommen und kann nur meiner Hochahctung Ausdruck geben. Zwar werde ich diesen Post wieder löschen, da wir uns ja in Beiträgen nicht gegenseitig auf die Schultern klopfen - abe so bringe ich den Beitrag hoch - und er gehört in die Liste der guten, also hoffe ich für Herrn Juster auf mehr Sterne ;-) |
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E311: Kratzen/ kein Empfang, Vorkreis oder Abstimmung
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Thomas Brunner
14.Jun.10
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Auch bei Abgleicharbeiten empfiehlt sich dringend isoliertes Abgleichwerkzeug da einige Abgleichpunkte Andodenspannung führen !!!( ~285V!) Meines Wissens betrifft das alle Versionen a-f da hier das gleiche HF Modul verwendet wird, gerne verweise ich auch auf den hervoragenden Beitrag von Sepp Juster weiter oben dazu.
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E311 in SSB mit krachenden Stoerungen
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Thomas Brunner
22.Apr.09 |
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Info ueber E311 in SSB mit krachenden Stoerungen die von selbst oder bei Klopfen aufttreten oder Thema: ein sogenanntes `Krachsingen`bei zu weit aufgedrehter Lautstaerke und gleichzeitiger Wiedergabe über den eingebauten Lautsprecher. Ich muss zugeben als ich diese Erscheinung zum ersten Male bei meinen E311s bemerkte und habe ich nicht voraussehen koennen so ins Detail gehen zu müssen, sogar ins Innere eines bestimmten Bauelements. Aber lesen Sie selbst! Ich war gerade mit Langwelle RTTY, DWD auf 147,3kHz und einem Telereader Dekoder unterwegs und bekam schoene Wetter Klarmeldungen herein. Schon beim Umschalten der Bereiche oder Betätigen des USB-LSB Schalters fiel mir ein seltames, manchmal singendes Krachgeraeusch auf das ich wie ich anfangs glaubte mit der Reinigung der Kontakte im Spektrumoszillator beseitigt haette. Erfreulicherweise war der Fehler dauernd präsent, so war er schnell lokalisert, beide Quarze an der Oberseite der NF-Kassette klopfempfindlich, Aufschrift 30 und 31kHz. Man erkennt die Blechhülle, die Schutzhülle und die Quarzplatte mit den Abgriffen. Was kann den nun das Krachen verursachen ? Der Fehler war in den Lötpunkten.
oder hier: Siehe da: 3 Anschlüsse waren lose, löten wie vorher und dann die Schätzchen in umgekehrter
mitunter auch ein sogenanntes `Krachsingen`bei zu weit aufgedrehter Lautstaerke ueber den eingebauten Lautsprecher.
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Welche Lampen bei Siemens E311
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Thomas Brunner
21.Apr.09 |
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Frequenzwandern Spektrumoszillator bei Siemens E311. Beitrag nicht fertig, Fortsetzung folgt.
Im Anhang die Art der zu verwendenen Lampen bei E311-Ex: Antennenschutz: 24V/25mA-50mA Die Art der zu verwendenen Lampen bei E311-bx: Antennenschutz: 24V/25mA-50mA Es wird dringend empfohlen keine stärkeren Lampen als die angegebenen einzusetzen. |
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siemens: Rel 445E311 (E311, E 311); Sachnummern
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Hans-Dieter Haase
29.Jun.08 |
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Mit dem Umbau des Konzerns zur Siemens AG mit sechs Unternehmensbereichen (1966) und der Einführung einer neuen Grundordnung im Herbst 1969 mussten auch die Sachnummern von ehemals Siemens & Halske und Siemens-Schuckert vereinheitlicht werden. Das betraf natürlich auch den E311, der zu dieser Zeit noch gefertigt wurde. Im Handbuch der E-Version befindet sich eine Umschlüsselungstabelle, die ich hier als Anlage beifüge.
