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Kammermusik-Schatulle M57

Kammermusik-Schatulle M57; Siemens; D S.& (ID = 17014) Radio
 
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Siemens; D S.&: Kammermusik-Schatulle M57 [Radio] ID = 1157075 930x608
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For model Kammermusik-Schatulle M57, Siemens; D (S.& Halske / S. Electrogeräte)
 
Country:  Germany
Manufacturer / Brand:  Siemens; D (S.& Halske / S. Electrogeräte)
Year: 1955–1957 Category: Broadcast Receiver - or past WW2 Tuner
Valves / Tubes 11: EC92 EC92 EF89 ECH81 EM80 EF89 EF80 EABC80 ECC83 EL84 EL84
Main principle Superhet with RF-stage; ZF/IF 460/10700 kHz
Tuned circuits 9 AM circuit(s)     14 FM circuit(s)
Wave bands Broadcast, Long Wave, Short Wave plus FM or UHF.
Details
Power type and voltage Alternating Current supply (AC) / 110; 125; 220; 240 Volt
Loudspeaker 4 Loudspeakers
Power out 12 W (unknown quality)
from Radiomuseum.org Model: Kammermusik-Schatulle M57 - Siemens; D S.& Halske / S.
Material Wooden case
Shape Tablemodel with Push Buttons.
Dimensions (WHD) 685 x 465 x 330 mm / 27 x 18.3 x 13 inch
Notes

Variable Bandbreite, drehbare Ferritantenne, UKW-Sendereichung durch Skalenaufkleber.
Im VDRG-Handbuch mit EF80 statt EF89 gelistet; Druckfehler.

Zwei 20 cm Orchesterlautsprecher mit Divergenzkegel, zwei dynamische 10 cm Hochtonlautsprecher mit Tonführung.

Net weight (2.2 lb = 1 kg) 19.5 kg / 42 lb 15.2 oz (42.952 lb)
Price in first year of sale 598.00 DM
Collectors' prices  
Source of data HdB d.Rdf-& Ferns-GrH 1956/57 / Radiokatalog Band 1, Ernst Erb
Mentioned in -- Original prospect or advert
Literature/Schematics (1) -- Original-techn. papers.
Picture reference Das Modell ist im «Radiokatalog» (Erb) abgebildet, das Copyright liegt beim Deutschen Rundfunk Museum (DRM), Berlin und beim Archiv-Verlag (AV). Sie finden eine grössere Abbildung und Schaltbild etc. bei der Loseblatt-Sammlung von DRM/AV.


All listed radios etc. from Siemens; D (S.& Halske / S. Electrogeräte)
Here you find 2349 models, 1919 with images and 1218 with schematics for wireless sets etc. In French: TSF for Télégraphie sans fil.




 


Forum contributions about this model
Siemens; D S.&: Kammermusik-Schatulle M57
Threads: 6 | Posts: 12
Hits: 797     Replies: 0
siemens: M57 Schatulle: Lautstärke nicht auf 0 einstellbar: EABC80!
Dietmar Rudolph
11.Jan.17
  1

Eine Siemens M57 Schatulle hatte den Fehler, daß sich die Lautstärke nicht bis "Null" herunter einstellen ließ.

Zunächst fiel der Verdacht auf das Lautstärke-Potentiometer (1,3 MΩ). Mit dem Ohmmeter konnte aber festgestellt werden, daß sich der Schleifer bis auf ca. 70Ω (statt 0Ω) herunterstellen ließ. Also ist das Poti in Ordnung. Für ein Teilerverhältnis von 70/1300000 spielte das Gerät (mit annähernd Zimmerlautstärke) aber viel zu laut.

Eine Inspektion der Schaltung ergab keinen Fehler.

Aufgefallen ist der Fehler im AM-Bereich (MW) beim Betrieb mit einem SSTRAN 3000. Der Verdacht fällt nun auf die EABC80. Hier ist ein solcher Effekt schon verschiedentlich diskutiert worden. Der Grund war stets eine schlecht gewordene (Übergangswiderstand) Verbindung des Katodenstifts der EABC80 zur Masse. Dadurch "arbeitet" die Triode als Demodulator. Meist tritt der Fehler bei FM Empfang auf.