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Brummodulation bei Siemens E311-xx, bitte um Ratschläge
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Thomas Brunner
30.Jan.08 |
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Hallo liebe Radiofreunde! Thema: Brummodulation im ungerasteten Betrieb, E311-xx, Siemens. DR1(neu)
Danke und Gruss Thomas Brunner |
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Hans-Dieter Haase
30.Jan.08 |
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Hallo Herr Brunner, das Brummproblem ist ja allseits bekannt. Da Ihr erster Versuch nicht zum Erfolg führte lässt vermuten, dass das Problem nicht immer so einfach behoben werden kann, denn sonst hätte Siemens das bestimmt auch schon gemacht. Der Empfänger hat ja im Laufe der Fertigung so viel Veränderungen erfahren, dass dies sicherlich auch hätte behoben werden können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Problem bei den Siemens-Entwicklern nicht bekannt war, zumal Siemens zu der Zeit ein Verein von Perfektionisten war. Probleme wurden gelöst, kostete es was es wollte. (Ich habe 1960 dort eine gewerbliche Lehre absolviert, weiss also wovon ich rede). Da man aber gerade bei Telegrafie- und SSB-Empfang gerastet arbeitet stört das nicht. Ich werde jedenfalls mein Gerät an dieser Stelle nicht ändern. Der mechanische Aufwand wäre mir zu groß und der Erfolg scheint ja auch nicht gesichert zu sein. Und irgendwie gehört dieser Fehler zu einem Gerät im Originalzustand. Gruß Hans-Dieter Haase
Nachtrag: Was passiert eigentlich, wenn die Drossel durch eine Drahtbrücke ersetzt wird? Das angeblich auf das Magnetvariometer wirkende Magnetfeld wäre dann doch nicht mehr vorhanden. Aber ohne Grund baut ein Hersteller keine überflüssigen Bauelemente ein. Ein Versuch wäre es aber trotzdem wert. |
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Eilert Menke
30.Jan.08 |
3
Guten Abend Herr Brunner, wir hatten deswegen ja zuvor bereits miteinander geschrieben. Wieso die Modifikation bei Ihnen nicht greift, ist mir rätselhaft. Früher haben wir als Ersatz immer eine Mehrlochdrossel dieser Bauart verwendet:
Der genaue Selbstinduktionswert ist unkritisch. Damit hat es immer funktioniert. Natürlich kann ein gewisser Restbrumm übrigbleiben, es muß sich nach der Modifikation aber eine wesentliche Besserung einstellen. Was könnte sonst in das MV einstreuen? Leider bin ich mit den Schaltungsdetails und der Umgebung der Baugruppe nur noch oberflächlich vertraut - ich habe mein Gerät schon Jahre nicht mehr von innen gesehen. Deshalb schlage ich vor, daß Herr Haase Sie hier kompetent weiter betreut, sofern er mag. Er hat sich nämlich vor kurzem noch sehr intensiv mit dem Gerät auseinandersetzen müssen. Hinter den Kulissen würde ich dann mit Herrn Haase beratschlagen, was evtl. noch zu tun wäre. Grüße EM |
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Thomas Brunner
14.Feb.08 |
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OK, Vielen Dank fuer die Antworten! Der naechste Schritt ist nochmals die Brummspannungen zu pruefen und die E83CC Heizung mit ext Gleichspannung zu speisen, jetzt bin ich doch sehr neugierig geworden. Zur Drahtbruecke: Der mit 50uH sehr klein resultierende XL entkoppelt meiner Meinung nach zu wenig, Versuch mit groesserer ist angesagt. Bericht(e) folg(t)(en). |
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siemens: Rel 445E311 (E311, E 311); Reparaturbericht
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Hans-Dieter Haase
20.Dec.07 |
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Die Freude über das sehr gut erhaltene und funktionierende Gerät dauerte nur etwa eine Stunde, dann fing der SSB-Empfang merkwürdig zu zwitschern an, so dass kaum noch etwas zu verstehen war. Bei Empfang eines nichtmodulierten Dauerträgers in der Betriebart A1 war dann festzustellen, dass der Ton um einige hundert Herz hin und her sprang. Nun war ich zwar über die Funktion des Gerätes informiert, aber als normaler Radiorestaurator / Reparateur ist man doch zunächst mit so einem Gerät etwas überfordert. Also Handbuch studieren und überlegen, wo so ein Fehler auftreten kann. Der Möglichkeiten gibt es ja viele. Das nächste Problem sind die gekapselten Baugruppen, so dass man außer an den vorgesehenen Messpunkten für die Kathodenströme der Röhren keine Messungen vornehmen kann, da die Verdrahtung nur nach Ausbau der Baugruppen zugänglich ist. Aber um die Baugruppen außerhalb des Chassis betreiben zu können, fehlen einem die erforderlichen Adapterkabel. Deshalb wurde zunächst ein Adapter für Novalröhren angefertigt, um zumindest an den Röhrenstiften messen zu können. Das funktioniert bis hin zu einigen hundert Kiloherz noch ganz gut.
Nachdem der Fehler nach gezieltem Tausch der verschiedenen ECH81 und E88CC nicht einzugrenzen war, musste also gemessen werden. Zu diesem Zeitpunkt setzte dann auch noch, erst zögerlich und dann ganz, der SSB- und A1-Empfang aus. A3-Empfang war möglich. Also Röhre 7 (ECH81, Produktdetektor) auf den Adapter und mit Oszilloskop messen. Es stellte sich heraus, dass die 31/30-kHz-Schwingungen aussetzten. Die Anodenspannung des Oszillators betrug nur noch ca. 7 V statt der geforderten 22...25 V. Es wurde der Anodenwiderstand ausgewechselt und danach schwang der 31-kHz-Oszillator wieder. Die Tonhöhensprünge blieben aber bestehen. Ein Abtrennen der Baugruppe und Einspeisung eines externen 30kHz-ZF-Signals zeigte dann auch, dass der Oszillator sauber ohne Frequenzsprünge schwingt. Durch Zufall wurde bemerkt, dass die Frequenzsprünge nur im gerasteten Betrieb auftraten. Im ungerasteten Betrieb störte nur die Brummmodulation (hier beschrieben), ansonsten war das Signal in Ordnung. Das führte dann direkt zum 100kHz-Quarzoszillator in der Rasterbaugruppe (Röhre 12, E88CC). Ein vorsichtiges Verdrehen des Trimmers C1 ( Frequenzkorrektur Quarzoszillator) zeigte massive Massekontaktprobleme des Rotors. Fehler also vermutlich gefunden. Nachdem die Kontaktprobleme durch eine zusätzliche Drahtverbindung behoben waren, zeigte sich der Fehler immer noch. Ein Verstellen des Trimmers brachte zwar Erfolg, aber nur kurzzeitig. Als nächstes wurden probehalber die frequenzbeeinflussenden Kondensatoren des Quarzoszillators ausgetauscht, auch ohne Erfolg. Nun war Studium von Literatur über Quarzoszillatoren angesagt. In dem großen Quarzkochbuch aus dem Franzis-Verlag (Homepage vom Verfasser Bernd Neubig) fand ich den Hinweis auf sprunghafte Widerstandsveränderungen des Quarzkristalls bei Temperaturänderungen (Quarzofen !) und damit einhergehende Frequenzänderungen, sog. Dips. Ob es sich nun in diesem konkreten Fall um diese Dips handelt oder nur Alterung oder sonstiger Defekt ist, kann ich nicht nachweisen. Dazu fehlen die Messmittel. Tatsache ist jedoch, dass ein probeweiser Einbau eines anderen 100kHz-Quarzes den Fehler verschwinden lässt und das im Dauerbetrieb über einige Stunden. Den Austauschquarz habe ich zunächst außerhalb des Thermostaten montiert. Eine Bohrung war zufällig im Blech an der passenden Stelle vorhanden. Ob sich der Quarzthermostat öffnen lässt, weiss ich noch nicht. Jedenfalls genügt nicht das Lösen der beiden Schrauben im Sockel. Es scheinen seitlich noch zwei Schrauben zu sitzen, die aber schwarz vergossen sind.
Wenn die Theorie mit den Dips stimmt, genügt möglicherweise auch nur ein Abschalten der Heizung, so dass der Quarz nicht so hoch aufgeheizt wird, es sind immerhin 70 GrdC. Die geringere Langzeitfrequenzkonstanz muss man dann akzeptieren, das ist bei der jetzigen Lösung ja auch der Fall. Über diesen hoffentlich letzten Versuch werde ich zu gegebener Zeit berichten. Nachtrag zur Geräteversion: Es ist die Version "e", Baujahr nicht vor Mitte 1971 anhand der Jahreszahlangaben auf den Kondensatoren, Typenbezeichnung S40445-E311-E1 nach der Einführung des neuen Sachnummernsystems bei Siemens im Rahmen der Neuorganisation von 1969. Hans-Dieter Haase |
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Hans-Dieter Haase
21.Dec.07 |
2
Wie vermutet, macht der originale 100kHz-Quarz ohne Heizung die Frequenzsprünge nicht. Das wurde über 4 Stunden getestet. Also habe ich die Heizung abgeklemmt und betreibe den Quarzofen als "kalten" Thermostaten. Ich habe innerhalb der ersten Stunde eine Drift von ca. 1 kHz bei 6075 kHz (Deutsche Welle) festgestellt. Danach blieb die eingestellte Frequenz relativ konstant. Gerät dabei ohne Gehäuse und 18 GrdC Umgebungstemperatur. Da mich der Thermostataufbau doch interessierte, habe ich die Vergussmasse der zwei seitlichen Senkschrauben entfernt (es war nur dick aufgetragener Sicherungslack). Die schwarze Gehäusekappe lässt sich dann abziehen und es kommt der Heizwiderstand zum Vorschein.
Durch Lösen von zwei Schrauben lässt sich die Deckplatte abnehmen.
Man erkennt den Quarz in Röhrenbauform und den Temperaturfühler. Ich habe nicht versucht, den Quarz herauszuziehen. Ohne Ziehwerkzeug war mir das zu riskant und mein Versuchsquarz hätte ohnehin nicht in die Fassung gepasst. Laut Stückliste im Handbuch ist nicht vorgesehen, den Quarz allein auszuwechseln. Es ist immer der komplette Thermostat mit Quarz zu wechseln. Hans-Dieter Haase |
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Hans-Dieter Haase
29.Dec.07 |
3
Um über die Frequenzdrift bei ausgeschalteter 100kHz-Quarzheizung eine genauere Aussage machen zu können, wurde dann doch gemessen. Vorher habe ich den Interpolations-Oszillator nach Handbuch im betriebswarmen Zustand nachgeglichen. Die eigentliche Messung erfolgte einen Tag später vom kalten Zustand aus bei einer Umgebungstemperatur von 18 GrdC und natürlich geschlossenem Gehäuse. Gemessen wurde mit dem Gerät selbst, indem zu den festgelegten Zeitpunkten der Empfänger auf Trägermaximum nachgestimmt wurde. Bandbreite dabei auf Minimum, Betriebsart dann A1 und gleiche Tonhöhe (1000 Hz) bei Seitenbandumschaltung.