Aber hier war beim FM Empfang (seltsamer Weise) kein Fehler feststellbar; die Lautstärke konnte auf Null herunter geregelt werden. Das war eine weitere Bestätigung dafür, daß kein Fehler in der Schaltung vorlag.

Es mußte also die EABC80 sein. Es war noch die Röhre der Originalbestückung (Siemens). Allerdings kein "gekelbter" Sockel mehr wie bei frühen Novalröhren, sondern ein angeschmolzener. Die Pins der Röhre waren praktisch nicht verschmutzt. Die Fassung ist aus Pertinax mit "Schabe-Federn". Hier hat möglicherweise der Kontakt-Druck etwas nachgelassen, wodurch sich ein Übergangswiderstand bilden konnte.

Abhilfe brachte dann eine EABC80 von WF, die etwas dickere Pins hat. Damit kann die Lautstärke nun wieder (fast) auf Null heruntergeregelt werden - jedenfalls so leise, daß es nicht mehr stört.

MfG DR

 
Hits: 2882     Replies: 2
siemens: M57; Kammermusik-Schatulle
Bob Isaac
06.Mar.12
  1

Hello Radio Friends,

 Does anyone have or know of a source for the "A/B" switch for this radio?  Mine is kaput. This is the switch that shifts the volume control between the external wheel in front of the doors and the main volume knob on the dial face.

The first photo shows its location under the chassis, and the second shows the gory details of what is left of mine.

Kind Regards,

Bob Isaac

 

Bob Isaac
09.Mar.12
  2

Hello Again,

 Can someone perhaps locate this switch on the schematics listed for this radio and therefore determine its values?  I can only determine that it is a 250 volt 2 amp switch.  I see that Conrad's Electronis carries a wide variety of dual pole switches (which I assume this one is) that are the "on/on" type.  If they have one with the proper values it would simple be a matter of figuring out how to mount the new switch and adjusting the metal arm that pushes the button.  And I see now that I was incorrect. This switch changes from "Sprache" to "Music" and has nothing to do with the volume control.  The knob traditionally used for volume control actually moves the internal antennae on this radio.

Thank you,

Bob Isaac

Eike Grund
20.Mar.12
  3

Hello Bob,
please refer to the picture and schematics:

The "Sprache-Musik" - switch, shown as (2), is dual pole.
The second pole is needed for switching the lamp, which illuminates the small window "Sprache hell - Musik dunkel".
With regards, Eike Grund

 
Hits: 3422     Replies: 1
siemens: M57 (M 57); Kammermusik-Schatulle
Steve Kalbach
25.Mar.09
  1

I'm kind of curious. I noticed on ebay recently that there was an M 57 for sale but looking at the inside photo's of this item I noticed it had the same speaker assortment as the H 52 (1 Large speaker in the middle and 1 tweater on each side of the middle speaker). Were there more than 1 variation of this model available?

Eike Grund
06.Apr.09
  2

There are always two large speakers on the  inside of the M57, due to the push-pull amplifier.
There might be some wrong photo’s on ebay.
Kind regards, Eike Grund

 
Hits: 4706     Replies: 0
siemens: Anmerkungen zur Schatulle M57
Eike Grund
14.Mar.09
  1

Dies ist kein umfassender Reparaturbericht. Am Beispiel der SIEMENS Kammermusik-Schatulle M 57 habe ich einige Hinweise zum Umgang mit den Schatullen zusammengefasst. Ich habe dabei versucht, zu Fragen die schon früher unter der M57 diskutiert wurden, etwas ausführlicher Stellung zu nehmen. Auch der Ersatz verschmutzter Türbespannungen - ein typisches Schatullenproblem - wird ausführlicher behandelt.