Nach spätestens 1,5 h hat das Gerät offensichtlich seine Betriebstemperatur und damit seine Frequenzstabilität erreicht. Der Versuch wurde über 10 h weitergeführt. Es ergab sich keine erkennbare Änderung mehr. Das ursprüngliche Fehlerbild (Frequenzsprünge des geheizten 100kHz-Quarzes) trat in dieser Zeit nicht auf. Schlussbemerkung:
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Hans-Dieter Haase
31.Dec.07 |
4
Von unserem Mitglied OM Sepp Juster, der über sehr großes Detailwissen zu dieser Gerätefamilie verfügt, erhielt ich einige Hinweise, von denen der folgende hierher passt: Vor allem die Thermostatheizung des Interpolationsoszillators ausschalten (ganz einfach durch Ziehen des Relais L im Stromversorgungsteil), um die lange Aufheizzeit zu umgehen. Das Ergebnis zeigt das folgende Bild:
Der Interpolationsoszillator muss natürlich für diese neue Betriebsart nachgeglichen werden, ansonsten wird am Originalzustand des Gerätes nichts verändert. Wenn das Relais umgedreht unter den Haltebügel geklemmt wird, bleibt es an Ort und Stelle und ist bei einer Zurückänderung sofort verfügbar. An OM Sepp Juster nochmals vielen Dank für die Hinweise. Hans-Dieter Haase |
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Dietmar Rudolph
02.Jan.08 |
5
Eventuell hilft auch ein ähnlicher 100 KHz Quarz weiter? SIEMENS 100,0 KHz, ZL S 1013, 500C, Rel 678AS ? Maße: LBH: 42mm/35mm/110mm; Sockel: Loktal 8 Pin MfG DR |
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Hans-Dieter Haase
04.Jan.08 |
6
Herr Juster hat zu dem Thema Ersatz des 100kHz-Quarzes in einer Mail an mich wie folgt Stellung genommen:
Der Rudolph'sche Thermostat stammt definitiv nicht aus einem E311. Die Bauform Rel 678 ist mir unbekannt. Sie stammt aus einem anderen Siemens-Gerät.
Er ist um 1cm kürzer, ansonst sind die mechanischen Abmessungen gleich wie die im 311 verbauten. Zur Information: In den 311 E und F Versionen wird der Thermostat mit der Bezeichnung Rel Bv 673 S 116 verbaut. Alle anderen Geräteversionen verwenden den Thermostat mit der Bezeichnung Rel Bv 673 S 79. Die S 79 Version schaltet bei Nenntemperatur einen Kontakt gegen Masse (Hg-Thermometer), während die S 116 Version eine Spannung liefert (elektronischer Kontakt). Beide Versionen haben auch unterschiedliche Sockelbeschaltungen, sie sind also nicht kompatibel. Durch die unterschiedlichen Steuerpotentiale wäre bei einem Tausch eine gröbere elektrische Modifikation notwendig. Falls der Rudolph'sche Thermostat einen potentialfreien Kontakt liefert könntest Du ihn verwenden. Wahrscheinlich wäre nur eine geringfügige elektrische Modifikation am 8 pol. Stecker notwendig. Durch die kürzere Bauweise würde das mechanische Gegenlager fehlen --- wäre aber kein Betriebshindernis. Auf den Typenschildern aller meiner Thermostaten der Bauform 673 (habe auch Thermostate aus Nicht 311 Geräten) steht "Heizung 20 V". Hans-Dieter Haase
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Hans-Dieter Haase
22.Jun.08 |
7
Nachdem ich von unserem Mitglied Sepp Juster dankenswerterweise einen Originalquarz bekommen habe, habe ich den Thermostat nochmals zerlegt. Wenn man die zwei unteren inneren Schrauben löst kann man zwei kleine Haltelaschen nach außen drehen. Der komplette Heizkörperblock lässt sich dann abziehen, er ist einschließlich elektronischem Thermometer steckbar. Der Quarz mit Fassung liegt dann frei. Eine typisch aufwändige Siemens-Konstruktion.
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siemens: Rel 445 E311e
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Rainer Feldmann
19.Apr.07 |
1
In meinen Unterlagen befinden sich die Gesamtunterlagen zu genanntem Gerät. Hierzu gehört die Bedienungsanleitung, die Fehlerbehebung sowie Stücklisten und der komplette Schaltplan. Wer also Scans benötigt, kann sich gerne melden, ich werden dann die gewünschten Teile einstellen. Gruß, Rainer Feldmann |
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Hans-Dieter Haase
13.Dec.07 |
2
Herr Feldmann hat mir freundlicherweise seine Rohscans zur Verfügung gestellt. Ich habe diese bearbeitet und in png-Dateien umgesetzt. Wenn jemand also Unterlagen zu diesem Gerät (Version "e") benötigt, kann er sich auch bei mir melden. Bitte aber möglichst nicht das komplette Handbuch verlangen, das sind ca. 30 MB. Deswegen erscheint mir auch ein Hochladen unsinnig. Hans-Dieter Haase
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Siemens E311, Brummodulation bei CW- und SSB-Betrieb
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Eilert Menke
22.Dec.05 |
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Brummodulation des Siemens E311 bei Überlagerungsbetrieb in ungerastetem Zustand Ursache: Der Brumm bei ungerastetem Betrieb entsteht durch die Stabkern-Drosselspule in der Heizleitung der E88CC in der Rasteroszillatorbaugruppe. Sie streut ihr Wechselfeld aufgrund mangelhafter Entkopplung bzw. Abschirmung in das Magnetvariometer (MV). Es handelt sich um einen Konstruktionsfehler. Dieser Fehler tritt in gerastetem Zustand nicht auf, da dann das MV diese Modulation ausregelt. Betroffen sind m.W. sämtliche Ausführungen des Gerätes (a - e/E).
Im Handbuch werden Hinweise zum Ausbau der Baugruppe gegeben. Diese sind unbedingt zu beachten! Dr. 1 ist auf den Blättern Rel str 455U300b (Schaltbild) und Rel ms 455F305b (Platinenbestückung) dargestellt (bezieht sich hier auf b-Modell). Um den Ausbau der Platine aus der Rasteroszillatorbaugruppe zu vermeiden, können die Anschlußdrähte der ursprünglichen Drosselspule ganz nahe am Drosselkörper getrennt werden. Zwischen den nun aus den Lötpunkten 7 und 13 herausstehenden Drahtenden wird die neue Drossel verlötet. ------- Nachtrag: Diese Modifikation sollten nur versierte Kenner des Siemens E311 durchführen, da der Ausbau der Rasteroszillatorbaugruppe relativ aufwendig ist und sich damit recht arbeits- und zeitintensiv darstellt. Sehr erfolgreich praktiziert habe ich sie vor längerer Zeit an zwei Exemplaren des Modells E311b. Inwieweit diese Modifikation bei neueren Ausführungen (insb. e/E-Modell) greift, vermag ich allerdings nicht zu sagen, da mir darüber keine Erfahrungen vorliegen. Bei dieser Gelegenheit bietet es sich an, auch die problembehafteten MP-Kondensatoren C1, C4 und C5 im Filteraufbau der Rasteroszillatorbaugruppe auszutauschen. |
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siemens: Siemens E311 welche Varianten?
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Franz Harder
01.Jul.05 |
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Wer hat eine detaillierte Übersicht über die unterschiedlichen Varianten dieses Empfängers?Die bekannten Quellen im Internet erwähnen nur dass verschiedene Filterbestückungen existieren, ohne auf Details einzugehen. Auch die hier gezeigten Bilder stellen bereits 2 Varianten dar, äußerlich sichtbar an den 3 bzw. 4 Thermostatlampen. Bei dem von Eilert angegebenen link zum Handbuch handelt es sich um die BW Ausführung als 311a oder 311b. Die Unterlagen beschreiben das Gerät also zu einem sehr frühen Zeitpunkt und können somit noch keine Infos über spätere Varianten enthalten. Vorschlag: Falls sich auf meine Anfrage keine offiziellen Angaben finden lassen schlage ich eine kleine Tabelle vor, in die jeder E311 Besitzer hier im RM die Filterbestückung seines Gerätes eintragen bzw. mir melden könnte - ich werde die Tabelle erstellen.73, Franz DK5CB Nachtrag 10.11.2005 Aus den von Herrn Küffer beim Modell abgelegten Scans und einigen wenigen Infos per email habe ich nun eine Tabelle zusammengestellt, die meinen heutigen Wissensstand reflektiert. Sollten wesentliche Merkmale fehlen oder falsch beschrieben sein, bitte ich um Info zur Ergänzung bzw. Korrektur. Anmerkungen: Allen Varianten gemeinsam sind die Filterbestückungen und damit die einstellbaren