Ich hatte schon an anderer Stelle auf die besondere Eignung des Chassis der kleineren Schatulle H42 zur Restauration durch den noch weniger erfahrenen Restaurateur hingewiesen. Das gilt auch für die M57, wenn man von der anspruchsvolleren Technik (mehr Hf-Kreise und Gegentaktendstufe) absieht: Keine unübersichtlichen spannungsführenden Teile, gute Zugänglichkeit zu den Bauteilen, insbesondere zu den Tastenkontakten, gute Qualität bei den Bauteilen, die aus der hauseigenen (S&H) Fertigung stammen, mit einem deutlichen Anteil von Styroflexkondensatoren. Der Eigenfertigunganteil lag bei den S&H-Schatullen fast bei 100%, außer den Drehkondensatoren konnte ich kein Bauteil entdecken, das nicht aus der Fertigung S&H stammt. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit (und damit auch der Bedarf an Bauteilen) der S&H lag aber bei der kommerziellen Nachrichtentechnik (Fernsprechtechnik und Weitverkehrstechnik). Die Einstellung der eigenen Rundfunkfertigung Anfang der 60er löste daher auch kein Erdbeben aus.

Zurück zum Thema:  ... Und dann das Erfolgserlebnis für den Restaurateur durch den gewaltigen Klang des technisch überprüften Radios, wenn alle Ströme und Spannungen wieder im Grünen Bereich liegen. Der Spannungswähler konnte hier auf 250 Volt eingestellt werden. Die Heizspannung stimmt damit ziemlich genau, die Anodenspannung musste etwas angehoben werden. In der 220-Volt Position läge die Heizspannung deutlich über 7 Volt. Ich nehme noch ein weiteres Erfolgserlebnis vorweg: Die Empfangsleistung übertrifft die meines Freiburg 9 deutlich.

Zu Beginn das vorher - nachher - Bild der hier besprochenen M57

 Was sonst noch auffällt:

Die gut zu reinigenden Tastenkappen und C im Glas

Bei den Schatullen stecken die Wickel der ungeliebten Folienkondensatoren gut geschützt in einem beidseitig vergossenen Glasröhrchen. Daher halten diese nach meinen Erfahrungen einer Messung im Durchschnitt besser Stand, als andere Typen. Bei dieser Schatulle konnten (vorerst) alle Kondensatoren belassen werden. Eine diesbezügliche Prüfung wird nach einigen Wochen beaufsichtigten Betriebes wiederholt werden. Nur die beiden 5nF C's, die die Netzspannung auf Masse legen (s. im Bild 2), wurden vorsorglich ersetzt. Der gewissenhafte Restaurateur hat zudem die Möglichkeit, einen Ersatzkondensator unsichtbar in dem Röhrchen verschwinden zu lassen. Zum Verschluss gibt es schwarze Patronen für Heißklebepistolen.

Links: Wo sind die Kondensatoren? Die Kondensatoren im Röhrchen findet man immer mit Kontakt zum Chassis, meistens noch mit einem Kleber fixiert. Das hat einen gewissen Schirmungseffekt und schützt die Glasröhrchen bei Reparaturarbeiten und vor allem während der Fertigung am Fließband, denn die zuerst eingebauten C's waren erst einmal aus dem Weg (die Lötkolben waren noch etwas größer und ziemlich heiß).

Rechts (Bild 4): Da ist viel Platz auf dem Chassis, gute Bedingungen für die Wärmekonvektion.

 

Links (Bild 5): Zur Einstellung der AM-Bandbreite werden zwei der drei Kombinationsbandfilter manipuliert.

Rechts (Bild 6):  EM80 (SIEMENS) aus neuerer und aus alter Fertigung.

Der Leuchtschirm der "richtigen" Röhre (Bild 7), aus zeitgenössischer Fertigung, die hier wieder eingesetzt wurde. Dieses wertvolle Teil kann auch geschont werden: Beim Schließen einer der beiden Türen erlischt das grüne Licht. Bild 8 zeigt die zur Reinigung gut zugänglichen Tastenkontakte. In den kleinen Bechern stecken die Spulen der FM- Bandfilter, die noch vor der ECH81, vor den Kombinationsbandfiltern, arbeiten. Bei der H42 stehen dort die Spulen für die UKW-Ortssendertaste.