Bandbreiten (3.ZF=30kHz): Betriebsarten A1 und A3 : 6 kHz / 3 kHz / 1 kHz / 300 Hz über Bandbreiten-Schalter wählbar Betriebsart A3a (SSB) : 3,5 kHz fest eingestellt - der Bandbreiten-Schalter ist hier ohne Wirkung Weiter offene Fragen: - welche Ausführung ist der E311c ? Hatte er eine nur englisch beschriftete Frontplatte? - Als weitere Variante soll der Typ E312 existiert haben, der einen 3. Thermostaten für die beiden Seitenbandquarze (340kHz und 400kHz) enthalten haben soll. Im Vergleich zum E311e ist das Gerät äußerlich zu erkennen an der 3. Thermostatlampe. --> gab es dieses Gerät wirklich oder ist es nur bei einer Musterserie geblieben ? |
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Eilert Menke
01.Jul.05 |
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Hallo lbr OM Franz, nur kurz zur Info. Bin momentan selbst damit beschäftigt, einen 311b1b zu reparieren, Symptome ähnlich wie im Beitrag von Rüdiger Walz. Die Hauptselektion findet auf der dritten ZF-Ebene (30 kHz) durch Schalenkernspulen (heißen die richtig so?) und Styroflex-C's statt. Die L/C-Filter werden über sechs Relais geschaltet, die sich in der ZF-Baugruppe befinden. Quarzfilter sind nicht vorgesehen. Schaltbare Bandbreiten für AM und CW (A3, A1) bei meiner Ausführung 6/3/1/0,3 kHz. Für SSB-Betrieb (A3a, A3j) ist ein Extrafilter mit 3,5 kHz Breite eingeschaltet, der Bandbreitenschalter ist dann außer Funktion. Die einzelnen Varianten unterscheiden sich teilweise noch hinter dem Buchstabensuffix durch zusätzliche Zahlen/Buchstaben. Wieviele davon existieren, habe ich bislang trotz intensiver Internetrecherche und Befragung von Geräteeignern leider noch nicht herausfinden können. Hoffentlich wissen unsere Sammlerkollegen hier mehr. Es gibt auch eine Ausführung mit zwei Thermostatlampen. Auch die Rastlampe ist teilweise unterschiedlich angeordnet. Zumindest in der E-Ausführung ist die sonst unbelegte Klinkenbuchse (kleiner 6,3 mm) rechts unten für den Anschluß des Langwellenzusatzes verschaltet. 73 & schönes Wochenende Eilert PS: Wer weiß, wo die Adapterkabel zum Betrieb der Baugruppen in ausgebautem Zustand noch erhältlich sind? |
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Eilert Menke
06.Jul.05 |
3
Lieber OM Franz, liebe Freunde professioneller KW-Empfangstechnik, mittlerweile habe ich den Fehler in meinem E311 ausfindig machen können: Die Primärwicklung des Magnetvariometers hatte eine Unterbrechung, glücklicherweise nur am Übergang des äußeren Wicklungsendes zum Anschlußdraht, der schließlich zu einer Lötöse im MV führt. So konnte ich einen sehr arbeits- und zeitaufwendigen Ausbau der Rasteroszillatorbaugruppe vermeiden. Eine Reparatur war von oben im offenen Gerät möglich. Magnetvariometer Rel Bv 624A9: ![]() ![]() ![]() Das letzte Bild zeigt die an der betreffenden Stelle bereits erfolgte Reparatur. Im noch offenen Schrumpfschlauch befindet sich der Übergang Spulendraht - Anschlußdraht. Diese (Löt-) Verbindung war bereits ab Werk unzuverlässig, denn der Verbindungsdraht zeigte keinerlei Spuren von Lötzinn. Der Kontakt zum Spulendraht wurde nur durch den Druck des ursprünglich darübergezogenen Gewebeschlauches hergestellt - heimtückisch! Ich nahm daher zunächst an, daß sich die Unterbrechung irgendwo innerhalb der Wicklung befand und das MV mit vertretbarem Aufwand wohl nicht mehr zu retten wäre. Glück gehabt... Der Empfänger funktioniert jetzt wieder einwandfrei. Grüße EM |
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Franz Harder
10.Nov.05 |
4
Update 10.11.2005 siehe post (1) F.Harder |
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Hans-Dieter Haase
09.Dec.07 |
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Aus der Dokumentation für die Variante E311e, die mir unser Mitglied Rainer Feldmann dankenswerterweise als Rohscan überlassen hat, kann man folgendes entnehmen (Auszug): März 1974 Kurzwellen-Empfänger Rel 445 E 311f Ergänzung zur Mappe Gesamtunterlagen Kurzwellen-Empfänger Rel 445 E 311e Der Kurzwellen-Empfänger Rel 445 E 311f gleicht in Aufbau, Arbeitsweise, Eigenschaften und Abmessungen grundsätzlich der Ausführung Rel 445 E 311e. Es wurde jedoch in der Filtergruppe Rel 454 F 303b das Spulenfilter für Einseitenbandbetrieb gegen das mechanische Filter V42312-B8-A2 ausgetauscht. Damit wurden bessere Selektionseigenschaften bei Einseitenbandbetrieb geschaffen. Ferner sind noch Stückliste, Schaltbild, Bestückungsplan und Leiterbahnführung für die Filterbaugruppe beigefügt. Es gab also doch noch eine Version "f". (Kürzlich wurde so ein Gerät bei Ebay angeboten). Hans-Dieter Haase