 

Rechts sehen wir eines der Kombinationsbandfilter. Es gibt keine Ferritkerne mit Gewinde. Das hat zunächst den Vorteil, dass hier noch kein Bastler vor uns dran gedreht haben kann. Die hier verwendeten Ferritkerne, die in so genannten Abgleichhalmen stecken, wurden ab Werk am äußeren Rand fixiert, die überstehenden Halme wurden vorher bündig abgetrennt. Darüber hinaus wurden die Löcher des Gehäuses werkseitig mit Tesafilm verschlossen. Ab Werk wurden auch Ersatzhalme beigefügt, die in einem kleinen Tütchen aufbewahrt sind. Findet man dieses Tütchen noch, so ist das ein gutes Zeichen. Diese Bandfilter müssen daher selten nachgeglichen werden (was auch an den hochwertigen Styroflexkondesatoren liegt). Wenn doch, wird es etwas mühsam: Der Hersteller empfiehlt, die Fixierung der Halme mit Hilfe eines Spiralbohrers zu lösen und dann weiter mit einer spitzen Pinzette zu operieren. Das funktioniert auch, aber die äußeren Halme (die auch die Spulen tragen), brechen dabei leicht auf. Bei dieser Schatulle war nicht der geringste Nachgleich bei den Bandfiltern erforderlich. Und so sieht das Tütchen aus (Bild 9, links), mit einer Ersatzsicherung und neuen Abgleichhalmen, manchmal etwas versteckt an einer Seitenwand befestigt.

Nur der Schaltplan dieser M57 hatte schon vorher den Eigentümer gewechselt.

Noch ein Blick auf die (rötlich schimmernd beleuchtete!). Bedieneinheit: Netzschalter und Lautstärke sind auch bei geschlossenen Türen erreichbar. Bei geschlossenen Türen sind Skalenlämpchen und die Abstimmanzeige ausgeschaltet, aber das rötlich schimmernde Stellrad zeigt die Betriebsbereitschaft an.

Mit der Gehäusekosmetik beginnt man zweckmäßigerweise erst nach erfolgreicher Sanierung der Technik. Diese Schatulle war auch bezüglich der Stoffe noch vollständig, aber die Türstoffe mit großflächigen Flecken wurden auch durch eine Wäsche nicht mehr sauber, im Gegenteil waren danach die Flecken noch besser zu sehen. Geeignete Türstoffe sind relativ leicht zu finden. Leider findet man auch Schatullen ohne den Stoff in den Türen vor. Diese wurden vermutlich wegen Verschmutzung entfernt, Schatullen mit noch sauberen (dekorativen!) Türstoffen sind eher selten. Die Schallwand, durch die Türen geschützt, findet man dagegen eher in gutem Zustand.

Auch in diesen Fällen lohnt sich eine Wäsche, wie man im Bild rechts sieht. Dadurch wird auch der Stoff vor den Lautsprecheröffnungen wieder straff. Zur Wäsche bleibt der Stoff auf der Schallwand, die Lautsprecher müssen entfernt werden. Man muss schnell arbeiten und schnell und gründlich trocknen (hier: saugende Unterlage, Heißluftgebläse und Backofen). Es gibt verschiedene Methoden zur Reinigung der Schallwände, die auch hier im RMorg schon beschrieben wurden.

Nun zum Ersatzstoff für die Türen: Bild 12 zeigt einen für eine H52 über ebay bezogenen Ersatzstoff, der dort gelegentlich für jede Schatulle fertig zugeschnitten angeboten (www.1r2.de) wird. Das Bild zeigt Schallwand und Tür der Schatulle H52 mit diesem Ersatzstoff. Er passt auch für die H42, die Metallflügel sind identisch.

Für meine M57 standen 3 Stoffe aus eigenen Vorräten zur Auswahl. Der Farbton und die Feinstruktur müssen zur Schallwand passen, die Türbespannung sollte keine Musterung aufweisen. Nur meine im Jahre 1965 im B-Lager der SIEMENS AG fabrikneu erworbene Schatulle M47 hatte ein Muster in der Türbespannung - aber deshalb stand sie schließlich 10 Jahre im Lager für nicht verkäufliche Sachen. Bild 13 zeigt die Originale und drei in Frage kommende Ersatzstoffe für die Türen, auf der Schallwand liegend.

Bild 14 zeigt die Feinstruktur in Nahaufnahme. Ganz links die Schallwand, daneben der originale Türstoff.

Es kann sinnvoll sein, bei Ersatzstoffen vor deren Verwendung diese auf Verfärbung durch UV-Licht zu prüfen. Dazu legt man eine Probe einige Tage in grelles Sonnenlicht oder, was schneller geht, unter einen UV-Strahler (Höhensonne).

Zur Anbringung von Stoffen verwende ich beidseitiges Klebeband. Man darf es nicht in weiß verwenden, weil dies durchscheint. Die meisten dieser Klebebänder gibt es aber ohnehin in dem passenden dunkleren (beige) Farbton. Für die schmalen Türrahmen eignet sich das ebenfalls schmale so genannte Bastlerband, das hier (Bild 15) auf dem bereits auf einer glatten Fläche vorgespannten - vorher über Wasserdampf geglätteten - Ersatzstoff liegt.

Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass man den Versuch wiederholen kann, wenn die erste Sichtkontrolle negativ ausfällt. Ist man zufrieden, drückt man den Stoff richtig fest, an den später nicht sichtbaren Rändern gehe ich für eine bessere Haftung mit meinem (!) Bügeleisen drüber.

Auch wenn es bezüglich der Türbespannung keinen Handlungsbedarf gibt, sollte man die Rahmen mit dem Stoff entfernen, damit die Metallgitter gründlich gereinigt werden können. Dazu zieht man die wieder verwendbaren Nägel an der Rückseite heraus.

Nun noch zu einer ebenfalls bereits diskutierten und von Herrn Rudolph hier schon beantworteten Frage: Die Verbindung der Zierleisten mit angelöteten Drähten bei den Schatullen. Eine Verbindung mit dem üblichen - bei der M57 etwas kümmerlich aussehenden - eingebauten Dipol ist für die Wirkung auf den Dipol nicht erforderlich. (Vgl. Direktoren und Reflektoren bei den alten Fernseh- Hausantennen). Bei den Schatullen wirkt die räumliche Anordnung der verbundenen Zierleisten (dessen Länge bei den Schatullen ziemlich genau die Wellenlänge im UKW-Bereich trifft) auch der Richtwirkung des Dipols entgegen: Guter Empfang aus allen Richtungen. Den Dipoldraht findet man auch bei der H52, bei der H42 gibt es die übliche Folie. Ein Blick in die größere P48 ist mir leider nicht möglich.

Eike Grund

 
Hits: 3583     Replies: 2
siemens: M57; Kammermusikschatulle
Gregorio Cavallaro
18.May.06
  1

Hallo,
bei meiner Schatulle M57 habe ich gesehen das die beiden Messingzierleisten miteinender verb
unden sind, nun frage ich mich ob diese als Antenne dienen und wie sind sie mit Radio verbunden sind? Einen Anschluss zum Radio kann ich nicht erkennen.
Vielen Dank
Gregorio Cavallaro

Wolfgang Bauer
19.May.06
  2 Sg. Herr Cavallaro,

bei meinem Siemens Gross-Super 586, der im Gehäuse sehr ähnlich ist. sind die Zierleisten nicht verbunden.
Da sich Messing löten läßt, vermute ich, dass bei Ihrem Gerät die Zierleisten von einem Bastler als Antennen verwendet wurden. Der Draht zur Antennenbuchse wird nicht mehr vorhanden sein.