Nachtrag: Das Datum "März 1974" steht auf dem Textblatt zum Handbuch. Die Fertigungsunterlagen datieren auf 03/72. Das früheste Datum 20.6.68 war das Erstellungsdatum des Schaltplans und zwar nur dort zu finden. Die Planung mit mechanischem Filter fiel also offensichtlich noch am Ende der Entwicklungszeit des Gerätes wurde aber erst zwei Jahre später umgesetzt. |
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Hits: 9406 Replies: 0
MP Kondensatoren: Erfahrungen zum Siemens E311b
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Rüdiger Walz
02.Jan.05 |
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Einleitung: Das Gerät wurde zwischen 1959 und Anfang 70er Jahren (keine genauen Angaben gefunden) in den Versionen a-e gebaut. Zusätzlich gab es noch Spezialversionen e1-e4 (siehe auch www.dr-boesch.ch/radio/siemens-e311.htm und www.boatanchors.de). Sicher ist, daß er 1959 konstruiert wurde. Zur allgemeinen Funktion möchte ich aus Bergmann, Rockschies, Spanknebel, Eine kurze Geschichte der Funknachrichtenempfänger in Funktionsplänen 1929 – 1983, Schriftenreihe zur Funkgeschichte Band 10, Verlag Dr. Rüdiger Walz, Idstein 2002 zitieren (siehe auch hierzu das Blockschaltbild unter dem Gerät): "Siemens E311a 1959 Ein konventioneller Dreifach-Superhet mit aufwendiger Vorselektion und extrem niedriger ZF3, dessen Frequenzaufbereitung damals eine Treffsicherheit von 100 Hz nachgerühmt wurde [99]; für SSB-Empfang war ein Produktdetektor und eine Seitenbandumschaltung durch Quarze vorgesehen [100] [101]. Die hohe Treffsicherheit wurde durch "Rastung" des ersten Oszillators mit Hilfe des Spektrums eines thermostatisierten 100-kHz-Quarzoszillators in Verbindung mit einem ebenfalls thermostatisierten zweiten Oszillator mit nur 100 kHz Variationsbreite erreicht. Der erste Oszillator hat eine Skala mit 100-kHz-Teilstrichen (Frequenz grob), der zweite ein zwei-ziffriges Zählwerk für die kHz-Stellen in Verbindung mit einer Strichskala für die 100-Hz-Stellen (Frequenz fein). Zur Rastung des ersten Oszillators wird sein Signal mit dem Oberschwingungsspektrum des 100-kHz-Quarzoszillators gemischt und hieraus ein Stellsignal für eine elektrisch veränderbare Induktivität hergeleitet, die stets zur Schwingkreisspule des ersten Oszillators parallelgeschaltet wird und damals "Magnetvariometer" MV genannt wurde. Das Stellsignal verändert mit Hilfe des Magnetvariometers die Oszillatorfrequenz so lange in Richtung zur nächstliegenden Quarzharmonischen, bis der Frequenzunterschied verschwunden ist. Im Falle eines "Ausrastens" wird eine "Fangschaltung" aktiv, die den Synchronisierzustand wieder herzustellen versucht. Störungssituationen fallen durch eine dann blinkende "Rastlampe" auf. Die Vorselektion wird im Gleichlauf mit der Einstellung "Frequenz grob" abgestimmt, der Benutzer braucht sich also nicht um einen "Preselector" zu kümmern. Die Rasteinrichtung kann ausgeschaltet werden, wenn man mit "Frequenz grob" einen größeren Bereich absuchen möchte." Eigene Erfahrungen Von Funkamateuren wurde ich schon gewarnt, daß die Versionen a bis c dieses Gerätes fehlerbehaftet seien. Die besten Versionen seien d und e. Trotzdem erwarb ich einen E311b, da ich das Gerät mehr aus Sammlergesichtspunkten beurteile, als aus Nutzungssicht. An dem Gerät ist auf jeden Fall die Rastschaltung interessant, die dem Gerät immerhin eine Wiederholgenauigkeit von +/- 100 Hz geben soll. Die Realisierung einer derartigen Genauigkeit bei nur 25 kg Gewicht ist im Vergleich z.B. zu einem Rohde & Schwarz mit 67 kg Gewicht schon beachtenswert. Bei meinem Gerät war die Rastschaltung defekt. Die Rastlampe leuchtete permanent. Ich will jetzt hier nicht beschreiben, welche Irrwege ich gehen mußte, um letztendlich den Fehler zu finden, sondern will einfach den Effekt beschreiben. Laut Handbuch sollen die 100 kHz –Schwingungen des quarzgesteuerten Oszillators Röhre 12/I in den folgenden Verstärkerstufen 12/II und 13/I so aufbereitet werden, das ein nadelförmiges Signal in die Kathode der Röhre 13/II eingekoppelt wird. Diese Nadelimpulse waren auch an der Anode 13/I zu messen. In Röhre 13/II werden diese Nadeln mit dem