MfG. WB
Dietmar Rudolph
19.May.06
  3 Bei der M57 sind die obere und die untere Messingzierleiste an beiden Seiten hinten mit angelöteten Drähten verbunden. Diese Drähte sind mit Hilfe eines braunen Klebebandes innen im Gehäuse fixiert.

Für UKW gibt es eine Behelfsantenne, die aus 2 (isolierten) Drähten besteht, die oben und seitlich im Gehäuse angetackert sind und somit so etwas wie einen Dipol darstellen. Die Dipolmitte ist in der Mitte oben im Gehäuse und sie ist mit einer Luftspule (versilberter Draht, 5 Windungen, 1cm Durchmesser) überbrückt. Hier ist eine (braune) Zwillingslitze angelötet, die einen 240 Ohm Stecker hat.

Zwischen den Zierleisten und der Behelfsantenne besteht keine leitende Verbindung.

Es ist zu vermuten, daß durch die Verlötung der Zierleisten auf UKW weniger Störungen bei Empfang mit der eingebauten Behelfsantenne aufgetreten sind, zumal damals noch die (räumliche) Dichte und die Leistungen der UKW Sender geringer waren.

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Rudolph
 
Hits: 2800     Replies: 1
siemens: M57; Kammermusikschatulle
Claus Kunze
13.Jul.04
  1 Guten Tag liebe Sammelfreunde!
Vor einiger Zeit habe ich eine Schatulle M 57 erworben. Einige kleine Fehler im Netz- und Nf-Teil konnte ich schnell beheben. Auch der FM-Teil war ok. Aber der AM-Teil streikt.

Mein bisheriger Befund:

Der Oszillator arbeitet, die Mischstufe mischt d.h. es entsteht ein Summensignal. Soweit ich die entstehenden Signale messen konnte, liegen deren Frequenzen etwa dort , wo sie liegen sollte. Die am Anfang der Filterkette gemessenen Signale kommen aber nicht an der Diode an.

Einzelmessungen an den Filtern ergaben sehr wenig ausgeprägte Resonanzstellen bei der ZF-Frequenz 460 khz, aber die Dämpfung der Filter ist sehr stark. Ein Meßsignal, angelegt am Eingang des letzten Filters, erzeugt zwar ein hörbares Signal, aber es ist extrem schwach. Ich weiß nicht, ob es nicht über andere Wege bis zur Demodulatordiode gelangt ist.
Die Kreise sind mit Folienkondensatoren abgestimmt. Diese Kondensatoren sind sehr gut und stabil und sollten nicht zu einer Verstimmung der Kreise führen.

Die Abgleichkerne sind nicht schraubbar. Siemens hat sich hier etwas, wie ich finde, sehr unpraktisches ausgedacht. Die Kerne, "Halme" genannt, sind eingeklebt. In der Abgleichanweisung steht:
"Beim Nachgleichen ist die Stellung des gewindelosen Ferritkernes durch eine schraubende Bewegung mit einer spitzen Pinzette zu verändern. Ersatzhalme liegen bei."
(Bei meinem Gerät leider nicht mehr. Ich suche deshalb noch solche Halme.) Aber dann weiter in der Anweisung:
"Vor dem Nachgleichen ist die Verschmelzung des Innen- und Außenhalmes mittels eines alten (!) Spiralbohrers zu beseitigen."

Das klingt alles etwas abenteuerlich und ich suche einen erfahren Siemenskenner , der mir weiterhelfen kann. Möglicherweise sind die Kreise garnicht verstimmt und es liegt ein anderer Fehler vor, den der erfahrene Helfer kennt.

Ich hoffe auf hilfreiche Antworten. Besten Dank im Voraus Claus Kunze.
Franz-Josef Haffner
17.Jul.04
  2 ich habe diesen post wieder nach oben geschoben weil das Problem von Herrn Kunze noch nicht gelöst ist. Vielleicht kann ihm jemand weiterhelfen.
 
Siemens; D S.&: Kammermusik-Schatulle M57
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