Überlagerer-Oszillatorsignal (im Schaltbild Raster Oszillator genannt) gemischt. Am Ausgang der Röhre 14/I soll laut Handbuch ein fast reines 100 kHz Signal entstehen, dessen Größe von der Abweichung des Überlagerers von den 100 kHz Harmonischen abhängt. Dieses Signal steuert Röhre 11/II an, in deren Anode die Spule des Magnetvariometers liegt. Dieses Magnetvariometer beeinflußt die Schwingung des Rasteroszillators. Dies geschieht solange, bis der Rasteroszillator ein Vielfaches von 100 kHz erreicht. Um den Suchbereich der Rasterschaltung zu vergrößern ist eine Wobbelschaltung mit Hilfe eines Relais eingebaut, auf deren Funktion ich hier im Detail nicht eingehen möchte. Beim Durchmessen der Verstärker in diesem Bereich fiel nichts ungewöhnliches auf, bis auf eine zu geringe Gittervorspannung an Röhre 13/I. Diese Gittervorspannung wird aber scheinbar allein von einem 1 M Ohm Widerstand R3 an Masse erzeugt. Des weiteren lag am Ausgang des Rasterverstärkers 14/I ein Sinussignal, das mit Nadelimpulsen überlagert war. Dieses Signal war offensichtlich nicht in der Lage, die Röhre 11/II mit dem Magnetvariometer anzusteuern. Bei der Überprüfung einiger Gitterkoppelkondensatoren ergab sich eine seltsame Beobachtung. Zuerst einmal hatte keiner der Kondensatoren Leckströme. Dies war auch bei diesen Kunststoffkondensatoren Typ MP und MKL von Siemens erfahrungsgemäß nicht zu erwarten. Jedoch hatten die Kondensatoren stark abweichende Kapazitätswerte. Die Kapazität konnte von nicht messbar bis zum Doppelten des angegebenen Wertes liegen ! Da die Arbeitspunkte der Rasterverstärker kritisch für die Funktion sind, überprüfte ich alle Kondensatoren in diesem Bereich und mußte feststellen, daß sie alle gravierende Abweichungen (auf mehreren Messgeräten gemessen) zeigten. Nun fand ich auch den Fehler: Es war Kondensator C7 0,1 µF in der Kathodenleitung der Röhre 12/II, also dem 100 kHz Oszillator. Dieser Kondensator zeigt eine Kapazität von 10 pF statt 0,1 µF.
Erstaunlich waren für mich die starken Schwankungen der ansonsten so zuverlässigen MP Kondensatoren, die ich in der Form bisher nicht beobachte habe. Die Stufen waren gleichstrommäßig fast im Sollbereich, aber Hf-mäßig vollkommen daneben. Später fand ich in den anderen Baugruppen Spuren meiner Vorgänger, die diese Kondensatoren, die alle ausnahmslos aus 1964 stammen, ausgetauscht hatten. Die Kunststoffe in dem Gerät scheinen alle kritisch zu sein. So zeigte eine Filtergruppe im Hf-Verstärker einen Kurzschluß zum Chassis. Erst eine langwierige Widerstandsanalyse und der Ausbau des Filters zeigte den Grund (siehe Bild). Zwischen Zuleitung und Masse hatte sich ein Lichtbogen gebildet. Die Spannung an dieser Stelle beträgt 180 V und das Material (Polystyrol) scheint mir an sich ausreichend dick an dieser Stelle.
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Siemens Rel445E311 (E311), Manuals for download
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Eilert Menke
29.Dec.04 |
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http://bama.sbc.edu/siemens.htm mni tnx to KG7BZ, Christof Proft es Miguel Bravo |
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Rüdiger Walz
29.Dec.04 |
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Sehr guter Hinweis, Herr Menke. Vielen Dank. Aber wie werden die heruntergeladenen .djvu - Dateien dargestellt ? Bei mir funktioniert keine Anwendung. Grüße Walz |
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Eilert Menke
29.Dec.04 |
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Der Bama-Spiegel läßt immer nur eine begrenzte Anzahl gleichzeitiger Abladungen von verschiedenen Nutzen zu und ist zu bestimmten Tageszeiten inaktiv. Die meisten Handbücher sind in PDF, für andere Formate sollten auf der Leitseite http://bama.sbc.edu http://bama.sbc.edu/viewers.htm Hinweise zu Programmen enthalten sein. Gruß, E.M. |
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Rüdiger Walz
31.Dec.04 |
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Danke Herr Menke ! Nach Herunterladen des DJVU Solo Programmes war die Datei lesbar. Grüße Walz |
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Dirk Becker
31.Dec.04 |
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Unter http://***.irfanview.com/plugins.htm gibts für den bekannten Irfanview auch ein Plugin für DJVU. Gruß und guten Rutsch Dirk Becker |